#Titel Forum / Faked Stamps #Logo gadget33:pinsel/AG.Forum #Font Losse 16 #C31 Faked Stamps #Font topaz 8 #C21 Können sich einige von euch noch an die Zeiten erinnern, in denen es noch keine Modems gab, weil die Anschaffung viiiieeeeeel zu teuer war??? Damals war es gang und gebe, Software über die Post hin und her zu schicken, weil es einfach keine andere Möglichkeit gab, an neue Programme heranzukommen. Nun ja, ich war auch einer dieser "Swapper" und habe damals jede Woche knapp 100 Disketten verschickt. Natürlich war das nicht ganz billig jeden Tag einen Brief mit 20 Disketten fertigzumachen und zu verschicken, also ließ man sich etwas einfallen. Die beste Methode waren damals "Faked Stamps". Das lief so ab: man kaufte bei der Post ein paar Briefmarken und klebte sie, wie gewöhnlich, auf den Umschlag. Nun kommt der Clou: Über diese Briefmarken strich man mit einem UHU-Stift und ließ den Klebstoff trocknen. In den Brief an den Empfänger schrieb man dann immer den schönen Satz "Stamps Back". Ok. Wenn dann die Antwort kam, nahm man die zurückgeschickten Briefmarken und legte sie in heißes Wasser. Der UHU löste sich und damit auch der Stempel, der darauf klebte. Schon hatte man eine (fast) neue Briefmarke und konnte sie weiterverwenden. Ich habe diese Methode über ein Jahr angewandt, bis.... Ja, bis eines Tages die Kripo mit einem Hausdurchsuchungsbefehl vor meiner Tür stand. Sie nahmen 12 DM in "Faked Stamps" mit und knapp ein halbes Jahr später hatte ich ein Gerichtsurteil in meinem Briefkasten. Anzeige wegen Betrugs!!!! Ganz toll, 550 DM Geldstrafe oder 10 Tage Ersatzfreiheitsstrafe. Ihr könnt euch vorstellen, wie ich mich gefreut habe. (Ein Glück, daß die Bullen nur nach Briefmarken gesucht haben und dabei nicht auf die Absender der Diskbriefchen geschaut haben.) Ok, was ich damit aber eigentlich sagen will: Laßt die Finger von "Faked Stamps". Ich habe nochmal Glück gehabt, der Richter muß wohl einen guten Tag gehabt haben. Normalerweise geht so ein Verfahren ein wenig teurer aus. Ich habe schon von Fällen gehört, in denen Leute zu 1000 und mehr DMenchen verknackt wurden, nur weil sie beim Swappen ein wenig sparen wollten.