AMIGA-aktuell-Forum

8. Leserbrief zu den Entscheidungen von AMIGA, Inc. (von Marko Koscak)

»Ich habe mit großem Interesse die Nachricht von der WoA in London bezüglich der Entwicklungsentscheidung seitens Amiga, Inc. erwartet, und als ich sie dann endlich bei einem Freund, nach einem Netcall mit seiner Mailbox, gelesen habe, ist mir wirklich der Atem im Hals steckengeblieben. Nun soll also tatsächlich ein anderer Prozessor als ein PowerPC in den neuen Amigas von Amiga, Inc. seinen Dienst verrichten. Wahrscheinlich soll sogar das AmigaOS auf Intel-Rechnern laufen, mittels einer Emulation. So zumindest, habe ich die Nachricht verstanden. Obwohl in keiner Zeile dieser Bekanntmachung gesagt wird, daß der eingeschlagene Entwicklungsweg (zum PowerPC) einiger deutscher Firmen schlecht sei, war für mich die Nachricht ein Schlag ins Gesicht. Ich denke da besonders an die vielen Leute, die sich schon ein PowerUp-Board gekauft haben, weil sie der berechtigten Meinung sind, daß der PowerPC der richtige und beste Weg in die Zukunft ist. Vor allem muß die Entscheidung für Entwickler und Programmierer im Amiga-PowerPC-Sektor ein großer Schock gewesen sein. Ich sehe es schon kommen, wie die Leute im Internet und den Newsgroups das Thema totdiskutieren werden. (Ist zum jetzigen Zeitpunkt wohl auch schon voll im Gange.)

Dann kam der Knüller. Phase5 und Haage&Partner legen ihren Streit bei und vereinbaren eine gemeinsame PowerPC-Allianz. Denn ab jetzt sind die Anstrengungen deutscher Entwickler eindeutig in eine unabhängige Richtung geschwenkt, an deren Ende hoffentlich ein neues Amiga-kompatibles Computersystem stehen wird. Ich kann nicht verstehen, daß man bei Amiga, Inc. anscheinend das Rad nochmal neu erschaffen will, anstatt auf die mittlerweile fast dreijährige Erfahrung deutscher und internationaler Entwickler zurückzugreifen. Denn nichts anderes ist die Ankündigung, das AmigaOS auf einen neuen, Nicht-PowerPC-Prozessor zu portieren.«