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Standard-Frage: Unter welcher Adresse ist die WWW-Homepage der AMIGA- Entwicklungsabteilung AMIGA, Inc. erreichbar? (Tip: Es gibt zwei Antwortmöglichkeiten!)
Antwort: Beide Adressen waren der letzen AMIGA-aktuell-Ausgabe zu entnehmen: http://www.amigainc.com und http://www.amiga.com. Die URL http://www.amiga.de ist übrigens nicht richtig, da dies die Adresse von AMIGA International, Inc., verantwortlich für Vertrieb und Marketing, ist.
Master-Frage: Wie viele Sockel für PS/2-RAM-Module sind auf der Original- A3000/4000-040-Karte (A3640) von Commodore vorhanden?
Antwort: Da hatte sich Commodore seinerzeit ein "Meisterstück" geleistet... Auf der Karte gibt es überhaupt keine Steckplätze zur Speicheraufrüstung (auf dem Standard-EC030-Board übrigens auch nicht), womit lediglich die RAM-Plätze auf dem Mainboard übrigbleiben, was sich beim Speicherzugriff sehr negativ bemerkbar macht. Tip für alle Nutzer eines solchen Produkts: Prozessorkarte mit RAM-Option onboard kaufen!
Meinungsfrage: Wie beurteilst Du die von AMIGA, Inc. bislang verkündeten Hard- und Software-Entscheidungen?
Die Auswertung:
Antwort Anzahl der Nennungen ------------------------------------------------------------------------------- 1 (Ich bin sehr zufrieden mit den Entscheidungen.) 2 2 (Ich bin im großen und ganzen einverstanden.) 18 3 (Ich bin eher unzufrieden mit den Entscheidungen.) 10 4 (Ich bin überhaupt nicht einverstanden.) 6
Des weiteren sahen sich zwei Teilnehmer gezwungen, mit "2-3" zu antworten.
Fazit:
Zwar gibt es eine Mehrheit für die Pläne von AMIGA, Inc., diese fällt
jedoch knapper aus, als es der AMIGA-Entwicklungsabteilung lieb sein kann.
In den nächsten Wochen und Monaten muß es deren Aufgabe sein, die Vorhaben
näher zu erläutern, um die Skeptiker doch noch zu überzeugen. Diese lassen
sich überwiegend in zwei Gruppen einteilen:
Die einen haben sich längst auf den PowerPC als zukünftigen AMIGA-Prozessor
eingestellt und teilweise bereits eine PowerUp-Karte gekauft, oder aber
trauen Phase 5 und Haage & Partner mehr zu als AMIGA, Inc. Auch angesichts
der Tatsache, daß AMIGA, Inc. vor einigen Monaten ausdrücklich 68k und
PowerPC als Übergangslösung festschrieben - und nicht den Industriestandard
sehen sich diese Anwender nun von der AMIGA-Entwicklungsabteilung oder
dem Mutterkonzern Gateway betrogen bzw. verraten.
Daß Phase 5 und Haage & Partner bei vielen Anwendern eine Art "Vertrauensbonus" besitzen, ist nicht verwunderlich. Hier muß AMIGA, Inc. zeigen, ob sich dies in den nächsten Monaten wettmachen läßt.
Die Anhänger der zweiten Gruppe gehen schlichtweg davon aus, daß die Pläne der Entwicklungsabteilung von der technischen Realisation bzw. vom Zeitplan her nicht zu bewältigen sind. Daß die Roadmap von AMIGA, Inc. in beiderlei Hinsicht gewagt ist, liegt auf der Hand - schließlich soll der neue AMIGA eine Technologie beinhalten, die heute noch nicht existiert. Daß so eine Strategie jedoch schon einmal hervorragend funktioniert hat, zeigt die Geschichte unseres Computersystems selbst. Der 1984 vorgestellte A1000 war seinerzeit ähnlich (r)evolutionär, und das, obwohl er einen bereits fünf Jahre auf dem Markt befindlichen Prozessor, den 68000 nämlich, enthielt. Die Customchips aber boten eine in dieser Preisklasse bis dato nicht für möglich gehaltene Leistung.
Warum sollte eine technisch derart weitgehende Neuentwicklung heute nicht mehr möglich sein??? Sind wir etwa schon soweit, daß wir Standard- Technologien, da beziehe ich den PowerPC ausdrücklich mit ein, für das Nonplusultra halten?
Wenn die bislang an die Öffentlichkeit gedrungenen Spezifkationen des geplanten '99er-Systems so verwirklicht würden, bedeutete dies einen größeren Schritt als vom C64 zum AMIGA oder auch vom CISC- oder RISC- Prozessor.
Kritiker der Entscheidungen von AMIGA, Inc. argumentieren gern damit, daß die erhoffte Leistung (fünf- bis zehnfache Geschwindigkeit eines PentiumII- Systems) Ende 1999 auch von anderen Prozessoren erreicht würde. Das ist richtig und gilt für Computer, bei denen allein der Prozessor einige Tausend Mark kostet - aber nicht im Consumer-Bereich. Die letzten Jahre haben gezeigt, daß sich die durchschnittliche Leistung fabrikneuer Standard-PCs innerhalb von zwei Jahren lediglich etwa verdoppelt, maximal verdreifacht. Es gibt keinerlei Anzeichen, daß diese Gesetzmäßigkeit in den nächsten Jahren nicht mehr gelten wird.
Ganz sicher kann niemand von uns die technische oder zeitliche Realisierbarkeit exakt beurteilen, da wir nicht wissen, was in den Schubladen bestimmter Entwicklerlabors schlummert. Ich möchte aber davor warnen, Gateway oder AMIGA, Inc. zu unterschätzen oder gar fest damit zu rechnen, daß die derzeitigen Pläne nochmals umgestoßen werden könnten.
Auf mich persönlich zumindest machen die Mitarbeiter der Entwicklungsabteilung einen fest entschlossenen Eindruck, als seien sie sich ihrer Sache hundertprozentig gewiß - insbesondere der hochgeschätzte Dr. Allan Havemose, bei AMIGA, Inc. verantwortlich für die Softwareentwicklung, der übrigens während seiner Commodore-Zeit an den AMIGA-Betriebssystemversionen 2.1 bis 3.1 mitarbeitete und dem wir unter anderem das Datatypes-Konzept zu verdanken haben.
Die Korrekturen dagegen, die AMIGA, Inc. auf Drängen von Phase 5 und anderen Firmen in Richtung PowerPC unternommen hat, scheinen mir nichts weiter als Zugeständnisse zu sein - um auch die User anzusprechen, die bei der Meinungsfrage mit "3" oder "4" geantwortet haben bzw. hätten.
Apropos Phase 5: Den einen oder anderen überraschen wird vielleicht, daß Geschäftsführer Wolf Dietrich die Hard- und Softwarepläne für die '99er- AMIGA-Generation ausdrücklich begrüßt hat. Das läßt darauf schließen, daß es wohl nicht zu einer Spaltung des AMIGA-Marktes kommen wird - wollen wir es hoffen.
Wo wir schon bei AMIGA-VIPs sind: Carl Sassenrath, der "Vater" des AMIGA OS, hat in den vergangenen Wochen keinen Hehl daraus gemacht, daß er von den Plänen der AMIGA-Entwicklungsabteilung geradezu begeistert ist. Die neue AMIGA-Generation wird seinen Worten zufolge so ankommen: "It will be fun to again see the Amiga blow the socks off everything else thats out there.", auf deutsch in etwa: "Es wird Spaß machen, anzusehen, wie der AMIGA erneut allem, was es da draußen so gibt, die Socken ausziehen wird." Und Sassenrath wird es wohl wissen müssen, denn seinen Angaben nach hat er sowohl die Pläne zum technischen Design als auch einen frühen Prototyp der neuen Hardware-Architektur sehen dürfen.
Ich schätze, in einem Punkt werden sich Befürworter wie Kritiker der Pläne einig sein: Wir sind gespannt, was uns erwartet!
Nun aber zu den Preisträgern des letzten Gewinnspiels:
1 x Vollversion von "ManiacBall": Stefan Schulze 1 x Vollversion von "CDCat": Stephan Rupprecht 1 x Warengutschein von Ferst Computer: Mark Harbarth 1 x Festplatten-Software "Ami-FileSafe Pro": David Sondermann
Herzlichen Glückwunsch!