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Nach dem Beginn der Serienfertigung im letzten Monat hat Phase 5 digital products mittlerweile die ersten PowerPC-Karten vom Typ Blizzard603e(+) an die Händler ausgeliefert. Ein Testbericht des Boards ist in der entsprechenden Rubrik dieser AMIGA-aktuell-Ausgabe zu finden.
Fazit:
Es ist nicht einmal zwei Jahre her, da legte man knapp 700 Mark auf die
Ladentheke und bekam dafür ein A1200-Turboboard mit 68040/25MHz als
Prozessor. Heute gilt dieser Preis wieder - mit dem Unterschied, daß man
nun zusätzlich einen mit 160 MHz getakteten PowerPC603e für sein Geld
erhält, der immerhin mehr als 200 Millionen Befehle pro Sekunde ausführen
und sich somit leistungsmäßig mit taktgleichen Pentium-CPUs messen kann.
Das Benchmark-Programm Dhrystone (verfügbar im Aminet) beispielsweise
bescheinigt einem mit 200 MHz getakteten PPC603e mehr als die zehnfache
Geschwindigkeit eines 68040/25MHz bzw. die vierfache Leistung eines
68060/50MHz.
Endlich kommt auch die Softwareentwicklung für APUS (AMIGA-PowerUp-System) in Gang, und die erfreuliche Entwicklung hat erst begonnen: Immer mehr PowerUp-Karten werden verkauft, so daß die Zahl der auf PowerPC umgesetzten Programme weiter ansteigt, wodurch sich wiederum der Absatz der PowerUp- Karten verstärkt - ein kaum aufzuhaltender Kreislauf.
Als nächstes wartet die AMIGA-Gemeinde auf das Erscheinen der wohl unangefochten besten AMIGA-Grafikkarten, CyberVisionPPC und BVisionPPC. Mit letzterer erhält der A1200 endlich die Grafikleistung moderner Computer, die wohl auch den immerhin schon acht Jahre alten ZorroIII-Bus überfordern würde. Wohl etwa zur selben Zeit werden sich die verbliebenen A2000-Nutzer über das Erscheinen der Blizzard 2604 freuen können.