#Titel Form / Leserbriefe / HaJo Stengert 07.09. #Logo gadget32:Pinsel/AG.Leserbrief #Font topaz 8 #C21 HANS-JOACHIM STENGERT * Ehrenmalstr. 15 * 47447 Moers * 07-09-97 Hallo Andreas again, #C10 Hallo HaJo ! #C21 schon wieder 2 Monate seit meinem letzten Schrieb, da ist allerhand passiert. Zum Beispiel ist das Gadget #31 erschienen und erheischt Antwort und Stellungnahme. Hier ist beides (und bis hier war alles eitel Zeilenschinderei, - dabei bekomme ich nichts dafür...) #C10 Jetzt kannst Du in etwa nachvollziehen, wie meine Beiträge entstehen... :O) #C21 Da war Schiller schon konzentrierter: "Zu Dyonys, dem Tyrannen, schlich Damos, den Dolch im Gewande. Ihn schlugen die Häscher in Bande." #C10 Na, ich hätte ihm ja eher in die Fresse geschlagen. Aber andere Zeiten, andere Sitten. (Wow, der hat bestimmt ordentlich weh getan - oder ?) #C21 Damit kommt unsereiner natürlich nicht mit. Aber man könnte ja wenigstens mal versuchen, so kurz und prägnant zu sein. Also: "Hallo Andreas, das mit den Subventionen war wirklich erste Sahne. Aber wer nimmt in Bonn (neue Hauptstadt ist Berlin) überhaupt davon Notiz? Keiner." #C10 Vielleicht wird schon Notiz von diesen Zusammenhängen genommen. Nur geht es dabei aber um die Streichung von Vergünstigungen. Und das ist natürlich ein nicht sonderlich populäres Projekt - da überläßt man das Feld doch lieber den anderen. Und die denken nicht anders... #C21 (In Berlin auch keiner.) Stimme voll mit dir überein, es sollte mehr auf unsere oft provoka- tiven Beiträge geantwortet werden. Wer nimmt DAVON Notiz? Naja, Sven Drieling bemüht sich. #C10 Auch diesmal wieder. #C21 Hallo, Sven! Das Thema Kuren ist - wie die ganze Gesundheitsreform (die keine ist) ein unendliches Thema. Weil dem so ist, versuche ich mal wieder, alles von einer übergeordneten Warte zu betrachten, und dabei ergibt sich folgendes Bild: Wir leben offensichtlich in einem Zeitabschnitt, wo es die Technik erlaubt, mit immer weniger Menschen als Arbeitskräften auszukommen. Da aber sowohl Steuern als auch Sozialbeiträge hauptsächlich von arbeitenden Menschen aufgebracht werden, ergibt sich hieraus eine Negativ-Spirale: immer weniger Geld im Steuersäckel und in den Sozialkassen, darum vermehrter Zwang zum Sparen. Wo wohl? Bei den Arbeitskräften. Und dann wieder von vorn. Also, wir brauchen uns gar nicht mehr um die einzelnen Teil-Themen zu kümmern, alles läßt sich unter dem gemeinsamen Gesichtspunkt sehen: zu viele Menschen für das bißchen Arbeit. Und zur verhinderten Versenkung der Brent-Spar fällt mir als mathematisch Vorbelastetem nur ein, daß wahrscheinlich der Atlantik so groß ist und solche Unmengen von Wasser enthält, daß selbst 500 Bohrinseln, wenn man sie alle bei 4.000 m Wassertiefe versenkt, dem ökologischen System da unten keinen wesentlichen Schaden zufügen können (könnten! Denn jetzt traut sich ja keiner mehr.). Mein lieber Andreas, #C10 Kenne ich nicht. Wer soll das sein ? #C21 wie finde ich denn das? "Nix da." Das war kurz und prägnant und kein Wunder, nachdem Dein einer Deutschlehrer Dir zuerst Schillers Dialekt als Negativpunkt beigebracht hat. Sowas merken sich die Pennäler am ehesten! Natürlich achte ich Deinen persönlichen Standpunkt dazu. Aber wenn ich an Kinder (auch größere) und Ausländer mit Sprachschwierigkeiten denke, dann sehe ich da doch einen ziemlichen Nutzen. Man muß ihn nur nutzen. Aber wie immer nimmt kein Schwein dazu Stellung, außer Dir, und Du bist ja keins, sondern ein Wurzelsepp. #C10 Ja, das ist bedauerlich. Daß ich kein Schwein bin, meine ich. Ansonsten bin ich nach wie vor der Überzeugung, daß man keinen Goethe oder Schiller zum Erlernen der deutschen Sprache braucht. Die regelmäßige Lektüre einer Tageszeitung dürfte ebenfalls Wunder wirken. #C21 Naja, mein bester Tag ist heute bestimmt nicht. Gestern erst die Trauerfeier für Lady Di, und Mutter Theresa ist auch gestorben. #C10 Bemerkenswert, wie die Öffentlichkeit hier die Prioritäten gesetzt hat. Sehr lesenswert fand ich in dem Zusammenhang auch den SPIEGEL-Titel (Ausgabe 37/97) zum Thema und die daraufhin beim Hamburger Nachrichtenmagazin eingegangenen (und in der übernächsten Ausgabe abgedruckten) Leserbriefe. Zwei Beispiele: "Menschen, die ihrem Chef nicht gönnen, daß er 1000 oder 2000 Mark mehr verdient als sie selbst, und die bei jeder Diätenerhöhung im Bundestag von schreiender sozialer Ungerechtigkeit sprechen, entdecken plötzlich ihr Herz für millionenschwere Blaublütige, gegenüber denen selbst ein deutscher Minister ein armer Schlucker ist." -- B. Katzschner "Eifrig wird nach Sündenböcken gesucht. Niemand von den Verantwortlichen wagt es, das Offensichtliche auszusprechen: An dem Unfall hat niemand schuld außer den Insassen selber. Die Reporter oder jemand anderen zu beschuldigen ist infam. Bei einem volltrunkenen Fahrer und einer wahnwitzigen Geschwindigkeit mitten in einer Großstadt muß man nur eins und eins zusammenzählen. Wo Milliarden trauern, fröstelt es mich." -- Jutta Ahrens Laut "Fischer Weltalmanach" starben übrigens z.B. 1994 allein in Deutschland an jedem Tag 26 Menschen im Straßenverkehr. Vielleicht sollte man auch einmal ihrer gedenken. Aber wie so oft wird das Leid vieler von der Öffentlichkeit viel eher akzeptiert als das einiger weniger exponierter Persönlichkeiten. #C21 Aber richtig getroffen hat mich der Tod von Sir Georg Solti. Den habe ich sehr geschätzt und schätze ihn noch. Zum Glück habe ich mir schon vorher zu Weihnachten seine 'Sonic Stage'-Aufnahme von Wagners "Walküre" gewünscht mit Birgit Nilsson und Wolfgang Windgassen. Dann haben wir dies als bleibendes Vermächtnis von ihm. Ansonsten habe ich mir gedacht, wenn sowieso die Reaktion auf noch so provokative Thesen gegen Null tendiert, kann ich mir die Arbeit sparen und beschränke mich auf das, was mir als Leserbrief so einfällt. Vielleicht fällt mir ja genug ein... #C10 Holla. Das ist natürlich aus Herausgebersicht nicht so erfreulich. Aber ich kann es - zum Teil - verstehen. #C21 Zum Beispiel zum Vergleich von Canon-Studio und Turbo-Print-Manager: mit Canon kann ich auf 'unserem' Drucker 720 X 720 dpi drucken, mit PM nicht. #C10 Warum denn das nicht ? Das funktioniert bei mir ganz tadellos. Ich mache es zwar nicht, weil ich kein geeignetes Papier habe und das normale die viele Tinte nicht sonderlich gut verkraftet, aber es funktioniert... (Zumindest leuchtet die 720dpi-Lampe auf.) #C21 Allerdings dauert eine Seite eine halbe Stunde, und einen Unterschied sieht man auch nicht gegenüber 360 x 360 dpi. So spielt eben das Leben. #C10 :O) Dafür sind die Tinten-Patronen schneller leer. #C21 Ach ja, der Propaganda-Minister! Darüber möchte ich noch etwas schreiben, hebe es mir aber schlauerweise bis zum nächsten Gadget auf. #C10 Ganz schön clever ! (Der Herausgeber in mir blickt auf den freien Diskettenplatz und stößt schrille Heullaute aus.) #C21 Und dann hoffe ich, daß jemand sich das neue pOS PreRelease bei Ossowski bestellt hat und darüber bei Dir berichtet. Ich war bisher zu geizig dazu, möchte aber trotzdem mal wissen, was da so dran ist. #C10 Tja. Pech gehabt. Wenn es so jemanden gibt, hat er sich den Bericht wohl ebenfalls bis zum nächsten Gadget aufgehoben... :^) In "de.comp.sys.amiga.misc" tendiert die gängige Ansicht zum Thema p-OS dazu, es als verhältnismäßig AmigaOS-mäßig zu loben, andererseits das nach wie vor bestehende Fehlen praktisch jeglicher Software von dritter Seite für p-OS zu kritisieren. Man ist daher im Usenet, wenn ich das richtig sehe, eher zurückhaltend, was proDADs Betriebssystem angeht. Zumal man echte Neuerungen - wie z.B. Speicherschutz - vermißt. #C21 Und schließlich - heute ist schon der 20. 9., die Deadline naht! - möchte ich meine Hochachtung aussprechen über die Beschreibung des Beischlafs in der Schwerelosigkeit ( g Null). Das haben wir uns doch alle schon mal gefragt, wie sowas vonstatten gehen könnte, und nun wissen wir's. Wir danken unserem Gadget... #C10 ... und Florian Schiel :O) Und natürlich Dir für den Leserbrief ! #C21 Also, dann mach mal schön! #C10 Was stimmt denn auf einmal mit meiner Verdauung nicht mehr.... ;) ???? #C21 Grüezi! Hajo