Autor: [Andreas Neumann] Eine kurze Antwort an Axel Melzener Salute Axel! Wenn Du Dir schon die Mühe machst, mich direkt anzusprechen, mache ich mir auch die Mühe und antworte Dir ganz gesondert :-) Also, warum sollte ich dem Leser einen "dicken Bären aufbinden" wollen? Dann brechen sie doch alle zusammen und keiner kann mehr meine hervorragenden (!!!!!!) Stories lesen! Nein, nein, das will ich wirklich nicht. Du meinst, ich bemühe mich krampfhaft um Sachlichkeit? Genau richtig erkannt. Und es fällt mir nicht immer leicht, sachlich zu bleiben, angesichts von Argumenten wie "Jesus hatte Kontakt zu Außerirdischen", "der Mensch ist ein Roboter der Außerirdischen", etc. etc. Wenn Du meine Stories unter "Unterhaltung" genau verfolgt hast (was Du bestimmt getan hast :-), dann wird Dir aufgefallen sein, daß ich letzteres Beispiel in einer Variation einmal zum Thema einer meiner Geschichten gemacht habe ("Der Doppelgänger"). Und das ist der entscheidende Punkt: das, was ich als Spielfeld meiner Phantasie benutze, stellen hier einige als Realität dar und wollen es auch als solche verstanden wissen. Das ist für mich keinesfalls sachlich und Element einer vernünftigen Diskussion. Phantasien, Science-Fiction und anderes müssen dem Geist Möglichkeiten zeigen, Fiktionen gewähren, sie dürfen ihm aber nicht den Blick auf die Wirklichkeit verstellen! Warum sollen denn unsere Vorfahren nicht geniale Methoden zur Gehirnoperation entwickelt haben? Was spricht dagegen, daß man die Evolutionstheorie nicht nur für seine geliebten Außerirdischen anwendet, sondern auch für den Menschen und ihn nicht als Produkt und Maschine der fremden Besucher darstellt? Wie soll man auf solche Hirngespinste reagieren, als verzweifelt versuchen, sachlich zu bleiben (auch wenn es einen in den Fingern juckt, den Diskussionspartner gnadenlos lächerlich zu machen...)?? Es tut mir leid, wenn ich manchmal sprachlich nicht in der Lage bin, dies überzeugend durchzuhalten, aber glaube mir - meine Argumente sind sachlich :-) Nun zu meinem Satz, den Du "sehr schlimm" fandest: "... doch halte ich die tatsächliche Existenz für sehr unwahrscheinlich und den Versuch, ungeklärte Phänomene mit ihnen zu erklären, für eine Kapitulation der Intelligenz." Damit spreche ich niemanden das Recht ab, die Existenz von Außerirdischen für wahr zu halten. Was ich aber abspreche ist das Recht, Ungereimtheiten der Menschheitsgeschichte, seltsame Phänomene etc. (wie z. B. die symmetrische Wüstenfiguren in Südamerika) als Werke der Außerirdischen darzustellen, um sich so um die Erforderlichkeit einer Erklärung auf der Basis wissenschaftlich belegbarer Thesen drücken zu können. Das ist für mich eine Kapitulation der Intelligenz - entschuldige, wenn ich Dir (und anderen "Universitäts-Professoren, Doktoren, Astronomen") damit auf die Zehenspitzen getreten bin. Dazu eine Bemerkung. Es gibt eine Gruppe von Wissenschaftlern, die sich mit den Phänomen der unidentifizierbaren Flugobjekte beschäftigt. Diese Gruppe verfügt über größtenteils gleichartige Informationen, und selbst in ihr sind die Meinungen gespalten. Doch auch die Wissenschaftler, die an UFO's glauben, hüten sich, sie als bewiesene Realität oder gar als Ursache für ungeklärte Phänomene der Welt darzustellen. Dies finde ich richtig und gut. Denn Du hast mich nicht ganz richtig verstanden: nicht die Überzeugung von der Existenz der Aliens halte ich für die Kapitulation der Intelligenz (wäre ja auch schlimm, was sollte ich dann sagen, der ich doch immer noch an Gott glaube :-), sondern das Heranziehen von diesen außerirdischen Besuchern für Dinge, die man sich mit seiner Schulweisheit sonst nicht erklären kann. Natürlich weiß ich, daß meine Argumentation sehr nach festgefahrener Überzeugung meinerseits klingt. Ich denke jedoch, daß es wichtig ist, daß in einer Diskussion auch ganz deutlich die Argumente der anderen Seite dargestellt werden. Und das versuche ich. Daß mit den Lebenskeimen vom Meteoriten ist mir auch bekannt. Halte ich aber für eine überflüssige Diskussion, da sie letztendlich nicht zur Klärung der Frage beiträgt, ob es Außerirdische gibt, die uns heute hier besuchen. Zu Deiner Rechnung mit den bewohnbaren Planeten - dazu habe ich mich bereits in der letzten Power-Brei geäußert. Davon abgesehen, daß dies letztlich alles Spekulation ist (denn wieviele Planeten wurden schon empirisch untersucht (außer unseren 9)?), kann das ja durchaus sein, was Du behauptest: "... daß immerhin eine Wahrscheinlichkeitsquote von 0,001 % besteht, daß ähnliche Vorgänge auch auf anderen Planeten geschehen können." Nur: es sind eben die wenigsten Sterne, die Planeten haben, und von diesen sind es auch nur sehr wenige, die Planeten mit vernünftiger Atmosphäre in der Ökosphäre haben. Und auf diesen kann sich dann irgendwann einmal in der Geschichte der Universums irgendeine Form von Leben entwickeln, um ein paar tausend (von mir aus auch eine Millionen, was ist das schon im galaktischen Maßstab?) Jahre später wieder zu verschwinden. Es bleibt also nicht viel von Deinen "mehrere tausend bewohnbare Planeten" übrig... Ich habe niemals gesagt, daß Buttlar die Existenz von Kornkreisen durch UFO's begründen wollte. Ganz im Gegenteil! Alles was ich wollte, war die "Kompetenz" dieses Mannes im richtigen Licht erscheinen zu lassen. Er hielt es ja für unmöglich, daß UFO's für die Kornkreise verantwortlich wären, da ja über manchen Feldern Stromleitungen gespannt waren. Einem Fluggerät, daß bei seiner angenommenen Existenz ja sämtliche Grenzen der Physik sprengen würde, nicht einmal zuzutrauen, nach lichtschnellem Flug durch die Galaxis an ein paar Drähten vorbeizumanövrieren, halte ich nach wie vor für zumindest fraglich (ich wollte ja nicht lächerlich schreiben). Ich hoffe, ich konnte damit Deine Mißverständnisse ausräumen. In der Grundfrage werden wir uns wohl nicht näher gekommen sein, aber immerhin. Ich bitte nur darum, meine Texte gründlich zu lesen. Ich weiß, daß ich leicht zu einem etwas komplizierten Schachtelstil neige (meine Deutschlehrerin meinte einmal: "Wie eine Mischung aus Thomas Mann und der direkten Übersetzung aus dem Lateinischen."...). (Keiner versteht mich - buhuuuu ;-) Ansonsten bleibe ich dabei (und keins der aufgeführten "Aussi"-Argumente konnte mich bisher umstimmen) - die Erde ist ein Wunder, oder besser gesagt (damit ich nicht Gefahr laufe, als Wundergläubiger mißverstanden zu werden) ein Glücksfall - und wir sollten alles tun, damit sie es bleibt!!!!