AMIGA-aktuell-Forum

11. Fragen und Vorschläge zu verschiedenen Themen (von Markus Lunk)

»Zum ARexx-Kurs von Heiko Kuschel:

Super, weiter so! Wie wäre es damit, z.B. einen Börsenticker abzufragen und dessen Daten in eine TurboCalc-Tabelle einfließen zu lassen, oder aus einem Systemmonitor heraus z.B. ein Nutzerverhalten grafisch darzustellen, in Form eines Protokolls? Man könnte auch aufgrund von Fahrplanänderungen der Bahn oder Daten von Fluggesellschaften Reiserouten neu berechnen lassen.

Ganz allgemein wünsche ich mir einen Einführungskurs in die OOP, zunächst einmal mit ANSCHAULICHEN Erklärungen, was Objekte, Instanzen etc. sind, wie sie funktionieren und wie am besten damit anfängt, wenn man von der üblichen prozeduralen Programmierung kommt, z.B. COBOL. Vielleicht können ja hier mehrere Autoren zusammenarbeiten.

Im Zusammenhang mit COBOL möchte ich auch folgenden Aufruf starten. Ich schätze, viele von uns sind (angehende) DV-Kaufleute bzw. in den entsprechenden neuen IT-Berufen und/oder haben im Betrieb mit COBOL zu tun. COBOL hat in der Tat einen sehr schlechten Ruf, ist aber in der Praxis unersetzlich, weshalb es seine uneingeschränkte Daseinsberechtigung hat. Nach langen Recherchen bin ich auf dem Amiga lediglich eines Compilers fündig geworden. Dies ist ein kleiner Compiler eines PD-Programmierers, der leider nicht viel hergibt. Damit will ich nicht die Leistung dieses Programmierers schmälern, aber das Angebot ist eben nicht gerade üppig. Da ich beruflich u.a. mit DOSen zu tun habe, bin ich vor einiger Zeit auf das System der AcuCorp Inc., AcuCobol, aufmerksam geworden, welches eine Entwicklungsumgebung mit grafischen Möglichkeiten der Screendefinition etc. bietet. Dieses System gibt es laut Hersteller für etwa 600 Plattformen, allerdings nicht für den Amiga. Es wäre also dringend nötig, ein solches System auf unser AmigaOS zu portieren, zumal das eventuell von einer Unix-Version und den entsprechenden Sources möglich sein sollte. Eines der großen Mankos unserer Plattform ist es, daß z.B. gerade im kaufmännischen Bereich keine ernstzunehmende Software erhältlich ist. COBOL ist DIE kaufmännische Sprache, die jeder DV-Kaufmann/jede DV-Kauffrau mehr oder weniger gut beherrscht. Gäbe es also eine entsprechende Umgebung für das AmigaOS, könnte in diesem defizitären Bereich endlich aufgeholt werden, was all die Jahre verpaßt wurde. Von den einfachen Fällen abgesehen, daß man nicht mehr wie ich mittels PC-Task und MicroFocus in der Emulation arbeiten müßte, würde sich jeder freuen, vernünftige Programme zu Hause zu schreiben, zumal wenn er/sie sie auch tatsächlich privat nutzen oder ausbauen kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich möchte möglichst viele von Euch animieren, an AcuCorp heranzutreten und einen Amiga-Port zumindest öfter mal ins Gespräch zu bringen. Vielleicht überlegen die es sich irgendwann oder erlauben fähigen Freiwilligen die Portierung, wenn die Nachfrage entsprechend groß ist.

Andere haben dies schließlich auch schon getan, und ein weiteres Argument wäre, daß es auf eine Plattform mehr oder weniger auch nicht mehr ankäme. Ich weiß, wie oft so etwas zwecklos ist, aber warum sollen wir es nicht versuchen, siehe OperaSoftware?

Hier noch die Web-Adresse, über die man auch eine E-Mail-Adresse ausfindig machen kann: http://www.acucobol.com.

Zum zweiten möchte ich hier einmal den Computer Flohmarkt (CF) kurz vorstellen, den einige von Euch bestimmt kennen. Er erscheint zweimonatlich in gehefteter Zeitungspapierform mit unspektakulärem Äußeren. Der Inhalt teilt sich in Gebote und Gesuche in Sachen Hard- und Software, Erfahrungs- und Informationsaustausch, Diskussionen, Literatur, Zubehör usw. für die gängigen Computersysteme des privaten Bereichs der letzten 20 Jahre auf. Das alles geschieht kostenlos. In den vergangenen Jahren sind die Amiga- Rubriken immer dünner geworden, die DOSen-Rubriken haben entsprechend zugelegt. Dieser Aufruf soll Euch den CF näherbringen. Schaut ihn Euch einfach mal am Kiosk oder bei Bekannten an und macht mit. Inseriert, was Ihr zu verkaufen habt oder sucht, beteiligt Euch an den Diskussionen und sorgt dafür, daß der Amiga-Anteil wieder etwas anwächst. Man kann die Anzis auch ganz bequem per E-Mail aufgeben.

Folgende Frage habe ich zu einem Aufenthalt im Internet. Wenn auch im Amiga-Bereich wenig verbreitet, da nicht dominant, gibt es doch auch bei uns die grundsätzliche Möglichkeit, per Cookies etc. Daten auf meinem Rechner auszuspionieren. Dies gilt natürlich auch für Intranets, und da ist es wohl noch viel interessanter, weil hier eher jemand weiß, was ich auf/in meinem Rechner habe. Die Frage lautet daher, ob es möglich ist, wenn ich z.B. in der Early Startup Control ein Volume disable, von einem anderen Rechner im Netz darauf zuzugreifen.

Die Idee ist jene, sich z.B. eine Internet-Partition anzulegen und immer dann, wenn man "auf Session" geht, die anderen Platten derart abzuhängen. Wenn ich damit vermeiden könnte, daß jemand irgendwie an meine Daten kommt, z.B. indem er versucht, meine Laufwerke zu mounten, hätte man ein sehr einfaches Mittel der Datensicherheit zur Hand.

Wie wäre es, wenn hier Leute auch mal ihre Hardwarebasteleien zur Schau stellten? Ich denke da z.B. an Netzwerk- oder Soundkarten. Gibt es noch Menschen, die so etwas machen, das man nachbauen kann? An meinem 500er hatte ich früher mal eine DCF-77-Uhr. Kann jemand so etwas heute noch für einen A4000 bauen?

Was mir noch etwas wenig ausgeprägt ist in AMIGA aktuell ist derzeit eine Basis für die Diskussion, bzw. es geht zumeist nur um AI oder P5 und H&P. Ich würde mir wünschen, z.B. auch mal über die Cloner zu diskutieren. Mich wundert z.B., warum die Cloner keine Eigeninitiative bei der Entwicklung zeigen. Letztlich bauen sie die Originale nur nach, was den Anwender genauso viel kostet, ihm aber keine oder nur sehr geringe Variationen in Leistung und Preis bietet. Erste Ausnahme wird vermutlich BoXeR sein, aber DCE und Konsorten halten sich mit Eigenentwicklungen sehr zurück, dabei hatten gerade die zunächst herumgetönt. Warum baut keiner von denen ein neues Mainboard mit Gfx-Chip heutiger Technik onboard, schnellen DIMMs, UW- SCSI onboard im ATX-Format etc.? Liegt es nur am fehlenden Geld oder an der fehlenden Investitionsbereitschaft aufgrund der noch immer nicht geklärten Zukunft des Amiga dank der Verwirrspiele von AI und AI?

Ich bin am Kauf eines Scanners interessiert. Wer kennt Treiber für das Modell Microtek Scanmaker 630 oder weiß, welche Software damit klarkommt?

Markus Lunk

E-Mail: Markus.Lunk@SoftM-Berlin.de«