H.-P. Kreuz; Siegen Sehr geehrter Herr Jansen Vielen Dank für Ihr Schreiben. Ich habe Ihre Nachricht mit großer Betrübnis gelesen. Wenn Sie das Diskettenmagazin sehr wahrscheinlich einstellen, dann müssen sich Dinge bei Ihnen ereignet haben, die tatsächlich nur sehr wenig Zeit für diese Arbeit übrig lassen. Sie haben Forum Amiga wieder zum Leben erweckt, nachdem Peter Händel es einfach aufgegeben hat. Wer Zeit hat Spiele zu programmieren, und wer Zeit hat sich mit an der Organisation von PD-Treffen zu beteiligen, der macht sich etwas unglaubwürdig, wenn er nach vielen Jahren Forum Amiga seine Familie und seine Spiele vorschiebt. Alles eine Sache des Willens und der Organisation. Meine zwei Söhne und ich waren sehr enttäuscht. Dann haben Sie Forum Amiga übernommen und es sogar noch verbessert. Sie haben sehr viel Entscheidungsmut bewiesen. Forum Amiga darf nicht nachträglich verändert werden. Das darf kein Autor oder sonst jemand. Es ist auch nicht gestattet, auch wenn es nicht in den Copyright-Bestimmungen vermerkt ist. Dazu gibt es eine klare Gesetzeslage. Ich will kein Forum Amiga z.B. von einem Händler oder aus einer Mailbox haben, das ein Autor von Forum amiga im nachhinein verändert hat. Es handelt sich dann um ein geändertes Forum amiga, als wie sie es zusammengestellt haben. Ich hätte den Autor nicht unbedingt gefeuert - daß haben sie ja auch nicht - aber einen Strengen Verweis hätte ich schon erteilt. Nun konnte man in Forum Amiga erkennen, daß ein anderer Autor sich gegen den Herausgeber stellen will. Verschlimmernd kommt hinzu, daß es sich dabei um Herrn Neumann von Amiga Gadget handelt. Dort haben Sie ja auch eine starke Diskussion. Ich stimme ihnen zu, was die Anzahl englischer Texte angeht. Ich stimme ihnen zu, das Herr Neumann Tatsachen verdreht und ein sehr schludriges Anwenden von Zitaten anderer hat. Sie sind falsch wieder gegeben und sie sind auch aus dem Zusammenhang genommen. Herr Neumann geht bei seinen Gegenargumenten von falschen Tatsachen aus. Das wohl dümmste und deutlichste Beispiel ist seine Statistik in Amiga Gadget 20. Ich finde es gut, daß Sie Herrn Neumann mal ganz gehörig auf die Füße treten. Wenigstens einer der Mut hat, auch in einer Freundschaft dem Freund die Meinung zu sagen. Mittlerweile denke ich aber, das sie sich angefeindet haben. Herr Neumann weil er sich in seiner Ichbezogenheit, und Speigelverliebtheit, und in seinem Profilierungsdrang, sowie in seiner Eitelkeit verletzt fühlt. Auch erkenne ich eine sehr stark ausgeprägte Geltungssucht bei Herrn Neumann. Herr Neumann verwischt die Grenzen zwischen Persönlichem und einer Kritik oder gar einer Meinungsäußerung. D.h. er nimmt jede Kritik sofort persönlich. Ihre Kritik gegen ihn, beschäftigt ihn dermaßen, daß er nun in Forum Amiga eine Art Rache versucht. Bleiben sie bitte ihren Prinzipien treu, und lassen sich nicht durch geschickte Formulierung von ihrem Weg abbringen. Aus ihren Antworten kann ich jedoch feststellen, daß sie sehr wohl Herrn Neumanns Absichten schon im Ansatz erahnten. Herr Neumann wird diese immer abstreiten. Aber jeder Mensch mit pädagogischer, soziologischer und psychologischer Ausbildung wird nachweisen können, wie sehr Herr Neumann einige Defizitte aufzuarbeiten hat. Herr Neumann mag ja bei einfacher Kommunikation, wenn sie denn auch noch lustig ist, ganz gut bei den Gesprächspartnern ankommen. Jedoch eine richtige Auseinandersetzung offenbart seine wirklichen Eigenschaften. Seine Offenbahrungen in Amiga Gadget, betreff seiner Eitelkeiten etc. sollten Ihnen Herr Jansen sehr zu denken geben. Versuchen sie aber Bitte dem Streit nicht anzunehmen, es gehört zu seiner Taktik. Versuchen sie unbedingt Ruhe zu bewahren. Bleiben sie bei Ihrer Entscheidung, und gehen sie keine Kompromisse mehr auf ihre schon vorgeschlagenen Kompromisse ein. Sie sind dann unweigerlich an dem Punkt, an den Herr Neumann sie haben will. Halten sie sich vor Augen, daß Herr Neumann ihnen keine Wünsche äußert, sondern er will Ihnen seinen Willen aufzwingen. Bleiben sie weiterhin bei ihrer Art sich sehr viele Gedanken zu machen. Nicht nur ich, sondern ich bin überzeugt, daß auch viele andere mittlerweile sich auf ihre Seite stellen, daß sie mit dieser Vorgehensweise, eine weite Vorraussicht haben, und eine Spürnase für die negativen Dinge haben. Oberflächliches Probleme behandeln nutzt ihnen nichts, wenn sie alle Dinge bei einem Problem bewältigen wollen. Das Problem ist nicht gelöst, wenn Sie Herrn Neumann keine Möglichkeit mehr geben wollen, sich im Forum amigA zu präsentieren. Sie haben das Problem dann nur weiter gegeben. In anderen Diskettenmagazinen treibt er sein Unwesen, ohne Rückmeldungen. Und jeder weiß, daß bei ausbleibender Reaktion, weder Zustimmung noch Ablehnung ausgedrückt wird. Meine Söhne und ich, würden uns sehr wünschen, daß sie Forum Amiga auch im Jahre 1996 publizieren. Alle Diskettenmagazine, so verschieden sie auch sind, sie haben sicherlich ihre Berechtigung, vielleicht sogar gerade wegen dieser Unterschiedlichkeit. Damit begründet sich nicht automatisch eine Stellungnahme über die Güte eines jeden einzelnen Diskettenmagazines. darüber entscheidet alleine der Konsument. Richten Sie ihr Augenmerk darauf, das sie zu ihrer Entscheidung stehen. Gehen sie keine langen Diskussionen ein. Sie dienen nur der Beinflussung. Machen sie Ihren Standpunkt klar. Wem das nicht gefällt der zieht seine Konsequenzen. Und da steht zu befürchten, das es den einen oder anderen Autor geben wird, der seine Teilnahme an Forum amiga einstellt. Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, das dazu auch Herr Peter Händel gehört. Geben sie keinem die Gelegenheit der Schuldzuweisung. Bleiben sie sich selbst treu. Meine Söhne haben derzeit ein neues Wort. Bleib Du Du Wenn Sie Forum Amiga wirklich einstellen, dann wünsche ich Ihnen für ihren weiteren Lebensweg alle Gute. Vielleicht höre ich ja hin und wieder mal etwas z.B. in Power-Brei. Mit freudlichen Grüßen H.P. Kreuz Bei Ihnen möchte ich eine Ausnahme machen und auch öffentlich eine Stellungnahme abgeben. Erscheint es mir doch angebracht. Ersteinmal recht herzlichen Dank für ihr Schreiben. Es gab mir schon zu denken. Ich komme ja aus Verhältnissen, wo ich dererlei Worte oft gehört habe. Auch in meinen belegten Praktikas hörte ich ähnliches. Aufgrund dieses Erlernten und dem ganzen immer aktiv erlebten Umfeldes, also nicht nur hören sagen - habe ich mir schon eine Welt aufgebaut, die sich doch sehr dem ähnelt, was sie mir nahelegen. Sicherlich resultiert daraus meine heutige Einstellung. Sicherlich habe ich auch dieses ausgebaut, verfeinert. Kommt man aus einem Umfeld, in dem man stark kämpfen muß, dann entsteht eine Welt des Nachdenkens, nicht des Grübelns, das ist etwas anderes. Wenn man von Menschen umgeben ist, von denen man weniger positives erwarten kann, dann ist es nur allzuverständlich, dass man sich einige Gedanken macht. Es ist dann auch allzuverständlich, dass sich das auch bei den positiven Dingen bemerkbar macht. Ich bin sehr gut gefahren damit, vor allem aber hat es mir Freunde gebracht, die deswegen dankbar sind, daß sie jemanden haben, der sich Gedanken macht und viele Dinge durchspielt. Oft erkennt man darin einen negativen Fakt. Das mag für den jenen auch so sein, warum auch immer. Ich jedoch habe nie etwas negatives darin gesehen. Wenn ich nur daran denke wie positiv es ist, betrachte ich mir die Intitutionen die sich von allen Moralisch ethischen Vorstellungen gelöst haben um ihre entscheid- ungen zu treffen. Sicherlich war das richtig, aber die gerade von diesen Institutionen geforderte Gleichgültigkeit bleibt dabei doch auf der Strecke. Einen Konsens wird es nicht geben. Zusehr stehen sich da auch de facto und de juri Ansprüche gegenüber. Es ist halt nur irrwitzig, wie diese Institutionen, die Gleichgültigkeit einerseitz fordern und dann wiederum hassen, wenn sie von ihnen gefordert werden. Wenn etwas gegen die eigenen Interessen verstößt bekommt das geforderte plötzlich einen ganz anderen Stellenwert angedichtet. Das passt ja dann auch auf das aktuelle Thema. Ich denke das ich garkeinen so irrwitzigen Wunsch äußere, der sich genau mit dem anderer Publikationen deckt. Ich denke das garkein Grund besteht so auf ein Recht zu bestehen, das es de facto und Juristisch garnicht gibt. Es handelt sich tatsächlich nur um eine verletzte Eitelkeit, einen Einschnitt im Profilierungsdrang. Diesen Einschnitt will man nicht gelten lassen und fühlt sich in seiner Ehre gekränkt. Ich habe sicherlich Möglichkeiten, dem Ganzen ruckzuck ein Ende zu setzen. Eine der Möglichkeiten nutze ich ja denn auch. Die anderen Möglichkeiten, oder Methoden sind drastischer, die brauchen aber noch nicht zu sein. Ich werde sie aber anwenden, wenn es aus meiner Sicht sein muß, und darauf kommt es an. Ich kann mich nicht nach einem einzelnen richten, zumal ich seine in Anspruch nehmende Rechte für recht schwachsinnig halte, ja diese Rechte - gleich welcher Art - hat er garnicht. Wegen AN werde ich FA aber sicherlich nicht einstellen. Soviel Power traue ich keinem zu, der mir gegenüber so argumentiert. Wer mir mit falschen Zitaten, aus dem Zusammenhang genommenen Zitaten und Tatsachenverdrehung Unrecht nachweisen will, der wird von mir entsprechend behandelt. Das es denn AN betrifft, der doch Jura studiert, setzt ihm nicht nur diesen Seppelhut auf, sondern eine Narrenkappe. Wenn er sich nicht ändert wird er in FA von mir gehörig Kontra bekommen. Privat kenne ich ihn nicht, da hätte ich ihn mir auch schon längst zur Brust genommen. Mir wird nachgesagt, das ich Menschen studiere, offen (angeblich um sie zu ärgern) und auch ohne das sie es merken um es dann anzuwenden. Trotzdem sind all diese Leute meine Freunde geblieben, sie wissen das man mir nichts vormachen kann. Zu Enge Sicht ist ja ok, diese Kritik kenne ich und weiß auch das sie angebracht ist, aber keinem ist es bisher gelungen irgendein Argument zu finden, warum ich diese enge Sicht nicht haben sollte. Viele, das sagte ich oben, profitieren davon. Und die nicht davon profitieren, und darum geht es dann, die gehören eh nicht zu meinem Freundeskreis. Die Enge Sicht, die man mir vorwirft, wird sich zeigen, bei der Kritik die man gegen mich vorbringt, wegen dem Ärger den AN da verursacht. Wer dem AN seine Meinung in allen Belangen teilt, der muß und wird sich von mir den Vorwurf gefallen müssen, das er oberflächlich an die Sache rangeht. Nicht einer der von mir um Rat gefragten, gleich welchen Alters, ob Computerfreak oder nicht, nicht einer hat AN Recht gegeben. Alle haben die Texte von AN und Mir vorgelegt bekommen, haben die Regelung der Leserbriefe bei Zeitschriften erkannt, haben ANs Argumente und meine gelesen, ich finde mich mit meiner Einstellung im Großen und Ganzen bestätigt. (Da ich diesen Text schreibe bevor die reglemäßig teilnehmenden Autoren ihre Leserbriefe abgeschickt habe, weiß ich noch nicht, wieviel Autoren die Meinung von AN oder meine Meinung teilen. Ich befürchte aber auch, daß der eine oder andere Autor sich bei Forum amigA #28 nicht mit Texten beteiligt. Die Gründe zu meiner Befürchtung kann man in der einen oder anderen Antwort zu den Leserbriefen nachlesen.) Aber nun: Es ist trotzdem für mich unerheblich. Ich habe die Verantwortung für etwas übernommen, und habe Entscheidungen zu treffen. Wenn ich nun eine Entscheidung treffe, die sich mit tatsächlichen Gegebenheiten vereinbahren läßt, dann kann daran nichts unrechtes sein, weder defacto noch dejuri, so einfach ist das. Und wenn AN darauf nun ein irgendwie geartetes Recht aufbaut, oder ein verfassungsmäßiges Recht verletzt sieht, oder gar eines in Anspruch nehmen will, das garnicht vorhanden ist, dann denke ich, ist es ganz in Ordnung wenn ich dazu Stellung nehme. Dazu kommen dann die auch von ihnen angesprochenen Kriterien zum Zuge. Letztendlich bleibt mir garnicht anderes über, als meine Entscheidung aufrecht zu erhalten. Nochmals vielen Dank für Ihre ausführliche Stellungnahme. Mit freundlichen Grüßen, auch an Ihren beiden Söhnen (auch ich brauche den Spruch: BLEIB DU DU in letzter Zeit öfters (jaja die Macht der Werbung)), Ihr Bruno Jansen