AMIGA International, Inc. / AMIGA, Inc.

1. Kaum Neues von AMIGA, Inc. auf der Amiwest-Messe

Wer weitere Informationen zu den von der AMIGA-Entwicklungsabteilung angekündigten neuen AMIGA-Rechnern erwartet hatte, wurde (wieder einmal) enttäuscht. Insbesondere verlässliche Details zu dem für die 99'er- Generation geplanten Multimedia-Chipsatz sind immer noch nicht erhältlich, vom Herstellernamen dieser Hardware ganz zu schweigen.

Jedoch spezifizierte Bill McEwen, der Marketingchef von AMIGA, Inc., auf der Veranstaltung wenigstens, was der neue AMIGA auf jeden Fall können müsse:

»Video und Ton:

Multimedia / RISC-System

Chip-Spezifikationen

Der Weg, den Amiga Inc. gehen möchte, ist folgender: [...direkt den Präsentations-Dias entnommen]

Spiele

[Hier ist das Geld und das, was die Masse der Computeranwender wirklich von ihren Computern wollen]

Internet

[einfache Anbindung ans Internet. Vollständige Integration]

Digitale Medien und deren Verbreitung

Electronic Paradigm shift - Digital appliances prolific {Anm.: nicht übersetzt}

[andere Firmen versuchen das gerade, gehen aber alle ihre eigenen Wege. Amiga kann diese Lücke schließen.]

Amiga-Tugenden:

Für die neuen Systeme brauchen wir:

[Bill unterstreicht, dass dies die Ziele für das neue System sind.]

Zusätzliche APIs machten den Amiga klein, schnell und effizient.

Ein-/Ausgabe Zusatzchips

AutoConfig

[obwohl es wie ein Witz klingt, hat der Amiga trotz seines Mangels an Treibern eher ein plug and PLAY]

Dynamisch konfigurierbare Lokalisation

[Bill fügte hinzu, dass dies ein sehr wichtiger Punkt für Dr. Havemose sei]

Andere interessante Punkte:

McEwen betont, dass der neue Amiga aus der Masse hervorstechen muss. Er unterstrich, dass die momentanen PC-Alternativen einschüchternd, schwierig zu bedienen, teuer und oftmals schon kurz nach ihrem Erscheinen überflüssig seien. Das führt zu einer großen Belastung für die bereits träge gewordene PC-kaufende Öffentlichkeit. Die Ziele, die sie gesteckt haben, werden zu einenm persönlichen Computer führen, wo das Wort "persönlich" wieder eine Bedeutung hat.

Das war schon immer ein starker Punkt des Amiga. McEwen erwähnte, dass er nicht aus diesem Lager käme [Amiga], aber dass er eine Gemeinde sähe. Während dieser Präsentation sagte er, "dass Gateway nicht diese großen Pläne für den Amiga hatte. Sie dachten, sie hätten Patente und Warenzeichen, sie wussten nicht, dass sie alle [die Amiga-Gemeinde] mit dazugehören." Der ganze Raum brach in Lachen aus. In der Tat konnte Gateway nicht so eine widerhallende Resonanz von etwas erwarten, das sie für eine tote Plattform hielten.

Ich glaube, sie sehen uns jetzt; nicht als Belastung sondern als Wert. An alle, die Zweifel an ihrer Ehrlichkeit haben: Gebt ihnen eine Chance. Hört sie an. Ich weiß, dass ihr genauso überrascht von ihrem Einsatz sein werdet, wie ich es war.«

[Diese Details der Amiwest-Präsentation von Bill McEwen wurden von Jeffrey D. Webster festgehalten, von Rüdiger Engel für das AMIGA-Club-Projekt AIDA (http://www.amiga-club.de/aida/index.html) ins Deutsche übersetzt und AMIGA aktuell freundlicherweise zur Verfügung gestellt.]

Übrigens: Auf die Frage, warum weder Jeff Schindler, Chef von AMIGA, Inc., noch Dr. Allan Havemose, Leiter der Software-Entwicklung, zur Amiwest-Messe erschienen waren, antwortete McEwen, dass sie AMIGA-geschäftlich zu tun hätten und Vertragsverhandlungen ihre gesamte Aufmerksamkeit benötigten. Vielleicht ist das ja ein gutes Zeichen...