ANLEITUNG ZU XCOPY II UND CV PARAMETER COPIER.......17. Juni 1989 XCOPY II: 1.0) LADEN Schalten Sie Ihren Amiga ein und legen Sie die KICKSTART-Diskette in das interne Laufwerk (gilt nur fuer Amiga 1000). Wenn der Rechner die WORKBENCH Diskette anfordert, legen Sie die XCOPY Diskette ein. Sie koennen XCOPY entweder von der Workbench oder direkt ueber CLI laden. Wenn das Arbeitsbild von XCOPY erscheint, kann die Diskette aus dem Laufwerk entfernt werden (wenn Sie XCOPY in die Startup-Sequence einbinden, dauert es vom Einlegen der Disk bis zum Programmstart nur acht Sekunden. Ausserdem laesst sich das Programm muehelos auf der Hard-Disk installieren). Das Arbeitsbild ist aufgeteilt in vier wesentliche Bereiche. Der erste Bereich (Parameterleiste) dient zum Einstellen aller Para- meter, wie z.B des Start-/Endtracks, des SYNCS usw. Direkt darunter befindet sich die Aktionsleiste mit den Aktionen START, REPEAT, STOP, NAME, DEFAULT, ERRORS und KILLSYS. Des weiteren ist in der Mitte links die Laufwerkskonfiguration zu sehen und in der Mitte rechts zwei Gitter (das Track Display), in denen waehrend des Kopiervorganges Fehlermeldungen bzw. eine OK- Meldung fuer den gerade bearbeiteten Track ausgegeben werden. Ganz unten am Bildschirm ist die Statuszeile, in welcher Fehler ausgegeben oder, in der Sie zu bestimmten Aktionen aufgefordert werden. 2.0) KONFIGURATION XCOPY stellt sich automatisch auf die Rechnerkonfiguration ein, d.h. es beruecksichtigt sowohl die Anzahl der angeschlossenen Laufwerke, als auch eventuell vorhandene Speichererweiterungen. Sie koennen das XCOPY auf zwei verschiedene Arten betreiben. In der ersten Betriebsart arbeitet das XCOPY sauber mit dem Betriebssystem zusammen, d.h. Sie kommen nach der Arbeit mit XCOPY wieder in Ihre Benutzeroberflaeche zurueck, also entweder auf die WORKBENCH oder zurueck ins CLI. Der Nachteil dieser Betriebsart ist, das nicht der Ganze im Prinzip verfuegbare Hauptspeicher (RAM) zur Verfuegung steht, da das Betriebssystem zusaetzlichen Speicher benoetigt. Der zur Verfuegung stehende Hauptspeicher (RAM) den das XCOPY benutzen kann, wird nach dem Start des XCOPY'S in der Statuszeile angezeigt (FREE MEMORY: xxxxxx BYTES). Diese Groesse ist allerdings nur von Bedeutung, wenn Sie ueber RAM kopieren wollen oder mit OPTIMIZE arbeiten, denn es ist klar. dass Sie um so weniger Disketten wechseln muessen, je mehr Hauptspeicher frei ist. Es besteht nun die Moeglichkeit den oben erwaehnten Nachteil auszugleichen, indem man das Betriebssystem ausschaltet und so allen Speicher zur Verfuegung hat. Wenn Sie dies wuenschen, klicken Sie in der Aktionsleiste die Aktion KILLSYS (steht fuer KILL SYSTEM) an. Danach erscheint der Arbeitsbildschirm von XCOPY in weniger Farben und Sie haben den maximal moeglichen Speicher zur Verfuegung. Dadurch, das dass Betriebssystem ausgeschaltet worden ist, haben Sie aber nun nicht mehr die Moeglichkeit in die Benutzeroberflaeche zurueckzukehren, sondern wenn Sie das XCOPY verlassen wird ein Reset durchgefuehrt und der Rechnerbootet neu. 3.0) BEDIENUNG Das Programm wird ausschliesslich mit der Maus bedient. Nur wenn Sie fuer die Option FASTFORMAT einen Namen fuer die Diskette eingeben benoetigen Sie die Tastatur. In der Parameterleiste koennen alle wichtigen Punkte eingestellt werden. Moechten Sie z.B. den Kopiermode einstellen, fahren Sie mit der Maus auf den Knopf links nebem dem Schriftzug COPY und druecken die linke Maustaste. Genauso werden die Optionen TOOLKIT, SIDE, SYNC und DEVICE bedient. Der Start/Endtrack wird mit den kleinen "Dreiecken" ueber den jeweiligen Zahlen eingestellt. Dito verfaehrt man mit dem SYNC. Ueber jedem angeschlossenen Laufwerk erscheint ein Gluehbirnchen. Wird die Maustaste ueber einem dieser Birnchen gedrueckt, wird dieses Laufwerk selektiert oder deselektiert. Ist ein Laufwerk selektiert, ist das Birnchen orange, ist es deselektiert ist das Birnchen grau. Ein Laufwerk kann entweder als Quelllaufwerk (SOURCE) selektiert sein oder als Ziellaufwerk (TARGET), wobei logischerweise von allen angeschlossen Laufwerken nur eines als Quelllaufwerk selektiert werden kann. Eine Besonderheit beim DOSCOPY, DOSCOPY+ und beim FASTFORMAT ist die VERIFY- Option. Diese wird hinzugeschaltet, wenn die linke Maustaste ueber jedem selektierten Ziellaufwerk noch einmal betaetigt wird. Das jeweiliege Birnchen erhaelt dann ein Haekchen (V), um den eingeschalteten VERIFY anzuzeigen. 4.0) DAS TRACKDISPLAY Eine Diskette auf dem Amiga ist aufgeteilt in 80 Cylinder (von 0 bis 79), wobei jeder Cylinder aus 2 Tracks besteht (der UPPER und der LOWER SIDE). Diese Einteilung spiegelt das Trackdisplay wieder. Insgesamt besitzt eine normale Diskette also 80*2 = 160 Tracks (einige Fremdformate benutzten auch die Cylinder 80-81). Fuer jeden dieser Tracks ist ein Kaestchen im Trackdisplay reserviert. Greift das XCOPY auf diesen Track zu, wird in dem Kaestchen eine Zahl ausgegeben, welche anzeigt, wie der Zugriff auf diesen Track verlaufen ist. Moeglich sind dabei die Zahlen 0-8, wobei die Null in verschie- denen Farben erscheinen kann. Die Zahlen 1 bis 8 zeigen einen Fehler auf diesem Track an und sind immer ROT ( Bedeutung der einzelnen Fehlernummern siehe unter ERROR-OPTION). Eine Null bedeutet das der Track ordnungsgemaess gelesen oder geschrieben worden ist, wobei die verschiedenen Farben folgendes aussagen: GRUENE NULL > Ein normaler Dostrack wurde gelesen BLAUE NULL > Es wurde ein Fremdformat erkannt (nur NIBBLECOPY) GELBE NULL > Track wurde geschrieben GRAUE NULL > spezieller Kopierschutz wurde erkannt und kopiert 5.0) KOPIEREN VON DISKETTEN 5.1) ALLGEMEINES Der Kopiermodus wird mit dem Parameter COPY in der Paramterleiste ausgewaehlt. Es stehen DOSCOPY+, NIBBLECOPY und DOSCOPY zur Wahl. Fuer jeden einzustellenden Modus kann der Start/Endtrack zwischen 00 und 81 eingestellt werden. Desweiteren kann der Start/Endkopf auf 0 oder 1 gesetzt werden, wobei 0 der UPPER-SIDE entspricht und 1 der LOWER-SIDE. Der Start/Endkopf wird rechts nebem dem Start/Endttrack eingestellt. Es kann auch generell eingestellt werden, ob nur die UPPER oder die LOWER SIDE kopiert werden soll. Dies geschieht mit der Option SIDE in der Parameterleiste. Die Option bietet sich hauptsaechlich bei Fremdformaten an, so z.B wenn Sie eine ATARI ST Diskette kopieren moechten, welche nur einseitig formatiert ist. Jeder gewaehlte Kopiermodus wird gestartet, indem in der Aktionsleiste START angeklickt wird. Ein gestarteter Kopiermodus laesst sich stoppen, indem STOP angeklickt wird. Ist ein Kopiermodus beendet oder abgebrochen worden, erscheint eine Meldung in der Statuszeile und es ertoent ein akustisches Signal. Es bestehen nun prinzipiell zwei Moeglichkeiten Disketten zu duplizieren. Man kann erstens direkt von Diskette zu Diskette kopieren, wozu man aber mindestens zwei Diskettenlaufwerke benoetigt (eine SOURCE und eine TARGET). Die zweite Moeglichkeit besteht darin zunaechst den Inhalt der SOURCE in den Hauptspeicher einzulesen, und erst dann auf die TARGET zu schreiben. Dies ist auch die einzige Moeglichkeit mit nur einem Laufwerk eine Kopie anzufertigen. Um mit der ersten Moeglichkeit zu arbeiten, muss in der Parameterleiste der Parameter DEVICE auf DISK gestellt werden. Wird nun der Kopiervorgang gestartet, wird der Inhalt von dem angewaehlten SOURCE-DRIVE auf alle angewaehlten TARGET-DRIVES (maximal 3) kopiert. Etwas anders sieht es aus, wenn Sie ueber den Hauptspeicher (RAM)kopieren moechten, sei es weil Sie nur ein Laufwerk besitzen oder aber mehrere Kopien anfertigen wollen. Dazu stellen Sie zunaeschst das DEVICE auf RAM und selektieren eine SOURCE und bis zu 4 TARGET-DRIVES (nur wenn DEVICE auf RAM steht, kann auch die SOURCE nochmal als TARGET selektiert werden). Nach dem Start des Kopiervorgangs werden soviele Daten von der SOURCE in den Hauptspeicher eingelesen, bis dieser voll ist. Daraufhin erscheint die Meldung 'INSERT TARGET DISK(s)'. Legen Sie nun in alle Laufwerke, die Sie als TARGET angewaehlt haben, Leerdisketten ein. Haben Sie auch die SOURCE als TARGET angewaehlt, muessen Sie die Originaldiskette aus dem Sourcelaufwerk entnehmen und dafuer nun eine Leere einlegen. Danach klicken sie START (oder REPEAT) in der Aktionsleiste an. Nun werden die Daten aus dem Hauptspeicher auf alle TARGET-DRIVES kopiert. Ist dies geschehen, erscheint die Meldung 'INSERT SOURCE OR WRITE AGAIN'. Sie koennen nun den Hauptspeicherinhalt erneut schreiben, indem Sie neue Leerdisketten in die Laufwerke legen und danach REPEAT anklicken. Wuenschen Sie dies nicht, legen Sie die Originaldiskette wieder ins SOURCE-DRIVE und klicken START an. Nun wird wieder der Lesevorgang gestartet oder aber es sind alle Daten kopiert und der Kopiervorgang ist beendet. Die Anzahl der Diskettenwechsel haengt natuerlich vom freien Hauptspeicher ab, es ist daher am besten mit KILLSYS das Betriebssystem auszuschalten, um so einen moeglichst grossen freien Hauptspeicher zu haben. 5.2) DOSCOPY Das DOSCOPY bietet eine sehr schnelle Moeglichkeit normale AMIGADOS-Disketten zu kopieren (ca. 68 Sekunden). Tritt auf der SOURCE- Diskette ein Lesefehler auf, wird eine entsprechende Fehlernummer angezeigt (siehe LIST-Option). Anstatt nun den Lesevorgang abzubrechen, ruft XCOPY den NIBBLEMODE auf und versucht so das zu kopieren, was eben noch zu kopieren geht. Das bedeutet aber auch, das der Lesefehler auch auf der Kopie enthalten ist. Beim DOSCOPY kann ein VERIFY hinzugeschaltet werden (siehe Bedienung). 5.3) DOSCOPY+ Das DOSCOPY+ unterscheidet sich dadurch vom DOSCOPY, dass es beim Auftreten von Lesefehlern automatischen einen Reparaturversuch durchfuehrt (es ruft nicht den NIBBLEMODE auf). Die Konsequenz ist, dass auf der Kopie keine Lesefehler enthalten sind, auch wenn das Original welche hatte. Es kommt sehr stark auf die Art des Fehlers an, ob es durch die Reparatur gelingt Daten zu retten. Eine sehr gute Chance besteht, wenn nur die Lesefehler 4, 5 oder 6 auftreten, bei allen anderen Fehlern sind schon Teile der Daten vernichtet, d.h sie sind physikalisch gar nicht mehr auf der Diskette enthalten. Auf jeden Fall weist die Kopie keinen Lesefehler mehr auf, auch wenn nicht alle Daten gerettet werden konnten. Auch beim DOSCOPY+ kann ein VERIFY hinzugeschaltet werden (siehe Bedienung). 5.4) NIBBLECOPY Oft ist Originalsoftware kopiergeschuetzt oder benutzt ein anderes Aufzeichnungsformat als das AMIGADOS, ein sogenanntes Fremdformat. Das NIBBLECOPY ist in der Lage fast alle Fremdformate zu kopieren, so z.B auch IBM, ATARI ST, ACORN ARCHIMEDES und diverse KEYBORAD-Disketten. Um Disketten von den ebengenannten Rechnern zu kopieren ist es am zweckmaessigten den SYNC auf INDX zu stellen (siehe unten). Weiterhin erkennt das XCOPY einige bekannte Kopierschutz- Mechanismen und kann deshalb sie daher auch kopieren. Sollte auf dem AMIGA eine Diskette nicht mit DOSCOPY zu kopieren sein (erkennbar daran, dass fast nur rote Zahlen erscheinen), koennen Sie versuchen diese Diskette mit dem NIBBLECOPY zu kopieren. Erscheinen dann fast nur verschiedenfarbige Nullen in der Anzeige, ist die Chance relativ hoch eine lauffaehige Kopie zu erhalten. Eine rote Zwei bedeutet, das dass NIBBLECOPY kein bekanntes Fremdformat und keinen bekannten Kopierschutz gefunden hat, und die Daten deshalb nach einem Schaetzverfahren kopieren muss. Erscheint gar eine rote Sieben, kann die Originaldiskette ueberhaupt nicht kopiert werden, da dann das Original mit eine Spezialhardware hergestellt worden ist und auch nur mit dieser kopiert werden kann (dieses 'LONG-TRACK'-Schutzverfahren kann auch kein anderes Kopierprogramm softwaremaessig kopieren). Speziell nur fuer das NIBBLECOPY kann der schon oben erwaehnte SYNC eingestellt werden. Ein SYNC stellt eine Markierung auf einem Track dar, an welcher das Leseprogramm erkennen kann, wo die zu lesenden Daten auf diesem Track beginnen. Bei den SYNCS sind Software-SYNCS und Hardware-SYNCS zu unterscheiden. Bei dem Hardware-SYNC handelt es sich um das Indexsignal der Laufwerke. Soll auschliesslich dieses beim kopieren verwendet werden, kann dies mit dem Knopf links neben dem Schriftzug SYNC eingestellt werden. In der Anzeige erscheint dann INDX (fuer Index), statt einer Hexadezimalzahl. Das NIBBLECOPY kennt nun fuer sehr viele Fremdformate die Software-SYNCS (z.B. ist $4489 das Standardsync, welches AMIGADOS benutzt). Es ist aber wahrscheinlich, dass ein Programmhersteller irgendwann ein neues Fremdformat entwickelt, dass andere Syncs benutzt, die uns jetzt noch nicht bekannt sind. Erfahren Sie diesen SYNC, koennen Sie Ihn in der Parameterleiste einstellen und so das Fremdformat kopieren. Selbstverstaendlich werden die erscheinenden Updates von XCOPY neue Fremdformate automatisch beruecksichtigen.Das Einstellen des SYNC ist nur dem erfahrenen Benutzter zu raten, in aller Regel braucht der Defaultwert nicht geaendert werden! Des weiteren ist zu beachten, das beim NIBBLECOPY ein VERIFY weder technisch moeglich noch sinnvoll ist. 6.0) BESCHREIBUNG DER TOOLKIT-FUNKTIONEN 6.1) CHECKDISK Diese Option dient dazu, die Diskette im als SOURCE selektierten Laufwerk auf Lesefehler zu untersuchen. Die Option liest alle Tracks einer Diskette kurz ein und uberprueft ob die Daten auf den einzelnen Tracks in Ordnung sind, d.h. ob sie den AMIGADOS Konventionen entsprechen. Sollten Fehler erkannt werden, so wird eine rote Zahl ausgeben. Diese Zahl stellt eine entsprechende Fehlermeldung dar (vgl. LIST). 6.2) FASTFORMAT Ehe Sie eine neue Diskette zur Speicherung von Daten verwenden koennen, muessen sie diese formatieren. Normalerweise geschieht dies mit Initialize aus dem Disk-Menue der WORKBENCH oder mit dem FORMAT-Befehl des CLI. FASTFORMAT bewirkt nun genau dasselbe wie der FORMAT-Befehl, arbeitet aber sehr viel schneller (Sie koennen ja mal einen Zeitvergleich durchfuehren!). Zusaetzlich fuehrt FASTFORMAT noch einen INSTALL der Diskette durch (d.h. die Diskette wird direkt bootfaehig gemacht) und bringt eine Einschaltmeldung im BootBlock der Diskette unter. Die Einschaltmeldung 'NO VIRUS ON BOOTBLOCK' wird bei jedem BOOTEN der Diskette kurz angezeigt, so dass Sie sicher sein koennen, dass sich kein Virus im BootBlock der Disktte befindet. Wenn Sie das FASTFORMAT gestartet haben erscheint zunaechst in der Statuszeile die Aufforderung einen Namen fuer die Diskette einzutippen. Danach werden alle Laufwerke, die als TARGET selektiert sind, formatiert. Beim FASTFORMAT kann ein VERIFY hinzugeschaltet werden (siehe Bedienung). 6.3) OPTIMIZE Das Betriebssystem AMIGASDOS besitzt eine sehr unangenehme Eigenschaft, naemlich die verstreute Speicherung von Dateien und ihren Directory- Eintraegen auf Disketten. Diese Eigenschaft fuehrt zu einem Effekt der sicherlich jedem Amigabesitzer bekannt ist, naemlich das ewig lange warten bis ein Directory geladen und angezeigt wird. Die Wartezeit ist umso groesser je mehr Dateien auf der Diskette gespeichert sind und umso staerker sie verstreut liegen (der Fachmann spricht von Fragmentierung). Mit OPTIMIZE kann nun die Ladezeit fuer Directories erheblich beschleunigt werden und auch die Datenfiles werden danach schneller geladen. Bevor die OPTIMIZE-Funktion auf eine Diskette angewendet wird, sollte unbedingt eine Sicherheitskopie von dieser Diskette angelegt werden. Dies ist noetig, da bei der Optimierung die Diskette neu beschrieben wird. Tritt ein Fehler auf, der zum Abruch der Optimierung fuehrt, bevor der Schreibvorgang beendet ist, sind die Daten auf der Diskette ungeordnet und damit nicht mehr zu gebrauchen. In diesem Fall kann dann auf die Sicherheitskopie zurueck gegriffen werden. Fehler die zum Abruch fuehren, beruhen ausschliesslich auf Dateien, deren Struktur nicht mit der vom AMIGADOS geforderten Struktur uebereinstimmen. Diese Dateien koennen i.d.R. auch nicht mehr geladen werden, es empfiehlt sich die Diskette mit dem DiskDoctor oder DiskSalvage zu behandlen. Wird die Optimierung abgebrochen erscheint eine Fehlernummer in der Statuszeile. Folgende Abruchbedingungen sind moeglich: 1 => BAD BLOCK TYPE - Ein Block entspricht nicht dem geforderten Typ, z.B. kein Datenblock oder kein UserDir. 2 => BAD SEQUENCE NUMBER - In der Verkettung der Datenbloecke des Files ist eine Unterbrechung aufgetreten. 3 => BAD KEY - Die logische Blocknummer stimmt nicht mit der Blocknummer im KEY des Blocks ueberein. 4 => DOUBLE BLOCK - Ein Block auf der Diskette wird von mehren Files oder Directories benutzt. Dieser Fehler taucht z.B. dann auf, wenn die Diretories durch Raubkopierer vermurkst wurden! 5 => BAD EXTENS BLOCK - Es wurde ein Block als Extens- Block angegeben, der keiner ist. 6 => DISK FULL - Sollte nicht auftreten! Um die OPTMIZE-Funktion zu starten darf nur ein TARGET-DRIVE selektiert sein, auf welchem die Optimierung durchgefuehrt werden soll. Die OPTIMIZE-Funktion benoetigt sehr viel Hauptspeicher, am guenstigsten ist es, wenn mindestens 880 KB (901120 Bytes) frei sind, damit alle Tracks eingelesen werden koennen. Ist sehr wenig Hauptspeicher frei, funktionert die Funktion zwar auch, aber der Schreib/Lesekopf des Laufwerks wird in diesem Fall sehr stark beansprucht, da er oft bewegt werden muss. Abhilfe kann auch hier mit der KILLSYS-Option erreicht werden. 7.0) BESCHREIBUNG DER RESTLICHEN FUNKTIONEN 7.1) DEFAULT-OPTION Wird die Defaultoption in der Aktionsleiste betaetigt, werden alle Parameter auf die Standartwerte vom Programmstart zurueckgestellt. Diese Option erspart einige Arbeit, wenn man viele Parameter verstellt hat und sie nun so auf einen Schlag wieder auf die urspruenglichen Werte bringen kann. 7.2) ERROR-OPTION Zeigt der Reihe nach alle moeglichen Fehlermeldungen an, die das XCOPY beim kopieren ausgeben koennte. Die Fehlermeldungen im einzelnen: 1 => LESS OR MORE THAN 11 SECTORS Es wurden zwar Lesemarkierungen gefunden, aber die Anzahl stimmt nicht mit der vom AMIGADOS geforderten Anzahl uberein. Es koennte sich dabei um ein Fremdformat handeln. 2 => NO SYNC FOUND Es wurden gar keine Lesemarkierungen gefunden. Auf diesem Track befindet sich wahrscheinlich ein Kopierschutz oder Fremdformat. 3 => NO SYNC AFTER GAP FOUND Der eingelesene Track besitzt zwar eine AMIGADOS Struktur, die aber teilweise zerstoert ist. 4 => HEADER CHECKSUM ERROR Eine Pruefsumme die das AMIGADOS uber einen Teil der Daten gebildet hat, stimmt nicht mehr. Abhilfe kann geschaffen werden, wenn dieser Track mit DOSCOPY+ kopiert wird, da dieser MODUS automatisch diesen Fehler korrigiert, so dass er auf der Kopie nicht mehr auftritt. 5 => ERROR IN HEADER/FORMAT LONG In diesem Fall stimmt nicht nur nicht die Pruefsumme uber dem Header, sondern der Inhalt des Headers selbst ist zerstoert. Auch dies kann mit dem DOSCOPY+ beseitigt werden. 6 => DATA BLOCK CHECKSUM ERROR Die Pruefsumme uber einen Datenteil des Tracks stimmt nicht mehr. Das DOSCOPY+ korrigiert auch diesen Fehler. 7 => LONG TRACK Nur das NIBBLECOPY kann diesen Fehler feststellen. Er besagt, dass die Originaldiskette mit einer Spezialhardware kopiert worden ist und diese Diskette daher auch nicht mit normalen Laufwerken kopiert werden kann, sondern nur eben mit Spezialhardware. Der Hardwarezusatz, der direkt bei CACHET erhaeltlich ist, kann einen Teil dieser Software kopieren. 8 => VERIFY ERROR Die Diskette im TARGET-Laufwerk weist einen physikalischen Fehler auf, d.h. ihre Beschichtung mit Magnetpartikeln ist defekt. Aus Gruenden der Datensicherheit sollte diese Diskette nicht weiter verwendet werden. 7.3) NAME-OPTION Das XCOPY liest den Namen der Diskette ein, welche sich im als SOURCE selektierten Laufwerk befindet und zeigt ihn in der Statuszeile an. Dies setzt allerdings vorraus das diese Diskette eine normale AMIGADOS Diskette ist und daher auch einen Namen besitzt. Ist dies nicht der Fall, erscheint die Meldung "ILLEGAL NAME" in der Statuszeile. 7.4) STOPUHR Als kleiner Gag wird fuer alle Kopiermodi und Toolkitfunktionen die Zeit gestoppt, die sie zur Ausfuehrung benoetigen. Vergleichen Sie ruhig mal die Zeiten des XCOPY's mit denen anderer Kopierprogramme! 7.5) VERLASSEN DES PROGRAMMS Entfernen Sie zunaechst alle Disketten aus den angeschlossenen Laufwerken, Fahren Sie dann mit dem Mauszeiger in die obere, linke Ecke des Bildschirms und druecken die linke Maustaste. Haben Sie nicht die KILLSYS-Option benutzt, kommen Sie nun sauber in Ihre Benutzeroberflaeche zurueck. Anderenfalls fuehrt der Rechner einen RESET durch und verlangt danach die WORKBENCH Diskette. 8.0) GEWÄHRLEISTUNG Sie benutzen dieses Programm auf eigene Gefahr. Sollten Sie damit durch unsachgemäße Benutzung oder irgenwie sonst, die Katze im Toaster Ihrer Tante zur Explosion bringen oder sonstige Unfaelle verursachen, sind Sie selbst verantwortlich. Wenn Sie den Rechner vor Benutzung dieses Programmes nicht ausschalten und sich einen Virus einfangen, sind Sie ganz alleine dafür verantwortlich. Da es besonders in den USA zur Zeit Mode ist, wegen nicht voll- ständiger Gebrauchsanleitung irgendwelche Prozesse anzustrengen. lassen Sie uns noch einmal aus drücklich bemerken: Sie dürfen nicht den Finger in die Steckdose stecken, während XCopy in Betrieb ist. Wir sind weder für Fehler im Programm noch in dessen Bedienung verantwortlich. Und wenn Sie unser Programm dazu benutzen um Raubkopien anzufertigen und diese zu verkaufen und auch noch dabei erwischt werden, so geschieht Ihnen dies zu recht. Wir fordern Sie dazu auf, XCOPY nur im gesetzlich erlaub- ten Rahmen zu benutzen. 8.1) COPYRIGHT DAS COPYRIGHT VON XCOPY II UND DAS COPYRIGHT DER ANLEITUNG VON XCOPY II LIEGEN IN ALLEN VERSIONEN UND UNEINGESCHRAENKT BEI: CACHET, OSTENDSTR> 32, D-7524 OESTRINGEN. JEDE COPYRIGHTVERLETZUNG WIRD ZUR ANZEIGE GEBRACHT. 9.0) SCHLUSSBEMERKUNG (HARDWAREZUSATZ) Wir hoffen, daß unser Programm zu Ihrer Zufriedenheit arbeitet und bitten Sie, Ihre Registrierkarte unverzüglich einzuschicken. Nur als registrierter Benutzer koennen Sie den Hardware - Zusatz bestellen, mit dessen Hilfe es moeglich ist, lange Tracks zu ko- pieren. Weitere Anwendungsprogramme von CACHET sind: KICK-ED, ein superschneller Programm-Editor und MARK II - SOUND SYSTEM, ein excellenter Musik-Editor CACHET-Programme sind bei Fachhaendlern, wie beispielsweise GTI, MAXON, LEISURESOFT und PROFISOFT erhaeltlich. Sollte Ihr Amiga- Haendler eines unserer Produkte nicht vorraetig haben, bitte lassen Sie es uns wissen. Sie koennen auch kostenfrei unsere Demodisketten anfordern. Allerdings werden nur Zuschriften be- arbeitet, denen ein frankierter und mit Ihrer Adresse versehener Rueckumschlag, sowie zwei Leerdisketten beiliegen. Sollten Sie technische Fragen haben, so rufen Sie uns bitte am Samstags zwischen 10 - 14 Uhr an oder schreiben Sie uns einfach an unsere Adresse: CACHET, OSTENDSTR. 32, D-7524 Östringen, Tel. 07253/22411 THE CREATIVE VISION PARAMETER COPIER written in 1988 by Thomas Lopatic & Rene´ Feibicke visual fx by Robert Frahm copyright (c) 1988 by Creative Vision Germany and CACHET I N H A L T S V E R Z E I C H N I S WAS SIE WISSEN SOLLTEN -1.0- .................................. Was ist eine Diskette? -2.0- ....................... Die Struktur einer Amiga-Diskette DAS PARAMETER COPY -3.0- .................... The Creative Vision Parameter Copier -3.1- .......... Der Parameter Editor und wie man ihn verwendet -3.2- ............................. Wie man Parameter speichert -3.3- ................................ Parameter von Disk laden -3.4- .............................. Parameter von Disk löschen -3.5- .................... Das Anzeigen des Inhaltes einer Disk -3.6- ....................... Quell- und Ziellaufwerk verändern -3.7- ........................ Ändern des aktuellen Directories -3.8- ..................................... Kopieren einer Disk -3.9- ........................................... Multiple Copy -3.10-................................. Verlassen des Programms MITGELIEFERTE HILFSPROGRAMME -4.0- ........................... "SpeedCheck" - Drehzahlmesser -4.1- ........... "ErrorChecker" - Prüfen einer Disk auf Fehler V O R W O R T ACHTUNG! DAS C.V.-PARAMETER-COPY IST EIN LEISTUNGSFÄHIGES KOPIER- PROGRAMM UND IST IN DER LAGE, FAST ALLE HEUTE GÄNGIGEN SCHUTZ- MECHANISMEN ZU KOPIEREN. MACHEN SIE NUR SICHERUNGSKOPIEN FÜR IHREN EIGENEN BEDARF! VERBREITEN SIE NIEMALS KOPIEN EINES IHRER ORIGINALPROGRAMME, DA DIES STRAFRECHTLICH VERFOLGT WIRD. MACHEN SIE NUR SICHERUNGSKOPIEN FÜR DEN EIGEN BEDARF, UM SICHERZUGEHEN, EINE FUNKTIONSFÄHIGE VERSION IHRES ORIGINALES IM FALLE EINER BESCHÄDIGUNG ZU HABEN. VIELEN DANK, Thomas Lopatic & Rene' Feibicke 1.0. WAS IST EINE DISKETTE? Wie Sie sicherlich wissen, ist eine Amiga-Disk in 80 Zylinder aufgeteilt. Jeder dieser 80 Zylinder hat 2 Seiten (Tracks), eine Ober- und eine Unterseite.. Jeder dieser 160 Tracks ist in 11 Sektoren unterteilt, wobei jeder dieser 11 Sektoren 512 Bytes Daten beinhaltet. Demnach sind auf einer Disk 1760 (80*2*11) Sektoren vorhanden. Um nun das Parameter-Copy ver- stehen zu können sind noch weitere, tiefer gehende Informa- tionen notwendig: 2.0. DIE STRUKTUR EINER AMIGA-DISK Bei der Benutzung des C.V. Parameter Copiers wird ebenso der Ausdruck "Zylinder" (vgl. oben) verwendet, sowie Head0 und Head1, wobei Head0 die untere Seite der Disk, Head1 die Oberseite bezeichnet. Jede Seite (oder besser gesagt: jeder Track) beinhaltet 11 Sektoren (vgl. oben). Wie sind nun diese Sektoren auf Diskette geschrieben? Zuerst sei untersucht, wie ein solcher Sektor überhaupt aussieht. Sie wissen, daß Sie 512 Daten-bytes in einem Block haben, aber aufgrund spezieller Schwierigkeiten, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll, können diese 512 Bytes nicht einfach auf die Spur (Track) geschrieben werden. Der Amiga codiert die Daten auf spezielle Art und Weise, fügt einige Extrainformationen (Header) hinzu und schreibt sie auf den Track. Auf gleiche Weise wird der Rest der 11 Sektoren auf Disk geschrieben. Noch ist der Track aber nicht voll. Es ist nicht mehr genug Platz für einen kom- pletten Sektor, so daß dieser restliche Zwischenraum mit $aa- Bytes aufgefüllt wird ($aaaa = codiertes $00-Byte). Jetzt besteht das Problem darin, festzustellen, wo auf der Spur ein Sektor anfängt oder aufhört (wir haben ja lediglich 512 Bytes von verschiedenen Daten 11 mal auf den Track geschrieben). Man mußte also eine Markierung, sprich eine Bitkombination, festlegen, die in den codierten Daten nicht vorkommt, und so als Markierung dienen könnte. Diesem Anspruch wurde man mit dem Wort $4489 gerecht. Dieses Datenwort kommt mit Sicherheit in keinem Datenblock nach oben erwähnter Codierung vor. Ein Track auf Disk sieht nun wie im folgenden Schema aus: $4489/Header1&Sektor1/..../$4489/Header11&Sektor11/...Gap... (Die sogenannte "GAP" ist der verbleibende Zwischenraum zwi- schen den 11 Sektoren, der mit $aaaa aufgefüllt wird. Wenn der Amiga einen Sektor liest, liest er den kompletten Track und sucht dann in den gelesenen Daten nach SYNCs ($4489-Words). Wenn er ein SYNC findet, so weiß er, daß er am Beginn eines Sektors steht. Dann wird im Header(dort steht unter anderem die Sektornummer) "nachgesehen",ob es der richtige Sektor ist (0....10), der Sektor der gelesen werden sollte. Ist dies der Fall, wird der restliche Sektor decodiert, andernfalls sucht der Amiga die nächste SYNC($4489)-Markierung. Neuere Kopierschutzmechanismen (vor allem Fremdformate) ver- wenden lediglich ein anderes SYNC-Word als Markierung, z.B. $a89a. Auch bestehen diese Formate nicht aus 11 Sektoren zu jeweils 512 Bytes, sondern aus z. B. einem einzigen Sektor mit $1800 Bytes Datenbereich. Versucht der Amiga nun mit Hilfe herkömmlicher Kopierprogramme einen Track zu lesen,so findet er keine $4489-Markierung und kann den Track nicht lesen und so natürlich auch nicht kopieren. 3.0. THE CREATIVE VISION PARAMETER COPIER CV PARAMETER COPIER ist nicht kopiergeschützt. Installation auf der Festplatte ist möglich. Fertigen Sie sich als erstes EINE Sicherheitskopie an, das Weitergeben des Programmes an Dritte ist selbstverständlich untersagt. Das Programm wird durch Anklicken des ICONS gestartet. Danach geben Sie das aktuelle Direktory ein (beispielsweise df0:) 3.1. DER PARAMETER EDITOR Nachdem Sie ins Hauptmenue gelangt sind, drücken bitte Sie "e" um in den Editor zu gelangen. Mit Hilfe dieser Parameter wird dem Copy mitgeteilt, WIE es einen Track zu kopieren hat. Wenn Sie im Editor sind, können Sie den Pfeil ("-->") mit den Cursortasten bewegen. Spur-(=Track) und Kopf(=Head)nummer sind die ersten beiden Zahlen in jeder Zeile. Grob gesagt gibt es zwei Kopiermodi. Der ausgewählte Modus ist unter der "FORMAT"-Zeile angezeigt, entweder "ADOS"oder "NDOS". Ist "NDOS" (=NoDOSformat) selektiert, so ist der Wert unter"SYNC" das SYNC-Word zum Kopieren und "LEN" (length=Länge) die Länge eines Sektors. z.B. wenn Sie einen Kopierschutz haben, bei dem ein Track aus nur einem einzigen Sektor besteht, der $1800 Bytes lang ist und von einem SYNC mit dem Wert $a89a markiert wird, so setzen Sie den SYNC-Wert auf $a89a und den LEN-Wert auf $0c00 ($1800 Bytes=$0c00 ($1800/2) Words). Im ADOS(AmigaDOSformat)modus haben "LEN" und "SYNC" eine voll- kommen andere Bedeutung. Erinnern Sie sich an die "GAP"? Im ADOS-Modus können Sie eben diese GAP manipulieren, da es einige Kopierschutzschemata gibt, die diese Lücke mit allen möglichen Werten, nur nicht mit $aaaa auffüllen. Sie können im ADOSmodus mit dem LEN-Wert festlegen, wie viele Words von der Quelldisk-GAP auf die Zieldisk-GAP kopiert werden sollen. Legen Sie $7fff fest, so wird ein Standardwert eingesetzt. Wenn Sie eine eigene GAP herstellen möchten, so legen Sie als SYNC-Word den Wert fest, der in die GAP eingefüllt werden soll. Dann setzen Sie den LEN-Wert auf die Länge der GAP+$8000 (die $8000 müssen hinzuaddiert werden, um mitzuteilen, daß die GAP nicht von der SOURCE-Disk übernommen werden soll, sondern, daß Sie Ihren eigenen Werteinfüllen wollen). Wenn Sie $ffff ($8000+$7fff) als LEN-Wert verwenden, wird wieder eine Stan- dard-Länge angenommen. Das Index-Feld kann auf "on" oder "off" gesetzt werden. Bei on wartet der Amiga auf den Index-Impuls, bevor ein I/O-Zugriff auf Disk erfolgt. Unter "SPD"(Speed=Geschwindigkeit) kann ent- weder 2ms oder 4ms stehen. Dies ist die Länge eines Bits auf der Diskette. Haben Sie eine GCR-Codierte Diskette (z.B. C-64) müssen Sie "MSBSYNC" auf "on" setzen. Im Normalfall ist es je- doch auf "off", also aus. Die Precompensation ist normalerweise ausgeschaltet ("000"). Sie kann auf 140, 280 oder 560ms gesetzt werden. Bisher gab es noch keinen Kopierschutz der dies verwen- dete. Also sollte der Wert immer "000" sein. Die Art der Pre- compensation ("PRC") ist entweder GCR oder MFM (je nachdem, welches Format vorliegt). Bei Amiga bisher ausschließlich MFM. Die Parameter für den jeweiligen Track werden durch Druck auf editiert (es wird immer der Track editiert, auf den der "-->" zeigt). Nun kann das SYNC-Word für diesen Track als 4-stellige-Hex- Zahl eingegeben werden. Danach drücken Sie "y" oder "n" um den Index-Impuls ein- oder auszuschalten. Dann wird die Länge ein- gegeben. Jetzt können Sie mit "a" den ADOS- oder mit "n" den NDOS-Modus wählen. Bei "SPD" ist "2" oder "4" zu drücken. MSBSYNC kann "y" (ein) oder "n" (aus) sein. PRC wird mit "m" (MFM) oder "g" (=GCR) gewählt. Zuletzt wird die Länge der Pre- compensation festgelegt ("0"=0ms=aus, "1"=140ms, "2"=280ms, "5"=560ms; normalerweise ist "0" einzustellen). Durch die Tasten CTRL + R werden die Parameter in den Grundzustand (AmigaDOS) gesetzt. Sie können das Editieren einer Zeile durch Druck auf die Taste ESC abbrechen. Im Normalfall haben mehrere Tracks auf einer Disk die gleichen Parameter. Man kann die zuletzt eingegebenen Parameter durch Bewegen des "-->" auf einen Track und folgenden Druck auf "l" für den aktuellen Track übernehmen. Möchten Sie einen Track nicht mitkopieren, so kann durch Druck auf "c" der Track als "NCPY" (doNotCoPY) gekennzeichnet werden. Bewegen Sie den Pfeil wieder auf den gleichen Track und drücken Sie wiederholt auf "c", so verschwindet das "NCPY" wieder. Achtung: wenn Sie als "LEN" 0000 eingeben, erscheint auch NCPY, da man einen Sektor mit Länge 0000 ja nicht kopieren kann. Dieses NCPY kann man auch mit Hilfe der Taste "c" nicht entfernen! Wird als SYNC 0000 eingegeben, so wird ohne SYNC kopiert, der Amiga sucht also beim Lesen einer Spur nicht nach einer solchen Markierung. In Verbindung mit "Index on" kann man auf diese Weise so manchen Schutz kopieren. Verwendet man $FFFF als Sync wird der AUTO-Kopiermodus einge- schaltet. Dieser veranlaßt das Programm sämtliche ihm bekann- ten Synckombinationen durchzuprobieren und die sinnvollste zu verwenden. Somit kann das CV-Parameter-Copy II die meisten Fremdformate selbst erkennen und kopieren. Der Editor wird mit verlassen. 3.2. SPEICHERN VON PARAMETERN Drücken Sie im Hauptmenue die "S"-Taste und geben Sie den Filenamen an. Ihre Parameter werden unter dem angegebenen Namen im Unterverzeichnis "PARAMETERS" auf Ihrer Programm- disk abgespeichert. 3.3. LADEN VON PARAMETERN Drücken Sie "L" und geben Sie den Filenamen ein. Ihre Para- meter werden dann geladen. 3.4. LÖSCHEN VON PARAMETERN (und Programmen) Drücken Sie "K" und geben Sie den Filenamen ein. Das File mit dem angegebenen Namen wird von der aktuellen Diskette gelöscht. 3.5. INHALT DER DISK Durch Druck auf "D" werden sämtliche Parameter, die sich auf Ihrer Disk im aktuellen Directory befinden, aufgelistet. 3.6. EINSTELLEN VON SOURCE(QUELL)- UND TARGET(ZIEL)LAUFWERK Mit der Taste "1" stellen Sie das Source-Laufwerk (copy from) ein, mit "2" entsprechend das Target-Laufwerk (copy to) 3.7 VERAENDERN DES AKTUELLEN DIRECTORIES Drücken Sie die Taste "X" und geben Sie den Namen des neuen aktuellen Directories an. 3.8. DAS KOPIEREN EINER DISKETTE Durch Druck auf "C" wird das Kopieren mit den gerade geladenen Parametern gestartet. Nehmen Sie die Parameter Copier Disk auf dem Laufwerk und legen Sie Ihre Quelldisk ins Quell- und Ihre Zieldisk ins gewählte Ziellaufwerk. Dann betätigen Sie oder um fortzufahren oder in das Menue zurückzugelangen. Nachdem die Kopie erstellt ist, muß die Parameter Copier Disk wieder eingelegt werden. Wenn eine Spur mit den ausgewählten Parametern nicht gelesen werden kann, so wird eine Meldung "Bad Parameters." ausgegeben. Nun ist "y"oder "n" zu tippen, je nachdem, ob mit dem Kopier- vorgang weitergemacht werden soll oder nicht. Deswegen ist auch eine Eigenheit dieses Copiers zu beachten: Um bestimmte Schutzmechanismen zu kopieren (z.B. King-soft Parameter) ist es nötig, zuerst mit dem entsprechenden Parameter eine Kopie auf eine bereits formatierte (!) Diskette zu machen und von dieser so erhaltenen Kopie noch eine (wieder mit dem gleichen Parameter) Kopie zu machen. Die "Bad Parameters."-Anzeige beim Anfertigen der 1.Kopie ist mit "y" zu beantworten. Der Kopier- vorgang kann jederzeit durch Druck auf die rechte Maustaste abgebrochen werden. 3.9 MULTIPLE-COPY Dieser Kopiermodus ist nur sinnvoll, wenn sie mit nur einem Laufwerk zu kämpfen haben. Nachdem der gerade eingelesene Teil einer Diskette geschrieben wurde, fragt das Programm nach, ob dieser Teil nicht noch einmal auf evtl. eine andere zweite Diskette kopiert werden soll. 3.10. PROGRAMMENDE Mit ESC wird das Programm beendet. 4.0. "SpeedCheck" Mit diesem Hilfsprogramm wird die Geschwindigkeit des angege- benen Laufwerks ermittelt. Rufen Sie das Programm mit der Taste "U" auf, wobei die Nummer des zu testenden Laufwerkes gleich dem Destination-Laufwerk ist. Legen Sie nun eine NICHT SCHREIBGESCHUETZTE Disk ein, DEREN DATEN ZERSTOERT WERDEN KOENNEN. Es wird nun angezeigt, wie viele Words mit Ihrem Laufwerk auf einen Track geschrieben werden können ( Length). 4.1. "Errorchecker" Das Programm wird durch die Taste "V" im Hauptmenü gestartet. Dann muß eine Disk in das Source-Laufwerk eingelegt werden. Das Programm zeigt vorhandene Fehler auf der eingelegten Disk auf. Das Copyright für CV PARAMETER COPIER und das Copyright für die ANLEITUNG des CVPARAMETER COPIER liegen in allen Ver- sionen und uneingeschränkt bei: CACHET, Ostendstr.32, 7524 Östringen, BR Deutschland.