Forum
|
AMIGA-aktuell-Forum
In dieser Rubrik sind die - bei den meisten anderen Magazinen getrennt
geführten - Rubriken "Leserbriefe", "Kleinanzeigen", und "Problemecke"
zusammengefasst.
Wenn Ihr einen Beitrag habt, schreibt bitte an:
| Carsten Schröder
|
| | Helmoltstraße 10
|
| | 37081 Göttingen
|
E-Mail: aakt@gmx.de
1. Leserbrief zu AMIGA, Inc. und AMIGA International (von Jens Illigen)
»Ich will Amiga nicht die Kompetenz absprechen, die sie hoffentlich haben,
dennoch ist bisher davon leider noch nicht viel zu sehen gewesen. Es mag
sein, dass Gateway Spielregeln vorschreibt, um möglichst im Hintergund zu
bleiben, aber was für Gateway gilt, muss nicht für sämtliche
Tochterunternehmen gelten.
Gateway verkauft IBM-kompatible PCs. Eine Annonce, dass sie das tun,
reicht, denn Micro$oft und Intel machen genügend Werbung, für ihre
Produkte, wie auch für ihre nächsten Vorhaben. Bei Amiga ist das ganz
anders. Eine große Werbekampagne wäre jetzt zwar hinausgeworfenes Geld, da
die attraktiven Produkte fehlen, aber wenigstens könnte man einen Zeitplan
für die Amiga-Gemeinde veröffentlichen.
Überraschungen sind gut und schön, aber man muss die aktuellen Benutzer bei
der Stange halten und ihnen Grund zur Hoffnung geben. Ankündigungen,
welcher Prozessor benutzt werden wird, und dies kurze Zeit später
zurückzunehmen, sind genauso falsch wie die Ankündigung eines Intel-Amigas.
Man hätte hier wesentlich sensibler sein müssen und von Anfang an
klarstellen müssen, dass es ein Entwickler-System sein soll. Selbst wenn
man von einem AMD-Prozessor gesprochen hätte, wäre die Wintel-Phobie wohl
nicht so groß ausgefallen.
Sicher, Amiga braucht wieder ein Flagschiff, welches die PC-Besitzer vor
Neid erblassen lässt, ob jetzt mit Standardkomponenten wie PCI oder ohne.
Aber dieses Flagschiff muss preiswert sein, und wenn Amiga dieses
revolutionäre System erst in ein paar Jahren herausbringt, und nicht die
Möglichkeit hat, vorher einen neuen Computer zu entwickeln, dann muss der
User das wissen. Mit einer offenen und festgelegten Marschrichtung würde
Amiga, Inc. die Möglichkeit schaffen, dass Drittanbieter wie Phase 5,
Access Innovation, etc. sowie Softwarefirmen wissen, worauf sie sich
einlassen (am idealsten wäre natürlich die Lösung, dass man jetzt auf
68k/PPC von Phase 5 und auf die geplanten Mehrprozessorsysteme setzen kann,
und später auf den neuen Super-Amiga umsteigt/aufrüstet, ohne Investitionen
umsonst getätigt zu haben. Soll das zukünftige OS nicht sowieso
verschiedene Prozessoren unterstützen ?).
Solange aber niemand weiß, was Amiga plant, solange können
Hardwarehersteller nur Amiga-Kopien anfertigen und nicht die Durststrecke
zum Superamiga überwinden, und Softwareproduzenten wagen eventuell nicht
die PowerPC-Umsetzung ihrer Titel. Dies ist ein gefährlicher Teufelskreis:
Keine Software, also lohnt sich auch nicht der Kauf von Hardware. Amiga
verliert weiter an Attraktivität, und es desertieren immer weiter User zum
PC-Lager. Folglich lohnt sich immer weniger die Entwicklung neuer Software.
Keine Software...
Darum bin ich persönlich der Meinung, dass es für den Amiga essentiell ist,
dass Amiga, Inc. zusammen mit Amiga Int. die Marschroute festlegt, unter
Beobachtung des aktuellen Marktes. Regelmäßige News auf den Homepages von
Amiga sollten dann den Entwicklungsstand beschreiben. Überraschungen können
gerne bleiben, aber Infos wie "folgende Systembibliotheken werden gerade
überarbeitet..." und "Eine 5%-ige Leistungsteigerung konnte durch
Erneuerung von..." wären schön und würden den Amiga-Besitzer teilhaben
lassen an der Entwicklung seines Computers.
Ja, ich denke sogar, dass es so lebenswichtig für den Amiga ist, dass man
Amiga, Inc./Int. dazu "zwingen" muss, wenn es nicht schon freiwillig
geschieht.
Es ist nur eine Idee, aber wenn man eine Homepage errichten würde mit eben
diesen Forderungen nach einer besseren Informationspolitik, vielleicht auch
mit allgemeingültigen Vorschlägen von namhaften Soft- & Hardwarefirmen,
dann könnte jeder Amiga-Besitzer sich dort informieren und mit Hinweis auf
diese Seite Amiga, Inc./Int. mailen und die Befolgung dieser Ideen fordern.
Wenn wirklich jeder dies tun würde - wirklich jeder - (und AMIGA aktuell
wäre eine gute Ausgangsbasis ;-) ), dann kann sich Amiga, Inc./Int. dem
nicht verschließen.
Denn wir, die Amiga-Benutzer, sind es, die den Amiga bis jetzt am Leben
hielten. Jeder Nicht-Amiganer hielt oder hält den Amiga für tot. Bei der
Wende in der Ex-DDR hatten die Bürgerrechtler bei den Demonstrationen ein
sehr gutes Motto: "Wir sind das Volk". Und das Gleiche gilt für uns. Wir
sind der Amiga - we are the Amiga. Vielleicht wäre das auch ein sehr gutes
Motto für diese Initiative.
Schreibt doch mal, was ihr davon haltet. Es noch nur eine Idee - aber wer
weiß?
Mit freundlichen Grüßen
Jens' Aufruf kann ich mich nur anschließen. Was haltet ihr von einer
Homepage, auf der Forderungen an AMIGA, Inc. vorgetragen werden und man
diese mit seiner Stimme unterstützen kann? Schreibt an aakt@gmx.de