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Tornado 3D - Like A Hurricane..."...If you are like us, then you don't want to read the manual or wait for a boring installation to be completed. You want to run T3D and test drive it..." - schon beim Lesen des beigefügten Zettels merkt man, daß dieses Programm von Amiga-Enthusiasten geschrieben wurde. Alleine die Packung ist wieder einmal so richtig Amiga-like, schön verspielt und bunt. Drinnen befinden sich eine Menge Zettel und eine CD... Wenn ich mir im übrigen noch kurz eine Bemerkung erlauben dürfte: Aufgrund der Tatsache, daß uns für diese Ausgabe nicht einmal ganze 2 Wochen Zeit für die Erstellung blieben, ich nebenbei das Design mehrmals änderte und die alte Ausgabe überarbeitet hatte, kann ich hier keinen vollwertigen Testbericht zu Tornado3D liefern. Weiters gibt es ein Update, welches ich gerne mit dieser Version in der nächsten Ausgabe testen werde. Ich glaube, niemandem ist mit einem "Alibi-Bericht" geholfen, in dem einfach Kapitel aus dem Manual umgeschrieben werden, und / oder nichtssagende Screenshots von Screenauswahl Requestern und beigefügten Tutorien. Ich werde hier kurz die wichtigsten Funktionen erklären und welchen Eindruck das Program hinterläßt. Leider gab es bei Öffnen der Packung schon die erste Enttäuschung: Ein Dongle! Naja, wenigstens kein serielles... Also, Dongle angesteckt, Computer eingeschaltet, und gleich von der CD weg gestartet - alles läuft! Keine Assigns, kein Installer, keine Änderungen in der s:user-startup - lediglich ein paar Tooltypes für ScreenSettings und GrafikTreiber. "VIRGE ON/OFF" - aha, sogar die S3 Virge der CyberVision64/3D wird unterstützt! Das Programm läuft natürlich problemlos mit Picasso96 und CyberGraphX und standardmäßig wird ein 800×600 Screen in HiColor geöffnet. Obwohl es sich bei der Testversion um die V1.0 handelte, zeigte sich Tornado3D als sehr absturzsicher. Die einfache Installation ("simply copy T3D to your Harddisk"), die schönen (New-)Icons und die edle Oberfläche mit den sinnvoll angeordneten Buttons hinterlassen auf den ersten Blick einmal einen recht guten Eindruck. Das Handbuch ist spiralgebunden, das Inhaltsverzeichnis zeigt die 7 Tutorials und 8 Referenz-Kapitel (die im übrigen den 8 Menüpunkten entsprechen) und dann geht es sofort los mit dem ersten Workshop. Keine langen Worte, nicht einmal eine protzige Aufzählung der Features und Neuigkeiten, ganz am Ende lediglich ein Anhang für die Tooltypes. Von der Idee her schön konsistent, das Layout ist allerdings noch sehr verbesserungsfähig - vor allem gegen Ende hin ist alles (!) in derselben Schriftgröße und -art geschrieben. Aber schließlich macht es ja der Inhalt aus, oder? Und der ist gut und verständlich aufbereitet, und mitunter sogar recht unterhaltsam. Kommen wir nun zum Handling des Programmes: Mehrere Dinge fallen gleich auf: Zum einen ist die Oberfläche schön und übersichtlich gestaltet, somit ist das Programm sicherlich auch für ambitionierte Einsteiger auf diesem Gebiet geeignet. Zweitens verhält sich Tornado3D zu Real3D wie ein Ferrari zu einem Trabbi: Die Preview-Modes habens wirklich in sich bei diesem Programm! Drahtgitter mit oder ohne versteckten Oberflächen, Flat- und Goraud-Shading, Texturen und Transparenz auf Wunsch dazu, Realistic und Photorealistic Preview - und das alles interaktiv und kein rucken des Mauspfeils! Beim Photorealistic Preview, welches trotzdem sehr schnell ist, werden zum Beispiel auch Lens Flares und Volumetic Lights dargestellt! Lights... Jawohl, richtig gelesen! Tornado3D bietet volumetrisches (sprich "sichtbares") Licht - praktisch für Scheinwerferkegel zum Beispiel, man muß nicht mehr herumtricksen. In Verbindung mit Lensflares lassen sich damit sicherlich atemberaubende Effekte erzielen. Außerdem sind noch Projektionen ("Prinzip Diaprojektor") und verschiedene Arten von Nebel einsetzbar. Für alles das und mehr gibts natürlich wieder hunderte von Optionen (diffuse, soft shadows, etc.), aber wer möchte das schon lesen? Modelling... Der Editor ist das Herzstück von Tornado3D, abgesehen von Modellierung werden hier auch Animation und Rendern gesteuert. Drag & Drop gibt's zwar nicht, dafür aber Cut & Paste - was will man mehr? Alle Operationen die man hier durchführt, können in Realtime betrachtet werden. Für die Animation gibt es ein Buttonset à la Videorecorder. Um die Objekte, Kameraperspektiven usw. zu drehen und manipulieren, ist der ArcBall da: Für alle, die sich darunter nichts vorstellen können: Man sieht am Bildschirm eine (transparente) Kugel, welche die Funktion eines Trackballs erfüllen soll. Die Maus bewegt man so, als ob man mit der Hand (diesen) einen Trackball bewegen würde. Und mit diesem Trackball bewegt sich dann Szene / Kamera / Objekt mit. Rendering... "We do not claim to have the fastest renderer out there. Just grab the demo and try for yourself, you won't belive your eyes (nor your stopwatch!)." - In der Tat macht hier Tornado3D seinem Namen Ehre. Speziell für 68040 und 68060 optimierte Mathe-Libraries sowie schnelle proprietären Algorithmen machen es möglich. Handling... Leider konnte ich das Update nicht mehr testen, aber bis dahin fielen mir folgende Bugs auf: Häufig gab es kräftige Redraw-Probleme (so konnte man zum Beispiel mit dem Dateiauswahlrequester das Editor-Fenster ausmalen gehen), von automatischen Maus-Joystick-Umschaltern läßt man besser die Finger (sonst wird's Dongle deaktiviert) und was am allermeisten stört: Es gibt nicht für alle Funktionen ein Undo! Abgesehen davon, daß es sowieso nur ein einmaliges Undo (Undo/Redo) ist. Denn wenn man vor einem Ok/Cancel Requester steht, dann gibt es kein zurück mehr! Hoffentlich wird das noch ausgebessert. Auch ist es oft schwierig, Objekte richtig zu treffen, wenn ihre "Hotspots" übereinander liegen. Hier kann nur das oberste Objekt angewählt werden. Extras... Ansonsten bietet Tornado3D alles, was das Renderherz begehrt: Kraftfelder, allerlei Partikelsysteme (Explosionen, Rauch, Spritzen, Wolken, etc), Inverse Kinematics, Boolsche Operationen, SuperQuadrics (wie normale Primitives, nur mit abgerundeten Kanten und sonstigen Extras), Interpolated Shading, Automorphing, hoch qualitatives Motion-Blur, Metaballs - damit lassen sich schnell und einfach Effekte à la Terminator2 ("ich bin der Flüssigmetall-Mann!") generieren, usw. Auch an PlugIns mangelt es nicht, und diverse Zusatzmodule sind in Entwicklung: Zunächst wäre hier einmal "Rosetta" zu nennen, ein Modul für den Import / Export von verschiedenen Formaten, weiters wird es ein Interface geben, um Tornado3D über ein Netzwerk betreiben zu können. "There are so many features in Tornado3D V 1.0 Die Programmierer sind sich also einig, einzigartige Software mit unschlagbaren Qualitäten produziert zu haben. Wenn jetzt noch die kleineren Fehler ausgebessert werden, dann könnte Tornado3D sicherlich einige Renderer auf die hinteren Plätze verweisen! |
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Bernhard Lukas ...........
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