Die Entscheidung von Amiga Inc. gegen die PPC-CPU-Familie ist gefallen! Näheres dazu im Beitrag zur WOA 98 in London.
Außerdem hat die Entwicklungsfirma Amiga Inc. in den USA jetzt eine eigene Internet-Site.
Als Konsequenz zu den Amiga-Entscheidungen haben sich Phase5 und Haage&Partner darauf verständigt in Zukunft bei ihren Entwicklungen zusammenzuarbeiten.
Maxon Computer, die in letzter Zeit hauptsächlich mit ihrem Raytracer Cinema4D auf dem PC Furore machen, haben offiziell die Einstellung der Entwicklung für den Amiga bekanntgegeben. Als "Abschiedsgeschenk" wird in der Amiga Plus-Ausgabe 8/98 eine Vollversion dieses Programms auf CD enthalten sein, Kostenpunkt: um die 20 DM.
Softwood, u.a. verantwortlich für FinalWriter, hat die Amiga-Entwicklung eingestellt.
Mit Mage will Eyelight einen Nachfolger des Raytracers Tornado3D schaffen, der auch für andere Systeme als den Amiga erhältlich werden soll. Allerdings wird Mage von einem anderen Entwicklungsteam programmiert, so daß die Entwicklung von Tornado3D weitergeht. Mage wird nur auf RISC- basierten Rechnern herauskommen, so auf Amiga PPC, Apple und Silicon Graphics. Der Einstandspreis des für den HiEnd-Markt gedachten Produkts, das im Oktober herauskommen soll, beträgt 1299 US-Dollar.
Tatsächlich ist die Entscheidung gefallen. Der u.a auf dem PC verwendete und dort für seine Schlankheit bekannte Browser Opera wird auf den Amiga umgesetzt. Die Entwicklung wird von RamJam Consultants Ltd. aus England übernommen, die bereits zu Weihnachten eine erste Version fertig haben wollen, die Amiga-OS 3.1 und 4 MB Ram voraussetzen wird.
Mit EasyWriter will Haage&Partner den Amiga-Markt für Textverarbeitungen aufrollen, was bei den Funktionen und der geringen Konkurrenz möglich sein sollte. Konsequentes WYSIWYG, sowie eine echte End- und Fußnotenverwaltung, unzählige Funktionen u.a. zur Absatz- und Kapitelbearbeitung, sowie eine Möglichkeit Grafiken in Texte einzubinden, sollen überzeugen. Auch RTF- Import ist integriert.
Voraussetzung ist ein Amiga mit 25 MHz-030, 8 MB RAM und OS 3.0. Der Einführungspreis bis 31.08.98 beträgt 149,- DM, ab dann 198,- DM. Lieferbar soll es im Juli sein, ein Update auf Version 2.0 ist im Preis inbegriffen.
Da der Support des alternativen Filesystems AFS durch den Distributor Forth Level Development eingestellt wurde, übernimmt der Programmautor diesen wieder selbst. Er nennt seine Firma Great Effect Development und kehrt auch zum alten Programmnamen PFS zurück. Bald soll eine neue Version mit zahlreichen Verbesserungen zum Preis von 99,- DM verfügbar sein.
Die Version 1.2 der Amiga Developer-CD wird vom ICP-Verlag vertrieben.
Der Preis beträgt 24,80 DM.
http://www.amigaplus.de
Cloanto hat die Amiga Forever 2.0-CD herausgebracht, die neben Amiga-Emulatoren (u.a. UAE) auch AmigaOS 1.1-3.0 und komfortable Netzwerksoftware enthält. Der Preis beträgt 119,- DM, das Update 50,- DM.
Der bekannte TCP/IP-Stack Miami ist in seiner Version 3.0 fertiggestellt und lieferbar. Die neuesten Standards werden unterstützt, incl. SSL, T/TCP uvm.. Außerdem kann man nun auch die Oberfläche auswählen, vorläufig wird neben MUI auch GadTools angeboten.
Haage&Partner und Phase5 planen ein neues Amiga-kompatibles Rechnersystem, das auf dem PPC und einem OS-Update (wahrscheinlich OS 3.5) basieren soll. Es soll noch dieses Jahr auf den Markt kommen.
Die von Phase5 für ihre Beschleunigerkarten angekündigten Grafikkarten CybervisionPPC sollen kurz nach erscheinen dieser Ausgabe Anfang Juli lieferbar sein. Die BlizzardVisionPPC wird kurz darauf folgen.
Access Innovation Ltd., verantwortlich für das Amiga-kompatible BoXeR- Mainboard, entwickelt nach eigenen Angaben ein AA+ - Chipset, das es als AGA-Chipset der nächsten Generation anpreist.
Es soll auf einem völlig neu designten 32-Bit-Kern basieren, der die 16-Bit-Register von AGA emulieren kann. Die ChipRAM-Bandbreite soll das 20-fache betragen und der 16-Bit-Blitter ebenfalls um das 20-fache beschleunigt werden, da automatisch in 32 Bit-Operationen übersetzt wird.
Enthalten sein soll weiterhin ein DRAM-Controller für DIMMs und SIMMs, ein PCI-Controller, AGA-kompatibilität und HD-Laufwerk-Unterstützung. Zusätzliche Chunky-Grafikmodi (angesprochen über CyberGraphics/Picasso96) mit Auflösungen bis zu 1.024x768 bei 16 Bit Farbtiefe, sowie 16-Bit-Sound dürften bei Erscheinen für Freude sorgen.
Für die Delfina-Karte sind 1998 einige Erweiterungsmodule angekündigt. Z.B. DelfSer mit einer seriellen Schnittstelle, die bis zu 625 kbps erreichen soll, außerdem DelMP3, ein MPEG-Player für die Layer 1-3.
Ende August gibt es mit der Delfina 1200 auch eine Soundkarte für den 1200 ohne Zorro-II-Board. Sie besitzt dieselben Funktionen, wie die Delfina Lite. Für letztere erscheint im zweiten Halbjahr ein Modul mit digitalem Ein- und Ausgang.
Am Jahresende soll mit der Delfina Pro eine Karte speziell für Profis erscheinen, die mit mehr RAM und einem neuen, besseren DSP glänzen wird.
RBM will ab Ende Juni IOBlix ausliefern. Dabei handelt es sich um eine Zorro-II-Schnittstellenkarte, die vier serielle RS232-Schnittstellen, zwei EPP/ECP-Parallelports und zwei Modulports miteinander vereint. Für letztere ist eine AHI-kompatible Soundkarte und ein SANA-II- kompatibles Ethernetmodul in Vorbereitung. Preis ab 249,- DM.
Die Erweiterungsmodule (Video-In Paloma IV, Video-Out Pablo IV, Soundmodul Concierto IV) für die Picasso IV-Grafikkarte sind fertiggestellt und können ausgeliefert werden.
Das mit viel Vorschußlorbeeren bedachte Spiel Foundation, das einige Spielkonzepte (u.a. Siedler) in sich vereint, ist auf der WOA 98 erschienen. Ein Test folgt in unserer nächsten Ausgabe.
Die Entwicklung von Wasted Dreams soll doch nicht eingestellt sein, wie Vulcan in einer Presseerklärung zuerst mitgeteilt hatte.
clickBOOM läßt mit Napalm: The Crimson Crisis einen Command & Conquer- Klone entwickeln. Ein 68020, 8 MByte FastRAM und 2xCD-ROM werden Voraussetzung sein.
Angeblich wird clickBOOM auch das bekannte Echtzeit-Strategiespiel Z der Bitmap Brothers herausbringen.
BlueBlack Solutions programmiert einen weiteren C&C-Klone. CounterStrike soll neben vielen Zwischensequenzen, Sprachausgabe, TCP/IP-Unterstützung und Level-Editor bieten. Früher firmierte es das Spiel unter "Diversia".
Ab 030, 4 MB FastRAM und CD-ROM-Laufwerk wird es, auch auf Grafikkarten, lauffähig sein.
![]() |
Inhaltsverzeichnis | ![]() |
| ©`98 Der AmZeiger | ||