Welcome to SCALA 1.1! ===================== Wir freuen uns, Ihnen die neue Scala Version 1.1 vorstellen zu können. Die neue Programmversion enthält einige wesentliche Verbesserungen für den professionellen Videoanwender. Außerdem sind einige generelle Funktionen verbessert und das Arbeitstempo insgesamt angehoben worden, sodaß SCALA nun uneingeschränkt zur idealen Software für Videonachbearbeitung, Multimedia und Präsentationen wird. Das Upgrade auf Version 1.1 ist ein Disketten-Upgrade, d.h. alle zusätzlichen Informationen und Erweiterungen sind in der LiesMich!-Datei auf der Diskette dokumentiert. Dies betrifft im Besonderen die AREXX-Unterstützung. Das nächste Update wird mit einem überarbeiteten Handbuch ausgeliefert. Die einzige Möglichkeit, Sie über weitere Neuentwicklungen zu informieren, besteht jedoch über die Einsendung ihrer Registrierungskarte. Wir beabsichtigen, weiterhin unserem Ruf des schnellsten Entwickler auf dem Multi-Media Sektor für den Amiga gerecht zu werden, also seien Sie auf weitere interessante Neuerungen gefasst! Kurzübersicht der neuen Funktionen in Version 1.1: -------------------------------------------------- * Echtzeit Antialiasing von Text, Brushes und Colorfonts * Rolltitel als neuer Übergang * Arexx Unterstützung * Canon Stillvideo-Control * ANIM Real-Time Buffering * Colorfont-Unterstützung * volle Unterstützung für Outline Fonts unter Workbench 2.1 * automatische SuperImpose Übergang * A-Z Übergang * Scala zeigt nun die Layoutbox-Funktion * volle Tottasten-Unterstützung * Neue Kontrollfunktionen für Remapping und Unterstreichen * Die Ladegeschwindigkeit des A3000 wurde optimiert und ist nun 5 x schneller * Automatik Buffering für interaktive Applikationen * Neue Funktionstasten Was bewirken die neuen Möglichkeiten, und wie funktionieren sie? ---------------------------------------------------------------- Bevor sie weiterlesen, sollten Sie sich mit dem Umgang von Scala vertraut gemacht haben und das Handbuch gelesen haben. Realtime Antialiasing --------------------- Anit-Aliasing ist eine Technik, um eine höhere Auflösung auf dem Bildschirm zu simulieren. Dies geschieht durch Hinzufügen von Übergangsfarben als einzelne Pixel in weicheren Farbnuancen an den Kanten, sodaß die "Treppenstufen" verschwinden. Andere Anit-Aliasing-Verfahren beruhen darauf, daß ihre Fonts in ein separates Format konvertiert werden. Der Nachteil dieser Methoden ist, daß Sie spezielle Fonts benötigen, und weiterhin nicht für Brushes und Outline Fonts geegnet sind. Um diese Nachteile zu umgehen, benutzen wir das RealTime Anti-Aliasing, welches den eingegebenen Text sofort bearbeitet und ohne Treppchen darstellt. Um das Anti-Aliasing zu benutzen, wählen Sie einfach im Layout Menü den Anitalias-Level. Sie können Stufen zwischen 0 und 3 einstellen. Bei 0 erfolgt kein Anti-Aliasing, und die anderen Stufen geben an, wieviele Farben zur Interpolation benutzt werden. Stufe 3 wird also die besten Ergebnisse zeigen, braucht jedoch auch die meisten Übergangsfarben. Der Antialias-Level kann auch mit der Funktionstaste F8 gesetzt werden, dabei werden die Stufen in der Reihenfolge 0-3-2-1 durchlaufen. Die Farbwahl ist beim Anti-Aliasing sehr wichtig. Damit Anti-Aliasing angewendet werden kann, müssen Zwischenfarben in der Palette vorhanden sein. Um z. B. weißen Text auf schwarzem Hintergrund zu anti-Aliasen, werden bei Stufe 3 auch 3 Zwischenfarben (hier Grautöne) in der Farbpalette benötigt. In der nun vorliegenden Version von Scala 1.1 können Sie definieren, zu welcher Farbe sie interpolieren wollen, für die das Antialiasing gelten soll. Als Vorgabe wird Farbe 0 benutzt, dies kann aber vom Benutzer geändert werden. Im Palette- Menü kann die Farbe auf eine beliebige aller 4096 Farben gesetzt werden. Dabei muß beachtet werden. da zwischen den beiden zu interpolierenden Farben Zwischentöne zur Verfügung stehen. Es ist zu beachten, daß sowohl von der Farbe des Fonts zur Font-Outline interpoliert wird, als auch von der Outline zum Hintergrund. Der Button "Antialias bis" im Menü Farbpalette gestattet Ihnen die Zwischenfarbe zu bestimmen. Dabei klicken Sie einmal auf die Farbe, welche Sie für die Schrift verwenden möchten und danach auf die Option "Antialias bis" und wählen eine Farbe zwei oder drei Positionen weiter rechts von der ersten Farbe. SCALA fährt das Antialiasing beim Abspielen des Scripts durch. Die Option "Speichern IFF" wurde nun in das Menü "Speichern" verschoben. Rolltitel (Endlosrollen) ------------------------ Für die Videonachbearbeitung ist dieser Effekt unentbehrlich, deßhalb haben wir uns entschlossen, ihn mit in die neue Scalaversion einzubinden. Hierfür stehen nun 2 verschiedene neue Buttons im Menü der Übergänge zur Verfügung, jeweils für "Rollen" von unten nach oben oder umgekehrt. Sie können auch verschiedene Geschwindigkeiten für jede Seite eingeben. Diese Effekt verlangt dem Amiga einiges ab, sodaß beim Amiga 500 und 2000 (ohne Turbokarte) nur die Geschwindigkeit 1 möglich ist, da der 68000-Prozessor für diese Funktionen zu langsam arbeitet. Für eine optimale Wiedergabe empfehlen wir Ihnen Turbokarten von GVP, Nexus oder einen Amiga 3000. Superimpose-Effekte (Überblenden) --------------------------------- Dieser Effekt ist vorallem den Benutzern von Videomischern oder Genlock-Interfaces bekannt. Gemeint ist damit das weiche Überblenden von einem Bild in das andere. Dieser sehr beeindruckende Effekt ist für Videotitel sehr gut einsetztbar. Auf dem Amiga man diesen Effekt aber nur mit Einschränkungen verwenden, weil er eine Menge verfügbarer Farben verlangt. Überblendungen können deßhalb nur bei Bildern mit einer geringeren Anzahl Farben durchgeführt werden. Das bedeutet in der Praxis, daß jedes der beiden Bilder, die überblendet werden sollen, nicht mehr als die halbe Anzahl der insgsamt verfügbaren Farben beinhalten sollte. Beim hochauflösenden Bildschirm (HiRes) sind die maximalen Kombinationen 4 zu 4 oder 2 zu 8 Farben. Bei LoRes oder Interlace können Sie 8 zu 4 Farbbilder verwenden. Sollten Ihre Bilder zuviele Farben haben, wird SCALA einen einfachen Schneideeffekt anstelle des Überblenden verwenden. "A-Z"-Effekt ------------ Diese Option erlaubt es Ihnen alle verfügbaren Effekte von SCALA nacheinander abzurufen. So wird es Ihnen ermöglicht auf schnelle Art und Weise ein Script zuerstellen, welches alle Übergänge beinhaltet. Arexx-Support ------------- Hierzu finden Sie weitere Informationen im Arexx-Verzeichnis auf der Diskette, wo sich ebenfalls diese Readme-Datei (in Englisch) befindet. Es können alle VISUAL-Befehle direkt von einem ARexx-Script aufgerufen werden. Das gibt dem Arexx-Programmierer eine Reihe von Funktionen, wie ANIM, PICTURE, TEXT. Sogar interaktive "Buttons" können von Arrex programmiert werden. Beachten Sie, daß Sie nun mit SCALA den "Look" einer Präsention erschaffen und danach daran wie mit einem normalen ARexx-Script weiterarbeiten können. Colorfont-Support ----------------- SCALA unterstützt jetzt auch Colorfonts, wie z.B. die KARAFONTS. Sie können entscheiden, auf welchen Farben diese verwendet werden sollen, entweder die ersten Farben in der Farbpalette oder der Bereich der Palette, der dem Orginal am nächsten kommt. Dies wird dann im Layout-Menü mit dem Button "Remap" eingestellt. Der Default-Wert steht auf 1 und paßt die Farben am besten an. Volle Unterstütztung für Outline-Schriften ------------------------------------------ Die Besitzer eines Amiga 3000 können die neuen Outline-Schriften der Workbench 2.1 zu den Amiga-Schriften hinzufügen.Das Betriebsystem generiert dann sofort jeden gewünschten Schriftgrad. Um diese neuen Schrifttypen unterstützen zu können, haben wir eine Kontrolloption für das genaue Bestimmen des Schriftgrades hinzugefügt. Dieser befindet sich im Fontauswahlmenü. Die "normalen" Amiga-Fonts können damit ebenfalls manipuliert werden, allerdings erzielt man hier nicht das gleiche Resultat, da diese Fonts als Bitmap vorliegen und daher beim Skalieren die berüchtigten Treppenstufen erzeugen. CANON STILL VIDEO-Support ------------------------- Mit den neuen ION Videokameras der Firma Canon werden werden die Bilder nicht auf ein Band geschrieben, sondern einzelne Bilder auf eine Diskette gespeichert. Die Wiedergabe erfolgt als Videobild. Der AMIGA, SCALA, CANON ION-Stillvideo und ein Genlock ist die ideale Multimedia-Kombination. Die CANON ION kann vom AMIGA aus nicht ferngesteuert werden. Dazu benötigen Sie die sog. Playback-Einheit RV-321, die über den autorisierten CANON- Fachhandel oder über die Fa. Videocomp beziehen können. Diese Abspieleinheit kann vom Amiga durch den seriellen Port aus kontrolliert werden. SCALA macht sich das zunutze und kann Videobilder von dieser Abspieleinheit abrufen und als Hintergrundbild verwenden. Vorraussetzung hierfür ist natürlich ein Genlock, um das Videobild mit der Amiga-Grafik mischen zu können. Um Ihr System für die CANON ION zu konfigurieren, fügen Sie die folgenden Zeilen in die Datei "s:SCAL.config" ein (Die Datei "s" liegt auf Ihrer Partition SYSTEM, benutzen Sie hierzu ED im CLI oder einen anderen Editor): EXTERNAL Stillvideo TYPE ion END Booten Sie nun Ihren AMIGA neu und speichern Sie im Kontrollmenü von SCALA mit Konfig. Speichern. SCALA wird nun eine Button im Bildmen erzeugen mit dem Namen "Stillvideo". Durch Klicken mit der Maus können Sie nun das Kontrollfeld der Stillvideo aufrufen. Die Funktionen darin beziehen sich auf die auf der Diskette der ION gesspeicherten Bilder. Diese Bilder werden von SCALA behandelt wie normale Hintergrundbilder und können so in Scriptabläufe mit allen Effekten mit eingebaut werden. Layout zeigen ------------- Ein Problem der Version 1.0 war es, das alle leeren Zeilen einer Seite unsichtbar blieben und den Anwender unter Umständen verwirren konnten. Mit dieser neuen Funktion wird um jede Zeile, ganz gleich ob sie belegt oder leer ist eine ein feiner sog. Layout-Rahmen gelegt, der die in der Zeile festgelegte Fontgröße repräsentiert. Dadurch kann der Anwender Leerzeilen besser "finden", anlegen oder "tote" Zeilen löschen (Backspace-Taste). Diese Rahmen werden mit der Taste F9 ein- und ausgeschaltet. "Deadkey"-Support ----------------- Ein Deadkey ist eine Taste, mit der Sie Umlaute oder andere Sonderzeichen einlegen können. Auf der Amigatastatur befinden sich zwei "Deadkeys, eine für die speziellen deutschen Umlaute (Ä,Ö,Ü,ä,ü,ö) und eine für die Umlaute mit Akzent …,ˆ usw. Mit diesen Tasten können Sie jeden fremdsprachlichen Buchstaben eingeben. In der Praxis bedeutet dies, daß Sie bei Drücken der DEAD-Keytaste (Ä,Ö,Ü) und des entprechenden Sonderzeichens (^,`) das Sonderzeichen "kreieren" können. Neue Kontrollfunktionen für das Unterstreichen ---------------------------------------------- Die Einstellungen, mit der die Dicke des Striches kontrolliert werden, ist weiterhin im Layoutmenü zu finden, allerdings haben wir zwei weitere Optionen hinzugefügt. Hinzugekommen sind 2 weitere Buttons: "Unterair" und "Unterpos" Unterair -------- Bei diesem Button stehen dem Anwender 4 verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Mit diesen Einstellungen kann der Anwender den horizontalen Abstand der Unterstrichlinie einstellen. Dies ist besonders wichtig bei Buchstaben, die unter der sog. Grundlinie liegen (kleines g, j, y, usw.) und in Verbindung mit der Option "Unterpos". Wie oben schon erwähnt, können mit 4 verschiedenen Einstellungen die horizontalen Abstände verändert werden. Auf Position 0 werden die Buchstaben ganz durchgetrichen. Auf Position 1 wird ein kleiner Abstand zur Verfügung gestellt, auf Position 2 und 3 entsprechend größere. Unterpos -------- Bei dieser Option kann der Anwender die Position der Unterstrichlinie in der Vertikalen einstellen und so z.B. ganze Zeilen durchstreichen. Der voreingestellte Wert ist 66. Ladezeit und ANIM Echtzeit-Buffer --------------------------------- Sind Sie ein AMIGA 3000-Anwender, werden Sie bemerkt haben, daß Bilder und Animationen schneller geladen werden als auf den 68000er Maschinen. Durch Optimierung der Programmierung in der Version 1.1 werden diese Befehle programmintern nun noch schneller abgearbeitet, bis zu 5 mal schneller. Für alle Anwender gilt, daß das Buffern der folgenden Seite eines Scripts nun wesentlich schneller vor sich geht., da diese bereits frühzeitig vorbereitet wird. Um die Funktion dieses Echtzeitbufferings zu testen, erstellen Sie ein Script mit einer Serie von ANIM's, die klein genug sind, um sie selbst und die nächstfolgende im internen Speicher gleichzeitig unterbringen zu können. In der Praxis bedeutet dies, daß Ihre ANIM's ein Drittel der Größe des verfügbaren internen Speichers haben sollte. SCALA wird diese Animationen dann in Runtime miteinander verknüpfen. Automatisches Buffern nach Häufigkeit ------------------------------------- Während die Seiten des Scripts in dem Memory-Buffer für einen raschen Zugriff zwischengespeichert werden, überprüft SCALA nun die Häufigkeit, mit der die Bilder verwendet werden. Da die am meisten verwendeten Seiten zum Schluß aus dem Buffer geworfen werden, kann man dadurch bestimmen, welche Seiten am schnellsten "präsentationsfähig" sind. Neue Funktionstasten -------------------- In der Version 1.0 konnten Sie die Funktionstasten F1 und F2 verwenden, um eine Seite weiter vor oder zurück zu gehen. Mit der Funktionstaste F3 speichern Sie die aktuelle Seite und leeren sie - nun sind Sie bereit eine neue Seite anzufangen. In der Version 1.1 wurde SHIFT + F1 hinzugefügt, womit Sie zu ersten Seite des Scripts gehen und SHIFT + F2, womit Sie zur letzten Seite gehen können. Zusätzlich können Sie mit der Taste F4 eine Kopie der aktuellen Seite erstellen. Mailbox-Service --------------- Seit 1. Mai 1991 steht Ihnen als besonderer Service eine Mailbox zur Verfügung. Falls Sie im Besitz eines Modems sind, können Sie nun die neuesten Informationen, Tips und Tricks zu SCALA über folgende Nummer in Norwegen abrufen: 0047-2-17 60 56 "Nach dem Druck..." Notizen für Version 1.0: -------------------------------------------- Im ersten Teil des Handbuchs (Schulung) wird auf folgendes verwiesen: Schulung.layout, SCALA.ANIM, Schulung.txt. Diese Dateien befinden sich nicht auf den Disketten der internationalen Version. Laden Sie dann dementschprechend die Dateien Tutorial.layout und Tutorial.txt, sowie eine beliebige Animation anstelle von SCALA.ANIM. Einige neue Funktionen: ----------------------- - Man kann nun die Nummer der gewünschten Seite direkt eingeben. Beispiel: Um die Seite 19 der Sequenz zu zeigen, geben Sie 19 auf der numerischen Tastatur ein und drücken RETURN (ENTER). - Anstelle des @ Zeichens ist in alle Schriften ein Punkt eingelegt worden, um die Erstellung von Listen etc. zu erleichtern - 6 neue Übergänge für Seiten und 9 für Textübergänge sind hinzugefügt worden, und alle haben einen "Bremseffekt" - Auf der 1. Fontdiskette ist eine Beispielsequenz, welche die verschieden Schriften von SCALA zeigt. Außerdem liegen dem Programm eine Reihe neuer Pictogramme bei, unter anderem Symbole wie Zug, Flugzeug und verschiedene Arten von Pfeilen - 35 verschiedene Paletten, passend zu den Hintergrundbildern Einige Probleme: ---------------- - Ein andere Vordergrundsfarbe als 1 (weiß) bei Symbolen führt dazu, daß das Symbol verschwindet, wenn Sie "fliegenden Übergang" (die pfeile) wählen Problemlösungen: a) Verwenden Sie nur Farbe 1 bei diesem Übergang. b) Verwenden Sie einen anderen Übergang. c) Speichern Sie das Symbol (in DPaint) als einen normalen "brush" mit mehreren Farben. - Verwendung von defekten IFF-Dateien (BAD ILBM FORM) in Scala führen zum Systemabsturz. Haben Sie Probleme mit einem bestimmten Bild, versuchen Sie es in ein Zeichenprogramm (DPaint) zu laden und danach zu speichern. - Wenn Sie Scala vom CLI starten, müssen Sie in dem Verzeichnis Scala stehen, ansonsten wird der ScalaPlayer nicht gefunden. Gehen Sie mit CD in das richtige Verzeichnis. - Die Schrift GoudyB 12 Punkt, welche im Manual aufgeführt ist (und im Beispiel-Script) fehlt auf den Disketten. - Verwenden Sie interaktive "Schalter" auf dem Bildschirm unter der Workbench 2.0, so wird die Position nicht stimmen aufgrund eines Fehlers im Betriebssystems. Wir hoffen, daß dieses Problem in der endgültigen Version der WB 2.0 beseitigt ist