MakeCD v3.2

Sicherungskopien (oder einfach BackUp`s genannt) sind glaube ich für jeden User das wichtigste. Auf dem Amiga hat man da auch verschiedene Möglichkeiten, ob Zip Medien, Disketten oder CD, es gibt eigentlich für jeden eine Lösung. Ich habe mich da für einen CD Brenner entschieden, da einerseits die Medien dafür billig sind (zwischen 1,50 DM und 4,00 DM (wiederbeschreibare CD-R Rohlinge sind teurer) und mit einer Kapazität von 650 MB doch eine Menge Daten untergebracht werden können. Doch der beste Brenner nützt nichts, wenn man keine richtige Software dafür hat. Auf dem Amiga gibt es da BurnIt!, MasterISO, CD Creator und MakeCD. Ich habe mich für MakeCD entschieden, warum das werdet ihr gleich erfahren.

Im Internet findet man unter http://makecd.core.de ein Demo von MakeCD, dies ist aber eigentlich kein Demo, sondern das volle Programm, dass einzige was da noch fehlt sind die Registrienummern, um alle Optionen nutzen zu können.


Zur Erklärung: Was ist DAO, Was ist TAO?????
DAO
... heißt Disc-at-Once und bedeutet soviel, daß die CD komplett geschrieben wird und man danach nicht mehr die Möglichkeit hat, neue Tracks (Audio oder Daten) einzufügen. Im DAO Modus müssen alle Daten fertig vorliegen, damit die CD von Anfang bis Ende geschrieben werden kann. DAO ist besonders für Audio Daten zuempfehlen, damit es zwischen den Tracks kein Knacken gibt.
TAO
... heißt Track-at-Once und bedeutet soviel, wie einzelne Tracks brennen. Man kann in diesem Modus zum Beispiel jede Image-datei die man in MakeCD erstellt hat einzeln brennen und so, in den Brennmodus eingreifen und einen Track herausnehmen oder hinzufügen, daß heißt, die CD kann theoretisch vor ihrem fixieren mehrmals mit Daten gefüttert werden. Für Audio daten ist dieser Modus sehr ungeeignet!
Wie ist MakeCD aufgebaut, seht Euch hierzu folgendes Bild an

MakeCD ist mit einer QuickHelp Funtkion ausgestattet, die sofort einen Info Text aufruft, wenn man mit der Maus über ein Button ist, z.B.: wenn man nicht weiß was die Funktion "CD-R Inhalt" heißt, bzw. anstellt, führt man den Pointer auf diesen Button, wartet kurz und schon kommt ein kleiner Infotext - nette Idee die einem das lesen des handbuches erspart. Jedoch sollte man das Handbuch, oder bessergesagt die Online Beschreibung nicht ganz links liegen lassen, denn sie führt einen richtig in das Brennen von CD`s ein, erklärt viele Funktionen und gibt auch Tips.

Brennen die Erste!
Man will natürlich sofort loslegen und nachdem ich alle Einstellungen erledigt hatte und meinen Brenner MakeCD "zugänglich gemacht" hatte, sollte es losgehen. Achja... ein Problem gab es da noch. Version 3.1 DAO die ich für knapp 120 DM erstanden hatte, wollte im DAO Modus nicht funktionieren. Als ich dann nachschaute, fand ich auch die Lösung des Problems, der Treiber für meinen Brenner unterstützte den DAO Modus nicht, na super... wem es da ähnlich ging, dem kann ich nur raten, im Internet die neue Version 3.2 downzuloaden, dort sind neue bzw. erweiterte Treiber enthalten, so daß ich nun auch im DAO Modus brennen konnte.

Im Hauptfenster kann man ersteinmal alle Tracks festlegen, entweder man legt hier ein Dateisystem fest (Schublade oder Partition auf der HD) oder nimmt einen Track von einer CD. Ist dies erledigt, kann man die Image-Datei(en) er- stellen, die den Sinn haben, daß der Puffer immer gefüllt ist. Das anlegen solcher Dateien empfiehlt sich, damit nicht mitten im Brennen abgebrochen wird, weil der Puffer zu klein ist. Am besten Ihr seht Euch hierzu noch ein paar Bilder an.


Das Brennen geht mit MakeCD einerseits recht flott und auch sehr komfortabel, obwohl andere Zeitschriften die Aufmachung von MakeCD (nur Fenster) als nicht sehr gut empfanden, muß ich dagegen dies sehr loben, so kann man nämlich auch noch andere Programme benutzen und da die Fenster veränderbar sind, kann man sich alles sehr gut auf der WB einrichten. MakeCD in der DAO Version (die TAO Version ist inklusive) ist ein sehr lohnenswerte Produkt und für jeden User mit Brenner anzuraten.

Testkonfiguration: A1200, Blizzard 1230/IV 50 Mhz, 40 Mhz FPU, 20 MB, 2.1 GB HD, SCSI 2 Controller, Teac CD-R55s SCSI Brenner 4x Schreiben - 12x Lesen

Fazit:
MakeCD in der Version 3.2 ist sicherlich das beste, was der Amiga an Brennersoftware zu bieten hat. Die Menü`s sind alle verständlich, die Quikhelp Option erklärt fast jeden Button und sagt was er bewirkt. Das anlegen von Image Dateien geht sehr flott und so kann man in relativ kurzer Zeit seine CD`s brennen. BurniT! und MasterISO konn- ten mich nicht überzeugen und so werde ich weiterhin MakeCD benutzen, obwohl der Preis von 120 DM (DAO & TAO) oder 79 DM (TAO) etwas teuer ist. Na gut im Vergleich zu BurnIt! (200 DM) oder MasterISO (300 DM) ist MakeCD noch günstig, die Preise sind eben allgemein etwas hoch. Doch MakeCD ist es wert. Hervorragende Ergebnisse beim Audio-Track und Daten-Track brennen haben mich voll überzeugt und MakeCD zu meinem Favoriten gemacht. - Empfehlenswert -

-mn-

Quelle:
Katrin Schmidt
Finkenweg 26
89233 Neu-Ulm
Tel.: 0731/712316

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