Autor: [Axel Melzener] Phantastische Phänomene...? [0m Viele werden die neue SAT-1-Show kennen, die seit Oktober 1992 ausge- strahlt wird und die den Titel "Phantastische Phänomene" trägt. Ich habe mir gerade eben (25. Oktober, 22.50 Uhr) diese Sendung angeschaut; denn das Thema interessierte mich besonders: Um UFO's und Außerirdische ging es! Moderator Rainer Holbe präsentierte dem geschockten Zuschauer Fotos und Anatomiestudien von außerirdischen Lebensformen, befragte mehr oder weniger prominente Gäste nach Ihrer Meinung zu der Sache und hinterließ nach rund einer Stunde Sendezeit gemischte Gefühle beim Zuschauer. Da war z. B. eine russische Testpilotin und Doktorin an der Moskauer Universität der Wissenschaften (Marina Popovitch heißt sie glaub' ich), die frank und frei von UFO-Phänomenen hinter dem ehemaligen "eisernen Vorhang" berichtete. Es wurde dazu ein Film eines Hobbyfilmers gezeigt, der meiner Meinung nach durchaus aussagekräftig war: In Tiflis (Georgien) gab eine junge Sängerin ein Konzert. Im Film sieht man nun ein aufgeregtes Publikum von etwa zweihundert Leuten, welches plötzlich gen Himmel zeigt. Der Filmer schwenkt nach oben; und tatsächlich: Am Himmel ist ein UFO zu sehen. Ein echtes oder eine Fälschung??? Da die Lichter des Objektes nicht blinkten und es sich in "Sprüngen" bewegte, kann man durchaus von einem echten UFO reden (mich hat es jedenfalls fast überzeugt). Etwas unglaubwürdig wurde die werte Frau Doktor jedoch, als sie erzählte, in irgendeiner russischen Stadt (Namen hab' ich nicht behalten) hätte man bei einer Brunnenbohrung ein seltsames Objekt im Erdreich entdeckt. Forscher hätten berechnet, daß es sich um eine Scheibe von etwa drei Metern Dicke und 25 Metern Umfang handele. Metallproben wurden zu Untersuchungszwecken an diverse Institute geschickt; die allesamt meinten, daß die Metallegierungen nicht von der Erde stammten... Noch weniger einleuchtend wurde es, als dem Zuschauer vermeintliche Bruchstücke des "UFO's" gezeigt wurden - meine Version: Man hat da einen Meteor ausgebuddelt, der vor ein paar hundert Jahren auf die Erde gefallen ist. Ein UFO als Archäologische Ausgrabungsstelle erscheint mir nämlich eher unglaubwürdig (obwohl ich, wie wohl mittlerweile bekannt, eigentlich "UFO-Anhänger" [Aussi] bin). Wirklich überzeugend hingegen waren das aufgezeichnete Funkgespräch einer japanischen Transportmaschine mit einer Bodenstation (in dem es um eine seltsame Erscheinung am Himmel ging); und die Aufnahmen eines flugzeuginternen Radargerätes, welches recht deutlich ein unidentifiziertes Objekt darstellt (das Wackeln des Bildes und die wechselnden Lichteinfälle sind meiner Meinung nach Beweise für die Echtheit des Filmes; wenn ich auch zugeben muß, daß man halt nur ein Radarbild und nicht ein echtes UFO gesehen hat). Das besondere daran war jedoch, daß dieses Objekt innerhalb von vier Sekunden auf 2000 Km/h beschleunigte und von 3000m auf 1500m Flughöhe herunterging (war auf dem Radar samt Höhenangaben deutlich zu sehen); und ob das ein irdisches Fluggefährt schafft, bleibe dahingestellt. Wirklich interessant war das Statement eines NATO-Mitarbeiters, der eine geheime (ziemlich umfangreiche) Studie über außerirdisches Leben gelesen haben will (dieser Bericht namens "Shape" ist angeblich nur in 15 Exemplaren vorhanden - weshalb ihn leider noch keiner von uns selbst gelesen hat...!..!). Es wurde auch ein Foto von einem "Alien" gezeigt, das der Herr Offizier mitgebracht hatte. Darauf war deutlich ein Wesen zu sehen, das mich irgendwie penetrant an E.T. erinnerte und dem Betrachter leutselig zuwinkt. Der Interviewte sagte jedenfalls unbeirrt aus, daß das Foto echt sei... (in der Tat wirkt es eher so, als hätte man hier eine aufwendige Puppe gebaut und in einem professionellen Fotoatelier abgelichtet). Das eigentlich Interessante an diesen Aussagen ist, daß (wenn man alle diese Quellen vergleicht) aller Welt praktisch Beweise geliefert werden, die von der Existenz Außerirdischer zeugen - bibeldicke Studien, Fotos von Extraterrestrischen Lebewesen. Dies alles würde bedeuten, daß manche Menschen (z. B. in militärischen Positionen) ziemlich genaue Informationen über die ganze Angelegenheit haben. Die große Frage lautet dann nur: Warum hat die NASA Anfang Oktober Radioteleskope in Betrieb genommen, mit denen man Radiosignale außerirdischer Existenzen einfangen will? Sogar in der Tagesschau hörte man deutlich: "Die Aufgabe dieser Teleskope ist das Empfangen von Radiosignalen aus dem All, die von außerirdischem Leben zeugen könnten". Worauf ich hinaus will, ist folgendes: Wenn man angeblich schon lebende Außerirdische auf der Erde beherrbergt, sie über Ihre Kultur befragt und ihre Gefährte in alle Einzelteile zerlegt hat; man also praktisch schon alle Beweise in der Hand hält - warum muß man dann noch Radioteleskope aufstellen um praktisch wieder "bei Null" anzufangen? Also: Entweder es gibt keine Aliens (zumindest nicht auf der Erde) und bestimmte Menschen und Einrichtungen versuchen, unbescholtene Bürger hinter's Licht zu führen (daher Fotos, Filme etc.), während "ernste" Stellen endlich mit Technik versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen --- oder man führt die Aktion mit den Teleskopen nur zum Schein durch, um davon abzulenken, daß in Wirklichkeit bereits 'Kontakt' zu außerirdischen Lebewesen besteht. Die große Frage ist hier nur: Wer hätte etwas davon, alle Menschen dieser Erde dermaßen hinter's Licht zu führen??? Wenn es auf der Erde Leichen von Aliens, Wrackteile von UFO's oder gar komplette Gefährte gibt, warum macht man kein großes Museum auf, wo sich der normale Bürger selbst von der ganzen Sache überzeugen kann? Weil es keiner glauben würde - selbst wenn er es mit eigenen Augen sieht und mit eigenen Händen berührt?