Beispiel für den Einsatz von Augendiagnose und Haar-Mineral-Analyse

Haar-Mineral-Analyse und Augendiagnose in der praktischen Anwendung

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Auf den folgenden Seiten möchte ich Ihnen eine Patientin vorstellen. Sie bleibt selbstverständlich anonym, aber an ihrem Beispiel läßt sich sehr gut aufzeigen, wie ich in meiner Naturheilpraxis diagnostisch und therapeutisch vorgehe.

Zunächst werde ich Ihnen einen Einblick in die Krankengeschichte dieser Patientin geben. Danach zeige ich Ihnen - für Sie nachvollziehbar -, wie sich mit Hilfe der Haar-Mineral-Analyse und der Augendiagnose eine zuverlässige Diagnose stellen läßt. Schließlich lege ich dar, welche therapeutischen Maßnahmen für diese Patientin angezeigt sind.

Hier zunächst die Krankengeschichte (Anamnese) der Patientin, wie sie sich aus der Befragung und den mitgebrachten Unterlagen ergeben hat:

Wie mir die Patientin außerdem berichtete, sprach die Migräne nur auf starke Schmerzmittel an; die grippalen Infekte wurden häufig mit Antibiotika behandelt. Auch Östrogene waren ihr über einige Jahre verordnet worden. All das brachte etwas Linderung. Gegen den schleichenden Haarausfall hatte ihr bislang nichts geholfen, ja es gab nicht mal einen konkreten Therapievorschlag. Immerhin: Eine Untersuchung der Haarwurzeln in einem Universitätskrankenhaus ergab, daß die Ernährung der Haarwurzeln nicht ausreichend gewährleistet ist. Auf eine mögliche Behandlungsstrategie angesprochen, empfahlen die Experten Präparate zum Auftragen auf die Kopfhaut - aber auch dies führte zu keiner Besserung der Symptome.

Die Patientin stellte daraufhin eigene Überlegungen an, denn es war ihr inzwischen aufgefallen, daß eine ganzheitliche Betrachtung ihrer Beschwerden fehlte. Die Suche nach alternativen Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen führte die Patientin schließlich in meine Praxis. Mein Vorschlag lautete: Lassen Sie mich eine Augendiagnose und eine Haar-Mineral-Analyse durchführen. Ich erklärte ihr, daß die Kosten für diese Diagnose-Verfahren in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden (wohl aber von der Mehrzahl privater Krankenkassen).

Meine eigenen Erfahrungen mit über 700 Haar-Mineral-Analysen und einer noch größeren Zahl von Augendiagnosen ließen mich nicht daran zweifeln, die Ursachen der Beschwerden der Patientin doch noch feststellen und wirksam behandeln zu können.

Nach einem ausführlichen Gespräch entschied sich die Patientin sowohl für eine Haar-Mineral-Analyse als auch für eine Augendiagnose. Der Ablauf der beiden Untersuchungen läßt sich in wenigen Worten zusammenfassen:

Zunächst zur Haar-Mineral-Analyse: Den Patienten werden ca. 1 Gramm Haare aus dem Nackenbereich entnommen, und zwar möglichst nah an der Kopfhaut und an verschiedenen Stellen. Auf diese Weise fällt der geringe Haarverlust" nicht auf. Die Haare werden dann in ein Schweizer Labor geschickt, das eine über 25-jährige Erfahrung mit diesem sehr aufwendigen Analyse-Verfahren vorweisen kann.

Bei der Augendiagnose werden die Augen der Patienten mit Hilfe eines speziell für diesen Zweck konstruierten Stereo-Irismikroskops fotografiert. Ein Vorgang, der nur wenige Minuten in Anspruch nimmt.Die erstellten Fotos (Diapositive) dienen mir später zur Erstellung eines sorgfältig ausgearbeiteten Befundberichtes, denn sie werden auf eine Leinwand projiziert. (Die meisten Irisdiagnostiker begnügen sich mit einer relativ kurzen Betrachtung der Augen durch das Mikroskop und erstellen keine Fotografien).

Im Fall unserer Patientin lagen der Laborbericht zur Haar-Mineral-Analyse sowie der Befundbericht zur Augendiagnose nach drei Wochen vor und konnten besprochen werden.

Hier nun zunächst der Laborbericht zur Haar-Mineral-Analyse:

Der Laborbericht, den alle Patienten im Original erhalten, unterscheidet zunächst zwischen lebensnotwendigen Mineralstoffen und giftigen Schwermetallen:

MINERALIEN:

In der graphischen Darstellung werden die einzelnen Mineral-Werte mit Sternen gekennzeichnet. Der graue Bereich entspricht dabei den Normalwerten des einzelnen Minerals. Bei einem ausgeglichenen Mineralhaushalt (also bei Mineralwerten entsprechend denen eines gesunden Patienten) befinden sich alle Sterne innerhalb des grauen Bereiches. Gehen die Sterne nach links über den grauen Bereich hinaus, ist das entsprechende Mineral im Minus, d.h. nicht ausreichend im Körper vorhanden. Gehen die Sterne nach rechts über den grauen Bereich hinaus, ist das entsprechende Mineral im Überschuß im Körper vorhanden. Je mehr Sterne eines Mineralwertes nach links oder rechts weisen, desto stärker befindet sich das entsprechende Mineral im Minus oder im Überschuß. Generell gilt: Mineralien, die sich im Minus befinden, sollten dem Körper vermehrt zugeführt werden, bis ein Normalwert für das Mineral erreicht ist. Mineralien, die sich im Überschuß befinden, sollten durch eine entsprechende Therapie aus dem Körper ausgeleitet werden, bis ein Normalwert für das Mineral erreicht ist.

SCHWERMETALLE:

In einem gesunden Organismus befinden sich die Sterne im linken Teil der grauen Zone. Idealerweise (nur geringe Belastung) weisen die Sterne sogar nach links über den grauen Bereich hinaus.Keinesfalls sollten die Sterne über den grauen Bereich hinaus nach rechts weisen. Dann ist es erforderlich, die giftigen Schwermetalle aus dem Körper zu entfernen.

Zu den einzelnen Ergebnissen: Die Analyse der Patientin zeigt drei Mineralien, die in erhöhter Menge im Körper vorliegen, sowie fünf Mineralien, die im Defizit liegen:

KALZIUM ERHÖHT:
Ursache: Die Patientin nahm jahrelang Kalzium-Tabletten zur Osteoporose-Vorbeugung ein. Bedeutung: Der erhöhte Kalziumspiegel gibt hier noch keinen Anlaß zur Sorge. Erst ein Kalziumspiegel ab 3000 mg/kg führt erfahrungsgemäß zu gefährlichen Kalziumablagerungen in den Organen (z.B. in den Nieren).

MAGNESIUM ERHÖHT:
Ursache: Die Patientin nahm jahrelang Magnesium-Tabletten aufgrund gehäufter nächtlicher Wadenkrämpfe ein. Bedeutung: Ein Magnesiumüberschuß kann Müdigkeitserscheinungen auslösen.

KUPFER ERHÖHT:
Ursache: Nachgewiesen werden konnte stark kupferhaltiges Leitungswasser durch neu verlegte Kupferrohre in der Wohnung der Patientin. Als Ursache der hohen Kupferbelastung ist auch die Einnahme von Östrogenpräpraten über einen langen Zeitraum möglich. Östrogene führen zu Verlust von Zink und Vitamin B6 sowie zu einer verstärkten Speicherung von Kupfer im Organismus. Bedeutung: Kupfer wirkt bereits bei geringfügig erhöhten Werten stark giftig. So kommt es oft zu Haarausfall, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder sogar zu Depressionen.

CHROM NIEDRIG:
Ursache: Chrom zählt zu den Mineralien, die (wie Selen und Mangan) im deutschen Boden kaum ausreichend vorhanden sind. Bedeutung: Chrom reguliert die Funktion der Bauchspeicheldrüse und wirkt somit ausgleichend auf den Zuckerstoffwechsel. Chrommangel äußert sich oft in einem starken Verlangen nach Süßigkeiten.

EISEN NIEDRIG:
Ursache: Häufige Ursachen von Eisenmangel sind ein Mangel an körpereigener Magensäure, Blutverluste (z.B. durch Magengeschwüre) oder eine starke Regelblutung. Bedeutung: Eisenmangel nimmt Einfluß auf die Blutbildung und steht auch in Zusammenhang mit Hautblässe und brüchigen Haaren und Fingernägeln.

MANGAN NIEDRIG:
Ursache: Mangan zählt zu den Mineralien, die im deutschen Boden oft zu gering vorhanden sind. Bedeutung: Mangan besitzt einen besonderen Einfluß auf Muskulatur und Skelett. So können Bandscheibenprobleme im Zusammenhang mit Manganmangel stehen (Bandscheiben enthalten große Mengen an Mangan).

PHOSPHOR NIEDRIG:
Ursache: Ein niedriger Phosphorspiegel steht im allgemeinen in Zusammenhang mit einem Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Auch die Einnahme von Magnesium und Kalzium vermag den Phosphorspiegel im Körper zu senken. Bedeutung: Behandlungsbedarf besteht nur bei erhöhten Phosphorwerten.

ZINK NIEDRIG:
Ursache: Der wichtigste Nahrungslieferant von Zink ist das Fleisch (vor allem Rindersteak). So haben Vegetarier oft einen niedrigen Zinkspiegel. Auch große Mengen an Kupfer können Zink im Organismus verdrängen. Bedeutung: Zink ist von großer Bedeutung wichtig für Haut, Haare, Nägel sowie für ein stabiles Immunsystem. So führt oft schon ein geringer Mangel an Zink zu Krankheitserscheinungen.

Nun zum Befund der Augendiagnose. Auch hier erhalten die Patienten eine schriftliche Analyse. Im Fall der vorgestellten Patientin ergab sich folgender Befund:

Hinweis: Die Patienten erhalten zu dem Befundbericht der Augendiagnose mehrere Farbfotos (Format: 13x18) der Augen, mit deren Hilfe sie sich den Befund veranschaulichen können. In dem hier vorgestellten Fall beziehen sich die Zahlen im Befundbericht auf die Zahlen, die auf den Farbfotos eingezeichnet sind.

BEFUNDE DER AUGENDIAGNOSE


2.20 ockerfarbene Färbung der zentralen Heterochromie (Krausenzone): Prozesse im Leber- und Pankreasbereich mit Säfteverarmung im Duodenum.


3.12 braune Pigmente: Es müssen alle Kriterien einer Leber- und / oder Pankreasstörung (exkretorisch) überprüft werden.


4.11 ab Lakunen auf Bauchspeicheldrüsensektor, rechte Iris: Störung der exkretorischen Funktion der Bauchspeicheldrüse (Enzymproduktion).


4.13 b Lakune auf Herzsektor, linke Iris: Herz-Schwächezeichen.


5.11 starke Gefäßschlängelung: Verdacht auf Hypertonie (hoher Blutdruck).


6.10 a Lipoidhügel, Gelbfärbung: Fett-Stoffwechselstörung.


7.12 beginnender Milchsäurering: Gestörter Säure-Basen-Haushalt, Warnhinweis vor Übersäuerung.

Allgemeine Information zu den aufgeführten Fachbegriffen des augendiagnostischen Befundberichtes:

DIE KRAUSE:
Die Krause befindet sich direkt um die Pupille und nimmt etwa ein Drittel des Platzes zwischen Pupille und Irisrand ein. Beurteilt werden Form, Weite und Helligkeit der Krause. Die Krause kennzeichnet in der Iristopografie (Projektionsorte der Organe auf der Iris) den Magen-Darm-Trakt. Das Magenfeld umfaßt dabei den inneren Bereich der Krausenzone. Ein stark aufgehelltes Magenfeld bedeutet zum Beispiel immer auch eine Übersäuerung des Magens (zuviel Magensäure). Das Magenfeld wird vom Darmfeld umschlossen.

IRISVERFÄRBUNGEN: (= HETEROCHROMIEN)
Im Gegensatz zu den Pigmenten (die meist tupferartig aussehen) verfärben die Heterochromien ganze Irissektoren (bestimmte Bereiche im Auge) und sind oft mit bloßem Auge leicht zu erkennen. So wird die eigentliche Augenfarbe durch Farbauflagerungen in bestimmten Irisbereichen ganz überdeckt. Neben der Größe und dem Sitz der Heterochromie (Andersfarbigkeit) wird auch die Färbung ausgewertet. So deutet zum Beispiel eine violette bis rotbraune Verfärbung der Krause auf Diabetes (Zuckerkrankheit) hin.

PIGMENTE: (= FARBAUFLAGERUNGEN)
Im Irismikroskop sieht man deutlich, daß die Farbpigmente auf der obersten Irisschicht liegen. Es handelt sich um Rückstände (eventuell auch um Gifte), die aus dem Stoffwechsel oder aus der Umwelt (zum Beispiel von Medikamenten) stammen und die der Organismus nicht ausscheiden konnte. Pigmente deuten also immer darauf hin, daß Gifte oder Schlacken vermehrt im Körper vorhanden (abgelagert) sind. Sie sollten durch eine entsprechende Therapie ausgeleitet werden. Die Farbe der Pigmente deutet dabei auf ihre Herkunft. Pigmentierungen können durchaus mit der Zeit verblassen oder sich verstärken. Allgemein gilt:

LAKUNEN:
Sie entstehen durch Zerstörung des oberen Irisblattes (durch Substanzverlust) und deuten auf Schwächezustände der in dem jeweiligen Sektor (Bereich) liegenden Organe hin.

GEFÄßZEICHNUNGEN:
In der Lederhaut des Auges (im Bereich der Sklera = das Augenweiße) werden vielfältige und unterschiedliche Gefäßzeichnungen sichtbar, die auf bestimmte Krankheitsdispositionen (Veranlagungen) und auf aktuelle Erkrankungen hinweisen können. So weisen zum Beispiel stark geschlängelte Gefäße (Arteriolen) im Augenweiß auf einen erhöhten Blutdruck hin.

SKLERAZEICHEN:
Den Bereich der Sklera nennt man auch den Abladeplatz von Schadstoffen oder Fetten im Körper. Gelbe erhabene Hügel (sogenannte Lipoidhügel = Fetthügel) im Sklerabereich weisen auf eine Ablagerung von Fetten im Körper hin (Verfettung der Leber oder der Arterienwände). Meistens ergeben Blutanalysen dann auch erhöhte Cholesterinwerte. Graue erhabene Hügel entstehen dagegen durch massive Ablagerung von Eiweiß im Organismus. Dies kann auf Ernährungsfehler oder Organschwächen hinweisen. Eine bräunlich verfärbte Sklera bedeutet immer eine Erkrankung der Leber.

WEITERE ZEICHEN:
Hier werden eine Vielzahl weiterer Iriszeichen aufgeführt. So zum Beispiel der sogenannte Arcus senilis. Das ist ein Bogen (Kranz), der den gesamten äußeren Rand der Iris mit einer milchig-trüben oder weißen Färbung beziehen kann. Der Arcus senilis kennzeichnet eine Arteriosklerose (Verkalkung der Arterien). Ist nur der obere Teil der Iris davon betroffen, so ist eine Verkalkung der Arterien im Gehirn eingetreten, was vor allem zu Gedächtnisstörungen führen kann. Ein Arcus senilis im unteren Irisbereich kennzeichnet eine Verkalkung der Beingefäße. Hier können starke Krampfadern und Durchblutungsstörungen die Folge sein. Ein Arcus senilis links und rechts der Irismitte kennzeichnet vor allem eine Verkalkung der zuführenden Gefäße des Herzens (Herzkranzgefäße).

Allgemeines zur Augendiagnose

Die Augendiagnose (auch Irisdiagnose genannt) ist keine alternative Diagnosemethode, sondern ein ganz und gar eigenständiges Beobachtungssystem, mit dessen Hilfe sich der Ursachenkomplex einer Erkrankung ergründen läßt. Die Augendiagnose erfüllt somit die Ansprüche einer ganzheitlichen Untersuchungsmethode, denn jedes Organ und jeder Teil des menschlichen Körpers wiederspiegelt sich im Krankheitsfall in einem bestimmten Teil der Iris, hat also sein spezielles Projektionsfeld (Sektor). Bei einem gesunden Körper weist die Iris eine regelmäßige, gesunde Struktur auf; ist ein Körperteil oder Organ aber geschwächt oder erkrankt, dann finden sich im entsprechenden Feld zum Beispiel eine Verfärbung, ein heller oder dunkler Fleck, eine Zerfaserung, oder eine Bewölkung. Je nach Art, Größe und Ausprägung bestimmter Zeichen auf den Organsektoren der Iris können Schwächen und Krankheiten der Organe also sicher festgestellt werden. Und dies gilt sowohl für angeborene als auch für erworbene Anlagen von Krankheiten und chronischen Leiden - eine äußerst bedeutsame Tatsache, denn mit Hilfe einer entsprechenden Therapie können somit viele Krankheiten bereits präventiv (vorbeugend) behandelt werden.

Um die Vielzahl der durch die Augendiagnose erhaltenen Information ausreichend und sicher bewerten zu können, werden von den Augen mit Hilfe eines für diesen Zweck konstruierten Stereomikroskops Dias aufgenommen. Der Befundbericht gibt Aufschluß über die wichtigsten und für die Gesundheit entscheidenden Krankheitsbefunde. Dabei werden nur diejenigen Befunde genannt, die mit der Fachliteratur berühmter Irisdiagnostiker (zum Beispiel Josef Angerer) übereinstimmen und wirklich sicher zutreffen.Weniger entscheidende Befunde wie etwa eine erfolgte Operation der Mandeln werden wegen der sonst zu umfangreichen Interpretation bewußt ausgelassen. Die zusätzlich erstellten Augenfotos veranschaulichen dem Patienten die einzelnen Befunde. Diese Fotos sind wertvoll, wenn nach einiger Zeit eine weitere Augendiagnose erfolgen sollte. So können die einzelnen Zeichen der Iris (zum Beispiel Pigmente) mit der vorherigen Fotoaufnahme verglichen werden.Damit ist es möglich, eine Prognose über eine Erkrankung zu stellen.

Wie läßt sich der Befund der Haar-Mineral-Analyse therapeutisch verwerten?

Die Patientin sollte die zusätzliche Zufuhr von Magnesium und Kalzium in Tablettenform aufgrund der nachgewiesenen erhöhten Werte beenden, da das Körperdepot (Speicherplatz von Mineralien in Organen und im Gewebe) mit diesen Mineralien ausreichend gesättigt ist. Ein erhöhter Magnesiumspiegel kann durchaus zu Müdigkeitserscheinungen führen. Kalzium kann ab einer bestimmten Menge zu gefährlichen Ablagerungen im Körper (z.B. in den Nieren und dadurch zu einer Behinderung der Durchblutung der Nieren) führen.

Der erhöhte Kupferspiegel ist bedenklich und muß gesenkt werden. Die natürlichen Gegenspieler von Kupfer sind die Mineralien Eisen, Mangan und Zink. Diese sind in der Lage, Kupfer im Organismus zu verdrängen und so den Kupferspiegel zu senken.Eine erhöhte Zufuhr dieser Mineralien ist folglich empfehlenswert.

Der niedrige Phosphorspiegel vermag in der vorliegenden Konzentration kaum Krankheitserscheinungen auszulösen. Ein niedriger Phosphorspiegel weist in der Regel auf einen erhöhten Bedarf an mehrfach ungesättigten Fettsäuren hin. Es sollte bei der Ernährung auf eine erhöhte Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren geachtet werden (z.B. in Form von Distelöl, Fischöl-Kapseln oder hochdosierten Borretschöl-Kapseln).

Die zusätzliche Einnahme von Chrom-Tabletten ist der Patientin zu empfehlen. Chrom wird als sogenannter Glukose-Toleranzfaktor für die Funktionsfähigkeit der Bauchspeicheldrüse (z.B. für die Produktion von Insulin) benötigt. Neben seiner regulierenden Einflußnahme auf den Blut-Zuckerhaushalt vermag Chrom im übrigen auch Fettdepots im Körper abzubauen und die Muskulatur zu stärken. Daher ist Chrom oft auch Bestandteil mancher Aufbaugetränke für Kraftsportler und Bodybuilder.

Zink muß aufgrund des großen Mangels im Organismus in hohen Mengen über einen entsprechend langen Zeitraum verabreicht werden. Wichtig: Da sich viele Mineralien bei einer gleichzeitigen Einnahme schlecht vertragen (durch den sogenannten Verdrängungsprozeß der Mineralien untereinander) und sich bei der Resorption (Aufnahme durch den Darm) behindern können, ist die Einnahme der entsprechenden Mineralien zeitversetzt und in Einzelform zu bevorzugen.

Über die Höhe der einzunehmenden Dosierungen (Tabletten) sowie über die Therapiedauer bestehen seit über 30 Jahren gesicherte Erfahrungswerte. Bei den vorliegenden Haar-Mineral-Werten der Patientin wird das erwünschte Therapieziel (Ausgleich des Mineralhaushaltes) erfahrungsgemäß nach ca. 4 Monaten erreicht sein - bei konsequenter täglicher Einnahme der Mineralien entsprechend den Vorgaben des ausgearbeiteten Therapieplanes.

Wie läßt sich der Befund der Augendiagnose therapeutisch verwerten?

ZUSAMMENFASSUNG DER WICHTIGSTEN BEFUNDE:

ZUSAMMENFASSUNG DER NOTWENDIGEN BEHANDLUNGSMAßNAHMEN:

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, daß ergänzend zur Augendiagnose und zur Haar-Mineral-Analyse der Säure-Basen-Haushalt des Körpers (mittels Urin-Teststreifen) kontrolliert werden sollte. Neben dieser Kontrolle ist eine Betrachtung der Zunge (sogenannten Zungendiagnose) immer Bestandteil einer ganzheitlichen Untersuchung. So ergeben sich hierbei oft Verdachtsmomente für Störungen in der Darmflora durch Bakterienbefall oder durch Pilze.

Im übrigen erhalten die Patienten von mir zusätzlich zum Labor-Befund der Haar-Mineral-Analyse einen ausführlichen, individuell erstellten schriftlichen Therapieplan, sowie ein Rezept über wirksame und entsprechend hoch dosierte Mineralien.Außerdem füge ich den jeweiligen Befundberichten leicht verständliche Fachinformation bei. So können die Patienten zuhause in aller Ruhe die Ergebnisse nachvollziehen.

BEISPIELE UND KONZEPTE FÜR BEHANDLUNGSMAßNAHMEN NACH GRÜNDLICHER UND GANZHEITLICHER BEFUNDERHEBUNG BEI DER PATIENTIN

Pflanzliche Kombinationspräparate zur Anregung der körpereigenen Gallensaft- und Enzymproduktion:
Viele Therapeuten behandeln einen Enzymmangel mit der Verordnung von Enzymkapseln. Diese bewirken eine schnelle Besserung vieler körperlicher Beschwerden. Nachteilig ist jedoch, daß dadurch die wichtige körpereigene Enzymproduktion (durch die Bauchspeicheldrüse) nach einiger Zeit reduziert und eingeschränkt wird. (Der gleiche Effekt ist im übrigen auch bei der Einnahme von Schilddrüsenhormonen oder Kortison bekannt; dort führt eine langfristige Einnahme oft zu einer Abhängigkeit). Es ist daher therapeutisch sinnvoller und effektiver, die körpereigene Enzymproduktion durch pflanzliche Bitterstoffpräparate zu stärken und anzuregen. Ein solches Präparat ist z.B. Pankreaticum-Hevert (Tropfen). Hier haben wir eine wirksame Kombination pflanzlicher Einzelmittel, die sowohl die Enzymproduktion als auch die Produktion von Gallensaft deutlich erhöhen kann.

Therapie der Übersäuerung durch Zufuhr von Basen: Viele Erkrankungen haben ihren Ursprung in einer Störung des Säure-Basen-Haushaltes des Organismus oder können nur durch eine langfristige Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes erfolgreich behandelt werden. So besteht bei den meisten Patienten eine Azidose (Übersäuerung). Diese zeigt sich vor allem in einer Veränderung des Urin-PH-Wertes (läßt sich leicht durch einen Teststreifen ermitteln). Der erste morgendliche Urin sollte einen PH-Wert von 6,5 bis 7,5 aufweisen. Niedrigere PH-Werte zeigen eine Übersäuerung des Organismus auf.Tagsüber darf der Urin einen PH-Wert bis 8 erreichen. Bei länger bestehender Übersäuerung gibt auch die Augendiagnose entscheidene Hinweise (wie in unserem konkreten Fall).

Hier ist eine Liste der möglichen Ursachen einer Übersäuerung:

Eine wirksame Therapie der Übersäuerung seitens der Naturheilkunde besteht in der zusätzlichen Verordnung von Basenpräparaten. Alkala N (Pulver) enthält vor allem die Base Natriumhydrogencarbonat (ein Bestandteil vieler Heilwasser wie z.B. Staatl. Fachingen oder Heppinger). Überschüssige Säuren können durch die zusätzliche Zufuhr von Basen neutralisiert und der Säure-Basen-Haushalt wieder ausgeglichen werden. Mit Hilfe von Urin-Teststreifen kann die Basentherapie sicher überprüft und ein Überdosieren vermieden werden.

Pflanzliche Kombinationspräparate zur Senkung hoher Blutdruckwerte:
Entscheidend für den Einsatz geeigneter pflanzlicher Medikamente ist die Ergründung der genauen Ursachen für die hohen Blutdruckwerte. Oft liegt die Ursache außerhalb des Herzens (das Herz ist also gesund, aber durch Arteriosklerose [Verkalkung] der zuführenden Nierengefäße kommt es zu einem Blutstau vor den Nieren, was den Blutdruck erheblich erhöhen kann). Oder es haben sich, wie in unserem konkreten Fall, Fette (z.B.Cholesterin) in den Arterien abgelagert und behindern so den Blutfluss. Schädigungen des Herzens (z.B. defekte Klappen oder krankhafte Vergrößerungen der Muskulatur) sind sicher durch ein EKG erkennbar. Die durch ein EKG nachgewiesen Veränderungen bedürfen in der Regel einer schulmedizinischen Behandlung; hier kann die Homöopathie nur Zusätzliches leisten. Ist der Blutdruck nicht wesentlich erhöht (besteht also noch keine zwingende Notwendigkeit zum Einsatz von schulmedizinischen Blutdruckmitteln wie z.B.Betablockern), kommen wirksame pflanzliche Medikamente in Betracht.Sie werden langfristig eingesetzt, haben aber im Gegensatz zu den schulmedizinischen Medikamenten kaum Nebenwirkungen und machen zudem nicht abhängig. Ein solches Präparat ist z.B. Viscum Pentarkan. Seine Hauptbestandteile sind der blutdrucksenkende Mistelextrakt sowie das herzschützende Weißdorn (durch seine erweiternde Wirkung auf die Herzkranzgefäße).

Senkung erhöhter Blutfettwerte durch geeignete Medikamente:
Hier kommen unter anderem insbesondere Fischöle (diese enthalten sogenannte Omega-3-Fettsäuren), Bärlauch-Frischblatt-Granulat (wilder Knoblauch), Chromtabletten sowie Lezithin-Präparate zum Einsatz. Bei erhöhten Blutfettwerten sollte grundsätzlich die Schilddrüse auf eine eventuelle Unterfunktion untersucht werden. Eine weitere wirksame Therapie zur Senkung erhöhter Fettwerte ist die Eigenbluttherapie. Durch die intramuskuläre Injektion von aufbereitetem und mit UV-Licht bestrahltem Eigenblut erkennt der Organismus die erhöhten Fettwerte und reagiert entsprechend regulierend (sogenannter Umstimmungseffekt). Ganzheitliche Therapien wie die Eigenbluttherapie führen erfahrungsgemäß oft erst nach 1 bis 2 Monaten zu einem spürbaren Therapieerfolg.Dafür hält die Wirkung (Umstimmung) im Durchschnitt etwa ein Jahr an. Manchmal ist auch eine Kombination mit schulmedizinischen Medikamenten notwendig. Hierbei wirken die naturheilkundlichen Maßnahmen stärkend und ergänzend.So können eventuelle Nebenwirkungen der schulmedizinischen Medikamente abgefangen bzw. vermindert werden.

Erhöhung des Sauerstoffspiegels im Blut mit Hilfe der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie zur Behandlung der Migräne:
Vereinfacht gesehen ist Migräne eine Verkrampfung von Arterien im Gehirn, wodurch weniger Blut und damit auch weniger Sauerstoff zirkuliert. Also ein Sauerstoff-Mangel-Schmerz. Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie vermag den Sauerstoffspiegel im Blut zu erhöhen. Wieviel Sauerstoff sich im Blut befindet, läßt sich ganz einfach feststellen, und zwar anhand der Farbe des venösen Blutes. Je heller das venöse Blut ist, desto mehr Sauerstoff zirkuliert auch im Blut. Bei unserer Patientin war die Blutfarbe bei der Blutentnahme eher sehr dunkel, und so besteht eine gute Chance, daß die Sauerstoff-Therapie nachhaltig erfolgreich wirkt.

...und nun zum weiteren therapeutischen Verlauf im Falle unserer Patientin:

Die schmerzhaften Blähungen der Patientin klangen nach regelmäßiger Einnahme des pflanzlichen Medikamentes zur Stimulation der körpereigenen Enzymproduktion innerhalb kurzer Zeit ab. Es kann als sogenanntes Konstitutionsmittel über einen langen Zeitraum unbedenklich weiter eingenommen werden.

Aus den Mineralwerten der Patientin ist ersichtlich, daß der Haarausfall und die Infektanfälligkeit in dem hohen Kupfer- sowie in dem niedrigen Zinkspiegel begründet sind. Die Mineraltherapie benötigt erfahrungsgemäß bis zu einer eintretenden Besserung der körperlichen Beschwerden einige Monate. Schließlich sollen die Körperdepots (die Organe und das Gewebe) mit Mineralien aufgefüllt werden und diese für lange Zeit speichern. Auch Nägel und Haare benötigen entsprechend viel Zeit zum Nachwachsen.

Aufgrund ihrer Migräne entschied sich die Patientin außerdem für den Einsatz der Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie. Entsprechend Ihres Alters und Ihrer körperlichen Belastbarkeit genügten in diesem Fall 5 Sitzungen a 15 Minuten (sogenannter Sauerstoff-Schnellprozeß) unter leichter körperlicher Belastung mit Hilfe eines Fahrradergometer (Heimtrainer mit Belastungsanzeige in Watt), um eine langanhaltende Erhöhung des Sauerstoffspiegels im Blut zu erzielen und somit effektiv Einfluß auf den Migräne-Schmerz zu nehmen.

Nachtrag: Eine Wiederholung der Augendiagnose ist nach etwa einem Jahr sinnvoll. So können die einzelnen Zeichen der Iris (z.B.Pigmente) mit der vorherigen Fotoaufnahme verglichen werden. Damit ist es möglich, eine Prognose über die Erkrankung zu stellen (z.B. ob sich eine bestehende Fett-Stoffwechselstörung durch Zunahme des Lipoidhügels verstärkt hat). Eine Haar-Mineral-Analyse läßt sich im übrigen drei Monate nach Abschluß der Mineraltherapie (im allgemeinen also erst neun Monate nach der letzten Analyse) wiederholen.

Literaturhinweis:

Wer mehr über die Therapie mit Mineralien wissen möchten, dem empfehle ich folgendes Buch:

Lothar Burgerstein, Heilwirkung von Nährstoffen (Heidelberg: Haug Verlag, 1994).

-rs-

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