Pollenflug-Information
Für rund sieben Millionen Menschen
beginnt Jahr für Jahr das gleiche leidige Spiel: Die Nase
wird dick und läuft, die Augen schwellen und tränen - Heuschnupfen.
Welche Pollen die Allergie auslösen, muß in Tests durch den
Arzt geklärt werden.
Pollen sind männliche Keimzellen unserer Blütenpflanzen.
Die mikroskopisch kleinen Pollenkörner zeigen je nach Pflanzenart
unterschiedliche Formen und Oberflächen - mit Stacheln, Löchern
oder Schlitzen. Pollen werden von den Pflanzen in kaum vorstellbarer
"Stückzahl" produziert. Schon eine einzige Birke bringt es auf sage
und schreibe 6 Milliarden Pollenkörper; kein Wunder, daß bereits
einzelne Bäume und Sträucher einen Pollenallergiker zur Verzweiflung
bringen können.
Auslöser des sogenannten "Heuschnupfens" sind nicht die Pollen an sich,
sondern anhaftende Eiweißstoffe, die den Körper "allergisieren".
Besonders kleine und leichte Pollen können vom Wind über Kilometer
hinweg transportiert werden. Daher leidet man nicht nur auf dem Land,
sondern auch in den Städten mit wenig Vegetation unter den unangenehmen
Folgeerscheinungen wie Schnupfen und juckenden Augen.
In der Hochgebirgsluft über 1500 Meter sind Pollen selten. Ebenfalls
günstig für Pollengeplagte ist ein Aufenthalt am Meer, vorausgesetzt
der Wind kommt nicht von der Landseite.
Doch nicht alle Pollen reizen gleich stark.
Der Blütenstaub der der windbestäubenden Pflanzen enthält in
großer Menge besonders kleine und leichte Pollen, die vom Wind
sehr weit getragen werden können. So fliegen Birkenpollen
beispielsweise bis zu 500 Kilometer weit!
Ob und wie stark ein Allergiker von seiner Allergie geplagt wird,
hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Anzahl der Pollen pro Kubikmeter Luft
- Aggressivität der Pollenart
- das Wetter:
warme, trockene Tage mit strahlender Sonne und leichtem
Wind lassen besonders viele Pollen durch die Luft
schwirren, Regen kann die Anzahl sogar noch erhöhen.
Windstille bedeutet dagegen eher eine Linderung.