H A N D Y - R E A D E R Version: 3.04 Datum: 06.05.1990 Vertrieb durch: CAMERON Elektronische Produkte GmbH Pfaffenweg 1 D-7024 Filderstadt 4 Copyright (c) 1988-90 bei: Imperial SOFTware Systems Gerdes KG Lessenicher Straße 9 D-5300 Bonn 1 Programm, Dokumentation und Ausführung sind urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen sind nur für den persönlichen Gebrauch zulässig. Jede Zuwiderhandlung wird zur Anzeige gebracht. Um den HANDY-READER einsetzen zu können, benötigen Sie einen HANDY-SCANNER der CAMERON GmbH, den Mitsumi A4 Scanner oder den Gerdes Personal A4 Scanner. --------------------------------------------------------------------------- Dieses File dient dazu, Ihnen die neusten Verbesserungen und Änderungen des HANDY-READERs zu erläutern. Außerdem wollen wir Ihnen an dieser Stelle bei häufig auftretenden Schwierigkeiten Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Sollten Sie selber Vorschläge zur Verbesserung unserer Produkte haben, so senden Sie diese bitte in Form eines kurzen Briefes an die CAMERON GmbH. --------------------------------------------------------------------------- Die Version 3.05 vom 06.05.90 ist die sechste Release-Version des HANDY- READERS für den Commodore AMIGA und ersetzt den Handy-Reader 3.04 vom 02.04.1990. Der Handy-Reader 3.02 war die vierte Version und stammte vom 25.09.1989. Die dritte Version (3.01) wurde am 08.05.1989 freigegeben. Die zweite Version (3.0) stammte vom 21.11.88. Die erste Version war die Version 2.0 vom 21.07.1988. Folgende Fehler wurden korrigiert: - In der Version 2.0 konnte es zu einem Absturz kommen, wenn man das Erken- nungsrechteck größer als das eingescannte Bild machte. Dies wurde korrigiert. 3.0 - Bei einem Teil der Personal A4 Scanner wurde links ein Teil des Randes von ca. 2.8 cm abgeschnitten. Dies tritt nun nicht mehr auf. 3.01 - Ein Fehler im Algorithmus der z.T. zu Fehlerkennungen bzw. Abstürzen führte, wurde behoben. 3.01 - Auf Rechnern mit mehr als 2.5MByte konnten mit dem Handy-Scanner im 200dpi-Modus Probleme auftreten, da das Programm schlichtweg nicht glauben konnte, daß Sie so viel Speicher haben. Es trat einfach ein Überlauf auf, der aber nun nicht mehr auftritt. 3.02 - Arbeiten mehrere Programme gleichzeitig, so werden Maus-Bewegungen auf anderen Bildschirmen nun korrekt ignoriert. 3.02 - Da ein Buffer zu klein bemessen war, konnten bei langen Zeilen in großer Schrift aufeinmal scheinbar unmotivierte Zeilenumbrüche auftreten. Dies wurde durch Erhöhung der Buffergröße für alle sinnvollen Fälle nun be- seitigt. 3.03 - Beim Lernen (Teach-In) konnten aufgrund eines Programmierfehlers anstatt gültiger Zeichen Leerstrings gelernt werden. Dieser Fehler wurde behoben. 3.04 Folgende Verbesserungen wurden vorgenommen: - Der 200dpi DINA4-Flachbett-Scanner "Personal Scanner" wird nun auch unter- stützt. Dieser Scanner wird selbstätig erkannt. Eine Auflösungsverdopplung ist hier grundsätzlich nicht möglich. Um eine ganze DINA4-Seite scannen zu können benötigen Sie mindestens 1MByte RAM. Es empfiehlt sich, auf den zweiten Scan-Buffer zu verzichten und/oder ihn auf Diskette auszulagern. (s.u.) Der Handy-Reader wurde außerdem so geändert, daß er auch mit den hier anfallenden hohen Textmengen zurechtkommt. Zudem mußte noch die Speicherverwaltung so angepaßt werden, daß auch eine ganze DINA4-Seite in den Grafik-Speicher paßt. 3.0 - Handy-Reader unterstützt nun auch sowohl den Handy-Scanner Type 10 (105mm breit, 200/300/400dpi Auflösung) sowie den Mitsumi A4 Scanner (200/300dpi in bis zu 64 Graurastern). Zu deren Betrieb wird allerdings das korrekte Interface benötigt. 3.02 - Sollte ein Fehler auftreten, der zum Verlassen des Programms zwingt, so probiert Handy-Reader nun, diesen mittels eines Alerts mitzuteilen. So werden Sie nun auch beim Workbench-Start von Handy-Reader über eine evtl. Fehlerursache informiert. 3.03 - Bei Speicherknappheit müssen Sie nun nicht immer die volle Scan-Breite ausnutzen, sondern Sie können mit Hilfe eines eigenen Menue-Punktes gleich beim Scannen die Scan-Breite begrenzen. Dies geschieht mittels des Menue- Punktes "Scan-Breite begrenzen". Hier geben Sie die maximal erlaubte Scan- Breite in mm ein. Beim Scannen wird dann maximal der angegebene Anteil des Scanners ausgenutzt - von der linken Vorlagenseite an gerechnet. Soll die Begrenzung aufgehoben werden, d.h. Sie wünschen keine Breitenbegrenzung, so geben Sie einfach ein "?" ein. 3.02 - Das Menu "Datensatz" wurde um "Erkennen & Lernen" erweitert. Hierbei handelt es sich um eine Kombination von "Lernen" und "Erkennen"; sozu- sagen um ein Comfort-Teach-In. Der Aufruf (Rechteck u.ä.) entspricht den oben zitierten Funktionen. Der Handy-Reader fängt nach dem Aufruf an, den Text in ASCII zu übersetzen. Bei allen Buchstaben, wo er sich nicht sicher ist, wird der Operateur zu Rate gezogen. Sie erhalten so gleichzeitig eine Übersetzung der Vorlage und verbessern Ihren Datensatz. Dennoch: Schneller ist eine reine Erkennung (falls man nur eine Übersetzung haben will) und Verwechslungen kann man Ihm hiermit auch nicht abgewöhnen, dazu braucht man nun wirklich die Funktion "Lernen". 3.0 - Unter Scanner finden Sie zwei neue Menu-Punkte. Der erste ist "Scan-Bild- Sicherung zwingend". Hiermit können Sie festlegen, ob Sie eine Sicher- heitskopie des Bildes benötigen oder nicht. Die Sicherheitskopie dient dazu, nach dem Erkennen das Original-Bild wieder herzustellen. Zwingend erforderlich ist sie auch, wenn Sie horizontal scannen wollen. Auf die Sicherheitskopie wird übrigens nur dann wirklich verzichtet, wenn kein Platz mehr vorhanden ist. 3.0 - Neu ist ebenfalls "Diskette mitverwenden". Hiermit können Sie anwählen, ob HANDY-READER das Sicherungsbild auf Diskette auslagern darf oder nicht. Wird das Bild auf Diskette ausgelagert, so dauert dies selbstverständlich länger als der Zugriff im Speicher und außerdem wird ausreichend freier Platz auf der Diskette benötigt. Die Diskette wird nur dann wirklich mit- verwandt, wenn sonst nicht genug Speicher zur Verfügung steht. Der Name der Sicherungsdatei ist in "Text.txt" festgelegt und kann dort leicht mit einem ASCII-Editor geändert werden. 3.0 - Ein weiterer neuer Punkt ist "Bereiche finden" unter dem Titel "Erkennen". Dies funktioniert prinzipiell genauso wie "Erkennen", nur untersucht der HANDY-READER selbständig, ob er sinnvolle Absätze oder Spalten feststellen kann. So ist es z.B. möglich, einen dreispaltigen Text mit Überschrift über die ganze Seite in einem Durchgang übersetzen zu lassen. Der Text wird dann in der Reihenfolge ausgegeben, wie man ihn lesen würde. 3.0 - Ebenfalls neu unter diesem Titel ist "Schriftgröße". Ist Ihnen die Schrift- größe Ihrer Vorlage bekannt, so können Sie sie hier angeben (ansonsten ge- ben Sie ein Fragezeichen ein). Die Erkennung funktioniert wesentlich zuver- lässiger, wenn die richtige Schriftgröße bekannt ist. Schreibmaschinen- schriften haben in der Regel zwischen 10 und 12 Punkt Größe. Achtung: Viele kleine Schriften, die angeblich 12 Punkt groß sein sollen, sind nur ca. 11 Punkt groß. Hier hilft evtl. der folgende Menu-Punkt. 3.0 - Eng zusammenhängend mit dem letzten Menu-Punkt ist "Hilfe Schriftgröße". Falls Sie nun gar nicht wissen, wie groß nun ihre Schrift ist, können Sie dies hiermit ungefähr feststellen. Dazu müssen Sie zuerst einen Rahmen um einen Großbuchstaben (!) legen. Der Rahmen ist in der gleichen Weise zu de- finieren wie ein Erkennungsrechteck. Dann rufen Sie diesen Menu-Punkt auf und der Computer wird Ihnen mitteilen, wie groß die Schrift Ihrer Vorlage ist. Dies ist - falls richtig angewandt - wesentlich zuverlässiger als die Kenntnis der Schriftgröße aus anderer Quelle. Dazu müssen Sie allerdings ruhig scannen (mit dem Handy-Scanner), wirklich einen Buchstaben mit Ober- länge auswählen und das Rechteck genau um den Buchstaben legen. 3.0 - Nun folgen einige Optionen, mit denen man nun Parameter zur Texterkennung angeben kann. Die erste Option ist "+ Zeichentrennung". Hiermit können Sie auswählen, ob zusammenhängende Zeichen in mehrere einzelne getrennt werden sollen. Haben Sie eine Vorlage, bei der nun wirklich keine Zeichen zusam- menhängen, dann empfiehlt es sich die Zeichentrennung auszuschalten; die Erkennung gewinnt damit etwas an Sicherheit. 3.0 - Der zweite Parameter ist "+ Rahmen entfernen". Normalerweise entfernt der Handy-Reader automatisch große Grafikelemente, wie z.B. Rahmen um Text- passagen. Sind bei Ihnen nun keinerlei solche Grafiken vorhanden, so kön- nen Sie hiermit auch die Rahmenentfernung ausschalten; bei stark unter- schiedlichen Schriftgrößen oder vielen zusammenhängenden Buchstaben er- zielen Sie dann bessere Ergebnisse. 3.0 - Vorerst der letzte neue Menu-Punkt ist "- Exakt" unter dem Titel "Erkennen". Hiermit können Sie zwischen 2 verschiedenen Erkennungsgenauigkeiten wählen: 'Draft' und 'Exakt'. Die Datensätze für diese beiden Erkennungsmodi sind allerdings nicht kompatibel ! Draft entspricht dem Erkennungsmodus des Handy-Readers 2.0. Exakt ist zwar deutlich zuverlässiger, aber schrift- größenabhängig (Sie müssen also für jede Schriftgröße einen neuen Daten- satz anlegen !), langsamer und auch die maximale Datensatzgröße ist kleiner (ca. 1600 statt ca. 2800 Zeichen). Beim Laden eines Datensatzes wird die Genauigkeit bei Bedarf automatisch umgeschaltet. Da die Datensätze der bei- den Erkennugsmodi nicht kompatibel sind, muß der aktuelle Datensatz ge- löscht werden, sollte sich beim Umschalten noch ein alter Datensatz im Speicher befinden. Ist dies erforderlich, so erwartet der Handy-Reader 3.0 von Ihnen eine Bestätigung. Für den neuen Erkennungsmodus gibt es dann auch gleich ein paar Datensätze für '12pt.'-Schriften: Courier, Prestige, Pica, LetterGothic (Alles in Wirklichkeit 10-11 pt.). Hierbei handelt es sich aber nur um Grundstöcke für Ihre Arbeit; Erkennungsraten von > 99% erhalten Sie nur mit speziell angepaßten Datensätzen. Selbstverständlich wurden auch Merge und Lister an den neuen Erkennungs- modus angepaßt. Bei Merge kann man allerdings nur Datensätze gleichen Typs zusammenführen, da die Datensätze eben nicht kompatibel sind. Lister gibt Ihnen neben allen anderen Informationen auch den Typ des Datensatzes an. 3.0 - Die Zeilentrennung funktioniert beim Handy-Reader 3.0 wesentlich besser als bei der Version 2.0. 3.0 - Die maximale Scan-Länge ist etwas vorsichtiger bemessen; der Speicher wird somit nicht ganz so schnell knapp. 3.0 - Die Angabe eines File-Namens beim Starten des Handy-Readers ist dadurch leichter geworden, daß der Handy-Reader nun auch im directory DATA sucht. Dasselbe gilt nun auch für Merge und Lister. Nur den Zielnamen bei Merge sollte man immer mit der kompletten Pfadbezeichnung eingeben. 3.0 Viel Erfolg beim Einsatz des HANDY-READERs wünscht Ihnen die CAMERON GmbH, Filderstadt