Hallo A.U.G.E. 4000, hier ist erstmal eine Art Begleitbrief/Bedienungsanleitung, um die Funktionsweise und Bedienung des Programms zu erläutern. Die Sache ist, wie gesagt, für diejenigen interessant, die einen A2000 mit PC-Karte besitzen (obwohl ich vermute, daß das auch mit A1000 + Sidecar funktioniert. Sinnvoll erscheint es mir aber da nur dann, wenn auch ein Hardwareuhr vorhanden ist. Sonst erspart man sich lediglich einmal die Eingabe, aber das System bootet länger, da man relativ lange Wartezeiten einbauen muß). Es handelt sich um ein C-Programm, das in Verbindung mit einer geänderten AUTOEXEC.BAT-Datei die Systemzeit aus der Hardwareuhr des Amiga auch für den PC zugänglich macht. Das C-Programm liest die aktuelle Systemzeit und gibt sie in zwei Files aus (PCDate und PCTime), die ins RAM: geschrieben werden. Das Format habe ich so gewählt, wie der PC es bei der Eingabe von Hand verlangt. Amigaseitig ist damit die Arbeit schon erledigt. Nun liest der PC beim Booten diese beiden Files aus (AREAD), und legt sie auf Diskette oder Platte ab. Mit Hilfe der Eingabeumleitung wird der Inhalt der Dateien als Eingabe für die Befehle DATE und TIME benutzt. Anschließend werden die nicht mehr benötigten Files wieder gelöscht. Konkret sieht das bei mir so aus: Die Startup-Sequence BindDrivers addbuffers df0: 30 addbuffers df1: 30 echo "A2000 Workbench 1.2D V33.56*N" Assign WB: sys: echo "Uhrzeit setzen..." setclock opt load echo "PCdisk starten..." ;notwendig, damit Amiga und PC run > nil: pc/pcdisk ;Daten austauschen können echo "PCZeit starten..." PCZeit ;Aufrufen des C-Programmes . . . Jetzt die AUTOEXEC.BAT für den PC echo off ;Hier schreibt jeder, ver ;was ihm so einfällt. path c:;c:\dos;c:\stapel keybgr prompt $p$g aread ram:pcdate c:pcdatum ;Ab hier wird's interessant, denn aread ram:pctime c:pczeit ;die Files werden gelesen date < pcdatum ;und als Eingabe gebraucht. time < pczeit del pcdatum ;Jetzt brauchen wir sie nicht mehr del pczeit Anstelle des C:-Laufwerks muß natürlich ein vorhandenes Laufwerk eingesetzt werden (aber wem sage ich das). Als letztes das C-Programm *************************************************************************** /* PCZeit, Programm zur Ausgabe der Systemzeit in zwei Files */ /* Michael Hensche, Erkratherstr. 8, 5600 Wuppertal 11 */ #include #include main() { FILE *zeitfile, *datumfile, *fopen(); long zeit; struct tm *tm_ptr; long time(); zeit = time((long *) 0); tm_ptr = localtime(&zeit); datumfile = fopen("ram:PCDate","w"); fprintf(datumfile,"%02d-",tm_ptr->tm_mday); fprintf(datumfile,"%02d-",1 + tm_ptr->tm_mon); fprintf(datumfile,"%04d\n",1900 + tm_ptr->tm_year); fclose(datumfile); zeitfile = fopen("ram:PCTime","w"); fprintf(zeitfile,"%02d:",tm_ptr->tm_hour); fprintf(zeitfile,"%02d:",1 + tm_ptr->tm_min); fprintf(zeitfile,"%02d\n",tm_ptr->tm_sec); fclose(zeitfile); } *************************************************************************** In diesem Programm wird auch gleich noch eine Minute zu der aktuellen Zeit hinzuaddiert, um den Zeitverlust während der Übertragung ungefähr auszugleichen. Die Minute ist allerdings recht willkürlich gewählt, will sagen, ich habe die Zeit nicht nachgemessen. Da aber die eingebaute Uhr im Amiga ohnehin kein Wunder an Präzision ist, halte ich den Fehler für erträglich. Timingprobleme gibt es nicht, wenn die Zeiten in der Startup-Sequence geschickt gewählt werden. Es vergehen ja immerhin ca. 30 Sekunden, bis der PC zu Booten beginnt. Die Zeit reicht völlig aus, um die Uhr zu setzen und die Programme PCDisk und PCZeit auszuführen. So, soviel dazu. Ich habe neben dem Programm "PCZeit" noch ein paar kleine BAT-Dateien mit auf die Diskette gespielt. Ich habe sie angelegt, um nicht jedesmal den etwas umständlichen Befehl JLINK im Handbuch nachschlagen zu müssen. Es ist eine Datei, die die Laufwerke des Amiga für den PC eröffnet; die andere Datei schließt sie wieder. Einziger Nachteil dabei ist, daß die Files in der Form nur jeweils neue Dateien auf den Amiga-Laufwerken eröffnen, nicht aber bereits vorhandene wiedereröffnen. Ich habe ja schon gesagt, daß mir der PC in erster Linie als Festplattencontroller dient (vielleicht nicht ganz fair, dem PC gegenüber, aber ich mußte feststellen, daß ich für den PC keine Anwendung habe, die ich nicht besser auf dem Amiga machen könnte), deshalb habe ich mich auch noch nicht weitergehend mit der Materie beschäftigt. So, dann bleibt mir noch zu hoffen, daß Ihr mit meiner Idee was anfangen könnt, und sage bis dann, Viele Grüße von Michael