JETprint ASCII - Druckertreiber für HP Deskjet und Laserdrucker Jürgen Schlie Driverweg 16 W-4600 Dortmund 50 Tel. ( 49 ) ( 231 ) 77 28 40 8. September 1991 Inhaltsverzeichnis 1 Kopierregeln für JETprint 2 2 Tintenstrahl- und Laserdrucker 3 3 Soft- und Hardware - Anforderungen 4 4 Installationshinweise 4 5 Bedienung des Programms JETprint 5 6 Konfigurationsdatei und Umgebungsvariablen 7 7 HILFE - Mein Drucker liebt mich nicht ! 8 1 KOPIERREGELN FÜR JETPRINT 2 1 Kopierregeln für JETprint Das Programm JETprint und seine AMIGA - Implementierung sind Copyright (C)1991 by Jürgen Schlie, W-4600 Dortmund 50. Das Paket JETprint umfaßt eine Diskette mit dem Programm und einer ausführlichen Dokumentation, die mit dem Treiber ausgedruckt werden kann. Jeder Anwender, der JETprint bei uns erwirbt, erhält eine Registrationsnummer. Registrierte Benutzer werden über Updates informiert und erhalten volle Unterstützung bei Problemen mit dem Treiber. Das Programm JETprint darf NICHT frei weitergegeben werden ! Ausdrücklich untersagt sind : o Weitergabe und Verkauf des Programmpakets o Jegliche Art der Vervielfältigung, mit Ausnahme einer Arbeits- und Sicherungskopie ( Backup ) . o Nutzung und Besitz des Programms, ohne als rechtmäßiger Benutzer registriert zu sein o Änderungen im Programmtext und der Dokumentation Bitte beachten Sie diese Kopierregeln. Berücksichtigen Sie, daß wir viel Aufwand in die Entwicklung dieses Treibers investiert haben. Für Änderungs- und Erweiterungswünsche stehen wir jederzeit zur Verfügung. Bitte schreiben Sie uns unter Angabe Ihrer Versions- und Registrationsnummer ! Programmierung Jürgen Schlie Driverweg 16 W-4600 Dortmund 50 Tel. ( 49 ) ( 231 ) 77 28 40 VIELEN DANK FÜR IHR INTERESSE AN UNSEREN PRODUKTEN ! 2 TINTENSTRAHL- UND LASERDRUCKER 3 2 Tintenstrahl- und Laserdrucker Die Tintenstrahl- und Laserdrucker erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Im praktischen Umgang mit den Geräten sind mir einige Ideen entstanden, den Nutzen dieser Drucker noch zu verbessern. Aus diesen Ideen ist dann JETprint - der flexible Druckertreiber - entstanden : o Zur Erhöhung der Übersichtlichkeit und zur Einsparung von Papier soll das Blatt quer mit 2 verkleinerten DIN A 5 Seiten bedruckt werden ( d.h. auf einem Blatt befinden sich bis zu 4 Seiten !! ) o Doppelseitige Ausgabe bedruckt jeweils auch die Rückseiten, ohne jedoch jedes Blatt einzeln zu wenden o Die Seiten sollen automatisch nach Druckende in der korrekten Reihenfolge im Ausgabeschacht liegen. Nie mehr - auch nicht im doppelseitigen Druck - Umsortieren der Seiten !! o Eine Kopfzeile zu jeder Druckspalte enthält den Dateinamen , die Seitenzahl und das Druckdatum ! o Das Format der Seite, die Abmessungen des Textes und die Schriftgröße sind vielseitig konfigurierbar o Mehrere Dateien können mit einem Aufruf gedruckt werden, dabei kann angegeben werden, ob Leerseiten zwischen den Dateien eingefügt werden sollen o Ein Drucken im BUCH - MODUS gibt die Seiten so aus, daß durch Knicken des Papierstapels ein fortlaufend nummeriertes Dokument in Form eines DIN A 5 Buchs entsteht !! o Vielseitige Konfigurierbarkeit des Druckprogramms wünschenswert o Komfortable Bedienung mit grafischer Benutzeroberfläche ! Mit der grafischen Benutzeroberfläche lassen sich Ihre individuellen Parameter komfortabel einstellen und auch dauerhaft speichern ! o Ausführliche Hilfeseite im Programm aufrufbar UND HIER IST ER JETZT : JETprint - Der flexible Druckertreiber für den Deskjet und Laserdrucker ! 3 SOFT- UND HARDWARE - ANFORDERUNGEN 4 JETprint ist ein Druckertreiber zum Ausdrucken von beliebigen ASCII - Texten auf dem Deskjet oder Laserdruckern. JETprint liest die zu druckenden Dateien ein, führt eine interne Formatierung durch und berechnet die Druckreihenfolge der Seiten. Dann erfolgt die Ausgabe auf den Drucker, im doppelseitigem Modus geschieht das Drucken der Vorder- und Rückseiten in zwei Durchläufen. 3 Soft- und Hardware - Anforderungen JETprint kann auf jedem AMIGA arbeiten. JETprint kann auch in jeder Software - Umgebung benutzt werden. Es kann insbesondere auch ohne Festplatte gearbeitet werden ! Allerdings benötigt JETprint einigen Speicher zur Vorformatierung der Texte, deswegen können diese nicht unbegrenzt lang sein. Auf einem Rechner mit 1 MB Speicher können ca. 200 bis 300 Seiten auf einmal gedruckt werden. 4 Installationshinweise Die Installation von JETprint sollte keine Schwierigkeiten bereiten. Kopieren Sie das Verzeichnis JETprint auf Ihre Festplatte oder kopieren Sie das Programm JETprint in ein Verzeichnis, auf das der Suchpfad zeigt. Sie können mit dem Befehl setenv JETprint die Umgebungsvariable JETprint auf den von Ihnen gewünschten Inhalt setzen und damit Grundeinstellungen vorgeben. Stellen Sie dann sicher, daß diese Variable immer beim Start des Rechners gesetzt wird. Näheres zur Bedeutung der Umgebungsvariablen JETprint entnehmen Sie bitte dem vorhergehenden Kapitel. Oder kopieren Sie die Datei JETprint.env in ihr S: Verzeichnis und bestimmen damit die Grundeinstellungen. Diese bleiben dauerhaft erhalten, auch beim Neustart des Rechners. Sie können alle Einstellungen bequem mit der grafischen Oberfläche vornehmen und dauerhaft sichern. 5 BEDIENUNG DES PROGRAMMS JETPRINT 5 5 Bedienung des Programms JETprint Wenn Sie JETprint ohne Parameter aufrufen, erscheint die grafische Benutzeroberfläche, in der Sie mit der Maus oder durch 'Hotkeys' alle Einstellungen vornehmen können. Neben der Mausbedienung gibt es weitere wichtige Tasten : Return aktiviert File1, Space + Return im Feld File1 .. 3 erzeugt einen Filerequester ( req.library unter Kickstart < 2.0 erforderlich ) , Escape bei nicht aktiviertem Gadget verläßt das Programm. Rufen Sie JETprint mit den zu druckenden Dateinamen auf, wird die Oberfläche nicht aktiviert. Die Bedeutung der einzelnen Felder wird nun erläutert : lines per inch / -i# stellt den Zeilenabstand von 6 bis 9 Zeilen pro Inch ( 2.54 cm ) ein. Voreinstellung: 8 Zeilen pro Inch, somit ergeben sich 63 Zeilen/Seite. use small / medium / large font / -c# Größe der Druckbuchstaben, aber nicht jeder Drucker kann alle Schriften. 0 = kleine Schrift, 1 = mittlere Schrift und 2 = grosse Schrift. wrap / cut long lines / -w schaltet den automatischen Zeilenumbruch aus. Lange Zeilen werden aufgetrennt, die zweite Zeile beginnt mit einem '?'. ( no ) line numbers / -u aktiviert die Nummerierung der Zeilen. Die Nummern gelten jeweils fortlaufend für eine Datei. Die effektive Textbreite wird dabei um 5 Zeichen verringert, d.h. für 80 Zeichen Text sollte die Option - f 85 aufgerufen werden. start new page / sheet / -m# Jetzt wird's etwas komplizierter. Wenn mehrere Dateien auf einmal gedruckt werden, kann die Anfangsseite der neuen Datei angegeben werden. Diese wird durch Einfügen entsprechender Leerseiten auf die geforderte Position verschoben. Dabei bedeuten : 0 = keine leeren Seiten einfügen 1 = Neue Dateien immer in der linken Spalte beginnend 2 = Für jede Datei ein ganz neues Blatt anfangen default / draft / letter quality / -q# wählt die Druckqualität. 0 = Druckereinstellung übernehmen 1 = Entwurfsqualität ( DRAFT , sehr schnell ) 2 = Schönschrift ( LETTER QUALITY ) 5 BEDIENUNG DES PROGRAMMS JETPRINT 6 ( no ) header on top / bottom / -h# formatiert jede Spalte mit einer Kopfzeile, die den Namen der Druckdatei, das Druckdatum und die Seitenzahl enthält. 0 = keine Kopfzeile, 1 = am Seitenanfang, 2 = am Seitenende. normal / reverse order / -r# wählt an, ob rückwärts gedruckt werden soll. Rückwärts ist eingestellt und bedeutet, daß die Seiten in der für den HP Deskjet korrekten Reihenfolge ausgeworfen werden. single / double-sided / -d# gibt an, ob die Blätter doppelseitig bedruckt werden sollen. Der Duplexdruck erfolgt in zwei Durchgängen, sie werden nach dem Druck der Vorderseiten aufgefordert, den Papierstapel zu wenden. 0 = einseitiger Druck, 1 = doppelseitiger Druck ( incl. Rückseiten ) BOOK MODE ON / OFF / -d# Als Erweiterung des doppelseitigen Drucks wird in Buchform gedruckt. Die Reihenfolge der Seiten wird so berechnet, daß der ausgegebene Stapel nur noch in der Mitte geknickt werden muß, um ein fortlaufend nummeriertes Buch zu erhalten ! 2 = DRUCKEN IM BUCH - MODUS toplines / -t# druckt leere Zeilen am Seitenbeginn als Heftrand. bottomlines / -b# druckt leere Zeilen am Seitenende als Heftrand. column width / -f# gibt die Breite einer Textspalte in Zeichen an, maximal 88 Zeichen. Die beiden Druckspalten werden immer auf dem Blatt zentriert. left offset / -x# paßt den linken Rand an Ihren Drucker an. Empfohlen wird der Wert 5 für Laserdrucker und 0 für den Deskjet. size of tabs / -s# bestimmt die Größe von TAB - Zeichen. Eingestellt sind 8 Leerzeichen. # of copies / -n# Anzahl der zu erstellenden Kopien, normalerweise eine Kopie. print delay / -z# korrigiert die Wartezeit des printer.device auf den Drucker. Kann bei Laserdruckern meistens auf 0 gesetzt werden. Im Letter - Modus wird doppelt so lange gewartet. -l# gibt die Länge der Seite in Zeilen an. 6 KONFIGURATIONSDATEI UND UMGEBUNGSVARIABLEN 7 VORSICHT: Es kann zu Konflikten mit anderen Parametern kommen, benutzen Sie Sie besser -t, -b und -i zum Einstellen der Seitenlänge. File 1 .. 3 / Namen der Druckdateien; in der Oberfläche auf 3 begrenzt, beim direkten Aufruf sind unbegrenzt viele Dateinamen möglich. -o Hier können Sie eine Datei angeben, in die die Ausgabe gegeben werden soll. Bei der Ausgabe in eine Datei werden keine Steuerzeichen für den Drucker gesendet ( z.B. Fettdruck der Kopfzeile ) . HELP / -? ruft die interne Hilfsseite auf. Hier sind alle Optionen nochmals aufgelistet und kurz erklärt. save defaults speichert Ihre augenblicklich eingestellten Werte in einer Konfigurationsdatei. Ihre Einstellungen bleiben zum nächsten Aufruf von JETprint erhalten. PRINT Auf gehts . . . QUIT verläßt das Programm ohne Druckauftrag. Zum Abschluß der Bedienungshinweise sei noch ein Beispiel zum Ausdruck dieser Datei gegeben : JETprint -t3 -b1 -d0 JETprint.doc oder einfach JETprint JETprint.doc 6 Konfigurationsdatei und Umgebungsvariablen JETprint liest zu Programmbeginn die Datei S:JETprint.env ein und wertet die darin stehenden Daten aus. Die Parameter entsprechen den oben genannten Werten ohne führendes '-' . m0d1 t2b2 Beispieldatei JETprint.ENV Sie können die Konfigurationsdatei automatisch erzeugen, wenn Sie Ihre eigenen Werte mit der grafischen Oberfläche einstellen und dann 'save defaults' anwählen. 7 HILFE - MEIN DRUCKER LIEBT MICH NICHT ! 8 Weiterhin ist JETprint über die Umgebungsvariable JETprint steuerbar. Das Format der Variablen entspricht dem der Konfigurationsdatei. Beispiel: SETENV JETprint d0t2b2 Es ist nicht notwendig, diese Variable zu setzen ! 7 HILFE - Mein Drucker liebt mich nicht ! Hier werden typische Bedienungsschwierigkeiten und Möglichkeiten zu deren Abhilfe aufgelistet ( in der Fachsprache 'User zu dumm ERROR' - sorry ). o JETprint bearbeitet die angegebenen Optionen nicht korrekt Bitte beachten Sie, daß die in der Konfigurationsdatei und der Umgebungsvariablen gespeicherten Informationen vorher eingelesen und bearbeitet werden ! o JETprint bearbeitet Zeilenabstand und Schriftgröße nicht korrekt Nicht alle Drucker können zaubern, so ist der Ausdruck auf 7 oder 9 Zeilen / Seite auf den meisten Laserdruckern nicht möglich. Auch die verschieden Schriftgrößen sind manchmal nur über Zusatzkassetten erreichbar. o Beim ersten Aufruf von JETprint ist das Seitenformat falsch, bei weiteren Aufrufen ist es wie gewünscht. Das Printer Device PRT: initialisiert den Drucker einmal zu Beginn des Ausdrucks, und jedesmal, wenn in den Preferences Druckereinstellungen geändert wurden. Rufen Sie vor dem ersten Druck einmal das Programm INITPRINTER auf. o Während des Ausdrucks erscheint manchmal ein Requester mit der Meldung 'Printer trouble' . Dieses ist ein Problem des Workbench Druckertreibers, das nicht durch die Arbeitsweise von JETprint zu beeinflussen ist. Klicken Sie einfach 'Resume' an, und weiter geht's ... Sie können die Wartezeit 'print delay' mit der Option '-z' beeinflussen. Ich hoffe, allen Anwendern - besonders denen, die bis hierher aufmerksam gelesen haben - mit diesen Tips zu helfen. Sollten sich Fehler im Programm befinden, oder haben Sie Anregungen zur Verbesserung des Treibers, so bitte ich um schriftliche Nachricht an mich, Jürgen Schlie . -------------------------------------------------------------------------------- Diese Dokumentation wurde mit dem Schriftssatzsystem LaTeX erstellt und mit dem Treiber DVIQUICK in eine Textdatei umgewandelt (und kurz nachbearbeitet).