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iiyama Vision Master Pro MT-9017T
Durch den rasanten Preisverfall der letzten Monate sind gute 17" Monitore auch für den ambitionierten Heimanwender interessant geworden. Das gute Abschneiden der iiyama Monitore in diversen Zeitschriften hat uns neugierig gemacht und so haben wir uns das Flaggschiff der 17" Serie von iiyama, den Vision Master Pro MT-9017T, einmal genauer angesehen. Schon beim Auspacken fällt die äußerst kompakte Bauweise und das relativ hohe Gewicht des iiyama Monitors auf: 412x422x420 mm (B x H x T) und 23 kg. Neben dem Monitor findet man noch ein Netzkabel, ein VGA Anschlußkabel, eine viersprachige Beschreibung des Monitors sowie eine Bestellformular für die erweiterte Garantie. Da iiyama auf den MT-9017T 3 Jahre Garantie gewährt, ist IMHO diese Erweiterung nur sinnvoll wenn der Monitor beruflich genutzt wird und man daher im Störungsfall auf ein Ersatzgerät angewiesen ist. Im Gegensatz zu vielen "Billigmonitoren" ist beim iiyama das Monitorkabel nicht fix mit dem Gerät verbunden, es kann also bei Bedarf durch ein längeres Kabel ersetzt werden. Ein Kabel mit BNC Stecker ist leider nicht im Lieferumfang enthalten. Die mehrsprachige Bedienungsanleitung ist etwas unübersichtlich, da in ihr alle iiyama Monitore abgehandelt werden, besticht aber durch eine verständliche und fehlerfreie Sprache. Die Bedienung erfolgt über 3 Drucktasten an der Vorderseite. Helligkeitsregler oder einen Schalter zum Umschalten zwischen Sub-D und BNC Eingang sucht man vergebens, diese Funktionen werden alle über das englischspachige On Screen Display (OSD) gesteuert. Nur ein Netzschalter und eine zweifärbige Power LED sind noch an der Frontseite vorhanden. An der Rückseite befinden sich neben der VGA Buchse auch 5 BNC Stecker für die Rot, Grüen, Blau, Hsync und Vsync Signale. Der Monitor unterstüzt neben Kabel mit getrenntem Sync Signal, auch ein gemischtes H/V Sync Signal sowie das bei manchen Workstations benötigte Sync on Green. Wir haben den iiyama via VGA Kabel an eine Picasso IV und via BNC Kabel an eine NeXT colorstation angeschlossen. Der Vision Master Pro unterscheidet sich von seinen kleineren Brüdern vor allem durch den Einsatz einer Sony Trinitron Bildröhre, bei iiyama Diamondtron genannt. Typisch für diese Rohre, die im Gegensatz zu den üblichen Bildröhren keine Lochmaske sondern eine Streifenmaske besitzt, sind zwei dünne horizontale Linien im Bild. Diese Streifen, so klärt das Handbuch auf, sind die Schatten der Stützmaske und konstruktionsbedingt in jeder Diamondtron Bildröhre vorhanden. Nach dem Einschalten wird der Benutzer mit einem freundlichen "Welcome to Visionmaster" begrüßt. Die erste Ernüchterung kommt aber beim Abfragen der Monitordaten via PicassoModeTNG (Dazu muß unbediengt der Monitor mittels VGA Kabel mit der PicassoIV verbunden sein!): Statt der im Prospekt und im Handbuch versprochenen 27-92 kHz Zeilenfrequenz und 50-160 Hz Bildwiederholfrequenz, meldet die Software nur schwache 31-79 kHz / 55-75 Hz. Aber keine Sorge, ein manuelles Ändern der Werte lieferte bald darauf die erwarteten Bilder. (Theoretisch bis 1600x1200 mit max. 73 Hz, 1024x768 mit max.115 Hz, 800x600 mit max. 147 Hz, leider kommt da die PicassoIV nicht mehr mit). Ob dies am Monitor oder an einer Fehlinterpretation der Monitordaten durch die Picasso liegt, kann ich leider nicht sagen. Die Diamondtronröhre zeichnet sich durch ein extrem scharfes und kontrastreiches Bild aus. Ungewöhnlich ist die extrem flache Bildröhre. Anfangs hat man den Eindruck das Bild ist nach innen gewölbt. Wechselt man aber nach einiger Zeit zu einem alten Monitor zurück (in meinem Fall ein NEC 3D) hat man das Gefühl durch ein Bullauge zu sehen ;-) Das OSD ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sobald man sich aber an die Aufteilung der Menüpunkte gewöhnt hat ist es recht einfach zu bedienen. Folgende Parameter lassen sich über dieses OSD einstellen: Kontrast, Helligkeit, horizontale und vertikale Bildgröße, horizontale und vertikale Bildlage, Pin-Cushion, Trapez und Parallelogrammverzerrungen, Farbtemperatur (3 fixe Einstellungen und ein User Mode), die horizontale Konvergenz, die Drehung des ganzen Bildes, der benutzte Eingang und ob Sync on Green verwendet werden soll. Sogar eine eigene Einstellung zur Verhinderung von Moiree Effekten und Auch die Degauss Funktion ist hier zu finden. Ein eigenes Submenü wiedmet sich der Stromsparfunktion. Der Monitor unterstüzt sowohl VESA/DPMS als auch NUTEK. Bei VESA wird der Monitor über ein Signal der Grafikkarte in den Schlafmodus versetzt, bei NUTEK reagiert die Stromsparschaltung nach einer einstellbaren Zeit auf einen schwarzen Bildschirm. Der Stromverbrauch wird dadurch schrittweise von ca 130W im Betrieb über 10W im Stand-By Modus auf 6W im Sleepmodus gesenkt. Der momentane Zustand wird über die Power LED angezeigt. Der iiyama Vision Master Pro besitzt 6 voreingestellt und 19 programmierbare Speicherstellen. Im OSD sieht man zwar die gerade aktuellen Bilddaten, leider aber nicht welcher Speicherplatz gerade verwendet wird. Hier sollte iiyama noch etwas nachbessern. Sehr erfreulich ist hingegen die Tatsache, daß die beiden Eingänge wirklich getrennt behandelt werden. Ein Umschalten zwischen zwei Computern ist daher einfach machbar. (Dies ist heutzutage leider auch bei 17" Monitore keineswegs Standard) Fazit: Der iiyama Vision Master Pro MT-9017T ist für alle empfehlenswert, die ihren Rechner nicht nur zum Spielen verwenden. Vor allem die verzerrungsfreie und gestochen scharfe Bildwiedergabe ist optimal für den Einsatz im Bereich CAD beziehungsweise Bildbearbeitung und ermöglicht ein langes, ermüdungsfreies Arbeiten. Durch die dreijährige Garantie und den weiten Frequenzbereich sollte der Monitor auch noch in einiger Zeit nicht zum alten Eisen gehören. |
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Dieter Sabathi ...........
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