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Elastic Dreams - Realtime Morphing am AmigaDas erste Realtime Morphing Programm für den Amiga zu sein und dabei keine Verluste bei der Geschwindigkeit zu erleiden - das verspricht uns Elastic Dreams aus dem Hause "MotionStudios". Doch das ist nicht die einzige Besonderheit daran: Die gesamte Oberfläche des Programms ist angeblich "trottelsicher" und "intuitiv" gestaltet worden. Naja, unter "intuitiv" versteht der Amiga-User möglicherweise etwas anderes, aber sehen wir uns das Programm doch einmal an. Die Installation klappt problemlos, los geht's: Das ArbeitenDas Programm ist in drei Teile geteilt: Der Composer, wo man zwei Bilder miteinander verschmelzen lassen kann (vgl. "Composite" bzw. "Rub Through" bei anderen Programmen), der Elastic-Part, in dem man ein Bild mit verschiedenen Effekten versehen und sogar Animationen daraus berechen kann, und schließlich der Manager-Part, der aber nicht viel mehr ist, als ein aufgepeppeltes Preferences-Menü. Also sind's eigentlich nur mehr 2 Teile. Lästig ist, daß es noch ein externes Programm gibt, in dem man eine Menge zusätzlicher Effekte auf das Bild wirken lassen kann - warum zum Henker sind diese Effekte nicht in den "Elastic"-Part übernommen worden? Ich will es einfach nicht begreifen! Das gibt Punkteabzug... Elastic Dreams ist ein 24Bit-Malprogramm mit besonderer intuitiver Oberfläche. Es benutzt keine Gadgets und Menüs aus der Intuition Library, sondern hat seine eigenen Buttons, die ganz in rosa gehalten wurden, und sobald man mit der Maus darüber fährt, leuchten sie auf. Es werden über 50 verschiedene Grafikformate erkannt, gespeichert werden nur die 11 wichtigsten davon. Leider sind keine Saver-Module für GIF und PNG vorhanden. Für den fehlenden GIF-Saver hätte ich Verständnis gehabt, aber es ist nicht einmal ein TIFF- oder TARGA-Saver dabei. Nun gut, die Animationen können als ANIM5, Frames oder ED-ANIM gespeichert werden. Es gibt eine Scanner-Unterstützung (ScanQuix), das Programm kennt Datatypes und druckt auch mit Turboprint aus. ElasticIm Elastic-Part kann man mit einem Pinsel die folgenden Effekte auf das Bild anwenden: Schmieren (vgl. "Smear"), Schieben, Wischen, Spiegeln und Widerrufen. Letzteres ist ein interessanter Effekt: Damit kann man die Effekte, die auf einen bestimmten Bildausschnitt angewendet wurden, wieder langsam rückgängig machen, und zwar völlig beliebig. Wenn man also einer Person z.B. die Augen vergrößern will, versehentlich aber den Bereich der Nase dazu "erwischt" hat, so korrigiert man das, indem man diesen Bereich mit dem Pinsel mehrmals überstreicht und die Vergrößerung "zurüchdrängt". Die Nase kehrt wie von Geisterhand ohne scharfe Kanten wieder in den Originalzustand zurück. Beim Laden von Bildern werden diese wahlweise weichgezeichnet, bei Animationen kann Motion-Blur dazukommen, und weiters gibt es im "Elastic-Part" noch die folgenden Spezialeffekte: SinusX, SinusY, Wellen, Wirbel, Drehen, Strudel, Skulptur, Drücken, Strecken, Quetschen, Zittern, Verstreuen, usw., die alle mit einem speziellen "Stärke"-Regler auf das Bild mehr oder weniger intensiv angewendet werden können. Diese Operationen sind jedoch, vor allem bei geglätteten Bildern (Alias) sehr zeitaufwendig. Beim Laden eines neuen bildes gibt es jedoch einen sehr lästigen Fehler: Man bekommt eine Liste aller Lademodule, glaubt, man muß eines davon selektieren, und erhält den Requester: "Bild "ILBM-DEEP" (zum Beispiel) konnte nicht geladen werden: Nochmal versuchen / Programm verlassen". Diesen Requester kann man nun so oft man will erscheinen lassen, schließlich steigt man doch aus dem Programm aus, weil nichts mehr geht. Und dasselbe passiert auch, wenn Elastic Dreams ein Bild aus irgendeinem Grund nicht laden kann. Schlecht. ComposerBeim Composer werden 2 Bilder miteinander gemischt, wie man das von anderen Programmen her kennt. Es gibt einen Regler "Malen", bei dem man einstellen kann, ob das linke oder das rechte Bild zum Vorschein kommen soll, und wenn ja, wie stark. Sind die Übergänge zwischen den beiden Bildern zu hart, kann man das Gemalte "Glätten", ein wenig "Schmieren" oder den Layer an einen anderen Ort "Bewegen". Der Schieberegler "Transparenz" gibt an, ob Übergänge weich oder hart sein sollen, und weiters kann man auch hier die Pinselgröße einstellen. FXStudioDieses Programm bietet eine Menge Bildbearbeitungsfunktionen an, ein kleiner Auszug daraus: 3DLook, Antique, Clear_Green, Color_To_Gray, Deinterlace, Emboss, Flip_x, Free_RGB, Highlights, Image_Border, Lineart, Maximum, Minimum, Monochrome, Motionblur, Negbright, Replace_Color, Shift_Hue, Solarize, HSV, Rotate, Tile, Twirl, usw. Das Programm hat 4 Listview-Gadgets. 1. Load: Eine Liste aller ladbaren Bildformate, eines davon doppelklicken und ein Laderequester erscheint. 2. Save: detto. 3. View: Eine Liste mit Anzeigemodulen, eines davon doppelklicken, und das aktuelle Bild wird angezeigt (AGA, ECS, PICASSO, CGFX, RETINA). 3. Operator: Eine Liste mit Operatoren, die auf das Bild angewendet werden können, eines davon doppelklicken, und es wird angewendet. Das Programm schaut übrigens "ganz normal" aus (verglichen mit E.D.) und öffnet sich auf dem aktuellen PublicScreen. Achja, da war noch folgendes, ich zitiere: "Zur Zeit liegt keine "FAST" (SCHNELL) Version vor, da wir aber der Meinung sind, daß es endlich eine Einheitliche Grafikkartensoftware geben sollte, werden wir nur noch Grafikkarten mit Cybergrafiks unterstützen." - abgesehen von den peinlichen Rechtschreibfehlern gefällt mir letzter Satz als stolzer PicassoIV- und Picasso96-Benutzer garnicht, was wieder einen Punkteabzug mit sich bringt. Hehe... ConvertStudio und ViewStudioMit diesem Programm kann man Bilder konvertieren, bindet man das Programm in Dopus ein, dann darf man das sogar gleich mit ganzen Verzeichnissen machen. Das Programm läßt sich auch über die Shell aufrufen, und zwar mit dem Template LOADER/K SAVER/K QUALITY/N FROM/K TO/K. Mit dem Programm ViewStudio kann man ein Bild betrachten, oder (z.B. auch mit Dopus) gleich eine Slideshow daraus machen. FazitElastic Dreams ist ein Programm, mit dem das Arbeiten Spaß macht, was nicht zuletzt an der bunten Oberfläche liegt (es gibt sogar ca. 40 verschiedene "Backgrounds" - damit das Arbeiten noch schöner wird). Allerdings hat es natürlich nicht den Funktionsumfang eines "AdPro" oder "ImageFX". Weiters ist durch die "starre" Oberfläche nur ein einziger Screenmodus möglich, und selbst bei diesem ist rechts und unten ca. 5 cm schwarzer Rand (auf einem 17"-Monitor). Dafür ist ElasticDreams selbst auf einem 68040/25 angenehm schnell (zumindest der Composer Part, bzw. die Malfunktionen im Elastic Part), vor allem im Vergleich zu anderen Programmen. Der Unterschied zwischen PPC und 68k ist allerdings bei aufwendigeren Operationen (Whirl, Rotate, usw.) schon sehr deutlich spürbar. Der Umstand, daß man lediglich einen Tausender für das Programm hinblättern muß, ist wiederum sehr erfreulich. Schon gesehen um 1098.- ATS (bzw. 149.- DM) bei PointDesign.
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Bernhard Lukas ...........
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