
Pogona vitticeps
Anleitung zur Haltung und Pflege
Allgemeines:
Pogona vitticeps gehören zur Familie der Agamen und der Gattung Pogona
(Bartagamen) an. Sie besiedeln die Halbwüsten, Busch- und Baumsteppen
Australiens, genauer die östliche Hälfte von Südaustralien und das
Südost-Nordterritorium. Dementsprechend sollte das Terrarium mit
Sandboden, Kletterästen und Steinaufbauten versehen sein (näheres im
Text). Sie benötigen Tagestemperaturen von 28-34' C und eine Nachtabsenkung um 10' C. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40-80% betragen.
Beschreibung:
Der abgeflachte Körper ist mit unterschiedlich grossen Schuppen bedeckt
und an den Körperseiten verlaufen zwei Stachelreihen. Charakteristisch ist
die aufstellbare Kehle, der Bart. Der Körper kann je nach Lichtverhältnissen
grau, braun oder schwarz gefärbt sein. Auf dem blassgrauen Bauch ist ein
Ocellenmuster gezeichnet. Pogona vitticeps werden bis zu 55 cm gross.
Winterruhe:
Pogonas benötigen von November bis Januar eine Pseudowinterruhe. Dabei
müssen Heizmatte und Reflektorlampe ausgeschaltet bleiben, so dass
Temperaturen von etwa 18-21' C herrschen.
Haltung :
Pogona vitticeps benötigen ein Wüstenterrarium. Die Terrariengrösse
sollte mit der Grösse der Tiere variieren. Für ausgewachsene Tiere werden
Grössen von L:150,B:80,H:80 für ein Pärchen angegeben. Bei einem zu
grossen Terri können Jungtiere die Futtertiere schlecht finden und fangen,
da sie zunächst schlechte Jäger sind. Man sollte in etwa max. die 3-4
fache Länge der Jungen rechnen. Es sollte ausserdem recht spärlich
eingerichtet sein, damit es übersichtlich bleibt und die Futtertiere keine
Versteckmöglichkeiten haben. Ich habe Anfangs zur Fütterung alles
herausgeräumt, wobei ich nicht weiss, wie gross dann der Stressfaktor für
die Kleinen war. Zeigen die Pogonas ein besseres Jagdverhalten und fressen
regelmässig, kann man sie in ein anspruchsvolleres Terri setzen. Die
Einrichtung besteht aus Präsentierplätzen, Klettermöglichkeiten und
einigen Verstecken. Als Präsentierplätze eignen sich Äste und
Steinaufbauten, die für den Besitzer überschaubar angeordnet sein sollten.
Klettermöglichkeiten bietet eine rauhe, unebene Rückwand. Wir haben für
die Rückwand schöne Steine gesammelt, weil wir ein möglichst natürliches
Terri wollten. Die Steine verklebten wir mit Montageschaum und Leim. Das
Resultat kann sich jeder vorstellen: für die Pogonas wunderbar zum Klettern
geeignet, wiegt es fast 100 kg. In vielen Büchern gibt es 'ne Menge Tips
zum Bau künstlicher Steinwände, so z.B. in AGAMEN von U.Manthey und
N.Schuster: "Als Ersatz eignen sich Hartschaumplatten (Styropor
oder das festere Styrodur). Mit ihnen können beliebige Felsaufbauten fast
naturgetreu nachgebildet werden. Ein mehrmaliger Anstrich mit Epoxidharz,
das reichlich eingestreuten feuergetrockneten Quarzsand enthält, schützt
das weiche Material vor den scharfen Krallen der Agamen und verleiht den
künstlichen Felsformationen ein natürliches Aussehen."
Und genau das konnten wir uns nicht vorstellen. Ich kann also in diesem Punkt
nur sagen: ausprobieren.
Als Bodengrund verwendet man Sand. Mein Tip: es sollte kein
feinkörniger Sand genommen werden, wie z.B. Quarzsand/Vogelsand oder Aquarien
sand.
Ich schlage roten oder gelben Maurersand vor. Er wird durch Feuchtigkeit fest
und so kann man das Terri besser reinigen, indem man den Hautresten etc.
mit dem Staubsauger zu Leibe rückt. Gerade bei Jungtieren ist diese Eigenschaft
des Bodengrundes sehr wichtig. Eben weil sie noch so schlecht jagen
können, verfehlen sie häufig die anvisierte Grille und schlagen mit dem
Maul in den Boden. Bei lockerem Sand haben sie dann das Maul voll davon, was
ihnen nicht unbedingt gut bekommt. Den Maurersand bekommt man in jedem
Baustoffhandel. Man sollte allerdings bei ausgewachsenen bzw. geschlechtsreif
en Tieren darauf achten, dass man eine Zone mit weicherem Sand zur
Eiablage anbietet. Man könnte dazu Plastikboxen verwenden, damit das
spätere Entfernen der Eier einfacher ist. Aber an dieser Stelle sind Leute
gefragt, die schonmal Pogoneier hatten, denn meine sind noch nicht so weit.
Luftfeuchte, Temperatur, Beleuchtung:
Zur Messung von Luftfeuchte und Temperatur benutze ich ein Kombigerät, das
zudem einen externen Fühler besitzt. Damit kann man die Temperatur an zwei
verschiedenen Stellen im Terri messen und so das Gefälle beurteilen. Es ist
absolut notwendig ein Temperaturgefälle zu erzeugen, damit die Tiere auch
in kühlere Bereiche auswechseln können.
Zur Erzeugung der nötigen Luftfeuchtigkeit von 40% tagsüber und 80% nachts
habe ich jeden Abend mit der Blumenspritze gesprüht, bis mir fast der Arm
abgefallen ist. Ehrlich gesagt war mir diese abendliche Verpflichtung sehr
unangenehm geworden, weil man pünktlich wieder zu Hause sein musste, um
für ca. 4 Minuten seinen Lieblingen die nötigen Bedingungen zu verschaffen.
Darum haben wir jetzt eine automatische Sprenkleranlage gebastelt. Sie
besteht aus den Aufsätzen von Blumenspritzen als Düsen, die im Deckel
montiert wurden. Von dort aus führt ein langer Schlauch aus dem Terri zur
Wasserpumpe. Diese Pumpe gehörte mal als Scheibenwasserpumpe zu einem Auto
vom Schrottplatz. Von da aus geht ein kurzer Schlauch in den unteren Teil
des Wasserbehälters. (Dieser wiederum war mal ein Federweisserkanister :-))
Gesteuert wird das Ganze über eine externe Zeitschaltuhr, die man in
Minutenintervallen programmieren kann.
Die nötige Temperatur wird durch Einsatz einer Bodenheizung und der Lampen
erzeugt. Die Bodenheizung ist eine Heizmatte, die überall erhältlich ist.
Ich habe sie zwischen Terrarienboden und Sandschicht liegen. Als Lampen
verwende ich zwei Leuchtstoffröhren (eigentlich mehr für die allgemeine
Terrarienbeleuchtung) "Sylvania Aquastar". Als künstliche Sonne dient eine
80 W Reflektorlampe.
Pflegemassnahmen:
Die Pflege des Terrariums ist nicht besonders aufwendig. Trotzdem verlangt
es die tägliche Aufmerksamkeit. So sollte mindestens einmal am Tag der Kot
aus dem Terrarium entfernt werden, schon allein des Geruchs wegen, der noch
durch Luftfeuchte und Wärme gesteigert wird. Ansonsten wird man spätestens
am nächsten Tag übel daran erinnert. Ausserdem sollte der Bodengrund bei
Bedarf mal abgesaugt werden, zumindest Häutungsreste entfernt werden.
Die Pflege der Tiere ist für mich mit sehr viel Spass verbunden, weil sie
sehr zutraulich sind und man was mit ihnen anfangen kann. Man sollte Pogonas
einmal pro Woche baden, bei Häutungsschwierigkeiten häufiger.
Ich verbinde das ganze mit einem vorherigen Sonnenbad auf der Fensterbank.
Dazu stelle ich einen ausgedienten Kaninchenkäfig vor das Fenster lege
einen Ast hinein und decke eine Hälfte als Schattenplatz ab. Sobald mich
die Pogonas dabei gesichtet haben, sitzen sie bereits voller Erwartung an
der Scheibe. Ich lasse sie etwa 1 Stunde die Sonne geniessen und bade sie
danach im Waschbecken (noch, bis sie ausgewachsen sind und in die Badewanne
müssen.) Das Wasser sollte handwarm sein, eben richtig angenehm. Dort
lässt man sie ein paar Runden schwimmen und kann sie wieder ins Terri
zurücksetzen.
Das wäre zunächst mal die ständig notwendige Pflege. Bei Häutungsschwierigkeiten,
wie oben erwähnt, häufiger baden. Dabei kann man im
Wasser vorsichtig versuchen, einige Hautfetzen abzulösen.
Krallen müssen bei kletternden Echsen nicht geschnitten werden. Falls man
jedoch einen "Bodenhocker" unter seinen Pogonas hat (was zugegebener Massen
ausserst ungewöhnlich wäre), muss man sie ständig kontrollieren und
gegebenenfalls doch schneiden. Auf jeden Fall dazu Fachliteratur zu Rate
ziehen! (z.B."ECHSEN als Terrarientiere" von H.Jes, GU Tier-Ratgeber)
Das Futter:
Ausgewachsene Pogonas fressen zu etwa 80% vegetarische Kost und 20%
Futtertiere. An Grünzeug kann man ihnen so ziemlich alles anbieten.
Bevorzugt wird aber gelbe und rote Nahrung, z.B. Tomate, Mango, Möhre....
einfach alles. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass keine
gespritzten Früchte und Salate verfüttert werden! Zusätzlich biete ich
meinen Alete an. Natürlich wollen sie auch hier lieber Karottengemüse oder
sonstiges Oranges. Wenn man sich Arbeit ersparen will, bietet man es ihnen
nicht in einem grossen Napf an, da sie es lieben, darin zu baden. Sie laufen
mit Vorliebe durch den Napf, danach durch den Sand und als Krönung legen
sie sich unter den Strahler, damit auch alles schön trocknen kann. Aus
diesem Grund bade ich meine Pogonas häufiger als einmal die Woche, um sie
von ihren harterarbeiteten Klumpfüssen zu befreien. An tierische Kost
fressen sie alles, was sie von der Grösse her bewältigen könne. Darunter
fallen nestjunge Mäuse (muss aber nicht sein), Grillen, Heimchen, Schaben,
Mehlwürmer (bevorzugt sind die Larven und Käfer)... Mehlwürmer sollten
nicht zuviel verfüttert werden,weil sie zu Fetthaltig sind.
Ausserdem sollte etwas Abwechslung geschaffen werden. Pogonas wechseln
mitunter täglich ihre Geschmacksrichtung und man muss zusehen, dass man
ihnen etwas anderes anbieten kann. Die Futtertiere müssen nachts aus dem
Terri entfernt werden, da sie sonst die steifgewordenen Pogonas anfressen.
Da die Nahrung nicht vollständig den nötigen Vitaminbedarf abdeckt,
müssen zusätzliche Präparate verabreicht werden. Ich verwende KORVIMIN,
ein Pulver, womit ich die Futtertieren bestäube. Es ist bei jedem Tierarzt
erhältlich und sollte regelmässig (so etwa alle 2 Tage) gegeben werden.
Ansonsten tauchen Mangelerscheinungen auf und die Tiere sind Rachitis gefährd
et.
Die Futtertiere kann man bei entsprechenden Farmen bestellen .
Ich bin davon abgekommen, sie im normalen Zoohandel zu kaufen. Sie haben
meist schlechtere Qualität und sind lange Zeit in Plastikdosen ohne Futter
und Wasser gewesen.
Pogonas gekauft, was jetzt?
Generell kann ich nur empfehlen, Nachzuchten bei Züchtern zu kaufen oder
einen wirklich guten Fachhandel aufzusuchen. Man sollte sich auf jeden Fall
zeigen lassen, dass die Tiere Futterfest sind. Meist werden sie zu jung
abgegeben. Die meisten Züchter geben die Tiere erst ab, wenn sie absolut
Futterfest sind, also so etwa mit 3-4 Wochen (und garantieren auch dafür).
Zudem habe ich festgestellt, dass die Pogonas billiger sind. Man sollte
vorher den Züchter besuchen und sich die Bedingungen vor Ort ansehen. Hat
man seine neü Errungenschaft erstmal zu Hause und ist ausserdem noch
absoluter Laie in Sachen Terrarien, geht der Stress erst mal richtig los.
Was tu ich, damit es möglichst perfekt ist? Grundsätzlich ist das
ständige Herausnehmen aus dem Terrarium Stress für die Tiere. Darum sollte
man es auf das Nötigste beschränken. Ich bin ins routieren gekommen, weil
meine die ersten 4 Tage nicht fressen wollten. Dabei war das völlig normal,
weil sie die Umstellung noch nicht so verkraftet hatten. Vor allem fressen
sie nur, wenn das Futter direkt vor, am Besten noch aufs Maul spaziert. Die
Nahrung muss in dem Stadium rein tierisch sein, da die Jungtiere ihre
nötigen Wachstumsstoffe aus den Futtertieren ziehen. Es sollte auch jeden
Tag eine Portion Grillen mit Korvimin bestäubt werden. Das Futter wird
mehrmals am Tag in kleinen Portionen verabreicht. Man sollte auf jeden Fall
in der ersten Zeit eine Futterliste führen, um das Fressverhalten zu
kontrollieren und nachhängende Pogonas einzeln zu füttern. Es ist schon
vorgekommen, dass viel kleinere Jungtiere von grösseren gefressen wurden,
weil sie von ihrer Grösse her als Futter gesehen wurden. Als Anfangsration
(bei einer Grösse von ca. 12 cm) sollte man etwa 8 Futtertiere pro Tag und
pro Pogona rechnen. Mein "Futzi" machte uns am Anfang echte Sorgen. Er hing
mit dem Wachstum etwas nach, so dass wir ihn isolieren wollten. Aber mit
einem Mal schlug er zu und
ist jetzt der Grösste im Terrarium. Mein "Opi" wollte eine ganze Zeit
nicht fressen und wir hatten vor, eine Zwangsfütterung
einzuleiten. Wir besorgten eine Spritze (ohne Aufsatz), füllten
sie mit Alete vermischt mit Korvimin und versuchten mit allen Regeln der
Kunst, das Maul aufzukriegen. Es klappte absolut nicht, bis ein Tropfen aus
der Spritze zufällig auf sein Maul kam. Er schleckte ihn ab und sperrte
freiwillig das Maul auf. Von da an bekam er mehrmals am Tag die Spritze,
von der er gierig die Tropfen ableckte. Damit war sein Appetit angeregt und
von da an verschmähte er auch das andere Futter nicht mehr. Ich denke, man
kann viele Probleme mit Gefühl lösen. Wenn natürlich alle Pogonas im
Terri nicht mehr fressen, sollte man intensive Ursachenforschung betreiben.
Bei uns war die Ursachen eine flackernde Leuchtstoffröhre, für uns kaum
wahrnehmbar. Es hat lange gedaürt, das festzustellen. Aber als die Röhre
stillgelegt war, haben alle Pogonas wieder gefressen.
Auf jeden Fall sollte man bei Problemen Rücksprache mit dem Züchter oder
anderen Erfahrenen halten und nicht unbedingt nur Bücher wälzen.
Pogonas wachsen für gewöhnlich sehr schnell. Meine sind innerhalb 4 Monaten
von 12 cm auf 32 cm gewachsen. Gerade am Anfang geht es besonders schnell
und man sollte ein paar
Fotos machen, sonst glaubt man es hinterher nicht
mehr. Man kann sagen, dass sie innerhalb eines Jahres ausgewachsen sind.
Geschlechtsbestimmung:
In Fachbüchern findet man hervorragende Geschlechtsmerkmale, die ich alle
nicht nachvollziehen kann. Ich stehe immer mit einem Pogona vor der
Abbildung im Buch und suche die "Femoralporen" bei Männchen. In einem
anderen Buch steht, dass sich im Wachstum die Ausbildung der Poren
sexualzyklisch wechselt. Und so hab ich in der einen Woche nur Männchen, in
der nächsten vielleicht nur Weibchen? Ich habe es aufgegeben. Meine
Züchterin dachte immer von einem ihrer Pogonas, dass es 100%ig ein
Männchen ist. Es drohte und balzte absolut typisch, bis...
...bis das vermeintliche Männchen Eier legte. Wahrscheinlich wissen die
Tiere selbst nicht so ganz, was sie werden wollen, zumindest behalten sie es
für sich.
Zucht und Aufzucht:
Hierüber konnte ich nur Informationen aus Büchern und von Bekannten
verwenden, weil meine noch nicht so weit sind!
Die Weibchen sind mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 13 cm geschlechtsreif.
Bei der Balz wird kräftig mit dem Kopf genickt. Ausserdem
winken die Tiere
mit den Vorderbeinen, indem sie langsame, kreisende Bewegungen machen
(dieses Verhalten zeigt sich allerdings schon vorher). Hat sich ein Paar
gefunden, kommt es zur Begattung.
Vor der Eiablage wühlt das Weibchen das ganze Terrarium um auf der Suche
nach einem geeigneten Eiablageplatz. Diesen Platz findet sie meist unter
Steinaufbauten, etwas geschützt, wo der Sand locker und feucht ist. Darum
sollten einige Stellen regelmässig befeuchtet werden, um ihr die Suche
nicht unnötig zu erschweren. In diesem Stadium sollte man so wenig wie
möglich ans Terrarium gehen, um es nicht zu stören, da sie sonst in
Legenot kommt. Hat das Weibchen die Eier abgelegt, bedeckt sie es mit einer
Schicht Sand. Man gräbt die Eier vorsichtig aus und überführt sie in
einen Brutbehälter. Das kann ein kleines Terrarium sein oder ein
handelsüblicher Inkubator oder einfach irgendetwas, das Temperatur und
Luftfeuchte hält. Die Box für die Eier selbst ist mit Vermiculit gefüllt.
Das Umbetten der Eier muss äusserst vorsichtig geschehen. Die Eier dürfen
nicht in ihrer Lage verändert werden, da der Keimling bei der Ablage
bereits fixiert ist und er durch Verlagerung durch den Dotter erstickt
würde. Die Eier sollten in kleinem Abstand züinander gelagert werden, da
sich z.B. die evtl. Fäule eines Ei's auf die anderen übertragen kann. Die
Zeitigungsdaür beträgt 68-96 Tage bei 26' C. Nach dem Schlüpfen
überführt man die Jungen in kleine Terrarien. Es ist wichtig das
Futterverhalten ständig zu kontrollieren und schwächere Tiere in ein
anderes Terrarium zu setzen.
Verhalten zum Menschen:
Pogonas können absolut handzahm werden. Sie lieben es, auf der warmen Hand
des Halters zu sitzen und thronen gerne auf seiner Schulter. Mein "Opi"
braucht regelmässige Streicheleinheiten. Als ich mich dazu entschloss, mir
Echsen anzuschaffen, habe ich mir eine Aussage zum Vorsatz gemacht: Echsen
sind keine Schmusetiere! Allerdings musste ich diese Einstellung ablegen,
nachdem mein "Opi" nur gefressen hat, wenn er vorher geschmust wurde. Ich
wollte es nicht glauben, ist aber so. Dabei lasse ich ihn immer selbst
ankommen. Wenn ich das Terrarium reinige, kann es schon mal passieren, dass
sich die Pogonas auf meine Hand stürzen, am Pullover den Arm hochklettern
und auf der Schulter sitzen bleiben. Dann wollen sie die grosse, weite Welt
sehen und lassen sich nicht davon abhalten. Ich habe schon mehr als einmal
die Küche geputzt mit einem Pogona auf dem Buckel. Das hört sich jetzt
vielleicht ganz toll an, aber man sollte nicht vergessen, dass die Tiere es
freiwillig tun. Man darf so
ein Verhalten nicht erzwingen, sondern muss sich das Vertrauen verdienen.
Ich kann solche Aktionen auch nicht mit allen
durchführen und es bleiben immer noch Echsen.
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RAPTOR-MAG Ausgabe 2