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Volker Grabbe äußert sich zu Andreas Vorschlägen wie folgt:
»Hallo, ich gebe mal meinen Senf hierzu:
aakt> 00. Mainboard ATX Standard / FlashROM fuers KICK-ROM
Dies ist meines Erachtens ein guter Vorschlag.
aakt> 01. CPU 604e 150-300 MHz / CPU 6xx 200 MHz - ???)
Die Fixierung auf einen bestimmten PPC-Prozessor ist meines Erachtens ein
Fehler. Das Konzept des A4000, CPU auf Karte, sollte beibehalten werden.
Dadurch sind bei gleicher Grundplatine verschiedene Preis- und Power-
Kategorien möglich.
aakt> 02. 512 KB oder 1024 KB Cache
Bei Einsatz eines PPCs sehr sinvoll.
aakt> 03. vier SDRAM-Sockel fuer maximal 512 MB Speicher
Welche Form? Ich denke, 2 PS/2-Sockel und 3 DIMM-Sockel wären angebracht.
Es sollten aber auch günstigere EDO-RAMs unterstützt werden.
aakt> 04. 64- oder 128Bit-Bus-System, 5 * (Zorro IV/V) (Bustakt 75 MHz /
150 MHz) oder PCI und ABG
Ein eigenes System zu entwickeln würde dauern. Dave Haynie hat selbst
gesagt, daß sein ZorroIV-Konzept fast mit PCI identisch ist. Daher denke
ich mal, da es von Motorola ein PCI-Chipset für den PPC gibt, sollte man
dieses nehmen. Zumal man dadurch auf bestehende Karten auf dem Markt
zurückgreifen kann. Apple hat den Schritt zu PCI nie bereut.
aakt> 05. 4-fach IDE-Controller
Ist im Motorola-Chipset enthalten, wie Multi I/O, wieder ein Punkt für
dieses Konzept.
aakt> 06. UltraWide-SCSI
Damit kann man den letzten Punkt NIE einhalten. Ich denke, es gibt genug PCI-Adapter von Symbios Logic und Adaptec. Optional ja, von Haus aus nein. Zu teuer, um mit PCs der 1000-Dollar-Preisklasse mitzuhalten.
aakt> 07. Grafik 1280 * 1024 True Color / 80 - 90 Hz / 3D / MPEG
Bei PCI kann man es sich aussuchen. Es gibt genug Karten für alle
Preiskategorien.
aakt> 08. Sound 16 Bit (OUT / MICRO / MIDI / IN
Es gibt bereits PCI-Soundkarten. Also PCI!
aakt> 09. 2 * Ser. mit maximal 460800 Baud
Wer braucht das? 230bps sind bei Kanalbündelung von ISDN das max., was ISDN
verträgt. Für andere Sachen werden eher noch weniger gebraucht.
aakt> 10. 1 * Par. fuer Drucker
Auch diese ist im Motorola-Chipset vorhanden.
aakt> 11. zwei Anschluesse fuer Mouse / Joy usw. (Digital)
aakt>12. Tastatur PC oder AMIGA (Auto-detection)
aakt>13. ein Diskettenlaufwerk 1.44 MB oder 2.88 MB, Option fuer ein
zweites
All das ist nicht schlecht. Aber es ist alles im MOT-602-PCI-Chipset
vorhanden. Da dieses Chipset für den PPC entwickelt wurde, ist es dafür
ideal.
aakt> 5. brauchen wir einen Rechner, der vom Preis-Leistungsverhaeltnis den
PC das Wasser reichen kann!
All das ist aber mit Eigenentwicklungen nicht möglich. Wenn man vorhandene
Hardware verwendet und diese mit Zusatzkarten anpaßt, denke ich mal, würde
es mehr bringen.
Als Basis, denke ich mal, sollte ein CHRP-Board von Motorola verwendet werden, wie es bei einigen Apple-Clones verwendet wurde. In Verbindung mit einer 68k-Emulation und RTG für Sound und Grafik ist das meines Erachtens die beste Lösung.
aakt> 6. Software : Da sollte es eigentlich keine Probleme geben wenn,
HAAGE & PARTNER endlich MERAPI (JAVA-SERVER) auf den Markt bringen!«
Dem schließe ich mich an.
Mit freundlichen Grüßen
Volker Grabbe«
Auch Ioannis Nikitopoulos möchte sich zu Wort melden:
»Hallo Users,
zum Leserbrief von Andreas Beinke aus der AAkt 0398 möchte ich meine Meinung kundtun.
Zum Punkt 1 stimme ich zu, doch bei der Umsetzung des AmigaOS auf PPC (Punkt 2) hat AI bereits seine Marschrichtung bekanntgegeben. Der Punkt 3 hört sich toll an, oh Mann, willste etwa, daß PPC-Käufer kein einziges Amiga-Programm mehr nutzen können? Nicht alles wird umgesetzt werden. Der Punkt 4 ist der Hammer, was Andreas Beinke da aufzählt, ist weder ein Amiga, noch ein PC, eher eine Silicon-Valley-HiTech-Machine. Diese Ausführung ist mit dem Punkt 5 (brauchen wir einen Rechner, der vom Preis-Leistungsverhaeltnis den PC das Wasser reichen kann!) in keinster Weise zu vereinbaren. So ein PC würde heute mindestens 4000,-DM, wohl eher mehr, kosten. Zum Punkt 6 will ich mich nicht äußern.
Hochstapeln hat der Amiga-Gemeinde nie gut zu Gesicht gestanden, eher den PC-Usern. Die Stärke der Amiganer und der Software-Produzenten war es schon immer, aus wenig VIEL herauszuholen.
Have a nice Day,
Johnny.«