Amiga-Aktuell 02/98 - Test
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Softwaretest: Erdkundeprogramm "Geoworld"

Überblick:

Geoworld ist ein neues Erdkundeprogramm von André und Ronny Beer. Es benötigt einen AMIGA bzw. -kompatiblen Rechner mit OS 2.0 oder höher, Grafikkarte oder AGA-Chipsatz, 3 MB RAM (davon 1,5 MB Chip-RAM) sowie Festplatte.
Die Registrierungsgebühr der als Shareware herausgegebenen Software beträgt DM 30,- (inkl. gedruckter Anleitung sowie Porto und Verpackung) bzw. DM 25,- bei Übertragung per E-Mail.


Die Kontaktadresse zu den Autoren:

André und Ronny Beer
Siedlung 6
09548 Deutscheinsiedel
Tel. 037362/76934
E-Mail: j.beer@abo.freiepresse.de

Eine Demoversion des Programms läßt sich von der Homepage http://www.freiepresse.de/home/jubee/geoworld.html downloaden.


Der Test:

Nach der problemlosen Installation und dem Programmstart präsentiert sich Geoworld mit einer Weltkarte, auf der die einzelnen Länder durch unterschiedliche Färbung voneinander getrennt sind. Die Genauigkeit der Grenzen ist recht hoch.

Geoworld bietet die Möglichkeit, Kontinente und sogar einzelne Länder bildschirmfüllend darzustellen (sogar die wichtigsten Flüsse und die Bundesstaaten der USA sind im detailliertesten Format eingezeichnet) und Informationen zu dem betreffenden Staat abzurufen. Diese sind in mehrere Bereiche (Allgemeines, Internationale Vereinigungen, Staatsform - Politik, Naturraum - Klima, Bevölkerung, Wirtschaft, Geschichte, Sonstiges) untergliedert. Auch abhängige Gebiete lassen sich anzeigen. Einige der Daten fehlen in der verwendeten Testversion jedoch noch.

Während die meisten Angaben keinen Anlaß zur Kritik geben, sollte der Bereich "Geschichte" doch noch einmal gründlich überarbeitet - und vor allem ergänzt - werden. Wichtige Daten fehlen teilweise, während weniger bedeutsame enthalten sind. Zwei Beispiele nur: 1. Deutschland: Hier sind zwar mehrere Bundeskanzler aufgeführt, und auch die Einführung der Wehrpflicht (1956), die gewaltlose Revolution in der damaligen DDR (1989) fehlt dagegen völlig. 2. Beispiel: Türkei. Auch der berühmte Staatsmann und Gründer der unabhängigen Türkei Atatürk ist nicht aufgeführt.

Zurück zum Positiven: Das Programm kennt über 2000 deutsche und viele ausländische Städte. Deren geographische Lage läßt sich ebenso anzeigen wie wichtige Informationen (Allgemeines, Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus, Geschichte, Sonstiges), wobei auch diese Daten in der vorliegenden Version noch nicht vollständig implementiert sind. Bislang Fehlendes soll jedoch in der Vollversion weitgehend enthalten sein bzw. den Usern als kostenloses Update u.a. über das Aminet und die WWW-Site zugänglich gemacht werden. Den Ausdruck der Daten ermöglicht ein eigenes Druckmenü, das auch die Umleitung in eine Datei beherrscht.
Geoworld bietet eine flexible Sortierfunktion: Die Länder-Auswahlliste kann wahlweise ab- oder aufsteigend nach Name, Fläche, Einwohner, Bevölkerungsdichte oder Autokennzeichen geordnet werden. Bei Städten gibt es die Optionen Name, Einwohner, Gründungsjahr, Höhe, Postleitzahl und Kfz- Kennzeichen.
Per eingebauter Suchfunktion lassen sich Länder und Städte schnell finden. Der Nutzer ist dabei nicht auf den Namen angewiesen, denn es gibt acht (bei Städten) bzw. zehn (bei Ländern) weitere Kategorien, nach denen gesucht werden kann.
Abgerundet wird das Programm durch ein Quiz, bei dem Multiple-Choice-Fragen gestellt werden.
Übrigens sorgt eine eingebaute Hilfe-Funktion dafür, daß auch Erstbenutzer gut mit dem Programm zurechtkommen. Durch flexible Einstellungsmöglichkeiten läßt sich Geoworld an die Wünsche des Anwenders anpassen.
Störend bemerkbar machte sich während des Tests die in der vorliegenden Version recht hohe Absturzfreudigkeit.


Fazit:

Geoworld ist bereits jetzt ein empfehlenswertes Programm. Sobald die angesprochenen Kritikpunkte beseitigt und der Datenbestand ergänzt werden, gibt es für interessierte Anwender kaum einen Grund, sich das Programm nicht zuzulegen.
Aber vielleicht hat Geoworld ja auch das Zeug zu "mehr"? Ich denke da spontan an einen elektronischen Weltaltas, für den z.B. der in Geoworld eingebaute Datenbestand gut benutzt werden könnte. Ob jedoch die verwendete Programmiersprache (BlitzBasic) für ein solch anspruchsvolles Projekt geeignet ist, ist eine andere Frage. Screenshot - click fuer volle Groesse


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