* 7,210MHz = 'Rotkreuz-Welle' * Bulletin-ID: 907132DG8FZ * de DG8FZ @ DB0EAM Zitat aus: 'impulse II 1990' g (Themen und Informationen aus dem DRK-Landesverband Hessen) Das Rote Kreuz ist überall - per Radio Immer am letzten Sonntag im Monat ist er zu hören, der Rundfunkdienst des Internationalen Roten Kreuzes (RCBS = Red Croß Broadcasting Service) aus Genf. Von 11 bis 12 Uhr 40 Weltzeit, das ist in Deutschland nach Sommerzeit ab 13, im Winter ab 12 Uhr. Eine Wiederholung gibt's noch am folgenden Montag ab 17 Uhr Weltzeit. Ansonsten ist es relativ still auf der Frequenz 7210 Kilohertz, sieht man von einem BBC-Sender und vom Saudiarabischen Rundfunk aus Riad ab. Denn diese Frequenz ist nach der internationalen Rundfunkkonferenz von 1948 Sendungen des Roten Kreuzes vorbehalten. Eigendlich nur als Reserve für den Kriesenfall. Dann sollen Familien erfahren, wann und wo ihre Männer in Kriegesgefangenschaft geraten sind. Um für diesen Ernstfall mit täglich bis zu zwölf Stunden Programm gerüstet zu sein, sendet das Rote Kreuz regelmäßige Testsendungen, eben einmal im Monat. Englisch, Französisch, Spanisch ist angesagt und jeweils eine Stunde nach Beginn auch Deutsch, immerhin für 20 Minuten. Natürlich mit unürberhörbaren Schweizer Akzent von Moderator Jan Sprecher und Sprecherin Monica Pilkiewicz. Die >> Rotkreuz-Welle << , wie sich das deutsche Programm nennt, bietet ein kompaktes Informationsprogramm, durch Musik unterbrochen. Reportagen, Nachrichten und Interviews wechseln einander ab. +u-+ ! Die nächsten Termine: ! ! 29. Juli, 13 Uhr,a ! ! 30. Juli, 19g ! 26. August, 13 Uhr,a ! ! 27. August, 19g ! immer auf 7210 kHz.a ! +u-+ Themen sind ausschließlich internationale Rotkreuzaktivitäten. Das norwegische Rote Kreuz hilft bei Aids-Untersuchungen in Rumänien, das IKRK-Spital in Kabul nimmt afganische Verletzte auf, liberinaische Flüchtlinge werden in Guinea versorgt, mehrere Hilfskonvois sind auf dem Weg in den Libanon. Neben den aktuellen Themen geht es auch ums Prinzipielle, beispielsweise um neue Konvertionen zum Schutz von Zivilpersonen in Konflikten. Nur im deutschen Programm wird gegen Ende der Sendung auch Hörerpost beantwortet. Ein Ostberliner fragt nach der Adresse des bundesdeutschen Suchdienstes, ein anderer nach Rotkreuzinformationen über Satellit und Bildschrimtext. Daran wird beim Roten Kreuz nicht gedacht, zumal die Radiomenschen aus Genf auf den guten Willen der Schweiter Post und des Schweizer Radios angewiesen sind. Diese stellen kostenlos ihre Anlagen zur Verfügung. Das internationale Komitee vom Roten Kreuz verfügt nur über ein kleines Studio in Genf mit zwei Produzenten und einem Studiotechniker. Und die sind nicht für die europäischen Sendungen zuständig, sondern auch für die übrigen Programme in alle Erdteile. In diesem Sinne hat die französische Moderatorin recht, wenn sie sagt: >> La Croix Rouge est partout << - Das Rote Kreuz ist Überall, zumindest mit seinen Radiowellen.