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In dieser Rubrik sind die - bei den meisten anderen Magazinen getrennt geführten - Rubriken "Leserbriefe", "Kleinanzeigen", und "Problemecke" zusammengefasst.

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Carsten Schröder
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1. Leserbrief zu AMIGA, Inc. und AMIGA International (von Jens Illigen)



»Ich will Amiga nicht die Kompetenz absprechen, die sie hoffentlich haben, dennoch ist bisher davon leider noch nicht viel zu sehen gewesen. Es mag sein, dass Gateway Spielregeln vorschreibt, um möglichst im Hintergund zu bleiben, aber was für Gateway gilt, muss nicht für sämtliche Tochterunternehmen gelten.
Gateway verkauft IBM-kompatible PCs. Eine Annonce, dass sie das tun, reicht, denn Micro$oft und Intel machen genügend Werbung, für ihre Produkte, wie auch für ihre nächsten Vorhaben. Bei Amiga ist das ganz anders. Eine große Werbekampagne wäre jetzt zwar hinausgeworfenes Geld, da die attraktiven Produkte fehlen, aber wenigstens könnte man einen Zeitplan für die Amiga-Gemeinde veröffentlichen.
Überraschungen sind gut und schön, aber man muss die aktuellen Benutzer bei der Stange halten und ihnen Grund zur Hoffnung geben. Ankündigungen, welcher Prozessor benutzt werden wird, und dies kurze Zeit später zurückzunehmen, sind genauso falsch wie die Ankündigung eines Intel-Amigas. Man hätte hier wesentlich sensibler sein müssen und von Anfang an klarstellen müssen, dass es ein Entwickler-System sein soll. Selbst wenn man von einem AMD-Prozessor gesprochen hätte, wäre die Wintel-Phobie wohl nicht so groß ausgefallen.

Sicher, Amiga braucht wieder ein Flagschiff, welches die PC-Besitzer vor Neid erblassen lässt, ob jetzt mit Standardkomponenten wie PCI oder ohne. Aber dieses Flagschiff muss preiswert sein, und wenn Amiga dieses revolutionäre System erst in ein paar Jahren herausbringt, und nicht die Möglichkeit hat, vorher einen neuen Computer zu entwickeln, dann muss der User das wissen. Mit einer offenen und festgelegten Marschrichtung würde Amiga, Inc. die Möglichkeit schaffen, dass Drittanbieter wie Phase 5, Access Innovation, etc. sowie Softwarefirmen wissen, worauf sie sich einlassen (am idealsten wäre natürlich die Lösung, dass man jetzt auf 68k/PPC von Phase 5 und auf die geplanten Mehrprozessorsysteme setzen kann, und später auf den neuen Super-Amiga umsteigt/aufrüstet, ohne Investitionen umsonst getätigt zu haben. Soll das zukünftige OS nicht sowieso verschiedene Prozessoren unterstützen ?).

Solange aber niemand weiß, was Amiga plant, solange können Hardwarehersteller nur Amiga-Kopien anfertigen und nicht die Durststrecke zum Superamiga überwinden, und Softwareproduzenten wagen eventuell nicht die PowerPC-Umsetzung ihrer Titel. Dies ist ein gefährlicher Teufelskreis: Keine Software, also lohnt sich auch nicht der Kauf von Hardware. Amiga verliert weiter an Attraktivität, und es desertieren immer weiter User zum PC-Lager. Folglich lohnt sich immer weniger die Entwicklung neuer Software. Keine Software...

Darum bin ich persönlich der Meinung, dass es für den Amiga essentiell ist, dass Amiga, Inc. zusammen mit Amiga Int. die Marschroute festlegt, unter Beobachtung des aktuellen Marktes. Regelmäßige News auf den Homepages von Amiga sollten dann den Entwicklungsstand beschreiben. Überraschungen können gerne bleiben, aber Infos wie "folgende Systembibliotheken werden gerade überarbeitet..." und "Eine 5%-ige Leistungsteigerung konnte durch Erneuerung von..." wären schön und würden den Amiga-Besitzer teilhaben lassen an der Entwicklung seines Computers.
Ja, ich denke sogar, dass es so lebenswichtig für den Amiga ist, dass man Amiga, Inc./Int. dazu "zwingen" muss, wenn es nicht schon freiwillig geschieht.
Es ist nur eine Idee, aber wenn man eine Homepage errichten würde mit eben diesen Forderungen nach einer besseren Informationspolitik, vielleicht auch mit allgemeingültigen Vorschlägen von namhaften Soft- & Hardwarefirmen, dann könnte jeder Amiga-Besitzer sich dort informieren und mit Hinweis auf diese Seite Amiga, Inc./Int. mailen und die Befolgung dieser Ideen fordern. Wenn wirklich jeder dies tun würde - wirklich jeder - (und AMIGA aktuell wäre eine gute Ausgangsbasis ;-) ), dann kann sich Amiga, Inc./Int. dem nicht verschließen.
Denn wir, die Amiga-Benutzer, sind es, die den Amiga bis jetzt am Leben hielten. Jeder Nicht-Amiganer hielt oder hält den Amiga für tot. Bei der Wende in der Ex-DDR hatten die Bürgerrechtler bei den Demonstrationen ein sehr gutes Motto: "Wir sind das Volk". Und das Gleiche gilt für uns. Wir sind der Amiga - we are the Amiga. Vielleicht wäre das auch ein sehr gutes Motto für diese Initiative.

Schreibt doch mal, was ihr davon haltet. Es noch nur eine Idee - aber wer weiß?

Mit freundlichen Grüßen

Jens Illigen«


Jens' Aufruf kann ich mich nur anschließen. Was haltet ihr von einer Homepage, auf der Forderungen an AMIGA, Inc. vorgetragen werden und man diese mit seiner Stimme unterstützen kann? Schreibt an aakt@gmx.de