AmigaWriter

Neue Textverarbeitung

INFO


AmigaWriter soll die neue Textverarbeitung werden, ob das auch so sein wird wie sich das Haage&Partner wünschen wird erst die Version 2.0 zeigen können. Die erste Demo konnte mich ehrlich gesagt gar nicht begeistern, ich war sogar richtig enttäuscht.

Natürlich will ich die Software an dieser Stelle noch nicht kritisieren. Es ist immerhin eine noch sehr frühe Demo die offenbar mehr oder weniger unter Zeitdruck entstanden ist. Die Firma Haage&Partner ist sich dessen bewußt und wird auch deswegen das Update auf die Version 2.0 jedem AmigaWriter Kunden kostenlos zuschicken. Trotzdem muß ich einiges erwähnen was mir so richtig nicht gefallen will. Natürlich fange ich gleich bei der Gui an. MUI ist im Vergleich zur SystemGUI sehr langsam und das sogar auf einem 040er, aber die von Haage&Partner entwickelte Wizard.library ist oft teilweise noch langsamer. Hier wäre mir lieber wenn man Systemeigene Librarys für die Erstellung der Oberfläche genommen hätte. Schlecht sieht die GUI zwar nicht, könnte aber besser sein. Immerhin will man mit dem Produkt gegen Konkurrenten wie Wordworth und FinalWriter antreten. FinalWriter ist zwar Heute keine Bedrohung mehr, aber trotzdem nicht zu unterschätzen. Wordworth soll in der Version 8 sogar PDF Dateien unterstützen und da könnte AmigaWriter noch nicht mithalten können.

Screenshot - 29103

Nach dem Start von AmigaWriter erscheint immer das Kontrollfeld. Damit kann man neue Seiten erzeugen, Dokumente öffnen und die verschiedenen Arbeitsmodi wählen. Bevor man mit AmigaWriter zu arbeiten anfängt, sollte man das richtige Seitenverhältniss einstellen. Das läßt sich ganz einfach mit einer 3,5 Diskette bewerkstelligen. Bilder lassen sich meistens problemlos laden. Einen eigenen Bildschirm kann man mit AmigaWriter noch nicht öffnen aus welchem Grund auch immer. Hierfür ist man gezwungen den ScreenManager zu benutzen.

Auf den ersten Blick sieht die Software schon sehr gut aus, aber irgendwie noch nackt. In der Version 2.0 soll noch die Rechtschreibprüfung dazu kommen die in dieser Version fehlt. Ebenfalls habe ich keine Zeichenwerkzeuge gefunden. Eine Zeitlang konnte ich auch das Handbuch nicht laden. Leider wußte ich auch nicht woran das lag weil AmigaWriter ganz einfach den Ladevorgang abgebrochen hat ohne irgendwelchen besonderen Fehler zu melden. Mit SnnopDos bin ich auch nicht weiter gekommen. Erst später habe ich durch Zufall gemerkt das dies anscheinend an einer fehlenden Schrift lag. Ganz ähnlich war das bei der Datei Magazin-Layout die sich trotzdem weiterhin nicht laden ließ. Das Programm verlangt nach einem UDH1 Gerät. Dank einem Tip weiß ich zwar das man hier ganz einfach ein Assign anlegen soll, allerdings kam es danach erst zu einem kompletten Absturz. Später gelang es mit die Datei auch wirklich zu laden, trotzdem muß irgendwas schief gelaufen sein und das Programm stürzte ab.

Fazit: Die Demo macht schon einen sehr guten Eindruck, trotzdem würde ich die Textverarbeitung nicht als revolutionär bezeichnen. Hier müssen wir noch alle die Version 2.0 abwarten. Die Version 1.0 bietet zwar Funktionen wie Absatzformate oder Fußnoten aber zur eine Textverarbeitung die den Namen Standardsoftware verdient gehört noch mehr dazu.


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