@TI "Wenig Software?" @OF 1 43 Basel.font @OF 2 16 losse.font @SH y @CO 1 2 @SF 1 Wenig Software? @SF 0 @CO 2 1 Überall, wo man hinkommt, jammert jeder, es gäbe nicht genug Software für den Amiga. Es stimmt vielleicht, daß es wenig Spiele gibt, aber das ist eigentlich auch alles, denn Anwender-Software insgesamt gibt es eigentlich mehr als genug. Damit ist mit Sicherheit nicht ein PD-Programm gemeint, sondern nur echt gute Software. Das es nicht so schlecht mit der Software für den Amiga im Vergleich zu anderen Platformen aussieht, möchte ich hier mal beweisen. Fangen wir also an, am besten mit Brenner Software, denn da sind in letzter Zeit sehr viele Neuheiten dazu gekommen. Folgende CD-Brenner Software gibt es bisher: Master Iso, CD-Creator, CD-Designer, BurnIT und MakeCD. Ich kann nur hoffen, daß ich hier nichts vergessen habe. Ihr seht also fünf wirklich sehr gute Programme, welche fast alle Brenner die es gibt, problemlos unterstützen. Die Preise sind auch noch sehr human. Mehr Brenner Software braucht wirklich kein Mensch, aber wenn noch was kommt, dann soll uns das recht sein. Jetzt sehen wir uns einmal die Raytracer Welt an. Da haben wir erstmal Lightwave, das trotz aller Gerüchte angeblich weiterentwickelt wird, aber hier weiß man noch nichts Genaueres. Gleich nach Lightwave folgt schon Cinema4D, das inzwischen zu den besten Tracern in der Amiga und PC Welt gehört, auch hier hat uns Maxon zumindest gesagt, daß Cinema4D weiter auch für PPC entwickelt wird, wenn die PPC Karten endlich erscheinen. Der Amiga in jetziger Form ist angeblich für viele Funktionen einfach zu langsam, sodaß die Entwicklung dafür sehr schwierig wäre. Neben Cinema4D gehört auch Reflections noch zu der oberen Liga und die neueste Version bietet genug tolle Funktionen und Effekte, um wirklich eindrucksvolle Szenen kreieren zu können, eine PPC Version ist schon angeblich fast fertig. Auch der wohl von vielen sehr beliebte Imagine Raytracer wird weiter entwickelt, und sogar die Oberfläche ist jetzt systemkonform geworden, eine PPC Version wird auch erscheinen. Nach langer Pause wird auch wieder eine neue Version von Alladin erscheinen, welche sogar den Videotoaster von NewTek unterstützen soll, und die Oberfläche soll auch inzwischen systemkonform sein. Der Raytracer hat in der neuen Version sehr viele neue Funktionen dazubekommen, die wirklich beeindrucksvoll sind. Doch wer glaubt, daß wir schon hier mit den Tracern am Ende sind, der täuscht sich gewaltig, schließlich haben wir noch Real3D, daß zwar nicht mehr weiterentwickelt wird, zumindest hörte man nichts Neues darüber, der aber immer noch zu den Profi Raytracern zählt, und interessante PlugIns kommen schließlich von Drittanbietern. Doch auch das war nicht der Letzte, denn ein neuer Raytracer wurde bereits von Haage&Partner angekündigt, und erste Screenshoots waren auch schon sehr beeindruckend. Mit dem Namen Tornado3D soll sich das Programm zwischen den Grenzen von Lightwave und Cinema4D bewegen. Das sind sieben professionelle Raytracer insgesamt, kaum ein anderes System bietet soviele Raytracer, die auch das alles beherrschen, was die Amiga Programme können, doch was sie noch von den anderen unterscheidet, ist der Preis, der hier oft unter 400 DM liegt. Als nächstes schauen wir uns die Textverarbeitungsprogramme an, hier muß ich leider gestehen, daß es ein bißchen schlechter ausschaut, denn wir haben nur zwei Programme, welche auch ständig weiterentwickelt werden. Zu einem ist da Wordworth, daß sehr Vieles bietet, aber noch an Programme wie Word (PC) nicht herankommt. Das zweite Programm ist da schon näher dran und heißt Final Writer, sehr komplex. Manche bezeichnen das Programm schon als ein DTP Programm. Beide Programme sind wirklich leistungsstark und bieten alle wichtige Funktionen, die man zum professionellen Briefe schreiben oder Gestaltung eines Informationsblattes braucht. Es ist also nicht so, daß wir jetzt traurig auf die andere Welt blicken müssen, außerdem soll auch irgendwann das Programm EasyWriter von Haag&Partner kommen. Angeblich soll EasyWriter alles das bieten, was auch Word zu bieten hat, zumindest sah man der Oberfläche schon an, welches Programm als Beispiel für die Entwicklung genommen wurde. Wir werden sehen, was dann daraus wird, also abwarten. Jetzt kommen wir zu den Mal- und Bildbearbeitungs-Programmen. Als ein echter Renner erwies sich das Programm ArtEffect, was auch nicht weiter verwunderlich ist, da man sich hier bei der Entwicklung voll am Photoshop orientierte. Man muß auch zugeben, daß dieses Vorgehen wirklich gelungen ist, und vor allem die neuen PlugIns Effekte sollen für Aufsehen sorgen. Dazu zählen die schon bei Photoshop längst bekannten Lichteffekte. Für den Amiga gab es bisher nur ein Programm, welches in der Lage war, nachträglich noch LensFlares und Sonstiges in das Bild einzubauen, und das ist ImageFX. Von ImageFX soll auch bald wieder eine neue Version erscheinen, und das kann auch nur Gutes bedeuten. Natürlich waren das noch nicht alle Programme, denn noch haben wir Photogenics, welches vielleicht nicht mehr weiterentwickelt wird, bisher ist aber noch nichts bekannt. Das sind sozusagen die besten Bildbearbeitungsprogramme, die es für den Amiga so gibt. Natürlich haben wir noch paar andere, die auch noch sehr viele interessante Funktionen bieten, aber diese werden entweder nicht mehr weiterentwickelt oder sind nur auf Shareware-Basis zu bekommen. Bei den Pixelpaint Programmen sieht die Situation zwar nicht so schlecht aus, da an PersonalPaint weiter gearbeitet wird, aber ansonsten haben wir da kein echtes Malprogramm, welches noch weiter entwickelt wird. Doch das heißt nicht, daß wir keine anderen Programme dieser Art haben. Da ist z.B. noch DeluxePaintV, welches noch heute in manchen Aufgaben PPaint um Vieles überlegen ist. Programme wie Brillance, XPaint gibt es auch noch, sie bieten natürlich auch tolle Funktionen für das Erstellen von sagenhaften Bildern. Es gibt auch wirklich Software-Firmen, die mit diesen Programmen noch Bilder für PC Spiele produzieren, denn die PC Welt hat zwar genug Bildbearbeitungsprogramme, aber PixelPaint-Programme wie DeluxePaintV oder PPaint fehlen denen noch, und echte handgezeichnete Bilder lassen sich wirklich nur mit diesen Programmen am besten realisieren. Die Grafik- und Textwelt haben wir schon fast abgedeckt, man sollte hier wohl noch die beiden besten Texteditioren erwähnen. Da haben wir erstmal GoldED, für den fast nichts unmöglich ist, und deshalb auch von den meisten Programmierern benutzt wird, und dann ist da noch CygnusED, welcher nach langer Pause hoffentlich bald wieder mit vielen neuen Funktionen erscheinen wird. Es gibt da noch einige andere Editoren wie MegaEd, doch an denen muß man noch ein bißchen mehr tun. Nicht gerade gut, aber auch nicht schlecht sieht es bei den DTP Programmen aus. Hier haben wir zwei wirklich gute Programme, von denen aber nur eines weiterentwickelt wird, und das ist PageStream. Natürlich kann keines der Amiga-Programme QuarkXPress, dem wohl besten DTP-Programm, das Wasser reichen, aber mit PageStream und besonders noch ProfessionalPage wurden schon einige Magazine gestaltet, und denen merkte man tatsächlich nicht an, daß sie am Amiga gemacht wurden. Natürlich wären die Programme zu schlecht für eine wirklich aufwendige Zeitung, aber für regionale Magazine und sonstige Sachen reichen sie völlig, da die Sachen in den wichtigen Formaten für die Belichtung sehr einfach gespeichert werden können, und mit dem Amiga kann man auch problemlos eine PC-Disk formatieren und benutzen, sodaß der Transport auch keine Probleme verursacht. Es gibt noch ein Programm, daß in letzter Zeit wirklich Maßstäbe gesetzt hat, und das man auch eigentlich zu DTP zählen kann. Das ist DrawStudio. Damit kann man fast so eindrucksvolle Logos und Seiten erstellen, wie mit dem vom PC bekannten Programm Corel Draw. Jetzt kommt noch die musikalische Seite des Amigas zum Vorschein. Vor wirklich sehr vielen Jahren war der PaulaChip, welcher für die 4-8Bit-Stereo-Kanäle des Amigas verantwortlich ist, noch eine Besonderheit. Der PC konnte zu der Zeit nur pipsGeräusche darstellen, sowas wie Sound fehlte ihm wirklich. Die Zeiten sind vorbei, inzwischen ist der 4-Kanal-Sound völlig veraltet und im Zeitalter der 16- und sogar 24Bit-Soundkarten nichts Besonderes mehr. Doch kommen wir zu der Software, mit der man trotzdem noch beachtliche Leistung aus dem Chip rausholen kann. Das wohl meistbenutzte Musikprogramm ist noch immer der Protracker, mit dem ein wirklich guter Musiker fast genauso gute Ergebnisse liefern kann, wie einer der ein ganzes Tonstudio zur Verfügung hat. Mit der Zeit hat man erkannt, daß obwohl der Amiga nur 4 Kanäle hat. es doch möglich sein muß, auch mehrere daraus zu machen, sodaß es auch schon inzwischen einen Tracker mit 8 Kanälen gibt. Gleich nach Protracker kommt das Programm OctaMed sehr oft vor, das sogar noch bessere Funktionen bietet, als der Protracker und das mit MIDI Unterstützung. Der Protracker ist aber Kult und dazu auch noch kostenlos. Neu hinzugekommen ist das Programm DigiBooster, das wohl die größte Konkurrenz für Protracker und auch OctaMed ist. Das Programm unterstützt fast alle Soundkarten, hat fast keine Grenzen wenn es um die Samples geht, und es kennt noch die meisten Formate. Dazu kommen noch die tollen Funktionen und das ähnliche Aussehen wie der Protracker. Ein anderer Tracker ist Symphonie, dieser geht auf eine besondere Weise mit den Samples um und bietet soagr Echtzeit DSP Effekte. Das Spielen auf mehreren Kanälen ist auch möglich und die Qualität ist wirklich hervorragend. Das sind alles Programme, die erstmal Musik mit Hilfe der Paula erzeugen, dann gibt es noch die echten Midi Musikprogramme. Das wohl zur Zeit einzigste professionelle Programm, das weiterhin entwickelt wird, ist Camuflage, welches unzählige Funktionen bietet und kaum noch Wünsche offen läßt. Dann gibt es noch die zwei weiteren Profi-Programme, welche immer noch sehr beliebt sind, doch leider nicht mehr weiterentwickelt werden. Da haben wir erstmal MusikX, wohl das älteste und beste Midi-Programm für den Amiga und Bars&Pipes, das wohl einfachste in der Bedienung und günstigste im Preis. Eine ganz andere Art der Komposition bietet das Programm MidiTRACER, ja es geht denselben Weg wie der Protracker, mit dem Unterschied, daß hier die Midi-Geräte gesteuert werden, das Programm ist noch ziemlich neu, sieht aber jetzt schon ganz gut aus. Das war jetzt eine kurze Übersicht über die besten Programme, die es für den Amiga so gibt, natürlich habe ich hier nur die wichtigsten Sparten vorgestellt, denn wenn ich jetzt anfangen sollte, alles hier zu beschreiben, was es so gibt, dann wäre ich damit frühestens in einem Jahr fertig. So habe ich Euch nur gezeigt, daß es so schlecht wie manche denken, nicht aussieht. --------------------------------------------------------------------