Amiga-Aktuell 02/98 - Diverse News
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OperaSoftware erwägt Unterstützung des AMIGA

OperaSoftware will seinen neuen WWW-Brower "Opera" auf den AMIGA portieren - sofern bei genügend AMIGA-Anwendern Interesse dafür besteht. Es folgt eine Information des für die AMIGA-Koordinierung zuständigen Mikael Svensson:


»Opera - Project Magic, ein neuer Multi-Plattform-Browser mit Amiga-Unterstützung

Ein neuer Browser wird demnächst für die Amiga-Plattform erscheinen. Er heißt Opera und ist im Moment für PC erhältlich. In Kürze werden Versionen für Mac und OS/2 herauskommen. Versionen für Linux, Unix, BeOS und AMIGA!!! werden in Betracht gezogen. Es liegt an Euch, ob die Amiga- Version jemals erscheinen wird.

Der Amiga ist nun schon seit langer Zeit im Internet präsent, und wir haben Applikationen, um die meisten Internet-Services zu nutzen. Z.B. E-Mail- Programme, Newsgroups-Readers und IRC-Programme sind genauso gut wie die, die für PC und Mac erhältlich sind, um nicht zu sagen besser, und ohne Zweifel haben wir die besten Telnet-Clients, die es gibt. Nur in zwei Gebieten hatte der Amiga bis jetzt schlechten oder gar keinen Support, ICQ und Web-Browser. Versteht mich nicht falsch, natürlich haben wir Browser für den Amiga. IBrowse, AWeb und Voyager sind alles gut programmierte Browser, und für manche Seiten sind sie wirklich gut. Das Problem ist heute, daß sie Java und CGI-Skripts nicht oder nicht korrekt unterstützen. Selbst wenn die Programmierer dieser Software wirklich gut sind, haben sie einen großen Nachteil gegenüber den PC- und Mac-Programmierern: Sie können keine neue Technik implementieren, bevor sie auf PC und Mac nicht schon für eine ganze Weile erhältlich war. Deshalb sind Amiga-User auf diesem schnell wachsenden Gebiet des Internet weit zurück.

Ich glaube, es gibt wohl keinen einzigen Amiga-User im Netz, der nicht schon einmal eine Seite angetroffen hat, von der es hieß, sie sei wirklich großartig, und der dann festgestellt hat, daß sie auf seinem Amiga nicht funktioniert. Obwohl unsere Browser sehr effizient programmiert sind, unterstützen sie nur einen kleinen Teil von dem, was PC- und Mac-Browser unterstützen.

Der Grund dafür ist, daß die Amiga-Programmierer keinen Zugang zu fertigen Quelltexten haben, was Browser angeht. Sie müssen die PC-Browser ansehen und versuchen, daß ihre eigenen Browser genau dasselbe tun. Das ist nicht gerade einfach, und Sie werden es sowohl mit AWeb, IBrowse als auch Voyager sicher schon einmal festgestellt haben. Aber dieses Problem könnte bald Vergangenheit sein.

Ein neuer Browser wurde vor kurzem für den PC fertiggestellt und wird demnächst auch für Mac und OS/2 erscheinen. Die Autoren dieses Browsers denken auch darüber nach, eine Version für Linux, Unix, BeOS zu machen, und dank einer Mail, die ich ihnen vor einiger Zeit gesendet habe, auch für den AMIGA.

Die Programmierer dieses Browsers werden einen Vorteil haben, den kein Amiga-Browser bisher gehabt hat. Sie werden vollen Zugang zum Quelltext der PC-Version haben und diesen für den Amiga nur umschreiben müssen. Wenn etwas Neues im WWW präsentiert wird, werden sie Unterstützung von einer Menge Programmierer auf anderen Plattformen haben. Das bedeutet, daß Amiga-User nicht mehr ewig warten müssen, bis die neuesten Entwicklungen im Netz auch für den Amiga erhältlich sind.

Also: Was ist OPERA? Die ursprüngliche Idee war, einen Browser zu machen, der auch noch funktionieren sollte, wenn man zufällig nicht den neuesten und schnellsten Prozessor und Tonnen von Speicherplatz hat. Opera unterstützt JAVA und Frames und ist wesentlich schneller als Netscape und Explorer auf dem PC. Es gibt noch eine Menge mehr darüber zu lesen auf ihrer Homepage:

http://www.operasoftware.com

Was könnt Ihr tun, damit eine Version für den AMIGA erscheint? Besucht einfach Operas Homepage und teilt den Leuten mit, daß ihr ein Exemplar dieses Browser für den Amiga haben wollt. Es gibt zu diesem Zweck eine spezielle E-Mail-Adresse, an die Ihr Eure Bestellung schicken könnt. Sie lautet: amiga@operasoftware.com . Bitte vergeßt nicht anzugeben, wie viele Exemplare Ihr ordern wollt.

Wenn sich 3000 Amiga-User finden, wird es ohne Zweifel eine Amiga-Version geben. Für den Mac waren sogar schon 2000 Bestellungen genug, um die Programmierer davon zu überzeugen, eine Mac-Version herauszugeben. Sie wollen jedoch gerne 3000 Bestellungen, da mit dieser Anzahl verkaufter Exemplare genug Geld zusammenkommen würde, um die Amiga-Programmierer zu bezahlen.

Und es sieht nicht schlecht aus: Innerhalb weniger Tage haben sich bereits 1500 AMIGA-Anwender gemeldet, die sich für eine AMIGA-Version von Opera interessieren.

Gute Amiga-Programmierer mit Erfahrung in C++ oder Assembler, die für ein kleineres Entgelt bereit wären, die Portierung zu übernehmen, sollten nicht zögern, sich mit OperaSoftware in Verbindung zu setzen.

Ein letztes Wort an alle Amiga-User da draußen. DAS ist Eure Chance zum Durchbruch, Eure Chance, Qualitätssoftware und Unterstützung von großen Softwarefirmen zu bekommen. Wenn Ihr wollt, daß der Amiga überlebt, besucht unbedingt OperaSoftwares Homepage und schickt ihnen eine Mail. Wenn nicht, könnt Ihr Euren Amiga genausogut gleich wegschmeißen und einen PC kaufen.

Mikael Svensson (hotaxid@hem.passagen.se) Besucht OperaSoftwares Seite jetzt!

http://www.operasoftware.com«

Die Übersetzung wurde von Heiko Kuschel durchgeführt und mit freundlicher Genehmigung von Mikael Svensson durch weitere Informationen ergänzt.


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