AMIGA

2. Erläuterungen zum AMIGA-Entwicklersystem



Die bisherige "Null Info"-Politik der AMIGA-Entwicklungsabteilung, AMIGA, Inc., hat dazu geführt, dass viele AMIGA-Anwender immer noch nicht konkret wissen, aus welchen Hard- und Softwarekomponenten das AMIGA-Brückensystem, welches auf der Computer '98 vorgestellt werden soll, bestehen wird. Im Folgenden möchten wir etwas Klarheit in die Sache bringen, indem wir uns der Fakten bedienen, die derzeit verfügbar sind:

An der Entwicklung des Brückensystems (das im AMIGA, Inc.-Wortschatz "OS5Dev" genannt wird) sind in erster Linie drei Firmen beteiligt: Zum einen Access Innovation, das frühere Index Information, das den "AMIGA auf einer Karte" entwickelt. Dabei wird es sich um eine PCI-Karte für herkömmliche PCs handeln, die alle wesentlichen Komponenten des heutigen AMIGAs, wie etwa AGA-Chipsatz, 68k-Prozessor etc., enthält. Somit wäre (hoffentlich hundertprozentige) Software-Kompatibilität zur aktuellen 68k- AMIGA-Software gewährleistet.

Die Entwicklung einer Softwareschnittstelle zwischen AMIGA- und PC-Hardware übernimmt der Hersteller der Siamese-Software, der für diese Aufgabe also beste Referenzen besitzt. Die zu entwickelnde Softwareschnittstelle dürfte in der Lage sein, PC-Peripherie, wie zum Beispiel Tastatur und Grafikkarte anzusprechen, was angesichts des meist schlechten Preis- Leistungsverhältnisses AMIGA-spezifischer Hardware ja auch Sinn machen würde.

Fehlt noch das AMIGA OS 4.0, welches jedoch wohl kein Betriebssystem im herkömmlichen Sinn, sondern eher eine ständig weiterzuentwickelnde Entwicklungsumgebung für Programmierer sein wird. Denn für diese ist ja der Brückenrechner in erster Linie gedacht: Auf ihm soll Software, insbesondere das Betriebssystem, für den für 1999 geplanten NextGeneration-AMIGA, dem AMIGA, Inc. vorläufig die Bezeichnung "OS5Prod" gegeben hat, programmiert werden.