#Titel Forum / Towerumbau Amiga 3000 #Logo gadget29:Pinsel/AG.Forum #Font Losse 16 #C31 Towerumbau Amiga 3000 #Font topaz 8 #C21 Platzmangel war das Problem, ich wollte ein CD-Rom Laufwerk einbauen, aber der A3000 hat ja nur drei 3 1/2" Schächte. Ein zusätzliches SCSI Gehäuse wollte ich meinem Schreibtisch nicht antun, also, ein Tower muß her! Da ich letztes Jahr meinen A3000 mit dem digitalem Schnittsystem, Vlab-Motion, Toccata, der Grafikkarte Retina und zusätzlich zwei neuen Festplatten aufgerüstet habe, war natürlich meine Computerkasse unter null. Da aber die Amiga Tower-Umbausätz (schweine-)teuer sind und mich auch nicht gerade überzeugen, kam ich zu dem Entschluß, mir meinen A3000 in einen Standard IBM-PC einzubauen. In einem Colani-Designer-Big-Tower den Vobis vertrieben hatte, fand ich für meinen Amiga ein neues Zuhause. Zuerst einmal habe ich den Tower komplett gestrippt, alles was nicht festgeschweißt war, wurde weggeschraubt, so daß nur noch der Stahlrahmen übriggeblieben war. Jetzt ist natürlich die Frage: Wie baue ich das Motherboard überhaupt ein ? Da das Amiga-Motherbord sowieso zu groß für das Tower-Halteblech ist, habe ich es auch gar nicht versucht irgendwie anzupassen. Sondern mit Hilfe von Bohrmaschine, Stichsäge, Winkelschleifer und Blechschere habe ich aus dem Towerrahmen in der Höhe soviel Blech herausgeschnitten, wie mein Amiga breit ist. Bei meinem A3000 habe ich lediglich die Laufwerke mit Halteblech und die Zorro Karten ausgebaut, so daß nur noch das Motherboard, Daugterboard und Unterrahmen mit Rückseite zusammen waren. Nun habe ich das überflüssige Blech ringsum weggeschnitten, sozusagen dem Tower-Loch angepaßt. Zwei beim Eisenwarenhändler gekaufte Scharniere auf der linken Seite am A3000 angeschraut, die wiederum am Boden, direkt hinter der vorderen rechten Strebe des Towers angeschraut, so daß man das Motherbord samt original Boden und Rückseite aus dem Tower nach rechts ausklappen kann. Für Maus, Joystick und Tastatur habe ich auf der Rückseite neue Ports angebracht. Das 200 Watt-Netzteil, das beim Tower mit dabei war, hat ein Freund und Amiga-"Fachmann" von mir angepaßt. Allerdings funktioniert mein Flickerfixer bei Grafikanwendungen nicht mehr, da das Netzteil keine 50Hz liefert, das ist mir allerdings ganz egal, weil ich sowieso mit Grafikkarte arbeite und da funktioniert alles tadellos. Zu guter Schluß habe ich noch die Festplatten, Floppy und das heißersehnte CD-Rom-Laufwerk eingebaut und fertig war mein Amiga3000T . Abschließend hört sich vielleicht alles ein bißchen einfach an, aber es war zeitweise schon echt Arbeit und Schweiß (mind. ein 1 Liter) dabei, überhaupt die beiden funktionsfähigen Gehäuse zerstückeln, und auch das Hoffen, daß alles auch so wieder funktioniert, wie man es sich auch vorgestellt hat. Ein paar kleine Probleme waren natürlich auch dabei, z.B. mußte der originale Hauptschalter gewechselt werden, da er zu tief nach hinten baute und das Motherboard nicht zuklappen wollte. Auch hatte ich beim Mausportkabel gemurkst und ein Kurzschluß eingebaut, so daß eine 4A Sicherung durchgebrannt war. Auf jeden Fall läuft mein Rechner jetzt problemlos einwandfrei, das Towergehäuse ist immer noch ziemlich stabil, obwohl er ja nur noch auf drei Streben steht und das Zwischenhalteblech zum großen Teil ausgeschnitten wurde, um auch eine optionelle Turbokarte einbauen zu können. Der Umbau in Zahlen: Der Tower incl. 200 Watt-Netzteil mit leisem Lüfter und Schnellwechselrahmen für AT-HDs DM 129.- zuzüglich Kleinteilen z.B. Stecker, Kabel, lange AT- und SCSI-Kabel usw. ca DM 50.-. #C31 Jürgen Ehlert