#Titel Forum / Leserbriefe / Rainer Appel 28.11. #Logo gadget43:Pinsel/AG.Leserbrief #Font topaz 8 #C21 Sehr geehrte Redaktion, liebe LeserInnen, #C10 Hochverzüglichster Herr A. ! #C21 mir scheint, dass meine Lieblingsrubrik im Gadget - nämlich "Jokes & Storys" - in letzter Zeit etwas stiefmütterlich behandelt wird. #C10 Das ist noch bescheiden formuliert. In Wirklichkeit pfeift sie aus dem letzten Loch. Grund ist übrigens, dass Stephan und ich, die wir diese Rubrik bis dato ja primär betreut haben, zuletzt einfach nicht mehr die Zeit gefunden haben, das Inter- und das Usenet nach interessanten Geschichten zu durchforsten, die Fundstücke zu lesen und zu bewerten und von den jeweiligen Verfassern die Veröffentlichungserlaubnis einzuholen. Diese "Arbeit" macht zwar viel Spaß, weil man ja sehr viele zumeist wenigstens interessante Geschichten zu lesen bekommt, kostet aber schlichtweg auch einiges an Zeit. Falls sich also ein anderer Leser berufen fühlt, dieser ehrvollen Aufgabe nachzugehen, sei er herzlich dazu eingeladen. (Dies gilt selbstverständlich auch für Leserinnen ;)) #C21 Diesen Umstand möchte ich mir nun zunutze machen und hiermit zwei eigene Texte zur Veröffentlichung anbieten. Da ich annehme, dass die strengen Kriterien bei der Auswahl der Beiträge für "Jokes & Storys" aufgrund des Niedergangs dieser Rubrik etwas gelockert wurden, hoffe ich darauf, dass meine Texte auch ohne die sonst üblichen "Zuwendungen" an den Herausgeber veröffentlicht werden. #C10 Zu den massiven Vorwürfen unzulässiger Herausgeberfinanzierung möchte ich nun eine Erklärung abgeben: "Ich habe als Herausgeber in meiner Amtszeit die vertrauliche Behandlung bestimmter Sachverhalte wie Sonderzuweisungen an Redakteure und Herausgeber, zum Beispiel als unabweisbare Hilfe bei der Finanzierung ihrer privaten Ausschweifungen, für notwendig erachtet. Eine von den üblichen Konten der Chefredaktion praktizierte getrennte Kontenführung erschien mir deshalb vertretbar. Dabei habe ich stets volles Vertrauen in die Nebelkerze & Raff GmbH gesetzt. Dazu gehört auch, dass für mich in meinem gesamten journalistischen Leben persönliches Vertrauen immer besonders wichtig war und ist, wichtiger als rein formale Überprüfungen. Ich bedauere, wenn die Folge dieses Vorgehens mangelnde Transparenz und Kontrolle sowie möglicherweise Verstöße gegen Bestimmungen des Diskettenmagazinherausgabegesetzes sein sollten. Dies habe ich nicht gewollt, und ich wollte vor allem dem Magazin dienen. Angesichts der gegenwärtig öffentlichen Diskussion gilt es jetzt, auch für mich, vor allem, Schaden von dem Magazin abzuwenden und die Gelder auf sichere Konten in der Schweiz zu transferieren. Dies sage ich nicht zuletzt auch im Blick auf die über 640.000 Leser. Deshalb ist es für mich ein persönliches Anliegen, die journalistische Verantwortung für die hierbei in meiner Amtszeit enstandenen Fehler zu übernehmen. Ich weise nachdrücklich jeden Vorwurf, in welcher Form auch immer er vorgetragen wird, zurück, von mir getroffene Entscheidungen seien nicht käuflich gewesen." Meine Bankverbindung teile ich auf Anfrage gerne mit... =;) #C21 Die beiden Texte tragen die Titel "Jahrtausendwende" und "Sonderverzweiflung". Ersterer ist ein prophetischer Text passend zum voraussichtlichen Erscheinungstermin der nächsten Gadget-Ausgabe. #C10 März 2002 ? #C21 Beim zweiten Text handelt es sich um einen Tatsachenbericht. Das dort Geschilderte habe ich selbst so erlebt. Es ist alles wahr und ich habe nichts dazuerfunden - nun ja, abgesehen von ein paar kleinen Ausschmückungen natürlich. Der Titel "Sonderverzweiflung" wurde übrigens dem sehr lesenswerten Roman "Androiden auf Milchbasis" von Eugen Egner entlehnt. Lesenswert finde ich auch die Texte von Victor Auburtin im Gadget 42. Dies sei hier nicht nur deshalb erwähnt, um dem Wehklagen von Hajo Stengert, dass niemand diese Texte zu würdigen weiß, ein Ende zu bereiten, sondern auch weil es so ist. Ein Leichenverbrennungsverein - ja, das hat was. Auch sehr komisch finde ich das Katzenpaar von dem plötzlich das ganze Haus weiß, dass die beiden ein Verhältnis haben. Das kommt an dieser Stelle schön überraschend und man muss lachen. Da kann man dem Herrn Auburtin dann auch ausnahmsweise verzeihen, dass er dem verlorenen Paradies nachweint. Das Paradies ist nämlich futsch! Und davon, dass man ihm nachweint kommt es auch nicht wieder - eher im Gegenteil. So, jetzt muss ich aber zum Ende kommen. Man soll sich ja in Leserbriefen kurz fassen. So erhöht man die Chance, dass der Leserbrief veröffentlicht wird. #C10 Eine Regel, die mit Sicherheit nicht im immer verzweifelnd nach Text suchenden "Gadget" gilt.... ;) #C21 Wünsche allen ein gutes neues Jahrtausend, #C10 Dir sei gleiches gewünscht ! #C21 Rainer A., Inning am A.