Amiga Times 03/98 - fun-talk

Pollenflug-Information

Für rund sieben Millionen Menschen beginnt Jahr für Jahr das gleiche leidige Spiel: Die Nase wird dick und läuft, die Augen schwellen und tränen - Heuschnupfen. Welche Pollen die Allergie auslösen, muß in Tests durch den Arzt geklärt werden.
Pollen sind männliche Keimzellen unserer Blütenpflanzen. Die mikroskopisch kleinen Pollenkörner zeigen je nach Pflanzenart unterschiedliche Formen und Oberflächen - mit Stacheln, Löchern oder Schlitzen. Pollen werden von den Pflanzen in kaum vorstellbarer "Stückzahl" produziert. Schon eine einzige Birke bringt es auf sage und schreibe 6 Milliarden Pollenkörper; kein Wunder, daß bereits einzelne Bäume und Sträucher einen Pollenallergiker zur Verzweiflung bringen können.
Auslöser des sogenannten "Heuschnupfens" sind nicht die Pollen an sich, sondern anhaftende Eiweißstoffe, die den Körper "allergisieren". Besonders kleine und leichte Pollen können vom Wind über Kilometer hinweg transportiert werden. Daher leidet man nicht nur auf dem Land, sondern auch in den Städten mit wenig Vegetation unter den unangenehmen Folgeerscheinungen wie Schnupfen und juckenden Augen.
In der Hochgebirgsluft über 1500 Meter sind Pollen selten. Ebenfalls günstig für Pollengeplagte ist ein Aufenthalt am Meer, vorausgesetzt der Wind kommt nicht von der Landseite.

Doch nicht alle Pollen reizen gleich stark. Der Blütenstaub der der windbestäubenden Pflanzen enthält in großer Menge besonders kleine und leichte Pollen, die vom Wind sehr weit getragen werden können. So fliegen Birkenpollen beispielsweise bis zu 500 Kilometer weit!
Ob und wie stark ein Allergiker von seiner Allergie geplagt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

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