Vorbemerkung Der Kurs ist vor allem für junge Leute gedacht, deshalb auch die Anre- de in der Du-Form. Da Computer vor allem von jungen Leuten benutzt werden, fügt sich das ganz gut zusammen. Trotzdem sollten sich auch andere angesprochen fühlen. Zum Rechtlichen siehe Kap. 2.1. Kurzanleitung für das Esperanto-Lernprogramm Am einfachsten ist es, das Programm mit einem Doppelklick auf das Icon der gewünschten Lektion zu starten. Dort ist es als "Default Tool" bereits korrekt eingetragen. Der Start per Mehrfachauswahl (mit Shift + linker Maustaste) ist möglich, aber nicht empfehlenswert. Für einen Aufruf im CLI bzw. in der Shell ist das Format: Esp Textdatei [Konfigurationsdatei] Beim Aufruf ohne Parameter wird die Textdatei erfragt, mit "Esp ?" kann man sich das Format anzeigen lassen. Übersicht 1. Der Inhalt dieser Diskette 2. Esperanto-Lernprogramm V3.1 2.1. "bitte" und "danke" (unbedingt lesen!) 2.2. Allgemeines zur Benutzung 2.3. Auswahl der Konfiguration 2.4. Die Stimme des Amiga 2.5. Verwendung eigener Dateien 2.6. Bearbeitung der Konfigurationsdateien 2.7. Neuerungen gegenüber früheren Versionen 3. Weitere Dateien 3.1. Die Zeichensätze Esperanto/8 und Esperanto/10 3.2. Der Tastaturtreiber dem 3.3. Die Bilder 4. Über Esperanto - Antworten auf häufig gestellte Fragen 4.1. Was ist Esperanto? 4.2. Wieviele Menschen sprechen Esperanto? 4.3. Was kann ich mit Esperanto anfangen? 4.4. Wie kann ich Esperanto lernen? 4.5. An wen kann ich mich wenden? 5. Mitgliedschaft in der Deutschen Esperanto-Jugend 1. Der Inhalt dieser Diskette Das Verzeichnis "Esp-Kurs" enthält folgende Dateien und Unterverzeich- nisse: - "Esp" Das Esperanto-Lernprogramm. Es befindet sich im Wurzelverzeichnis, wenn Kurse in anderen Sprachen mit auf der Diskette sind. - "Einführung+Lektion1" ... "Lektion11+Grammatik" Textdateien für den deutschen Esperanto-Kurs. - "Normal-Konfig.", "Alternativ-Konfig.", "Hördurchlauf", "Druck" Passende Konfigurationen dazu. - "Liesmich" Die Dokumentation. - "Entwickler-Infos" Informationen, die am besten vom Programm selbst angezeigt werden; für Leute, die eigene Texte für das Programm schreiben wollen - "Edit" Datei mit Texten für die Konfigurationseditor-Funktion - "Bilder" Ein paar Icons zur Unterstützung des Kurses. Ein bzw. zwei Maus- klicks fördern zum Teil besondere Gags zu Tage. - "fonts" mit "Esperanto" / "Esperanto.font" Drei Schriften (können sich im Wurzelverzeichnis befinden) - "dem" Mein Tastaturtreiber (deutsch-Esperanto-Mathe) - "source" Der Quellcode des Programms. Wenn die Diskette direkt von mir bezogen wurde, enthält sie außerdem (evtl. auf einer separaten Diskette): - "Esp-course" Die englische Version des Esperanto-Kurses. - "Esp-curso" Die portugiesische Version des Esperanto-Kurses (mit einem anderen, stärker Grammatik-orientierten Text). - "vortaroGer" Ein Wörterbuchprogramm Esperanto-Deutsch / Deutsch-Esperanto von Ulrich Habel, V1.4. - "vortaroAng" Dasselbe Programm, aber mit englischen statt deutschen Vokabeln ver- sehen. - "vortaroPor" Ebenso, mit den Vokabeln aus dem portugiesischen Kurs (provisorisch mit Programmtexten in Englisch und Esperanto produziert). - "Muchmore" Ein PD-Textanzeigeprogramm. Version 2.0 des Wörterbuchprogramms wird voraussichtlich Mitte 1994 fertig. Sie wird in portablem C-Code geschrieben sein und externe Vo- kabeldateien in Unicode (der neuen alphabet- und systemübergreifenden 16-Bit-Zeichensatznorm) lesen können. Wenn die Diskette aus einer PD-Serie stammt, liegt es im Ermessen des Serienerstellers, wie die Diskette gefüllt wird. Wenn Du Interesse an den genannten Programmen und Dateien hast, teile mir dies bei der Be- gleichung des Shareware-Beitrags mit (siehe Kap. 2.1). 2. Esperanto-Lernprogramm V3.1 2.1. "bitte" und "danke" (unbedingt lesen!) © 1990/93 Reinhard Pflüger Jakob-Trumpfheller-Str. 6 D-68167 Mannheim Das Esperanto-Lernprogramm und die zugehörigen Dateien dürfen kopiert werden, auch einzeln, solange diese Beschreibung des Rechtsstatus bei- gefügt ist und kein Gewinn erzielt wird. Das Programm ist Shareware. Wer es direkt bei mir bestellt hat, hat den Beitrag schon bezahlt, andernfalls bitte ich um die Zusendung von 5,- DM (oder 7,- DM, wenn ich eine Diskette mit weiteren Dateien schicken soll - vergleiche mit der Liste in Kap. 1 und schreibe mir, was Dir fehlt). Die Adresse gilt möglicherweise nur noch bis Ende Januar 1994; wenn Du Dich nicht ggf. auf die Nachsendung durch die Post verlassen willst, beauftrage Florin Caragea, Postfach 55 03 01, D-60402 Frankfurt, mit der Weiterleitung (vgl. Kap. 4.5). Alle Dateien außer dem Programm sind unter den genannten Bedingungen frei kopierbar. Wenn darunter der Quellcode ist und dieser erneut kompiliert wird, ist natürlich wieder ein Exemplar des Programms ent- standen und die entsprechende Regelung greift. Wenn Du wesentliche Änderungen vorgenommen hast oder größere Teile für andere Programme verwertet hast, schicke mir statt Geld ein Belegexemplar. Der Kernteil des Kurses (Lektion 1-11) basiert auf den Heften "Espe- ranto Schritt für Schritt" von Thomas Pusch und Klaus Dahmann. Vielen Dank für die Erlaubnis zur Verwendung! Weiterhin habe ich Daniel König für seine Verbesserungsvorschläge zu danken. 2.2. Allgemeines zur Benutzung Siehe auch die Kurzanleitung am Anfang dieses Textes. Beim Kopieren der Dateien ist zu beachten: Sie mit unveränderter Struktur in ein Verzeichnis zu verfrachten (z. B. auf Festplatte), ist unproblematisch. Wenn Du jedoch die relative Position des Programmes "Esp" zu den Kursdateien änderst oder das Programm umbenennst, mußt Du für alle Dateien das "Default Tool" entsprechend anpassen. Zur Verfügung stehen: Einführung: Ein Überblick über die Aussprache und wichtige Eigenarten von Esperanto. Lektion 1-3: Kurs Teil 1 (auf der Grundlage von "Esperanto Schritt für Schritt" 1 von Thomas Pusch). Lektion 4-7: Kurs Teil 2 (auf der Grundlage von "Esperanto Schritt für Schritt" 2 von Klaus Dahmann und Thomas Pusch). Dabei ist Lektion 4 eine Wiederholungslektion. Lektion 8-11: Kurs Teil 3 (auf der Grundlage von "Esperanto Schritt für Schritt" 3 von Klaus Dahmann und Thomas Pusch). Dabei ist Lektion 11 ein Lesetext: "Ein Brief aus Mexi- ko". Lektion 12: Überblick über die Grammatik. Im Kurs wird regelmäßig die Wiederholung der jeweiligen Lektionen emp- fohlen. In welchem Umfang Du dies tun solltest, hängt natürlich davon ab, wie leicht Dir das Sprachenlernen fällt und ob Du bereits eine romanische Sprache gelernt hast. Falls einmal der Bildschirmaufbau gestört wird, kannst Du durch Aufru- fen der Hilfe (Help-Taste) wieder Ordnung hineinbringen. Zu dieser Situation kommt es, wenn die Fenstergröße während des Kurses verändert wird, oder bei zu langen Zeilen. (Letzteres sollte bei den mitgelie- ferten Dateien nicht vorkommen.) Die Funktion "zur Zusammenfassung" beendet das Programm, wenn sie kei- ne Zusammenfassung findet. Eine Fortsetzungsdatei wird (anders als bei "nächste Lektion") nicht geladen. Die Funktionstaste F6 hat die Bedeutung "20 Zeilen springen". Diese Funktion ist vor allem für Testzwecke gedacht und deshalb sonst nicht erläutert. 2.3. Auswahl der Konfiguration Für den Kurs sind mehrere Konfigurationen definiert. Normalerweise wird diejenige benutzt, die als erste in der Textdatei angegeben ist. Soll von vornherein eine andere benutzt werden, muß man sie in CLI oder Shell als Parameter angeben (siehe Kurzanleitung). Es ist aber auch möglich, die Konfiguration zu wechseln, während das Programm läuft. Drücke dafür die Funktionstaste F4 oder wähle das betreffende Feld mit der Maus. Wenn die Liste der verfügbaren Konfigurationen er- scheint, wähle eine aus, indem Du ihre Nummer eingibst. Für den Kurs steht zur Verfügung: - Normal-Konfig.: Die normale Konfiguration - Alternativ-Konfig.: Esperanto-Texte werden durch kursive Schrift statt durch Farbe hervorgehoben - Hördurchlauf: siehe unten - Druck: Der verbleibende Teil der aktuellen Datei wird auf den Drucker ausgegeben. Danach wird das Programm beendet. Fortsetzungs- dateien werden nicht geladen. Bei den beiden letztgenannten Konfigurationen hält die Ausgabe nicht an. Es wird jedoch an jeder Stelle, wo das Progamm normalerweise auf eine Eingabe warten würde, geprüft, ob die Maus in dem Moment gedrückt wird oder eine Taste in der Zwischenzeit gedrückt wurde. In dem Fall wird auf Konfiguration 0 gewechselt und die betreffende Funktion aus- geführt. Der Hördurchlauf ist eine Möglichkeit, Lektionen zu wiederholen und nebenbei etwas anderes zu tun. Höre Dir einfach die Sätze an, damit sie sich einprägen. Auf dem Bildschirm erscheinen nur die Zeilen, die gesprochene Esperanto-Sätze enthalten, und zwar in Farbe 3 (das ist bei WB 1.x orange). Einige Texte werden nicht gesprochen, z. B. zu- sammenhanglose Wörter. Falls Du allerdings des öfteren einen Satz nicht verstehst, weil Dir Vokabeln fehlen, solltest Du jedoch besser die Lektion noch einmal ganz normal durchgehen. Wenn nur eine Konfiguration zur Verfügung steht (so bei den Entwick- ler-Infos), erscheint keine Auswahlliste. Der Ton wird dennoch ange- schaltet, wenn er vorher abgeschaltet war (vgl. Kap. 2.4.). 2.4. Die Stimme des Amiga Trotz aller Bemühungen ist nicht die Qualität einer menschlichen Stim- me möglich. Falls Dir die Sprachausgabe irgendwann auf den Geist geht, wähle "Ton aus" (per Maus oder Funktionstaste F5). Dadurch wird die Lautstärke auf 0 gestellt. Das bleibt so lange, bis Du "Wiederholung" wählst (d. h. Wiederholung des zuletzt Gesprochenen) oder die Konfigu- ration wechselst. An bestimmten Stellen steht eine Markierung im Kurstext, wodurch der Ton automatisch wieder angeschaltet wird (insbe- sondere, wenn neue Buchstaben eingeführt werden). Die Sprechgeschwindigkeit steigt von Lektion zu Lektion langsam an. Änderungen sind in den Textdateien vorzunehmen (T-Zeilen, siehe den nächsten Abschnitt). 2.5. Verwendung eigener Dateien Zum Aufbau sieh Dir zunächst die eine Kurs-Datei an. Jede Zeile muß mit einem der folgenden Zeichen beginnen (Farben gelten für die Standardeinstellung der Workbench 1.2 / 1.3): > "sprechen nach Freigabe": Schwarz auf weiß ausgeben mit Umsetzung von Esperanto-Sonderzeichen und Sprachsteuerzeichen (s. u.) Der Computer wartet auf Freigabe, dann spricht er mit tiefer männli- cher Stimme. < ebenso, hohe männliche Stimme. ) ebenso, tiefe weibliche Stimme. (Sonderlich tief ist sie nicht, aber sonst klingt sie schlechter. Der Computer tut sich sowieso schwer mit der weiblichen Stimme.) ( ebenso, hohe weibliche Stimme. ^ "sofort sprechen": Schwarz auf weiß ausgeben mit Umsetzung von Espe- ranto-Sonderzeichen und Sprachsteuerzeichen (s. u.). Sofort sprechen, tiefe männliche Stimme. ~ ebenso, tiefe weibliche Stimme. - "Text": Weiß auf blau ausgeben, nicht sprechen. Wenn der Text Espe- ranto-Sonderzeichen enthält, erkennt das Programm dies und setzt sie um (oder andere internationale Zeichen; siehe Sprachsteuerzeichen). Andere Sprachsteuerzeichen machen hier natürlich keinen Sinn und werden deshalb auch nicht bearbeitet. . "warten": Der Computer wartet auf Freigabe. Danach wird der String, in dem das bisher Gesprochene gespeichert ist, gelöscht. & "Vokabelmodus": die ersten 15 Zeichen wie "^", Rest wie "-" (in die- sem Teil keine Umsetzung von Esperanto-Sonderzeichen). # "gemischte Ausgabe": Die Zeichen bis zum nächsten # werden wie bei "-" ausgegeben, danach bis zum nächsten # wie bei "^", danach wieder wie bei "-" (im 3. Teil keine Umsetzung von Esperanto-Sonder- zeichen). Abschließend kann noch ein # stehen; Wirkung: Sprachausgabe erst nach Freigabe (wie bei ">"). 0 "Lektion": Wenn hier eine Datei angegeben wird, wird sie geladen, wenn das Ende der aktuellen Datei erreicht ist oder "nächste Lek- tion" aufgerufen wird. Sonst wird bei "nächste Lektion" nach der nächsten 0-Zeile in derselben Datei gesucht. 1 Zusammenfassung (für die Funktion "nächste Zusammenfassung") 2 "Konfiguration": Hier ist eine Konfigurationsdatei anzugeben. Wenn diese Zeile als erste beim Start des Programms gefunden wird, wird die angegebene Konfiguration benutzt. Wenn an dieser Stelle keine solche Zeile steht, nimmt das Programm die Defaultwerte. Wenn sich dort mehrere Zeilen mit der Marke "2" befinden, wird ihr Inhalt für Konfigurationsauswahl zur Verfügung gestellt. In der aktuellen Ver- sion können maximal 6 Konfigurationen definiert werden, ggf. ein- schließlich des CLI-Parameters. An anderen Stellen wird die Zeile ignoriert, auch am Anfang einer nachgeladenen Fortsetzungsdatei. \ Bildschirm löschen ! "nur sprechen": Die Zeile wird unbearbeitet an den SAY-Befehl wei- tergereicht, d.h., es müssen dort Phonemcodes stehen. Es erfolgt keine Ausgabe auf dem Bildschirm. T "Tempo": Stellt die Sprechgeschwindigkeit ein. Default ist 120; je höher der Wert ist, desto schneller wird gesprochen. + Ton einschalten (sofern er vorher ausgeschaltet war) * "Ende": Das Programm wird beendet (oder eine Fortsetzungsdatei wird geladen, wenn eine definiert ist). Die Ende-Marke ist nicht mehr zwingend erforderlich; wenn sie nicht benutzt wird, ist aber unbe- dingt darauf zu achten, daß die letzte Zeile mit einem Zeilenvor- schub abgeschlossen wird. ; "Kommentar": Die Zeile wird ignoriert. Das trifft auch für Zeilen zu, die mit irgendeinem anderen Zeichen beginnen; in späteren Versionen können diese Zeichen jedoch eine Bedeutung erlangen. Die Konfigurations- und Fortsetzungsdateien werden an folgender Stelle gesucht: - Wenn ein absoluter Pfad angegeben ist, dort. - Wenn ein relativer Pfad angegeben ist (mit : oder / beginnend), wird dieser auf das aktuelle Verzeichnis bezogen. - Wenn kein Pfad angegeben ist, im selben Verzeichnis wie die erste Textdatei. Beim Aufruf von der Workbench ist dies auch das aktuelle Verzeichnis. Escape-Sequenzen für Textattribute werden verstanden: E[0m normal (E = Escape) E[1m fett E[3m kursiv E[4m unterstrichen E[30m - E[33m Vordergrundfarbe 0-3 E[40m - E[43m Hintergrundfarbe 0-3 Da die Umsetzung vom Betriebssystem übernommen wird, behandelt das Programm die Sequenzen wie normale Buchstaben, so daß Esperanto- Zeichen, die später in derselben Zeile stehen, nicht richtig darge- stellt werden. Bem.: x wird wie ng in Ring gesprochen. Darstellung der Sonderzeichen: ¬ (Code 172) + Zeichen gemäß dem Zei- chensatz "Multinational 1" von WordPerfect 5.1. Siehe dazu die Datei "Entwickler-Infos", die mit dem Esperanto-Programm selbst angezeigt wird. Diese Zeichen werden beim Sprechen in ein Zwischenformat umgewandelt. Die Anführungszeichen " (Code 34) und ' (Apostroph, Code 39) dürfen deshalb nicht in Sprechzeilen verwendet werden; sie würden als c+^ bzw. u+Bogen gesprochen. Abhilfemöglichkeiten: 1. ´ (Akut, Code 180) als Anführungszeichen verwenden. Oder: 2. Mit % (siehe Sprachsteuerzeichen) schützen. Sprachsteuerzeichen: Die Sprachsteuerzeichen werden stets vor das betroffene Zeichen ge- setzt. \ ein Zeichen direkt als Phonemcode übernehmen, nicht schreiben. Die Standardbetonung (vorletzte Silbe) wird unterdrückt, wenn sie weiter vorn wäre. Wichtigste Anwendung: 1\ bis 9\ : Betonung des vorhergehenden Vokals 1 bis 9. Wenn ein Phonemcode aus zwei Zeichen besteht, muß hinter beide je ein \ gesetzt werden. $ ein Zeichen nicht schreiben, sondern nur sprechen (unbedingt Groß- buchstaben benutzen!). Bei Anwendung auf einen Vokal wird dieser nicht als Silbe gezählt. * am Wortende: Standardbetonung unterdrücken am Anfang von vollständig hervorgehobenen Zeilen (Marken >,<,^,),(, und ~): Diese Zeile wird nicht ausgegeben, wenn auch die Zeilen ohne Hervorhebung (Marke -) unterdrückt werden (so beim Hördurch- lauf). % nicht sprechen, sondern nur auf dem Bildschirm darstellen. ¬ das nächste Zeichen aus dem Zeichensatz "Multinational 1" von Word- Perfect 5.1 nehmen. Es wird so gut es geht auf dem Bildschirm dar- gestellt. In "Entwickler-Infos" kannst Du Dir das Ergebnis ansehen. Gesprochen wird es nur dann, wenn es ein Esperanto-Buchstabe ist. Die Zeichen mit den Codes 0, 1 und 10 können nicht verwendet werden. 2.6. Bearbeitung der Konfigurationsdateien Ein Doppelklick auf das "Edit"-Icon bewirkt, daß das Esperanto- Programm im Konfigurationseditor-Modus gestartet wird. Als Vorlage verwendet es "Normal-Konf.". Ein Start im CLI erlaubt es, eine andere Vorlage zu benutzen: Gib sie als 2. Parameter an, so wie sonst die zu benutzende Konfiguration. (Für eine dauerhafte Änderung modifiziere die erste Zeile der Datei "Edit" entsprechend.) Das Programm ist weit- gehend selbsterklärend. Zu beachten ist, daß die Fenstergröße "stets maximal" nur beim Aufruf von der Workbench diesen Effekt hat. Wenn Du beim Aufruf vom CLI eine solche Konfiguration verwendest, wird kein Fenster geöffnet. Falls Du die Konfiguration manuell ändern willst oder einfach neugie- rig bist - dies ist der Aufbau: Die erste Zeile enthält, durch Kommas getrennt: - x-Koordinate der linken oberen Fensterecke - y-Koordinate der linken oberen Fensterecke - gewünschte x-Koordinate der rechten unteren Fensterecke - gewünschte y-Koordinate der rechten unteren Fensterecke - Höhe des Zeichensatzes - Höhe der Überzeichen, d. h. Angabe, wie weit die Hilfszeichen bei Buchstaben aus dem "Multinational 1"-Zeichensatz (s. o.) herausragen sollen. Der Wert 3 ist für topaz 8 richtig (sowohl Kick-1.x- als auch Kick-2.x-Stil). Eine falsche Angabe wird zu merkwürdigen Dar- stellungen führen. - Frequenz und Klangfarbe der männlichen Stimmen (die erste wird mit der Zeilenmarke ">" aktiviert, die zweite mit "<") - ebenso für die weiblichen Stimmen (erst ")", dann "(") Wenn die angegebenen Werte für die rechte untere Fensterecke außerhalb des Schirms lägen, wird automatisch der größte zulässige Wert gewählt. Somit kann auch für NTSC-Schirme gefahrlos eine Höhe von 256 angegeben werden. Wenn beim Aufruf vom CLI eine Breite oder Höhe von <0 angegeben wird (also x-rechts < x-links bzw. y-unten < y-oben), wird kein eigenes Fenster geöffnet. Da für eine korrekte Ausgabe ein RAW:-Fenster benö- tigt wird, ist eine solche Angabe nur sinnvoll, wenn eine Ausgabedatei angegeben wird, oder in der Form NEWCLI RAW:x/y/Breite/Höhe/Titel FROM Stapeldatei wobei die Stapeldatei zunächst ein oder mehrere vorbereitende Program- me (z. B. Setfont, Antiborder) aufruft, dann Esp Textdatei Ohne-Fenster-Konfig Beim Aufruf von der Workbench wird in derselben Situation die volle Bildschirmbreite bzw. -höhe für das Fenster genutzt. Es kann nun eine Zeile mit folgenden Angaben folgen: - die Zeichen @1 als Markierung - ein Leerzeichen, wenn die Ausgabe nicht anhalten soll, oder ein be- liebiges anderes Zeichen, wenn sie anhalten soll - ein Leerzeichen, wenn nur Zeilen ausgegeben werden sollen, die zu sprechende Teile enthalten, sonst ein beliebiges anderes Zeichen - entsprechend, ob nur die aktuelle Textdatei benutzt werden soll oder auch Fortsetzungsdateien. - die Steuerzeichenfolge, wenn von hervorgehobenen auf normalen Text gewechselt wird (Möglichkeiten siehe Kap. 2.5.: Escape-Sequenzen). [ wird dabei als Escape+[ interpretiert. Als Ende-Marke dient \ - in gleicher Weise die Steuerzeichenfolge für den umgekehrten Wechsel Falls dann noch etwas in der Zeile steht, wird es als Ausgabedatei interpretiert. Sonst wird auf den Bildschirm ausgegeben. Bei Ausgabe in eine Datei werden Überzeichenzeilen mit Rücklauf (CR) abgeschlos- sen, andere Zeilen mit Zeilenvorschub (LF); die Höhenangaben aus der ersten Konfigurationszeile werden ignoriert. Die nächste Zeile enthält den Fenstertitel, die darauffolgende die Kopfzeile, die stets oben im Fenster steht. Dann folgen 3 Zeilen, die beim Programmstart erscheinen. Die letzte davon enthält in der mitgelieferten Konfiguration den Text "Bitte Re- turn drücken". Daran sollte inhaltlich nichts geändert werden, weil die Zeile auch an anderen Stellen benutzt wird. Alle weiteren Zeilen sind der Hilfetext. 2.7. Neuerungen gegenüber früheren Versionen Version 3.1 gegenüber 3.0: - Möglichkeiten, die Darstellung zu konfigurieren - Definition des Hördurchlaufs als Konfiguration; in diesem Zusammen- hang Änderung, wie der Hördurchlauf beendet wird - Auch gemischte Zeilen (deutsch und Esperanto) erscheinen beim Hör- durchlauf. Der deutsche Teil wird dann durch Farbänderung ausgeblen- det. - Konfigurationswechsel möglich, während das Programm läuft - Umlenkung der Ausgabe in eine Datei möglich - Konfigurations-Editor - Fehler behoben, der durch einen Unterschied zwischen AmigaBASIC und ACE bedingt war: Das Programm reagierte auch auf die Maus, wenn sein Fenster inaktiv war. - besserer Umgang mit negativen Fenstergrößen - einige Nachbesserungen im Text Konfigurationsdateien für V3.0 können weiterhin gelesen werden. Aller- dings stimmt dann der Hilfetext nicht ganz. Version 3.0 gegenüber 2.1: Das Programm wurde mit dem ACE-Compiler übersetzt und ist somit ohne BASIC-Interpreter ablauffähig. Folgende Änderungen waren wegen Ein- schränkungen des Compilers notwendig: - Umstellung des Menüs auf eine per Maus oder Funktionstaste zu bedie- nende Kopfzeile (gefällt mir so sogar besser) - damit zusammenhängend: andere Beendigung des Hör-Durchlaufs - Der Textcursor läßt sich nur an ganzen Zeilen positionieren. Um trotzdem Esperanto-Zeichen einwandfrei darstellen zu können, wird ein leeres Fenster wird nicht von oben vollgeschrieben, sondern der Text läuft von unten hoch (als wenn das Fenster voll wäre). - Die maximale Textbreite ist 76 statt 77 Zeichen (wurde im deutschen Kurstext schon bisher eingehalten). - Die Aufteilung des Textes in mehrere Dateien, die mit Anschlußhin- weisen verkettet sind, ist wieder eine Verbesserung (finde ich), die jedoch durch die langsamen Eingaberoutinen von ACE erzwungen wurde. Nun zu den Verbesserungen, die durch zusätzliche Funktionen von ACE möglich wurden: - Aufruf des Programms als "Default Tool" der Textdatei; Parameter- übergabe im CLI. Hierdurch wurde praktikabel: - die Verwendung desselben Programms für Texte in verschiedenen Sprachen, - die Verwendung des Programms für die Dokumentation, soweit zweck- mäßig (Entwickler-Infos) - die Einstellung von Konfigurationsdaten in einer separaten Datei. - frei wählbarer Fenstertitel - Fenster in voller Bildschirmgröße auf PAL-Schirmen (war bisher nur mit Patch an AmigaBASIC möglich) - Einstellung von Textattributen per Escape-Sequenz Weitere Neuerungen: - * am Ende nicht mehr erforderlich - Einstellung der Sprechgeschwindigkeit durch spezielle Tempo-Zeilen (bisher entschied die Nummer der Startlektion darüber) - ; explizit als Kommentarzeichen reserviert - Fehler bei "nächste Lektion" und "zur Zusammenfassung" beseitigt: Nach der Marke wurde nicht nur am Zeilenanfang gesucht (INPUT statt LINE INPUT) - Leichte Änderungen am Text - Anpassung der Dokumentation Textdateien für ältere Versionen (ab 2.0) lassen sich uneingeschränkt mit dem neuen Programm verwenden, wenn sie die Zeilenlänge von 76 Zei- chen einhalten (oder ein Overscan-Schirm verwendet wird). Umgekehrt lassen sich alle neuen Dateien mit den alten Programmen lesen, wenn sie keine Escape-Sequenzen enthalten. Fortsetzungsdateien und Ge- schwindigkeits-Zeilen werden allerdings ignoriert. Eine Version 2.2, die eventuell in Umlauf gekommen sein könnte, ist die Beta-Version zu 3.0. Version 2.1 gegenüber 2.0: - neuer Text beim Programmstart - kleine Änderungen am Text von Kurs und Dokumentation Version 2.0 gegenüber 1.2: - Erweiterung des Textes um Lektion 4-11; kleine Änderungen am beste- henden Text - Verwendung einer Routine, die pixelweisen Zeilenvorschub ermöglicht. Nun lassen sich Esperanto-Buchstaben (die eine Zeile + 3 Pixel hoch sind) ohne störenden Leerraum ausgeben. - Vier statt zwei Stimmen - Einführung der Sprachsteuerzeichen (bisher existierte nur \, und auch das mit eingeschränkter Funktion). - Abschaffung der Funktionen für getrennte Sprach- und Schreibdaten; sie wurden angesichts der Sprachsteuerzeichen überflüssig. Ihre Sym- bole wurden für die neuen Stimmen verwendet. - Geänderte Darstellung der Esperanto-Zeichen zwecks Einpassung in ein Konzept, das vorläufiger Standard werden könnte bis zur Einführung von 16-Bit-Zeichen. - Die Aussprache des Ausrufezeichens wurde geändert. Sie ist nach mei- nem Geschmack so besser, wenn auch nicht optimal (der SAY-Befehl versteht leider das Zeichen "!" nicht). - Der Bindestrich wird als solcher (und nicht mehr als Gedankenstrich) gesprochen. - Die Funktion "gemischte Ausgabe" bekam das Symbol #, die Funktion "neue Lektion" das Symbol 0. - Neue Menüpunkte: "zur nächsten Zusammenfassung", "Hör-Durchlauf", "Ton aus" - Beifügung der Bilder - Gründliche Überarbeitung der Dokumentation - Abschaffung des Antwortformulars. Es kam eine einzige Rückmeldung. Aber vielleicht schreibst Du mir trotzdem, wie Dir der Kurs gefallen hat ... Version 1.2 gegenüber 1.1: - Änderung der Darstellung der Esperanto-Sonderzeichen - kleine Änderungen am Text - leichte Verbesserung der Sprachausgabe - Einführung der Funktion "gemischte Ausgabe" (siehe 2.3.) Wenn Du weitere Änderungsvorschläge hast, schreib mir! 3. Weitere Dateien 3.1. Die Zeichensätze Esperanto/8 und Esperanto/10 Autoren: Esperanto/8: Ulrich Habel anhand topaz/8 (Kick 2.0) (für Zeichen 0-31: Reinhard Pflüger anhand des in Textomat benutzten DBFont/8) Esperanto/10: Reinhard Pflüger anhand topaz/8 (Kick 1.2) Esperanto-Prop/8: Ulrich Habel anhand topaz/8 (Kick 2.0) Dies sind drei Zeichensätze, die auch die Esperanto-Buchstaben ent- halten. Einige mathematische u. ä. Zeichen mußten dafür weichen. Gewählt habe ich vorzugsweise solche Zeichen, die auch auf anderen Computern existieren. So können Texte mit herkömmlichen Konvertie- rungsprogrammen umgesetzt werden, wenn auf diesen anderen Computern das gleiche Verfahren angewendet wird.. Die konkreten Positionen sind in "Entwickler-Infos" zu sehen. Um die Zeichensätze benutzen zu können, müssen sie im FONTS:- Verzeichnis stehen. Entweder werden sie dorthin kopiert, oder das Ver- zeichnis, in dem sie stehen, wird mit "assign" zum FONTS:-Verzeichnis erklärt. (Das Kursusprogramm benutzt ein anderes Verfahren zur Dar- stellung der Esperanto-Zeichen; es verwendet den normalen topaz-8- Zeichensatz). Besonderheit von Esperanto/8: Diese Schrift ist Textomat- / Becker- text-kompatibel. Ich habe damit db_font/8 überschrieben. Besonderheiten von Esperanto/10: Das ist eine Schrift, die mehr Platz macht für Ober- und Unterlängen - endlich kann man das große vom kleinen Ü unterscheiden, das c mit vom c ohne Cedille; eine Schrift, die für jedes Zeichen von 0 bis 255 ein eigenes Symbol hat; eine Schrift, die trotzdem nicht breiter ist als topaz/8. Wenn sie in topaz/10 umbenannt wird (fed, FontFixer oder Ren benut- zen), kann sie auch mit dem Editor Az benutzt werden. Esperanto-Prop/8 ist prinzipiell identisch mit Esperanto/8, aber eine Proportionalschrift. 3.2. Der Tastaturtreiber dem Das ist mein Tastaturtreiber (Deutsch-Esperanto-Mathe). Ob er Euch zusagt, entscheidet selbst. Produziert habe ich ihn mit KeyMapEd. Wichtigste Besonderheiten: dt. Standard dem dt. Standard dem ö ¨-Tottaste Ö ^-Tottaste ä ' Ä [ ü " Ü ] ø (Alt-o) Ö ; (Alt-ö) ¨ æ (Alt-a) Ä ' (Alt-ä) { µ (Alt-u) Ü [ (Alt-ü) } " @ ° (Alt-w) » Die ^-Tottaste liefert für c,g,h,j,s die Esperanto-Zeichen gemäß den unter 2.1. beschriebenen Zeichensätzen. 3.3. Die Bilder Dies sind Icons, die unter WB1.2 entworfen wurden. Benutzer von WB2.0 können sich die Farben mit dem kleinen Programm geeignet einstellen, das mit "Für WB2.0-Benutzer" bezeichnet ist. Es handelt sich dabei um ein "Color Sample" von Preben Nielsen (gefunden auf Fish 483). 4. Über Esperanto - Antworten auf häufig gestellte Fragen 4.1. Was ist Esperanto? Der polnisch-jüdische Arzt Dr. Ludwig Zamenhof entwickelte diese Spra- che mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen Menschen mit verschiede- ner Muttersprache zu erleichtern. Er veröffentlichte sie 1887 unter dem Pseudonym "Dr. Esperanto", das bald zur Bezeichnung der Sprache selbst wurde. Der Grundstock des Wortschatzes stammt aus europäischen, vorwiegend romanischen Sprachen. Daraus werden mit etwa 50 Vor- und Nachsilben sowie durch Zusammensetzungen alle anderen Wörter ganz regelmäßig ge- bildet. Die Grammatik kennt keine Ausnahmen. Was überflüssig ist, fällt weg, z.B. das grammatische Geschlecht. Die Rechtschreibung ist noch einfacher: ein Laut entspricht einem Buchstaben und umgekehrt. 4.2. Wieviele Menschen sprechen Esperanto? Das ist sehr schwer zu schätzen, da es nicht als Muttersprache gespro- chen wird und kaum in der Schule gelehrt wird. Es dürften einige Mil- lionen weltweit sein. Relativ stark verbreitet ist es vor allem in Europa, besonders in Polen und Ungarn, aber auch in Brasilien, Japan und China gibt es viele Esperanto-Sprecher. 4.3. Was kann ich mit Esperanto anfangen? - Internationale Begegnungen, Kongresse, Seminare, Feste. Im Laufe des Jahres finden weltweit mehrere Hundert solcher Treffen statt. Es herrscht dort eine ganz besondere Atmosphäre, weil jeder jeden versteht, und weil jeder dabei gleichermaßen einen Schritt auf den anderen zugeht. Einige wichtige sind: - Das IS (internacia seminario - internationales Seminar) der Deut- schen Esperanto-Jugend, jeweils in der Neujahrswoche, mit 300-400 Teilnehmern aus etwa 20 Ländern. - Der UK (universala kongreso - Weltkongreß) des Esperanto-Welt- bundes, jeden Sommer in einem anderen Land, mit mehreren tausend Teilnehmern aus aller Welt. - Der IJK (internacia junulara kongreso - internationaler Jugend- kongreß) der Esperanto-Weltjugend, kurz vor oder nach dem UK, mit mehreren hundert Teilnehmern aus aller Welt. (Laß Dich nicht von der Bezeichnung Seminar bzw. Kongreß ab- schrecken. Das Vergnügen kommt nicht zu kurz, es steht vielmehr im Vordergrund.) Außerdem gibt es mehrere ständige Begegnungsstätten und unzählige regionale Zusammenkünfte. - Briefkontakte - Der Gastgeberdienst "Pasporta Servo" der Esperanto-Weltjugend bietet eine interessante Möglichkeit, auf Auslandsreisen wirklich Land und Leute kennenzulernen: Jedes Jahr erscheint eine Liste mit über 1000 Adressen von Leuten, die gerne Esperanto-sprechende Gäste aufnehmen und kostenlos bei sich übernachten lassen. - Es gibt Tausende von Büchern - teils Übersetzungen, teils original. Alle Bereiche der Literatur sind vertreten: von der Bibel bis zu Comics; von Lyrik bis zu wissenschaftlichen Aufsätzen. Regelmäßig erscheinen Zeitschriften. Auch Musik gibt es, sei es auf Konzerten, als Noten, LP, MC oder CD. - Radio hören. Radio Polen sendet täglich um 15.30 und 22.30 ME(S)Z eine knappe halbe Stunde lang auf Esperanto (Mittelwelle: 1503 kHz; Kurzwelle: 6095, 6135, 7285 kHz; am besten ist der Empfang meist um 22.30 auf MW). Auch Peking sendet täglich, 1-2mal wöchentlich sind der Vatikan, Rom, Wien u.a. dabei. Die Leute von Radio Österreich sprechen beson- ders langsam und deutlich (sonntags 14.05-14.30 MEZ, 6155 kHz). Übrigens: Dreimal jährlich erscheint die Zeitschrift "Komputila Rondo" (Computer-Runde). Der Schwerpunkt des Inhalts liegt beim Thema "Espe- ranto auf dem Computer", aber auch andere Computer-Themen von breitem Interesse werden behandelt. Zusammen mit der dritten Ausgabe wird eine Adressenliste zugesandt; letztere kann auch einzeln bestellt werden. 4.4. Wo kann ich Esperanto lernen? Was den Einstieg anbelangt, ist hiermit eine Möglichkeit geschaffen. Es gibt natürlich auch andere. Da sie sich auch zur Vertiefung und Fortsetzung eignen, will ich sie hier nennen: - Volkhochschulkurse u.ä. Wenn möglich, ist das wohl die beste Metho- de. - Wochenend-Intensivkurse gibt es fast jede Woche irgendwo in Deutschland; meist mit Übernachtungsmöglichkeit. - Recht lustig ist das Lehrbuch "Tesi, la testudo" ("Tesi, die Schildkröte"). Es ist zwar in erster Linie für Kurse und weniger für das Selbststudium gedacht, nach dem Computerkurs dürfte es aber mö- glich sein, darauf umzusteigen (oder auf ein anderes Lehrbuch, z.B. das "Taschenlehrbuch Esperanto"). Mit einem solchen Buch kommt man schon recht weit. - Falls Du für einen Kurs keine Zeit hast, und es für "jeden Abend ein bißchen" auf Dauer an Selbstdisziplin mangelt, brauchst Du trotzdem nicht Esperanto aufzugeben. "Esperanto für Globetrotter" ist ein Sprachführer, der auch Sprechen über dem üblichen Sprachführer- Niveau ermöglicht, insbesondere weil er eine gut erläuterte (und - Esperanto macht's möglich - komplette) Grammatik beinhaltet. Viele der genannten Bücher kannst Du in Buchhandlungen bekommen. Auf jeden Fall kannst Du sie bei Esperanto-Organisationen bestellen (Adressen siehe unten). Auch viele Stadt- und Universitätsbibliotheken haben Esperanto-Lehrbücher im Bestand. Und wenn Du Dir mit einer dieser Möglichkeiten grundlegende Esperan- to-Kenntnisse angeeignet hast, solltest Du auf keinen Fall versäumen, auf internationale Esperantotreffen zu fahren, um Deinen Wortschatz in der Praxis auszuprobieren und auszubauen! Genauso wie man gutes Französisch am besten in Frankreich lernen kann, lernt man Esperanto am besten auf internationalen Esperanto-Treffen. In der Zeitschrift "GEJ-Gazeto" der Esperanto-Jugend findest Du regelmäßig Informationen über die internationalen Esperanto-Jugendtreffen der nächsten Monate. Keine Angst: Mit etwas Mut findest Du auf einem Esperanto-Jugend- treffen schnell viele Kontakte, und jeder hat Verständnis dafür, wenn Dein Esperanto noch nicht perfekt ist: Schließlich hat praktisch jeder Esperanto einmal wie Du jetzt gelernt und kann sich gut in Deine Situation hineinversetzen - das ist ja gerade ein wesentlicher Unter- schied zwischen Esperanto und einer anderen Fremdsprache! 4.5. An wen kann ich mich wenden? (Bei allen schriftlichen Anfragen bitte RÜCKPORTO BEILEGEN!) Deutsche Esperanto-Jugend e.V. Rheinweg 15 Tel. 0228/23 58 98 D-53113 Bonn Fax 0228/23 27 64 und Unter den Linden 36-38 Tel. 030/203 40-564 D-10117 Berlin Fax 030/203 40-543 Deutscher Esperanto-Bund e.V. Rheinweg 15 Tel. 0228/23 58 98 D-53113 Bonn Fax 0228/23 27 64 Österreichische Esperanto-Jugend P.F. 804 A-8011 Graz Junularo Esperantista Svislanda (Schweizerische Esperanto-Jugend) CP 779 CH-2301 La Chaux-de-Fonds (Dort befindet sich auch ein Esperanto-Kulturzentrum.) Universala Esperanto-Asocio (Esperanto-Weltbund) Nieuwe Binnenweg 176 NL-3015 BJ Rotterdam (Die Weltjugendorganisation TEJO ist unter derselben Adresse zu errei- chen.) Zum Thema Bücher außerdem: Bücherdienst des D.E.B. Manfred Führer Am Stadtpfad 11 D-65760 Eschborn Tel. 06196/461 94 Weiterhin natürlich an mich: Reinhard Pflüger Jakob-Trumpfheller-Str. 6 D-68167 Mannheim Tel. 0621/356 24 Voraussichtlich werde ich 1994 (Februar oder später) nach Frankfurt/M. umziehen. Beim örtlichen Delegierten des Weltbundes kannst Du dann die gültige Adresse erfahren oder Post zur Weiterleitung an ihn senden: Florin Caragea Postfach 55 03 01 D-60402 Frankfurt Tel. 069/58 55 92 5. Mitgliedschaft in der Deutschen Esperanto-Jugend Wenn Du am 1.1. des Beitrittsjahres 16 bis 26 Jahre alt bist, kannst Du Mitglied in Kategorie A werden. Dann erhältst Du 6-mal jährlich die DEJ-Zeitschrift "GEJ-GAZETO" und das europäische Esperanto-Jugend- magazin "KONCIZE". Für bestimmte Veranstaltungen im In- und Ausland bekommst Du Fahrtkostenzuschüsse. Ohne eigenes Einkommen (Schüler, Studenten, Auszubildende, Arbeitslose, Zivil- und Wehrdienstleistende) beträgt der Jahresbeitrag 30 DM, mit eigenem Einkommen 60 DM. Wenn Du am 1.1. des Beitrittsjahres noch jünger als 16 Jahre bist, kannst Du Mitglied in Kategorie B werden. Dann erhältst Du genau wie die A-Mitglieder "GEJ-GAZETO", "KONCIZE" und Fahrtkostenzuschüsse, zahlst aber nur 15 DM Jahresbeitrag. Jugendliche, die die Idee der Verständigung durch die internationale Sprachen Esperanto anerkennen und die Arbeit der DEJ durch ihre Mit- gliedschaft unterstützen wollen, können Mitglied in Kategorie C wer- den. Sie zahlen keinen Beitrag. Die Mitglieder der DEJ sind gleichzeitig Mitglieder im Deutschen Espe- ranto-Bund, in dem sie nach Überschreiten der Altersgrenze Mitglied bleiben können. Ab 16 Jahren haben die A- und B-Mitglieder auch Stimm- recht im Deutschen Esperanto-Bund. Jeder, der die internationale Jugendbewegung mit Esperanto finanziell fördern möchte, kann Förderer in Kategorie D werden. Förderer erhalten die "GEJ-GAZETO" und weitere Informationen über die Arbeit der Deut- schen Esperanto-Jugend. Sie entrichten einen freiwilligen Beitrag von mindestens 30 DM. Er ist - wie auch die Beiträge der Kategorien A und B - steuerlich abzugsfähig. Wer nach dem 1. Juli beitritt, zahlt für das Beitrittsjahr nur den halben Beitrag. Der Austritt aus der Deutschen Esperanto-Jugend ist jederzeit mit Wir- kung zum Jahresende möglich.