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YAM 2.0 Preview3 - Kein Gejammer
Yam ist schon seit jeher bekannt als einfacher, schlanker E-Mail Client. Die heißersehnte Version 2.0 hat ein wenig an Gewicht zugenommen, ist dabei aber auch um einiges reifer geworden und verspricht Dinge, welche nicht nur auf unserem Amiga eine Seltenheit sind. Aus diesem Grund haben wir uns einmal die Preview3 angesehen und waren zutiefst beeindruckt. Die getestete Betaversion verhielt sich gar nicht so beta, wie man es eigentlich erwarten könnte und man kann damit eigentlich schon recht gut arbeiten, obwohl einige Funktionen noch nicht voll implementiert sind und auch mit gelegentlichen Abstürzen noch zu rechnen ist. YAM2.0 ist als reinrassiger Formel1 E-Mail Client zu verstehen und nicht als digitales WWW-MultiPurposeVehicle. In dieser Form übertrifft es auch alles bisher Dagewesene, auch auf anderen Plattformen, und nicht nur im Preis-Leistungs Verhältnis. Wer kürzlich einen Plattformwechsel vom Amiga hinter sich hat, wird wohl schwer mit den Tränen der Wehmut zu kämpfen haben.
Dabei ist YAM2.0 nicht nur technisch, sondern auch optisch up-to-date
und bietet eine wahre Fülle an Möglichkeiten zur
Benutzeranpassung. Eine vollständige Beschreibung kann man der
vorbildlichen AmigaGuide Dokumentation entnehmen. Dort erhält man auch
genauere Informationen über die verwendeten Protokolle, PGP, MIME und
sogar eine Kurzform der Netiquette. Unsere Leser aus Deutschland wird
vermutlich interessieren, daß auch die Konfiguration für
T-Online kurz erklärt wird.Der gewaltige Leistungsumfang bietet alles, wovon der vernetzte Mensch nur träumen kann. Mehrere Benutzerprofile, selektiver Download, bis zu 48 Postfächer, Volltextsuche in allen Nachrichten, um nur einige Highlights zu nennen. Vor allem der selektive Download scheint im Moment das einzige Mittel zu sein, um ungewünschten Spamming-Mails entgegenzuwirken, man erhält dabei eine Liste aller beim Provider liegenden Nachrichten und kann schon vor dem eigentlichen Transfer auf die eigene Platte löschend eingreifen. Hervorragend ist auch die hierarchisch angelegte Adressdatenbank mit der Möglichkeit, eigene Benutzergruppen anzulegen und wer seinen CygnusED über alles liebt, kann ihn auch weiterverwenden, sogar Wordworth (!) kann als externer Editor zum Mailschreiben herhalten. Es bleibt zu hoffen, daß die fertige Version 2.0 nicht mehr allzulange auf sich warten läßt. Und jetzt bitten wir den Programmierer von YAM, Marcel Beck, noch einmal kurz zu Wort: AS: Erzähl uns etwas von Dir: Wie alt bist Du und was machst Du beruflich? MB: Ich bin 28 Jahre alt und habe mich nach einer Lehre als Chemielaborant zum Chemiker (Ingenieur) ausbilden lassen. Seit fast sieben Jahren arbeite ich auf dem Gebiet der Umweltanalytik. AS: Wann und wie bist Du eigentlich zum Amiga gekommen und was hast Du selbst für einen? MB: Meinen ersten Amiga, ein A500, kaufte ich vor etwa 10 Jahren. Vorher hatte ich bereits auf einem Sinclair ZX81 und einem Spectrum programmiert. Mein A4000T/040 ist mein dritter Amiga und ist mit dem üblichen Zubehör (CD-Rom, Picasso-II, ZIP-Drive, etc.) ausgerüstet. AS: Yam gibt es nun doch schon einige Zeit und mittlerweile ist das Programm aus der Amiga-Onlinewelt nicht mehr wegzudenken. Was hat Dich damals dazu bewegt, YAM zu programmieren? MB: Zwei Dinge: Ersten gab es vor drei Jahren fast nur schwer bedienbare Mailer aus der UNIX-Welt oder aber Demoversionen von simplen GUI-Mailern. Ich benutzte einige Monate lang AdMail und Airmail, bevor ich mich entschloss, die Vorzüge der beiden Programme in einem eigenen Freeware-Programm zu kombinieren. Zweitens suchte ich damals nach einer Idee für ein grösseres MUI-Projekt; da kam mir YAM gerade recht. AS: Ältere Versionen von YAM waren Mailware, wohingegen die Preview3 von YAM2.0 Freeware ist. Warum hat sich das geändert, und hast Du schon einmal daran gedacht, Dein Werk als Shareware anzubieten? MB: YAM 1.2 war Mailware, weil ich wissen wollte, wie schnell sich so ein Programm verbreitet und wer es wo benutzt. Da die Registrierung kostenlos und sehr einfach war, kriegte ich sehr genaue Zahlen für meine Statistik. Nach 8 Monaten war ich bei über 1000 Registrierungen pro Monat angelangt, Tendenz steigend. Trotz weitgehender Automatisierung über ARexx wollte ich mir diesen Arbeitsaufwand nicht mehr leisten und gab das Programm im November 96 frei. Heute kriege ich immer noch etwa 3 Mailware-Registrationen (Version <1.3.3) pro Tag... Shareware interessiert mich nicht, da ich erstens nicht auf (Anm. d. Red.: Hier fehlt ein Stück Text.) AS: Dürfen wir nach YAM vielleicht auch auf einen ähnlich hervorragenden Newsreader hoffen? MB: Nicht von mir, denn für das Rumnstöbern im Usenet fehlt mir ganz einfach die Zeit. AS: Wir wissen nun endlich welcher Prozessor in Zukunft im Amiga sein Werk tun wird. Planst Du für die nahe Zukunft eine PPC-Version von YAM? MB: Eine PPC-Version von YAM wird erst dann aktuell, wenn ich meinen Amiga eine PPC-Karte spendiere. Im Moment ist diesbezüglich noch nichts geplant. AS: Wird YAM immer ein Vorrecht der Amiga Benutzer sein oder wird es auch einmal auf anderen Plattformen zu sehen sein? MB: Ich werde dem Amiga solange wie möglich treu bleiben, eine Version für PC oder Mac ist kein Thema. AS: Kann man schon abschätzen wann die fertige Version 2.0 veröffentlicht werden wird? MB: Irgendwann diesen Frühling oder Sommer. Meine Freizeit ist ziemlich knapp bemessen... AS: Ganz toll wäre, wenn Du auch ein Bild von Dir hättest. MB: Liegt bei (ist nicht mehr top-aktuell, mein Haaransatz ist inzwischen noch etwas weiter rauf gerutscht ;-) |
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Stephan Bischoff ...........
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