Musikalische 'Sonderzeichen' Unter 'musikalischen Sonderzeichen' im Zusammenhang mit Beethoven verstehen sich einige weitere Optionen zur Gestaltung und Beeinflussung von Songs innerhalb des Programms. Alle diese Sonderzeichen werden durch Klick auf das entsprechende Gadget, das sich in der oberen Bildschirmhälfte jeweils links oder rechts des Notensystems befindet an der jeweils aktuellen Position in der gerade editierten Stimme gesetzt. Wiederholungszeichen Wiederholungszeichen bei Beethoven dienen, wie in der Musik allgemein üblich dazu, Teile des Musikstücks zu kennzeichnen, die mehrmals gespielt werden sollen. Zu Beginn des Liedteils, der wiederholt werden soll wird ein Wiederholungs-Anfangszeichen gesetzt und das entsprechende Endezeichen am Schluß des Songteils. Wiederholungszeichen wirken sich immer nur in der Stimme aus, in der sie gesetzt werden, d.h. wenn ein Liedteil in allen vier Stimmen wiederholt werden soll, müssen die entsprechenden Aufrufe auch in allen vier Stimmen an derselben Stelle gesetzt werden. Die Wiederholungszeichen haben keine Taktstrichfunktion, sondern markieren lediglich den Liedteil, der wiederholt werden soll. Sie können die Wiederholungen bis zu einer maximalen Tiefe von 19 ineinander verschachteln, wobei die Zuordnung eines Wiederholungsende- zeichens zu einem Wiederholungsanfang genau wie bei den Klammern in der Mathematik erfolg. Bei der Verschachtelung von Wiederholungen wird ein Liedteil, der sich innerhalb mehrerer Wiederholungszeichen befindet 2 ^ Wdh mal gespielt. Eine einzelne Note, die sich zwischen 14 Wiederholungszeichen befände würde also 2 ^ 14 = 16384 mal gespielt werden. Fermate Eine Fermate bewirkt, daß die Note, über der sie steht länger als ihre eigentliche Notenlänge anzeigt gehalten wird. In der Welt der 'wirklichen' Musiker hängt es dabei vom Gefühl des Musizierenden und dem Musikstück ab, wie lang die Note tatsächlich gespielt wird. Da auch ein toller Rechner, wie der Amiga Probleme mit dem 'Gefühl' hat, wird die Note hier genau doppelt so lang gespielt, wie ihre Länge indizieren würde. ACHTUNG: Wenn Sie eine Fermate nur in einer Stimme setzen müssen Sie die doppelte Spieldauer der Note in den anderen Stimmen mit berücksichtigen, da sonst die Synchronisation der Stimmen nicht mehr stimmt. Triole Ein Triolenaufruf bewirkt, daß die nächsten drei Noten als sog. Triole gespielt werden. Bei einer Triole werden drei Noten insgesamt so lang gespielt, wie sonst zwei Noten der entsprechenden Länge. Oder mit anderen Worten: Jede der drei Noten einer Triole wird mit 2/3 ihrer eigentlichen Länge gespielt. (... 2/3 Länge * 3 Noten = 2 Längen) ACHTUNG: Wenn Sie einen Triolenaufruf setzen, sollten danach auch tatsächlich 3 Noten folgen und nicht irgendein anderes Formatzeichen, ein Instrumentenaufruf oder ähnliches. Duole Ein Duolenaufruf bewirkt, daß die folgenden zwei Noten so lang gespielt werden, wie normalerweise 3 Noten der entsprechenden Länge. Oder mit anderen Worten: Die beiden Noten werden 3/2 mal solang gespielt wie normal. (... 3/2 Länge * 2 Noten = 3 Längen). Dasselbe wäre bei 'normalen' Noten auch durch das Setzen einer entsprechenden punktierten Note zu erreichen, als Duolen können jedoch auch punktierte Noten auftreten, die sonst natürlich nicht nochmals punktiert werden könnten. ACHTUNG: Wenn Sie einen Duolenaufruf setzen, sollten danach auch tatsächlich 2 Noten folgen und nicht irgendein anderes Formatzeichen, ein Instrumentenaufruf oder ähnliches. Haltebögen Ein Haltebogen bewirkt, daß die zwei Noten zwischen denen er steht zusammenhängend, also 'gebunden' gespielt werden. Durch Haltebögen ist es möglich, praktisch beliebig lange Noten, oder auch zusammenhängende Verläufe von Tönen verschiedener Höhe zu erzeugen. Dies ist jedoch nur sinnvoll, wenn das gerade spielende Instrument auch ein Instrument ist, das lang gehaltene Klänge spielen kann. Ein Drum- Klang ist eben vorbei, wenn er vorbei ist und es ist nicht sinnvoll, hier Noten zu binden, im Gegensatz etwa zu einem Bläserklang. Es stehen zwei Arten von Haltebögen, oberhalb oder unterhalb des Notensystems zur Verfügung. Der Unterschied zwischen diesen beiden Arten ist lediglich grafischer Natur. Je nach Art der Note und je nachdem, ob und wie der Song ausgedruckt werden soll, ist es sinnvoller die Haltebögen oben, unten oder auch abwechselnd zu setzen. Staccato Eine weitere Option zur Darstellung und Beeinflussung von Songs ist Staccato. Staccato bewirkt, daß die Töne kurz oder 'abgehackt' gespielt werden. Ebenso wie bei der Fermate hängt es auch beim Staccato mehr oder weniger von der Art des Musikstücks oder dem Spielgefühl des Musikers ab, wie Staccato gespielt wird. Bei einem Rechner muß auch dies natürlich wieder irgendwie schematisch geregelt werden. Bei Beethoven werden Noten, die Staccato gespielt werden nur über die Hälfte ihrer eigentlichen Länge gespielt. Die Dauer des Tons, also die eigentliche Notenlänge wird dadurch nicht beeinflusst. Eine Viertelnote, die Staccato gespielt wird bleibt eine Viertelnote, der Klang wird aber nur über die Hälfte der Notendauer gehalten. Noten, die staccato gespielt werden, werden in der Notendarstellung durch einen kleinen Punk über- bzw. unterhalb des Notenkopfes dargestellt, je nachdem in welche Richtung der Notenhals zeigt. Um Staccato in einer Stimme zu starten, klicken Sie auf das Staccato-On- Gadget. Dies bewirkt das Setzen eines Staccato-Aufrufs und alle nachfolgenden Noten werden staccato gespielt. Um das Staccato in der Stimme wieder zu beenden, genügt das Setzen eines Staccato-Off-Aufrufs mittels Mausklick auf das entsprechende Gadget.