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Lambda Sector Preview - So schnell, so schön...Schon wieder so ein Testbericht, in dem ich mich über die MS-Dosen-Besitzer ausschimpfen kann! Selbige sind nämlich von Games wie X-Wing und Wing Commander (man beachte die Namensähnlichkeit) schon seit Jahren verwöhnt. Tja, wo soll ich eigentlich schimpfen, mir fällt gar kein Angriffspunkt ein... schade! Na gut, dann erzähl ich halt eine kleine Anekdote, einen Schwank aus meiner Kindheit sozusagen :-) Da ging einmal ein gewisser Christoph L. in meine Parallelklasse. Er hatte zwar einen Amiga, war aber kein besonders getreuer Amiga-Fan, denn er besaß auch einen PC und war im Grunde ein "Poser", den eh nur die Megahertz interessierten - für ihn war ein 386er mit 40 MHz sicher ein besserer (weil schnellerer, wuahahaha) Prozessor als ein 68040/25, nur um ein Beispiel zu nennen. Dennoch hat er es geschafft, mich gründlich zu verarschen (wie peinlich): er erklärte mir, als alle Dosenfreaks im X-Wing-Fieber waren, daß irgendwelche Hacker eine X-Wing-Version irgendwo geklaut hätten, und zwar eine für den Amiga 500, noch in der Entwicklung aber fast fertig. Und ich hab die Geschichte natürlich gnadenlos gefressen, bis es mir irgendwann dämmerte und ich erkannte, was für eine Verarschung ihm da gelungen war. Traurig aber wahr! Kein X-Wing also, aber dennoch kein Grund zur Depression, denn ein Amiga hat andere Qualitäten, die der PC nie erreichen konnte. Das ihm oder anderen zu erklären, war allerdings vergebliche Müh´. Ich erinnere mich, einem gewissen Andreas K. (Name, Adresse und Schuhgröße der Redaktion bekannt) einmal den unterschied zwischen Amiga- (Bitplanes) und PC-Grafikaufbau (Chunky) erklären zu wollen und warum deshalb das Scrolling am Amiga einfach besser ist. Aber er glaubte mir nicht mal, daß das WYSIWYG in Textverarbeitungen am PC und am Amiga im Prinzip dasselbe ist und ein Amiga bei gleicher Auflösung im AmiWrite demnach etwa dasselbe Bild produzieren muß wie das Mikroweich (tm) - Word am PC. Und wo ich schon bei den Anekdoten bin (mittlerweile glaubt wohl kein Leser mehr daran, daß dies eigentlich ein Testbericht sein soll), gleich noch eine, die zum Thema paßt: ich Wahnsinniger - geistige Umnachtung muß von mir Besitz ergriffen haben! - hab am Amiga 500 eine Weile mit Begeisterung das Wing Commander gespielt. Gnadenlose Frameraten und gnadenlose Grafik, aber ich als temporärer Masochist steckte beides weg und knallte die bösen Kilrathis quasi in Zeitlupe ab. Mittlerweile habe ich festgestellt, daß das Game auf einem 68030/50 (ECS-Version wohlgemerkt) einigermaßen spielbar ist... aber am nackten 68000er? Oh Gott wuargh ... ;-) Mir fallen momentan haufenweise Anekdoten ein - vielleicht erweitern wir das AmigaScene demnächst um eine Anekdoten-Sektion? :-) Aber bevor sich alle Leser kopfschüttelnd zum nächsten Artikel weiterklicken, kehr ich doch vielleicht besser zum Thema zurück. Ich habe die ehrenvolle Aufgabe, ein Preview (Version 0.8.101) von "Lambda Sector" zu testen, ein Spiel, das X-Wing und Konsorten ähnlich werden soll. Mal sehen... Was ich vor mir habe, ist eine interessante und gar nicht mal unflinke 3D-Engine. Alle Extras ausgeschaltet, auf der Blizzard 1230/50 und einem PAL-LoRes-Screen, so läuft mein erster Test. Das Ergebnis: 20-25 fps. Was ist denn überhaupt zu sehen? Gute Idee, das mal zu erklären, gewürzt mit Screenshots, die mein Bruder, der Chefredakteur, grabben wird hehe ... Der Sternenhimmel scrollt nicht starr, sondern wölbt sich ein bißchen bei Schwenkbewegungen, was in der Tat viel besser wirkt als anno dazumal bei Wing Commander. Den Effekt zu erklären, ist gar nicht leicht (zumindest nicht bei meiner laienhaften Fachkenntnis), man kennt ihn vielleicht von Kameras. Punkte am Rand liegen weiter auseinander, im Zentrum rücken sie ein wenig zusammen. Wer sich nichts drunter vorstellen kann, sauge sich einfach das Demo, was ich ohnehin empfehlen wollte. Bei Vorwärtsbewegungen kommen einem einige Sternchen entgegen, kein besonders genialer Effekt, aber doch ganz nett. Man kann auch im Setup einen Hintergrundnebel einstellen, was die Framerate stark verringert, aber hübsch anzusehen ist. Der Nebel verzerrt sich genauso wie die Sterne und sein Licht wird noch dazu von der Oberfläche des Raumschiffchens, welches der Spieler steuert, reflektiert - gut zu sehen auf der Von-Hinten-Ansicht. Fremde Schiffe sind nett anzusehen, aber leider stehen sie starr da und lassen sich weder rammen noch abschießen. Da gibt das eigene Fluggerät in der externen Ansicht doch mehr her, denn so kann man das Shading viel besser bewundern. Diese fremden Objekte verlangsamen die Framerate erneut ein wenig, aber nicht wesentlich. Witzig sind die Waffen (im Demo sind leider nur zwei davon verfügbar). Die normale Kanone feuert bläuliche Schüsse, nichts Besonderes an sich, aber sie gelten scheinbar auch als Lichtquelle. In besagter externer Ansicht leuchtet das Raumschiff bei Schüssen auf. Noch besser sind die Missiles, die auf Wunsch Rauchwolken hinterlassen. Nicht nur das Schiff, sondern auch die Missiles selbst leuchten beim Abfeuern auf (gut zu sehen in der Rear-View). Man erkennt also eine gewisse Liebe zum realistischen Detail beim Programmierer. Dem "history.txt" kann man die Entwicklung der Shading-Routinen und der Engine in groben Zügen entnehmen. Was gibt es noch zu sagen? Ich glaube, am meisten sagen wohl Screenshots, und natürlich der persönliche Eindruck vom Demo. Hiermit empfehle ich nochmal das Saugen oder den anderweitigen Erwerb des Demos. Graphisch gesehen macht es jedenfalls einen wirklich guten Eindruck. Vermutlich werden bei der endgültigen Veröffentlichung die Features und Ideen, sowie die Atmosphäre wesentliche Rollen spielen. Wenn beides stimmt, dann spricht nichts dagegen, daß Lambda Sector ein waschechter Hit wird! |
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Wolfgang Lukas ........... |
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