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Kommentar zur Reaktion auf p.OS in Ausgabe 1/98 (von Jörg Handwerg)
»Zu dem Brief von Gernod Schomberg über pOS möchte ich doch noch einiges
anmerken:
Sicherlich hat Gernod Schomberg recht, wenn er schreibt, daß es mit ein
paar bunten Bildchen und einem Sound beim Öffnen einer Schublade nicht
getan ist.
Das ist aber auch bei weitem nicht, was pOS zu bieten hat! (Auch wenn das
Pre-Release dies bisher suggeriert und die ziemlich karge Beschreibung
seitens ProDAD diesen Eindruck erwecken kann.) Die "inneren" Werte des
Betriebssystems stellen doch etwas ganz anderes dar. Neben Features wie
echtem "vollem" Multitasking, Multithreading und anderem stellt es intern
die Weichen in Richtung Zukunft. Das AMIGA-Betriebssystem ist in der
heutigen Form zweifelsohne nicht mehr zukunftsfähig und würde und wird
sicherlich bei einer derartig starken Strukturüberarbeitung, wie sie
notwendig ist, um es "up-to-date" zu machen, auch durch die Firma AMIGA,
Inc. oder wie immer sie heißt, zu Inkompatibilitäten führen. Diese lassen
sich einfach nicht ganz vermeiden! Man sollte auch einmal bedenken, daß
auch die Betriebssysteme OS 1.0 bis 3.1 immer wieder leichte
Inkompatibilität mit sich brachte. Es ist natürlich richtig, daß es sehr
teuer und aufwendig für einen User ist, diesen Schritt mitzuvollziehen,
deshalb ist es um so wichtiger, hier verträgliche Übergangslösungen zu
bieten, wie dies auch auf dem MAC erfolgreich geschehen ist. Allerdings
wird auch Gernod sicher nicht bis in alle Ewigkeit die gleiche Software
benutzen wollen, sondern sich gelegentlich mal eine neue Software
zulegen, und dann sollte er eben zukunftsfähig investieren. Im übrigen ist
doch genau das Festhalten wollen an allem "Heutigen", was Innovation
unmöglich oder eben unsagbar schwer macht, und somit genau das, was man dem
PC immer vorwirft.
Günstige Cross-Updates sollen ja für einige Software zur Verfügung stehen,
wie man von ProDAD hören ließ. Wem das alles noch nicht reichen sollte, der
kann seine alte Software ja immer noch über einen Amiga-Emulator laufen
lassen oder auf einer weiteren Partition das Amiga OS installieren.
Da pOS auch auf anderen Plattformen laufen wird, wird es für
Softwareproduzenten auf jeden Fall sehr interessant, für dieses
Betriebssystem zu entwickeln. Eine Alternative zu pOS sehe ich in
greifbarer Zukunft jedenfalls nicht (erst recht nicht für den PPC).
Empfehlenswert ist, sich diesbezüglich mal die Seiten im I-NET von ProDAD
(www.prodad.de) anzusehen.«
Die Meinungen zu p.OS gehen in der AMIGA-Gemeinde bekanntlich weit
auseinander. Gibt es weitere Statements zu dieser Software bzw. den bislang
veröffentlichten Meinungen? Schreibt an:
Carsten Schröder
Helmoltstraße 10
37081 Göttingen
E-Mail: aakt@gmx.de
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Ausgabe 02/98
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