Utopia II: Die große Amiga-Party
Endlos lange Limousinen, sowie sportliche Karosserien sind vor dem Eingang des St. Bonifatius in Friedrichsdorf Seulberg zu sehen, wo heute Abend das große Ereignis stattfinden soll. Er selbst hatte sich von seiner Verlobten hinkutschieren lassen. Momentan sucht sie nach einem Parkplatz für ihren gemeinsamen Firmenwagen.... Firma, das ist wohl kaum die richtige Bezeichnung für diese Vereinigung. Club klingt besser und trifft es wohl auch eher. Was auch immer es sein mag, es ist mittlerweile zur berühmtesten Organisation der ganzen Welt geworden. Viele haben sich ihrer Bewegung angeschlossen und viele andere, die sich nicht anschließen wollten, sind daran verendet, bzw. werden daran zu Grunde gehen, wenn die Zeit dazu reif ist. Er ist etwas nervös. Natürlich hatte er schon Auftritte vor Tausenden von Leuten, aber diese Vorstellung heute Abend ist ganz besonders wichtig, weil sie in seinem Heimatort - in Friedrichsdorf stattfindet. In das Gebäude passen ungefähr tausend Menschen, so viele haben sich auch angemeldet und das Komitee hatte es nur ausgewählt, weil es eben in Friedrichsdorf liegt, da wo die große Bewegung angefangen hat. Genau in diesem Gebäude, d.h. in dem kleineren Nebenhaus hatte er und sein Freund, der Prof., vor vielen Jahren das erste Manifest verlesen. Damit war der Startschuß gefallen und nun, heute, werden sie wieder hier stehen. Damals als unbekannte Teenies, denen man vorwarf, sie hätten nichts besseres in ihrer Freizeit zu tun, als Totgeweihte zu ehren, heute als weltberühmte Persönlichkeiten, denen die Menschheit so viel zu Verdanken hat, eben weil sie das schon Totgeglaubte zu neuem Leben erweckt haben und somit das vernichtende Monopol in der Welt besiegen konnten. Viele Reporter tummeln sich am Eingang, noch mehr werden es in dem Festsaal sein. Alle Kameras werden an sein, wenn er, Jack Miller, und Prof. BSE ihre Rede halten werden. Die ganze Welt wird live dabei sein, wenn sich die beiden Revolutionäre bei ihren Anhänger bedanken werden. Es lebe die Amiga-Revolution.
-Jack Miller-