@TI "Ein Interview mit dem Programmierer von NewPLZ" @OF 1 43 Basel.font @OF 2 16 losse.font @SH y @CO 1 2 @SF 1 Interview @SF 0 @CO 2 1 Hier ein Interview mit dem Programmierer Peter Köhler (NewPLZ) FT: Hallo Peter, es gibt sovieles was man für den Amiga programmieren könnte, wieso ausgerechnet ein Postleitzahlenprogramm? PK: Tja, als ich meine Umschulung als Technischer Zeichner gemacht hatte und die neün Postleitzahlen brauchte um Firmen anschreiben zu können mußte ich immer in dem großen Buch nachsehen. War mir zu viel Arbeit. Und weil ein Freund aus Bayern bei der Post arbeitet und er mit dem Kommerziellen Programm "Amiga-Plz" auch nicht so recht zufrieden war, tipperte ich mir eben selber eins mit weiteren Optionen die ich für notwendig hielt. Immerhin fand ich ein Postleitzahlen Programm besser als die zweitausendste Daten-u. Adressenverwaltung :) FT: Wenn man sich jetzt die Datenmengen die das Programm umfasst anschaut dann fragt man sich wie lange Du denn dafür gebraucht hats bis das Programm fertig war? PK: Naja, das Programm selber umfaßt nur 1.700 Programmzeilen im Qüllcode. Nur das Abschreiben der ganzen Daten hat mich und meiner Frau Alexandra 1 Jahr und 1 Monat gekostet. Wenn es nur bei den Plz's geblieben wäre, wäre es bestimmt eher fertig geworden. Nur sind ja auch noch die ganzen Post- fach Plz's und noch weitere Datenbestände in dem Programm enthalten. FT: Hat sich die Programmierung für Dich wenigstens gelohnt? PK: Über finanzielle Sachen redet man nicht, die hat man :))) Gelohnt hat es sich für mich auf alle Fälle. Schließlich bin ich im Besitz eines guten Programms was mir schon bei mancher Suche viel Zeit erspart hat :) Ansonsten bin ich in dieser Hinsicht einige Erfahrungen reicher geworden. Aber wie heißt es doch so schön: Aller Anfang ist schwer... FT: Hast Du schon irgendwelche Pläne für die Zukunft was Du als nächstes Programmieren möchtest? PK: Pläne habe ich bisher noch keine, weil mich zur Zeit meine Fortbildung zum CAD-Konstrukteur zu viel Zeit kostet. In einem Monat steht wieder ein Praktikum an, welches schon unter Dach und Fach ist. Nebenbei betreibe ich auch noch meine Mailbox, wo ich auch für meine User da sein möchte um nichts zu vernachlässigen. So langsam fange ich an in "C" zu programmieren, wo ich noch totaler Anfänger bin. Bis ich in dieser Programmiersprache mal soweit bin das ich was vernünftiges damit anfangen kann, dann kommen auch die Ideen und weitere Pläne wieder. FT: Glaubst Du das der Amiga mit dem neüm Besitzer noch eine Chance hat einmal gross rauszukommen? PK: Mit Gataway 2000 ist der Amiga bestimmt in guten Händen und ich sehe die Zukunft für unseren Lieblingsrechner schon rosig entgegen. Nur das der Amiga so groß rauskommen wird, daß sich Beispiels- weise Konstruktionsbüros für Ihre Arbeit solch einen Rechner ins Büro stellen bezweifel ich. Dafür ist der PC leider viel zu weit verbreitet, und bei den Arbeitgebern auch. Trotzdem wird der Amiga seine Stellung auf dem Markt behaupten können und es werden viele die damals umgesattelt sind wieder zurück kommen. FT: Willst Du noch was unseren Lesern sagen? PK: Mich würde es freün wenn die Rechnerkriege mal aufhören würden und über alles und jenes zu nörgeln. Ob PC, Amiga Atari, Mac oder sonst was. Jeder hat so seine individüllen Vorstellungen und Wünsche die er privat oder Beruflich nutzen will und sich dementsprechend einen Computer aussucht. Wünschenswert wäre natürlich ein universelles Betriebssystem was auf jeden Rechner ohne Probleme lauffähig wäre und jedes Programm auf allen Rechnern laufen kann. FT: Danke für das Interview und die Zeit die Du uns geopfert hast. PK: Ich habe auch zu danken. Besonders dafür, das ich ein so gutes Disk-Mag wie das FunTime-Magazin in meiner Mailbox zur Verfügung stellen darf. FT: Nichts zu danken! ------------------------------------------------------------------