#Titel Tests / Software / DigiBooster Professional
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#Font topaz 8
#Y+40
#C10
Im Test:

#Font Losse 16
#C31
DigiBooster Professional, APC&TCP
#Font topaz 8

Endlich ein WIRKLICH funktioneller Tracker für den Amiga?
#Seitenende
#C21
#Y+20
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#Y-140
#C12
      Systemvoraussetzungen


#C10
  a) Hardware:
     - Prozessor Motorola 68020
     - Kickstart 2.0

  b) Systemprogramme:
     - ahi.device V4
     - asl.library
     - iffparse.library
     - reqtools.library
#Seitenende
#C21
 Es tut sich wieder etwas in der Amiga-Trackerszene. Die berüchtigte
Softwareschmiede APC&TCP trägt ihren Teil mit DigiBooster Professional, den
man für ungefähr hundert Mark erwerben kann (natürlich steckt die Diskette
in einer CD-Hülle), dazu bei.
 Und was das zu hundert Prozent in Assembler gecodete Programm nicht alles
kann: bis zu 128 Channels, verschiedene DSP Hall- und Echoeffekte in Echtzeit,
Im- und Export fast aller noch so exotischen Formate, vor allem aber von
MP3-Files, die in letzter Zeit vor allem im Internet als Format zum Austausch
von raubkopierten Tracks diverser Compact Disks dienen.

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#C10
Testsystem:
Amiga 500 mit 68020er und CoPro, OS 3.0, 6 MB RAM und anderen Spielereien.
#C21
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 Legt man die Diskette ein und öffnet sie, so wird man mit drei verschiedenen
Installationsprogrammen konfrontiert. Eins für das Hauptprogramm, eins für
AHI und eins für die Zeichensätze.
 Die Installation des Hauptprogrammes verläuft, wenn auch das
Installationsprogramm sich nicht unbedingt an die StyleGuide-Richtlinien
hält und die Installation wegen des Kopierschutzes von der Originaldiskette
erfolgen muss, ohne Zwischenfälle. Auch die Fonts machen keine Probleme.
Der AHI-Skript will nicht mit meiner Version des Installers laufen, bleibt
mir also nichts anderes übrig, als die ganzen benötigten Systemprogramme per
Hand zu installieren (für den verzweifelten Mituser, bei dem es auch nicht
läuft: die Programme befinden sich im Verzeichnis "User"). Neustart.
 Der erste Versuch, DigiBooster zu starten, schlägt fehl. AHI verlangt den
Treiber für irgendeine bei mir nicht vorhandene Soundkarte. AHIs
Preferences laufen natürlich nur entweder mit der neuesten MUI-Version oder
der bgui.library. Mein Retter in der Not: Andreas Neumann schickt mir die
bgui.library per EMail.

 Nachdem alle erforderlichen Voreinstellungen getätigt sind, starte ich
DigiBooster erneut. Endlich kann ich das Programm ohne störende Alertbox in
seiner vollen Pracht bestaunen.
 Sieht aus wie ProTracker. Und siehe da, die meisten von ProTracker her
gewohnten Tastenkombinationen funktionieren, ohne zu murren. Trotz des
ganzen ProTracker Look&Feels, wurde die StyleGuide damals nicht zum Spaß
ausgearbeitet; dass man sie auch in Trackern umsetzen kann, zeigt OctaMed
Soundstudio.
 Als ersten Test möchte ich ein Modul von einer Gadget-Diskette einladen.
Out of memory. Vielleicht ist die Disk defekt. Ich versuche es mit einer
anderen. Out of memory. Empfohlener Arbeitsspeicher laut Verpackung: vier
Megabytes. Ich habe sechs.
 Was ich auch immer in der folgenden Woche versuche zu laden, immer ist
nicht genügend Arbeitsspeicher frei. Schade.

 So nimmt der Test eines vielversprechenden neuen Trackers für den Amiga
ein jähes Ende. Benutzerfreundlichkeit und Kompatibilität haben ihren
Preis. Wer ihn nicht zu zahlen vermag, braucht sich nicht zu wundern, wenn
sich immer mehr Benutzer vom Amiga verabschieden. Um sich eine Win98dose zu
kaufen.

 Wer selbst sein Glück mit dem Programm versuchen möchte, kann es gegen einen
Test im Gadget von mir zugeschickt bekommen.

#C10
-- Hannes Diedrich, Ottsch@gmx.de
