ArtEffect 2.6Besser als PhotoShop? |
GRAFIK |
|
ArtEffect kommt von Haage&Partner. Wie wir alle wissen hat sich die Firma zur Aufgabe gemacht Standard Software für den Amiga zu entwickeln. Manchmal gelingt das sehr gut und manchmal weniger. ArtEffect wird vielen sehr bekannt erscheinen da man sich hier an dem Weltbekanntem Programm Photoshop orientiert hat. Beide Programme miteinander zu vergleichen würde es aber keinen Sinn machen, denn da müßte ArtEffect leider als Verlierer die Arena verlassen. Dagegen kann man aber nicht viel machen, denn nur selten ist eine Kopie besser als das Original. Inzwischen ist das Programm sehr gewachsen und mit jeder neuer Version kommen viele gute Funktionen dazu. Das Arbeiten ohne Grafikkarte mit ArtEffect ist nur schlecht möglich. Das soll nicht heißen das es unmöglich ist, aber einfach nicht zumutbar. Der HAM Modus führt zu unschönen Bildstörungen, in hoher Auflösung ist das Programm dann außerdem deutlich langsamer. Das soll jetzt aber keine Kritik sein, es gibt leider noch User mit der Meinung das AGA für alles ausreichend ist. ArtEffect macht mit AGA kein Spaß und wer nicht mehr hat der sollte von dem Programm die Finger lassen. Alle Grafikkarten User sollten sich schon zumindest mal die Demo anschauen.
Wie jede gute Bildbearbeitung so auch ArtEffect arbeitet voll in 24 Bit. Jedes Bild wird also immer in 24 Bit umgewandelt. Natürlich kostet das etwas Speicherplatz aber nur so ist es möglich ohne Einschränkung mit der Software zu arbeiten. ArtEffect zählte auch zu den ersten Programmen in denen man die sogenannten Ebenen (Layer) zur Verfügung hatte. Leider sind diese nur auf 3 beschränkt was ich irgendwie nicht verstehen kann. Natürlich kann man auch mit den drei Ebenen viel anstellen aber es wäre nicht schlecht wenn es diese Beschränkung nicht gäbe. Schließlich zeigt da der Konkurrent ImageFX das dies möglich ist. Außerdem läßt sich dort nur einstellen wie stark die durchscheinen sollen. In anderen Programmen werden hier noch zusätzliche Funktionen geboten mit denen man das Mischen der Ebenen beeinflussen kann. Hier ist davon leider nichts zu sehen. ArtEffect erlaubt es wie viele andere Programme auch mit Werkzeugen zu arbeiten die normalerweise bei einem Maler zu finden sind. Da hätten wir die Spraydose, Pinsel, Marker, Wachsmalstift und Buntstift. Wem das noch nicht reicht der kann sich selber mit dem sehr gut gemachtem Brush-Creator welche erstellen. Dort kann man die Größe, Form, Härte und noch viel mehr auf eine sehr einfache Weise beeinflussen. Zu den weiteren Stärken von ArtEffect zählen natürlich die vielen Filter. Besonders als gelungen kann man die Vorschau bezeichnen die bei ArtEffect besonders schnell ist. Man kann schon sagen das die Vorschau auf schnellen Amigas sogar in Echtzeit läuft. Das Programm hat fast alle bekannten Filter. Zusätzlich bietet Haage&Partner 2 weitere Pakete an mit denen Effekte wie Linsenreflexsionen möglich werden. Das Programm kennt auch die wichtigsten Bildformate, mehrfaches Undo/Redo ist vorhanden und sogar Grafiktablets werden unterstützt. Seit neustem existiert auch eine PlugIn für die digitale KodacDc20 Kamera. Es ist also schon mehr als nur eine einfache Bildbearbeitung. Trotzdem ist ArtEffect nicht perfekt. Das Programm stürzt nicht selten ab und benötigt besonders viel Speicher. Sehr schade ist es auch das für ArtEffect fast keine PlugIns von externen Firmen/Programmierern existieren. Mit den Effekten die das Programm bietet läßt sich zwar gut arbeiten aber noch mehr Effekte wie die welche z.B. das Programm CyndyFactory zur Verfügung stellt würden der Software nicht schaden. Fazit: ArtEffect ist eine gute Software und wird ständig weiterentwickelt. Arbeiten läßt sich damit auch ganz gut und sehr einfach. Besonders gut gelungen ist die Oberfläche. Diese ist sehr übersichtlich und einfach zu bedienen. Leider ist die Software noch nicht stabil genug und vieles funktioniert noch nicht so wie man es sich oft wünschen würde. AGA Usern ist das Produkt nicht zu empfehlen weil die Arbeit dann zur Tortur wird. Alle anderen sollten mal ein Blick auf die Demoversion riskieren.
|
|
|