#Titel Politik / Tierschutz / Naht das Ende für... #Logo gadget37:Pinsel/AG.Politik #Font Losse 16 #C31 Naht das Ende für Legebatterien? #Font topaz 8 #C10 Bundesverfassungsgericht entscheidet: Sind Legebatterien verfassungswidrig? EU-Kommision schlägt Änderung der Legehennen-Richtlinie vor #C21 Schummriges Licht leuchtet in der dämpfig-schwülen Luft, die erfüllt ist vom hektischen Gackern aus tausenden Hühnerkehlen, dem Lärm der Krallen, die auf dem nackten Drahtgitter scharren und dem monotonen Surren der Entlüftungseinrichtungen. Endlose Gänge vor und hinter uns. Draußen ist ein heißer Sommertag, aber hier dringt kein Sonnenstrahl herein. Fünfstöckig übereinander gereiht ragen tausende Hühnerköpfe aus winzigen Drahtkäfigen, die Hälse fast nackt. Einige Hühner versuchen, im Gedränge ihre Flügel zu lüften, um ihre Körper zu kühlen - vergeblich. "Leicht erhöhte Ausfallraten durch Hitzestress" werden die Betreiber registrieren. Wir hingegen fragen uns beim Verlassen dieser Legebatterie, wie lange es noch dauern wird, bis derartige Bilder der Vergangenheit angehören..... #C12 Verfassungsgerichtshof entscheidet über Legebatterien #C21 Bereits 1990 hat das Land Nordrhein-Westfalen Klage gegen die sog. Deutsche Legehennen-Verordnung erhoben. In dieser Verordnung wird einem Huhn eine Fläche von 450 cm² "Lebensraum" zugestanden (das heißt auf der Fläche einer Doppelseite von Mensch & Tier leben drei Hennen) [eine Seite ist DIN A4 Format, Anm. v. U.Z.] In §2 des Deutschen Tierschutzgesetzes, welches dieser Verordnung übergeordnet ist, heißt es aber, Tierhalter müßten ihre Pfleglinge "verhaltensgerecht unterbringen". In Legebatterien werden dagegen grundlegende Verhaltensweisen der Tiere wie Gehen, Flügelstrecken, Flügellüften, Scharren, Sandbaden, ja sogar das ungestörte Ruhen unterdrückt. Rückzugsmöglichkeiten vor ranghöheren Tieren oder Nester zur ungestörten Eiablage fehlen gänzlich. Legebatterien erfüllen also die Forderung des Tierschutzgesetzes nach "verhaltensgerechter Unterbringung" in keinster Weise. Die Legehennen-Verordnung ist offensichtlich verfassungswidrig. Bleibt zu hoffen, daß dies die Karlsruher Richter genauso sehen wie die überwältigende Mehrheit der Deutschen. Die Entscheidung dürfte im Laufe dieses Sommers fallen. Das Tierhilfswerk plant bereits einige Aktionen, um deutschlandweit auf diese wichtige Entscheidung aufmerksam zu machen. #C12 EU-Staaten beraten über Gesetzesänderung #C21 Noch in diesem Jahr könnte auch europaweit eine Entscheidung über das Schicksal der europäischen Legehennen fallen. Anfang dieses Jahres legte die EU-Kommission einen Entwurf für eine neue Legehennen-Richtlinie vor, in der eine Vergrößerung der Käfige vorgeschlagen wird. Statt 450 cm² sollen einem Huhn 800 cm² zur Verfügung stehen, zudem sollen die Käfige mit Sitzstangen, Sandbad und Nestern angereichert werden. Dies soll aber für bestehend Anlagen erst 2009 in Kraft treten, für einige Länder sind zudem weitere Abstriche (Käfige ohne Nester und Sandbad) vorgesehen. Von einem Verbot für Legebatterien ist in dem Entwurf leider keine Rede. Positiv ist aber der Vorschlag, in Zukunft Eier aus Legebatterien kennzeichnen zu müssen. Während die nördlichen EU-Staaten für den Ausstieg aus der Käfighaltung bzw. für deutliche Vergrößerungen der Käfige plädieren, zeigen die "Südstaaten" der EU im Moment noch wenig Einsicht, den Legehennen ein tierwürdiges Dasein zuzugestehen. Das Tierhilfswerk hat sich daher einer EU-weiten Tierschutzkampagne zur Abschaffung der Legebatterien angeschlossen. #C12 Eierbarone planen weitere Hühnerfabriken #C21 Während europaweit also über die Zukunft der Legehennenhaltung diskutiert wird, planen deutsche Eierindustrielle eine Tierfabrik der Superlative. Nach Neubukow, wo die "Mecklenburger Frischei AG" eine Legebatterie für 800.000 Hühner bauen will, droht nun in Hinterweidenthal (Rheinland-Pfalz) sogar eine Hühnerfabrik für 1,25 Millionen Tiere. Investor ist der Agroindustielle Egon Ehlenberger. Gegen beide Projekte laufen seit einiger Zeit deutschlandweite Protestaktionen. nur massiver Widerstand kann beide Projekte verhindern. Speziell in Hinterweidenthal sollten Sie einigen Hinterweltlern noch viele Briefe zum Nachdenken schicken! #C10 Artikel entnommen aus Mensch&Tier 2/98 vom DTHW e.V. #Seitenende #C21 Hier noch die Adresse aus Hinterweidenthal an die man den in eigene Worte gefassten Protest schicken sollte: #C10 #Y-10 Verbandsgemeinde Hauenstein Herrn Bürgermeister Raber 76846 Hauenstein #C21 oder #C10 #Y-10 FAX 06392-915160 #C21 oder man schickt einen Brief mit folgendem Text an den #C10 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Jochen Borchert Rochusstr.1 53123 Bonn #C10 TEXT: #C31 DAS VERBOT FÜR LEGEBATTERIEN IST ÜBERFÄLLIG! #C21 Das Deutsche Tierschutzgesetz schreibt in §2(1) die verhaltensgerechte Unterbringung von Tieren vor. Die Deutsche Legehennen-Verordnung, die diesem Gesetz untersteht, gesteht einem Huhn gerade 3/4 einer A4-Seite "Lebensraum" auf nacktem Drahtgitter zu. Grundlegende Verhaltensweisen, wie Gehen, Flügelstrecken, Flügellüften, Scharren, Sandbaden, ja sogar ungestörtes Ruhen werden in Legebatterien unterdrückt, Rückzugsmöglichkeiten vor ranghöheren Tieren oder Nester zur ungestörten Eiablage fehlen gänzlich. Stellvertretend für eine überwältigende Mehrheit der Deutschen fordern wir ein Verbot der Haltung von Hühnern in Legebatterien, da diese eindeutig gegen das Deutsche Tierschutzgesetz verstößt. #C10 --------------------------------------------------------------------------- Name --------------------------------------------------------------------------- --------------------------------------------------------------------------- Anschrift --------------------------------------------------------------------------- Unterschrift #Seitenende #Y+100 Uwe Zemke