Dokumentation: AmigaKonto V2.2 1. Einführung AmigaKonto wurde geschrieben, um die Verwaltung von Konten zu vereinfachen. Insbesondere Girokonten mit vielen Kontenbewegungen lassen schnell die Übersicht verlieren, wenn es darum geht, ständig wiederkehrende Überweisungen zu prüfen. AmigaKonto dient daher zunächst als eine spezielle Art von Datenbank, in der die einzelnen Überweisungsaufträge verwaltet werden. Durch zahlreiche Selektions- und Statistikfunktionen können dann aus der Gesamtheit von Kontenbewegungen gezielt einzelne Posten nach den verschiedensten Kriterien aufgesucht werden. Der volle Nutzen läßt sich dann erzielen, wenn Kontodaten über mehrere Jahre gesammelt werden und somit Vergleichswerte zur Verfügung stehen, die über die Selektionsfunktionen einen schnellen Überblick der Daten ermöglichen. 2. Hardwarevoraussetzungen AmigaKonto wurde in der Version 2.2 vollständig an den Amiga-Style-Guidelines von Commodore orientiert und präsentiert sich deshalb im typischen "Look and Feel" der Workbench 2.0. Um dennoch den Anwender mit Kickstart 1.2 oder 1.3 nicht auszuschließen, wird unter diesen Betriebssystemversionen die OS2.0-Oberfläche in den wesentlichen Punkten simuliert. Somit läßt sich AmigaKonto mit jedem Betriebssystem auf dem Amiga verwenden. Selbstverständlich können unter Kickstart 1.2 / 1.3 dann nicht die zusätzlichen Fähigkeiten ab OS 2.0 genutzt werden. Dies betrifft für AmigaKonto insbesondere die Anpassung an den voreingestellten Zeichensatz und den Bildschirmmodus. Es werden im Minimum 1 MByte Hauptspeicher (bei Amiga 600 1.5 MByte) benötigt. Eine Festplatte ist nicht Voraussetzung. 3. Installation AmigaKonto wird mit dem Standard-Installationsprogramm von Commodore ausgeliefert und läßt sich mit diesem problemlos auf Festplatte installieren. Hier die Copyrighterklärung von Commodore bezüglich "Installer": Installer and Installer project icon (c) Copyright 1991-93 Commodore-Amiga, Inc. All Rights Reserved. Reproduced and distributed under license from Commodore. INSTALLER SOFTWARE IS PROVIDED "AS-IS" AND SUBJECT TO CHANGE; NO WARRANTIES ARE MADE. ALL USE IS AT YOUR OWN RISK. NO LIABILITY OR RESPONSIBILITY IS ASSUMED. Um AmigaKonto von Diskette zu starten, ist keine gesonderte Installation erforderlich. Sie sollten jedoch in jedem Fall vorher eine Sicherheitskopie der beiliegenden Diskette anfertigen. Wenn Sie dabei das Kopierprogramm der Workbench verwenden, müssen Sie zusätzlich noch beachten, daß danach der kopierten Diskette wieder der ursprüngliche Name gegeben wird. Das Kopierprogramm fügt nämlich automatisch "Copy of ..." zum alten Namen. 4. Ein erster Überblick Bevor hier auf einzelne Funktionen im Detail eingegangen wird, soll zunächst das allgemeine Konzept näher vorgestellt werden. Starten Sie dazu bitte das Programm AmigaKonto. Sollte dabei eine Meldung erscheinen, daß die Voreinstellungen nicht geladen werden konnten, ist das nicht weiter problematisch, da in diesem Fall die Standardeinstellung verwendet wird. AmigaKonto öffnet nach dem Starten einen eigenen Bildschirm mit einem darauf zentrierten Fenster, das einen Kontoauszug darstellen soll. Dies ist praktisch der erste Eintrag eines "unbenannten" Kontos. In dieser Ausgabemaske können Sie später die einzelnen Kontenbewegungen eintragen. Im oberen Bereich des Fensters befindet sich links die Anzeige der Eintragnummer und rechts das Datum der letzten Änderung. Da Sie hier ein Konto neu beginnen, ist noch kein Datum angegeben. Die Eintragnummer läßt sich sowohl direkt eingeben, indem Sie mit der Maus die Nummer anklicken und einen neuen Wert eingeben als auch mit den Pfeiltasten um jeweils Eins nach oben bzw. unten zählen. Momentan sind noch keine Einträge vorhanden, so daß keine größeren Werte als 1 akzeptiert werden. In der Menüleiste befinden sich folgende Funktionsgruppen: - "Konto" enthält Funktionen zum Laden, Speichern und Drucken von Kontos. Dies entspricht dem normalen "Projekt"-Menü. - "Bearbeiten" dient zum Löschen und Sortieren von Einträgen. - Im "Suchen"-Menü kann nach verschiedenen Kriterien ein Eintrag ausgewählt werden. - "Auswertung" hat eine ähnliche Funktion wie "Suchen". Es lassen sich hier jedoch Einträge über verschiedene Kriterien zu Klassen zusammenfassen; dies hängt eng mit dem Menü "Oberbegriffe" zusammen. - "Oberbegriffe" enthält alle Funktionen, die die leistungsfähigen Selektionsfunktionen von AmigaKonto erst möglich machen. Hier werden Namen für bestimmte Gruppen von Einträgen vergeben. - In "Extras" befinden sich Zusatzfunktionen, die seltener benötigt werden und deshalb zunächst noch nicht weiter beschrieben werden sollen. Bevor Sie mit der Eingabe Ihrer Kontodaten beginnen, sollten Sie sich die nächsten beiden Abschnitte durchlesen, um Ihre eigene Konfiguration von AmigaKonto zu wählen und das Grundgerüst für eine sinnvolle spätere Nutzung des Programms zu erhalten. Lesen Sie außerdem den Inhalt der Textdatei "Wichtige Hinweise", indem Sie das Icon doppelt anklicken. Dort stehen auch letzte Informationen, die erst nach Drucklegung dieses Textes verfügbar wurden. 5. Konfiguration Im Prinzip ist in AmigaKonto nicht mehr viel zusätzlich einzustellen, da die wichtigen Einstellungen aus den normalen Amiga-Voreinstellungen übernommen werden. Dies betrifft die Farbwahl, die Druckereinstellung, und die Wahl des Zeichensatzes. Beachten Sie bitte, daß unter Kickstart 1.2 / 1.3 grundsätzlich eigene Farben (die Standardfarben der Workbench 2.0) verwendet werden. Eine Übernahme der voreingestellten Farben des Preferences hätte unlesbare Ausgaben zur Folge. Nach Beendigung von AmigaKonto werden jedoch die alten Farben wiederhergestellt. Weiterhin haben Sie unter Kickstart 1.2 / 1.3 nicht die Wahl eines Zeichensatzes, es wird immer Topaz-8 verwendet. Ab OS 2.0 werden sowohl die eingestellten Farben als auch der voreingestellte Zeichensatz verwendet. Alle Ausgaben passen sich an diesen Zeichensatz an, wobei auch proportionale und Vektor-Zeichensätze vollständig unterstützt werden. Da Sie sicherlich auch andere Programme mit Druckfunktion verwenden, sollte auch der Drucker schon korrekt gewählt sein. Sie können dies prüfen, indem Sie unter Kickstart 1.2 / 1.3 das Programm "Preferences" aus dem "prefs"-Ordner und ab OS 2.0 das Programm "Printer" aus dem gleichen Ordner starten und nachsehen, welcher Drucker gewählt ist. Beachten Sie auch, daß nicht der richtige Drucker gewählt wird, wenn Sie von der AmigaKonto-Diskette booten. Hier sollten Sie von Ihrer Workbench-Diskette booten. Als Festplattenbesitzer haben Sie diese Probleme nicht, da Festplatten in der Regel autobootend sind und deshalb die Voreinstellungen von der Platte kommen. Innerhalb von "AmigaKonto" muß lediglich noch der Bildschirmmodus gewählt werden. Wählen Sie dazu aus dem Menü "Extras" die Funktion "Bildschirm". In der daraufhin erscheinenden Auswahlbox finden Sie alle verfügbaren Bildschirmmodi. Unter Kickstart 1.2 / 1.3 bleibt hier nur die Wahl zwischen PAL und NTSC, jeweils non-interlaced und interlaced. Wenn Sie keinen Flickerfixer zur Vermeidung des Flimmerns besitzen, sollten Sie in jedem Fall einen non-interlaced-Modus verwenden. Der vorgegebene Modus ist PAL-Hires non-interlaced ohne Overscan. Dies ist der "normale" Modus der Workbench. Unter Kickstart 1.2 / 1.3 sollte er beibehalten werden. Wichtig ist zudem, daß unter Kickstart 1.2 / 1.3 zwar die Auswahlmöglichkeit von NTSC besteht, in aller Regel aber ein PAL-Bildschirm mit nur 200 Bildschirm- zeilen geöffnet wird. Insbesondere stehen also keine 60 Hz Bildwiederholfrequenz zur Verfügung. Anders sieht es ab OS 2.0 aus. Hier stehen Ihnen eine ganze Reihe zusätzlicher Bildschirmmodi zur Verfügung, die u.U. gegenüber dem vorgegebenen Bildschirmmodus von Vorteil sein könnten. Hier sei insbesondere der PRODUCTIVITY-Modus wegen seiner höheren Bildwiederholfrequenz erwähnt. Haben Sie in Ihrem Amiga eine Grafikkarte installiert, die eine Workbench-Emulation bietet, können Sie auch deren Grafikmodi wählen. AmigaKonto wurde mit den Grafikkarten "DOMINO" und "MERLIN" der Firma XPert getestet und funktionierte dort auch in den höheren Auflösungen. Ebenfalls problemlos sollten die Grafikkarten "RETINA", "PICASSO II" und "OMNIBUS" arbeiten. Im Zweifel kann AmigaKonto auch direkt auf der Workbench arbeiten. Hierzu enthält das Extras-Menü den Punkt "Workbench". Es sei noch darauf hingewiesen, daß in der Auswahlbox zwar verschiedene Farbtiefen (Farbanzahl) gewählt werden können, von AmigaKonto jedoch immer vier Farben verwendet werden. Nachdem Sie auf diese Weise Ihren bevorzugten Bildschirmmodus gewählt haben, wählen Sie bitte "Einstellung speichern", um die vorgenommene Änderung dauerhaft zu machen. 6. Festlegung der Einordnungsklassen - Oberbegriffe Der eigentliche Nutzen von AmigaKonto ergibt sich aus der Möglichkeit, Klassen von Einnahmen bzw. Ausgaben zu definieren, denen die einzelnen Einträge (Kontenbewegungen) untergeordnet werden. Dies sieht in der Praxis so aus, daß Sie bestimmte Oberbegriffe festlegen, die Ihre Kontenbewegungen charakterisieren. So könnten Sie z.B. den Oberbegriff "Versicherung" einführen, dem z.B. die KFZ-Haftpflicht, die Hausrats- und Ihre Lebensversicherung zugeordnet werden. Über die so vorgegebene Einordnung lassen sich später aus der Gesamtheit aller Posten gezielt die Ausgaben für Versicherungen ermitteln. Zusammen mit der Wahl eines bestimmten Zeitraumes können Sie später feststellen, wie hoch Ihre Ausgaben in einem bestimmten Bereich waren. AmigaKonto bietet darüberhinaus die Fähigkeit, jedem Posten beliebig viele Oberbegriffe zuzuordnen, so daß Sie weitere und genauere Einordnungen vornehmen können. Hier zeigt sich jedoch auch, daß eine sinnvolle spätere Auswertung der Kontenbewegungen nur vorgenommen werden kann, wenn die Oberbegriffe sinnvoll gewählt wurden. Würde man sich hier z.B. auf die Einordnungen "Ausgabe" und "Einnahme" beschränken, wäre der tatsächliche Nutzen der Archivierung fast gleich null. Um Ihnen vollständige Flexibilität zu geben, wurden in AmigaKonto keine festen Oberbegriffe vorgegeben. Sie bestimmen vielmehr selber, welche Einordnung Sie für sich als notwendig erachten. Als Anregung sollen jedoch einige Beispiele für Oberbegriffe gegeben werden: - Versicherung, Steuern, Strom, Gas, Telefon, Zeitungen/Zeitschriften, Gehalt, Barauszahlung, Bareinzahlung, Auto, etc. Zusätzlich können dann noch Oberbegriffe für eine grobe Einteilung hinzugenommen werden wie: - Dauerauftrag, Überweisung, Festausgabe, Einnahmen Eine Klasse von Oberbegriffen ist bereits auf der Programmdiskette enthalten. Diese kann beliebig verändert oder auch gelöscht werden. Da für die Eingabe von Posten diese Einordnung unerläßlich ist, soll nun zunächst beschrieben werden, wie Sie diese Oberbegriffe eingeben. Bedenken Sie dabei, daß die Oberbegriffe global für alle Konten gelten und daher alle Ihre Konten abdecken müssen. Wählen Sie aus dem Menü "Oberbegriffe" die Funktion "Hinzufügen...", um einen neuen Oberbegriff einzuführen. In dem daraufhin erscheinenden Fenster geben Sie den Oberbegriff ein. Dies wiederholen Sie für alle Oberbegriffe, die Sie verwenden möchten. Spätere Änderungen sind jederzeit über die Funktionen "Löschen" und "Ändern" aus dem gleichen Menü möglich. Sie sollten jedoch speziell mit der Funktion "Löschen" vorsichtig umgehen und diese nur verwenden, wenn Sie noch keinen Kontoposten diesem Oberbegriff zugeordnet haben. Beim Löschen eines Oberbegriffs verschwindet damit diese Einordnung aus allen Kontodateien. Um einen Überblick aller schon eingegebenen Oberbegriffe zu erhalten, wählen Sie die Funktion "Ansehen" aus dem gleichen Menü. Sie erhalten in einer Liste die vorher eingegebenen Begriffe. Mit "Drucken" läßt sich auch ein Ausdruck dieser Begriffe erstellen. Nach der Eingabe müssen die Oberbegriffe noch gespeichert werden. Dies wird immer automatisch bei Beendigung des Programms vorgenommen. Nachdem Sie nun eine ganze Liste von Begriffen eingegeben haben, sollten Sie ruhig das Programm einmal beenden, um die Begriffe zu speichern. AmigaKonto fragt noch einmal nach, ob die Begriffe wirklich gespeichert werden sollen. Dies bejahen Sie natürlich bei dieser ersten Eingabe. 7. Eingabe von Kontoposten Nachdem die wichtigsten Oberbegriffe festgelegt worden sind, können wir mit der eigentlichen Eingabe der Kontoposten beginnen. Wie schon im Überblick erwähnt, dient hierzu das Eingabefenster, das nach dem Starten des Programms erscheint. Gehen Sie bitte bei der Eingabe eines Postens wie folgt vor: - Klicken Sie mit der Maus in das leere Eingabefeld hinter "Datum". Es erscheint ein Cursor, und Sie können die Eingabe des Datums im Format TT.MM.JJJJ vornehmen. Anstelle der zweistelligen Eingabe können Tag und Monat auch einstellig und das Jahr zweistellig eingegeben werden. AmigaKonto wandelt jedoch immer in das angegebene Format um. Wenn möglich sollten Sie das Buchungsdatum eintragen. Manche Kreditinstitute geben jedoch nur Kontoauszüge aus, die ausschließlich das Auszugsdatum enthalten. In diesem Fall können Sie dieses Datum als Alternative verwenden. Nachdem Sie "Enter" betätigt haben, wird das Datum im Standardformat angezeigt. - Im zweiten Schritt klicken Sie das Eingabefeld der Auszugsnummer an und geben diese ein. Die zwei Pfeile nach oben und unten bieten Ihnen auch die Möglichkeit, den Wert mit der Maus zu verändern. Halten Sie dabei die Maustaste über einem Pfeil gedrückt, um schnell nach oben bzw. unten zu zählen. - Nun wählen Sie die Eingabezeile für den Verwendungszweck, wo Sie eine Beschreibung des Kontopostens eingeben können. Es ist, wie sich später zeigt, von Vorteil, wenn Sie hier für wiederkehrende Posten den gleichen Beschreibungstext wählen; z.B. bei einer monatlichen Abbuchung: Versicherung 1/93, Versicherung 2/93, etc. Dies fördert nebenbei auch die Übersichtlichkeit, wenn Sie später durch Selektion diese Einträge wieder herausfiltern. - Im nächsten Schritt wird die Einordnung des Postens vorgenommen. Hier werden nun die Oberbegriffe wichtig, die im vorhergehenden Abschnitt beschrieben wurden. In der Eingabezeile finden Sie vorne einen Schalter mit einem nach unten gerichteten Pfeil. Klicken Sie diesen bitte mit der Maus an, wobei Sie die Maustaste gedrückt halten (ähnlich den Menüfunktionen, hier jedoch mit der linken Maustaste). Es erscheint eine Liste der Oberbegriffe, die Sie vorher eingegeben haben. Während Sie die Maustaste weiterhin gedrückt halten, können Sie den Cursor über die Einträge bewegen, wobei jeweils der Eintrag unter dem Cursor unterlegt dargestellt wird. Um einen Eintrag zu wählen, lassen Sie die Maustaste über diesem los. Der Oberbegriff erscheint daraufhin in der Anzeige. Um diesen Oberbegriff wieder zu entfernen, wählen Sie auf die gleiche Weise diesen Begriff noch ein zweites Mal. Da AmigaKonto mehrere Zuordnungen von Oberbegriffen zu einem Posten zuläßt, können Sie auch noch andere auf diese Weise wählen. Diese erscheinen dann alle hintereinander in der Anzeige. In der Liste der Oberbegriffe können Sie die gewählten Oberbegriffe durch die Ausgabe in Fettschrift leicht erkennen. - Als nächstes wird der Betrag des Postens im Eingabefeld hinter "Betrag" eingegeben. Prinzipiell können Sie hier ein beliebiges Format der Eingabe wählen, d.h. Sie sind nicht gezwungen, immer den Nachkommaanteil mit anzugeben. Eingaben werden jedoch nach der Bestätigung mit Enter in ein Standardformat mit zwei Nachkommastellen gebracht. Um AmigaKonto international einsetzbar zu lassen, wurde darauf verzichtet, ein Kürzel für eine bestimmte Währung auszugeben. Wichtiger Hinweis: Abbuchungen sind in der Standardeinstellung als negativer Betrag einzugeben, Einzahlungen als positiver. Da in der Regel ein Großteil der Posten Abbuchungen sein werden, kann im Menü "Extras" die Funktion "Pos. Belastung" gewählt werden. Eine genaue Beschreibung folgt später. Die Eingabe des Kontostands ist nicht notwendig, da dieser direkt aus den eingegebenen Beträgen berechnet werden kann. Hiermit ist die Eingabe des ersten Kontopostens abgeschlossen. Um mit dem nächsten Eintrag fortzufahren, klicken Sie einmal auf den Pfeil nach oben hinter "Eintrag", womit Sie zum zweiten Eintrag gelangen. Die Eingabefelder werden dann wieder leer dargestellt und Sie können in gleicher Weise wie oben beschrieben mit dem zweiten Posten fortfahren. Während Sie nun die ersten Erfahrungen mit AmigaKonto gemacht haben, werden vielleicht einige Fragen aufgetaucht sein: "Gibt es einen einfacheren Weg, von einer Eingabezeile in die nächste zu gelangen ?" Ja, verlassen Sie dazu eine Eingabezeile statt mit Enter mit der Tabulatortaste. Der Cursor erscheint daraufhin im nächsten Eingabefeld. "Wieviele Einträge kann ich maximal eingeben ?" Prinzipiell unbegrenzt viele, abhängig von der Speicherkapazität Ihres Computers. Es zeigt sich jedoch recht schnell, daß es sinnvoll ist, Konten auf maximal 1000 Posten zu beschränken. Hierzu kann z.B. für jedes Jahr eine eigene Datei angelegt werden. "Der erste Eintrag beginnt immer mit Kontostand 0,-. Ich habe jedoch einen Übertrag aus dem vorhergehenden Zeitraum. Wie kann ich diesen eingeben ?" Genau hierzu dient die Funktion "Anfangs-Kontostand" aus dem Menü "Bearbeiten". Die genaue Beschreibung folgt später. "Wie werden die eingegebenen Daten gespeichert ?" Mit den Funktionen "Speichern" und "Speichern als". Für ein neues Konto wählen Sie die Funktion "Speichern als", wobei Sie einen Dateinamen festlegen. Mit "Speichern" wird das Konto unter dem alten Namen gesichert. Mit diesem Abschnitt sind Sie nun in der Lage, eine Kontodatei für eines Ihrer Konten anzulegen. Um die übrigen Funktionen des Programms richtig ausprobieren zu können, sollten Sie jetzt zunächst einige Posten eingeben und speichern; am besten gleich zweifach, um mit der einen Datei ausprobieren zu können. 8. Das Menü "Bearbeiten" Im letzten Kapitel haben Sie kennengelernt, wie Sie generell Kontoposten in AmigaKonto übertragen. Das Menü "Bearbeiten" stellt eine Reihe von Befehlen zur Verfügung, die sich ebenfalls auf die Eingabe von Kontoposten beziehen. "Posten löschen" Der aktuell angezeigte Kontoposten wird gelöscht. Sichtbar wird daraufhin der nachfolgende Kontoposten. Um eine Fehlbedienung auszuschließen, wird vorher noch nachgefragt, ob der Eintrag wirklich zu löschen ist. Nach der Löschung werden die Kontostände zu den nachfolgenden Posten korrigiert. "Posten einsortieren" Wenn Sie Kontoposten nacheinander eingeben, werden diese in der gleichen Reihenfolge beibehalten, ohne das Datum zu berücksichtigen. Solange Sie Kontoposten in der gleichen Abfolge eingeben, wie sie in den Kontoauszügen erscheinen, entspricht dies der korrekten Reihenfolge. Manchmal ist es jedoch nötig, nachträglich einen Posten einzufügen, und sei es nur deshalb, weil Sie einen Posten versehentlich ausgelassen hatten. Diese Funktion sortiert den Eintrag wieder an die richtige Position. Wie vorher werden auch hier die Kontostände korrigiert. "Einordnung entfernen" Die Einordnung mit Oberbegriffen haben Sie wie bei der Eingabe beschrieben vorgenommen. Es ist möglich diese Einordnung wieder zu entfernen, indem Sie jeden einzelnen gewählten Oberbegriff noch ein zweites Mal wählen. Diese Funktion löscht hingegen alle Einordnungen auf einmal. "Einordnung übernehmen" Diese Funktion kann die Eingabe von Oberbegriffen etwas vereinfachen, wenn Sie hintereinander mehrere Posten eingeben, die in ihrer Einordnung identisch sind. Es werden einfach die Oberbegriffe des vorhergehenden Postens übernommen. Selbstverständlich kann dies nicht für den ersten Posten ausgeführt werden. "Einordnung vorschlagen" Auch diese Funktion vereinfacht die Wahl der Einordnung. Voraussetzung ist jedoch, daß Sie schon eine Reihe von Posten eingegeben haben. Hier wird ein cleverer Algorithmus benutzt, der alle bisher eingegebenen Posten überprüft, um herauszufinden, ob ein ähnlicher Eintrag schon einmal vorgekommen ist. Ist dies der Fall, wird die Einordnung von demjenigen Posten übernommen, der mit dem aktuell eingegebenen die größte Identität aufweist. Dies hört sich komplizierter an als es ist. Im Prinzip wird nur nachgesehen, was Sie als Verwendungszweck eingegeben haben. Nehmen wir an, Sie hätten irgendwann früher den Posten "Zeitung FAZ 1. Quartal 93" mit der Einordnung "Abonnement, Zeitschriften" eingegeben. Im aktuellen Eintrag geben Sie nun "Zeitung FAZ 2. Quartal 93" ein. Anstelle nun die Einordnungen "Abonnement" und "Zeitschriften" explizit auszuwählen, wählen Sie die Funktion "Einordnung vorschlagen". AmigaKonto überprüft die bisher eingegebenen Posten, trifft auf den Eintrag für das 1. Quartal und schlägt daher als Einordnung ebenfalls "Abonnement, Zeitschriften" vor. Dieser Vorgang läßt sich durch Auswahl der Option "Autom. Einordnung" automatisieren. Ist diese Option gewählt, wird von AmigaKonto nach Eingabe des Verwendungszwecks sofort die passende Einordnung gesucht. Hinweis: Sind zuwenige Posten eingegeben, kann AmigaKonto keine passende Einordnung finden und gibt deshalb eine entsprechende Meldung aus. "Konto sortieren" Diese Funktion arbeitet ähnlich wie "Eintrag einsortieren". Im Gegensatz zur letztgenannten Funktion wird jedoch das gesamte Konto neu sortiert. Auch hier werden die Kontostände neu berechnet. Im Untermenü wählen Sie die Art der Sortierung. In der Regel ist die chronologische Sortierung die sinnvollste, da Ihre Kontoauszüge in gleicher Weise sortiert sind und damit die Eingabe am einfachsten ist. Für bestimmte Zwecke ist es aber auch möglich, alphabetisch nach der Postenbeschreibung, nach dem Kontostand, dem Betrag oder der Auszugsnummer zu sortieren. Beachten Sie, daß beim Speichern eines Kontos die zuletzt gewählte Sortierung übernommen wird. "Anfangs-Kontostand..." Im letzten Kapitel ist die Frage aufgetaucht, wie der Übertrag von einer Kontodatei auf die nächste gehandhabt wird, wenn ein Konto (z.B. wegen zuvieler Posten) auf mehrere Dateien aufgeteilt wurde. In diesem Fall darf die zweite, dritte, etc. Kontodatei nicht mit dem Kontostand null beginnen. Es ist hingegen eine Initialisierung mit dem letzten Kontostand der vorhergehenden Datei notwendig. Mit dieser Funktion können Sie einen beliebigen Kontostand als Startwert vorgeben. Er erscheint dann im ersten Posten als "Alter Kontostand". Bei einer nachträglichen Änderung werden alle Kontostände neu berechnet, so daß die Änderung dieses Anfangswertes nicht zu Beginn einer Kontoeingabe geschehen muß. In der Praxis ist es sinnvoll, ein Konto so aufzuteilen, daß für jedes Jahr eine eigene Datei existiert. Hier hat diese Funktion dann wiederum den Zweck, den Kontostand aus dem vorhergehenden Jahr zu übernehmen. 9. Das Menü "Suchen" Haben Sie erst einmal eine größere Anzahl von Posten oder mehrere Dateien angelegt, liegt die Stärke von AmigaKonto darin, einzelne Posten schnell wieder aufzufinden. Das Menü "Suchen" stellt eine erste Palette von Befehlen bereit, um einzelne Posten zu finden. "Eintrag-Nummer..." Hier können Sie direkt eine Eintragnummer eingeben, der zugehörige Eintrag wird daraufhin dargestellt. Alle nachfolgenden Funktionen dieses Menüs suchen nach dem gewünschten Kriterium in allen Posten des Kontos. Werden mehrere Posten gefunden, die dem Kriterium genügen, erscheint zunächst eine Auswahlbox, aus der Sie den richtigen Posten durch Anklicken wählen. "Auszug-Nummer..." Geben Sie eine Auszugnummer ein, zu der Sie die Posten suchen. "Datum..." Sucht nach einem speziellen Datum. Das Format wird wie bei der Posteneingabe verwendet. "Verwendungszweck..." Sucht nach der vorgegebenen Zeichenkette. Es genügt, wenn die angegebene Zeichenkette als Teilkette in einem Posten als Verwendungszweck auftaucht. Weiterhin wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden, so daß beide Schreibweisen zugelassen sind. "Einordnung..." Hier wählen Sie zunächst aus der Liste der Oberbegriffe einen aus. Alle Posten, die diese Zuordnung enthalten, werden herausgesucht. "Betrag..." Sucht nach einem bestimmten Betrag eines Postens. "Kontostand..." Sucht entsprechend nach einem bestimmten Kontostand. "Nächstes suchen" Wurden in einem Suchvorgang mehrere Posten gefunden, die dem gewählten Kriterium genügen, so kann mit diesem Menüpunkt jeweils der nächste gefundene Eintrag aufgesucht werden. Diese Funktion kann sooft wiederholt werden, bis kein passender Eintrag mehr gefunden wird. Wie bereits erwähnt, dienen die Funktionen dieses Menüs nur dazu, einen einzelnen Posten aufzusuchen. Aus diesem Grunde fehlen hier auch Funktionen die die Suche in einem Intervall von Datum, Betra oder, Kontostand zulassen. Dennoch müssen Sie auf diese Funktionen nicht verzichten. Eine sehr leistungsfähige Art und Weise, nach mehreren Kriterien gleichzeitig zu suchen, wird in Kapitel 11 beschrieben. 10. Laden, Speichern und Drucken Bisher wurde insbesondere die Eingabe von Posten und das Wiederauffinden derselben besprochen. Das erste Menü "Konto" beinhaltet alle Funktionen zur sog. Projektverwaltung, hier also zur Verwaltung der Kontodateien. Das Laden von Kontodateien werden Sie in der Regel einfach durch das doppelte Anklicken der Icons Ihrer Kontodateien vornehmen. Im Programm selber hat die Funktion "Laden..." die gleiche Funktion, mit einem kleinen Unterschied: "Laden..." lädt eine Kontodatei, wobei jedoch eine bereits vorher geladene Datei nicht aus dem Speicher entfernt wird und somit mehrere Kontodateien gleichzeitig geladen sein können. Dies mag zunächst etwas verwirrend klingen, am einfachsten zu verstehen ist es jedoch, wenn Sie sich einen Editor oder eine Textverarbeitung vorstellen. Dort ist es möglich, mehrere Texte gleichzeitig zu bearbeiten, wobei diese in der Regel in mehreren Fenstern auf dem Bildschirm ausgegeben werden. Nicht anders ist es bei AmigaKonto. Beim Laden eines Kontos wird dies jeweils zusätzlich in einem neuen Fenster ausgegeben. Auch hier ist wiederum die Anzahl der geladenen Konten theoretisch unbegrenzt. Lediglich der Bildschirmaufbau wird durch mehrere Fenster u.U. bedeutend langsamer. Neben der normalen "Laden"-Funktion existiert zusätzlich der Menüpunkt "Anfügen", mit dem zwei Konten zu einem zusammengefügt werden können. Ein Anwendungsfall könnte zum Beispiel sein, daß Sie zwei einzelne Dateien für die Jahre 1992 und 1993 angelegt haben, jedoch für die Selektion deren Zusammenfügung in einer Einzeldatei von Vorteil wäre. Laden Sie dazu zunächst wie gewohnt mit der "Laden"-Funktion das erste Konto (hier also 1992). Wählen Sie daraufhin die Menüfunktion "Anfügen" mit der Datei für das zweite Konto (hier 1993). Im Gegensatz zur normalen Laden-Funktion wird nun kein weiteres Fenster geöffnet, sondern die Posten von 1993 an die Posten von 1992 angehängt. Die Kontostände werden dabei an den letzten Kontostand von 1992 angepaßt, d.h. ausgehend von diesem Kontostand die Buchungen von 1993 berechnet. Beachten Sie, daß das so entstandene neue Konto beider Dateien immer noch den gleichen Namen wie das zuerst geladene Konto besitzt. Sie sollten daher beim Speichern einen neuen Namen verwenden, um das erste Einzelkonto nicht zu überschreiben. Konten werden wie schon beschrieben mit "Speichern" oder "Speichern als..." auf Diskette/Festplatte gebracht. Wählen Sie die zweite der beiden Funktionen, können Sie zusätzlich den Dateinamen und den Pfad angeben. "Sichern" verwendet immer den alten Dateinamen. Dieser steht in der Titelleiste eines Fensters. Ein neues Konto hat immer zunächst den Namen "unbenannt". Hier sollten Sie beim ersten Speichern die Funktion "Speichern als..." verwenden, um einen sinnvollen Namen anzugeben. Mit "Speichern" würde das Konto nämlich den Dateinamen "unbenannt" erhalten. Trotz umfangreicher Selektionfunktionen erhält man dennoch den besten Überblick eines Kontos, wenn man es schwarz auf weiß vor sich hat. Daher bietet AmigaKonto eine sehr individuell einstellbare Druckfunktion. Diese arbeitet auf der Grundlage der Voreinstellungen im Amiga-Preferences-Programm. Wenn dort der richtige Druckertreiber für Ihren Drucker gewählt ist, sollte es keine Probleme mit fehlerhaften Ausdrucken geben. Die Druckfunktion hat im "Konto"-Menü die beiden Einträge "Drucken" und "Drucken als...", wobei die zweite eine genaue Einstellung des Ausdrucks erlaubt. In der linken Spalte wird die Art des Ausdrucks gewählt. "Normal" druckt in Pica-Schrift, "Schmal" in Elite (12 cpi). "Mehrzeilig" erzeugt einen sehr ausführlichen Ausdruck, wobei jeder Kontoposten zusammen mit den Feldnamen ausgedruckt wird. Über die rechte Spalte wird festgelegt, welche Daten eines Postens gedruckt werden sollen. "Numerierung" setzt vor jeden gedruckten Eintrag eine durchlaufende Indexnummer, die übrigen Wahlmöglichkeiten entsprechen den Eingaben eines Postens. Hinweis: Wenn Sie alle Daten eines Postens drucken, kann die Druckzeile breiter als das Papier werden, so daß ein ungewollter Umbruch entsteht. Wählen Sie in diesem Fall den Schmaldruck oder den mehrzeiligen Druck. Der Menüpunkt "Drucken" druckt sofort aus, ohne die Möglichkeit zu geben die Druckart zu ändern. Es wird die zuletzt gewählte Druckart verwendet, die in "Drucken als..." gewählt wurde. Im Menü "Konto" befinden sich noch die beiden Funktionen "Schließen" und "Beenden". Die erste Funktion schließt das aktuelle Konto (das Konto im aktivierten Fenster). Wurde das letzte Konto geschlossen, wird das Programm beendet. Mit "Beenden" werden alle Konten geschlossen und das Programm ebenfalls beendet. Wenn nur ein Konto geladen ist, haben beide Funktionen die gleiche Wirkung. Sind hingegen mehrere Konten im Speicher, wirkt die Funktion "Schließen" jeweils nur auf ein Konto. 11. Auswertung Im Menü "Auswertung" befinden sich Funktionen, mit denen gezielt aus einer Kontodatei Posten ausgewählt werden können. Im Gegensatz zum Menü "Suchen" können hier auch Intervalle von Datum, Betrag und Kontostand, sowie Kombinationen verschiedener Suchkriterien angegeben werden. Zentrale Bedeutung hat hierfür die Funktion "Selektion einzeln...", die ein weiteres Fenster öffnet. Auf der linken Seite befinden sich in diesem Fenster sog. Optionsschalter, über die Sie zunächst wählen, welche Kriterien für die Suche verwendet werden sollen. Möchten Sie z.B. alle Posten in einem bestimmten Zeitraum ausgeben lassen, wählen Sie hierzu "Datum" an, so daß in der vorangestellten Box ein Häkchen erscheint. Auf die gleiche Weise legen Sie fest, ob auch die Auszugsnummer, der Beschreibungstext, die Zuordnung (Oberbegriffe), der Betrag und der Kontostand als Suchkriterium verwendet werden sollen. Haben Sie mehr als eine Auswahl getroffen, müssen beide Kriterien zusammen erfüllt sein (Für Logiker: es besteht eine Und-Beziehung zwischen den einzelnen Kriterien). Nachdem Sie so festgelegt haben, unter welchem Kriterium gesucht werden soll, geben Sie noch die eigentlichen Suchdaten ein. Für das Datum ist dies das gesuchte Anfangs- und Endedatum, das Sie hinter "von" bzw. "bis" eintragen. Bei Auszugsnummern geben Sie die erste und letzte gesuchte Auszugsnummer an, bei "Zweck" eine Zeichenkette, die wie beim normalen Suchen im Posten enthalten sein soll. Die Zuordnung wählen Sie wie bei der Eingabe aus, wobei Sie auch hier mehrere Oberbegriffe gleichzeitig angeben dürfen. Zwischen diesen Oberbegriffen besteht eine Oder-Beziehung, d.h. in einem Eintrag muß nur ein Oberbegriff mit den gewählten übereinstimmen. Bei "Betrag" und "Kontostand" geben Sie wiederum den Minimum- und Maximumbetrag ein. Selbstverständlich sind nur dort die Angaben erforderlich, wo Sie die Selektion mit einem Häkchen aktiviert haben. Suchkriterien, die Sie nicht gewählt haben, müssen keine weiteren Angaben enthalten. Das Suchkriterium ist nun festgelegt. Sie haben daraufhin die Wahl, ob die passenden Kontoposten auf dem Bildschirm oder dem Drucker ausgegeben werden sollen. Mit dem Schalter "Anzeigen" erhalten Sie auf dem Bildschirm die Ausgabe. Es ist zu empfehlen, die Auswahl zunächst auf diese Weise zu prüfen und erst daraufhin auf dem Drucker auszugeben. Ein sehr ähnliches Verhalten zeigt auch die Menüfunktion "Selektion global...", mit dem Unterschied, daß hier auch über mehrere Konten hinweg gesucht werden kann. Laden Sie dazu zunächst alle Konten, in denen Sie nach Posten suchen möchten und rufen Sie dann diese Funktion mit den gewünschten Selektionskriterien auf. Die Zusammenstellung der Posten wird dann bezüglich beider Konten durchgeführt. Innerhalb der Selektionsfenster existieren Menüpunkte, die sich vom Hauptfenster unterscheiden. Im Menü "Selektion" finden sich die Äquivalente zu den Schaltern im Fenster wieder. Das zweite Menü "Sortierung" legt das Sortierkriterium fest. Es kann hier nach allen Eingabedaten für einen Kontoposten sortiert und bei Bedarf in umgekehrter Reihenfolge (d.h. absteigend) sortiert werden. "unsortiert" bedeutet hier, daß die Posten in der gleichen Reihenfolge aufgelistet werden, wie sie im Konto aufgefunden werden. Im Menü "Einträge" stehen die Hilfen "Zuordnung entfernen" und "Einträge löschen" zur Verfügung. Erstere entfernt nur die Auswahl der Zuordnung, letztere entfernt alle eingetragenen Suchkriterien. Neben dieser leistungsfähigen Selektionsfunktion von Kontoposten stehen noch zwei weitere Funktionen zur graphischen Ausgabe im Menü "Auswertung" zur Verfügung. Mit "Statistik Kontostand" erhalten Sie eine Grafik, die die Kontostände des aktuellen Kontos wiedergibt. Hier kann alternativ eine Balken- oder Liniengrafik gewählt werden. Wenn mehr Posten vorhanden sind als auf dem Bildschirm gleichzeitig in der Grafik sichtbar sein können, kann mit Hilfe eines Schiebebalkens der angezeigte Ausschnitt verschoben werden. Auf der linken Seite der Anzeige befindet sich die Angabe des minimalen und maximalen Kontostandes. Um den zu einem Balken korrespondierenden Kontoeintrag zu erhalten, genügt es, wenn Sie den gewünschten Balken einfach mit der Maus anklicken. Es erscheint daraufhin wieder die Postenanzeige mit dem zugehörigen Kontoeintrag. Die graphische Anzeige läßt sich aber der Version 2.2 von AmigaKonto auch ausdrucken. Wählen Sie hierzu den Schalter "Drucken". Zu beachten ist hier allerdings, daß jeweils nur der aktuell angezeigte Ausschnitt der Balkengrafik im Ausdruck erscheint. Haben Sie also mehr Kontoposten eingegeben als auf einmal in die Anzeige passen, können Sie die Grafik nur jeweils in Teilen ausdrucken. Der Menüpunkt "Statistik Verteilung..." liefert eine etwas andere Art der Darstellung, die sich mehr auf die Oberbegriffe bezieht. In dieser Grafik erscheinen die Oberbegriffe mit den Gesamtbeträgen, die dem jeweiligen Oberbegriff zugeordnet sind und einem Prozentwert, der angibt, welcher Anteil dies von den gesamten Ein- oder Ausgaben ist. Kontozugänge werden hier mit weißen Balken, Abbuchungen mit blauen Balken dargestellt (bei Standard-Einstellung der Farben). Da in jedem Posteneintrag Mehrfachnennungen von Oberbegriffen möglich sind, addieren sich die Prozentwerte in der Regel nicht zu 100 %. Weiterhin bezieht sich der Prozentwert immer nur entweder auf Abbuchungen oder Einzahlungen, jenachdem ob ein Oberbegriff Ein- oder Ausgaben charakterisiert. 12. Oberbegriffe - die Zweite In Kapitel 6 wurde einführend dargestellt, wie Oberbegriffe definiert werden, um als Einordnung von Kontoposten zu dienen. Hier soll nun noch etwas ausführlicher auf dieses recht wichtige Konzept von AmigaKonto eingegangen werden. Die Übertragung von Kontodaten auf den Computer macht erst dann Sinn, wenn durch den Einsatz des Computers Resultate zu erzielen sind, die auf andere Weise garnicht oder nur mit sehr großem Aufwand erreicht werden könnten. Bei größeren Datenmengen (hier den Kontoposten) ist es notwendig, aus der gesamten Datenflut einzelne Einträge nach bestimmten Kriterien herauszufiltern, um einen besseren Überblick zu erlangen. Auf den Bereich der Kontenverwaltung angewendet, bedeutet dies, daß Gruppen gleichartiger Überweisungen herausgesucht werden können. Diese Auswahl kann aber vom Computer nur dann durchgeführt werden, wenn vorher jedem Posten eine gewisse Charakterisierung gegeben wurde. In AmigaKonto übernehmen die Oberbegriffe diese Charakterisierung. Es wurde schon erwähnt, daß eine sinnvolle Wahl der Oberbegriffe differenzierten Zugang auf die Kontoposten erlaubt. Speziell die Möglichkeit, jedem Posten eine ganze Reihe von Attributen zu geben, hat den Vorteil, unterschiedliche Stufen der Einordnung zu erstellen. So könnten Sie z.B. eine ganz grobe Einteilung in "Laufende Kosten" und "Sonstige Kosten" vornehmen. Mit dieser Einteilung wäre es dann möglich, für einen Monat festzustellen, welche Kosten in jedem Fall als "Laufende Kosten" auftreten. Hierzu gehört z.B. Miete, Strom, Gas/Öl, Telefon, etc. Andererseits lassen sich durch die Oberbegriffe auch ganz feine Unterschiede bei den Ausgaben definieren. Führen Sie z.B. die Oberbegriffe "Strom" und "Telefon" ein, so können Sie über die Selektionsfunktion ganz gezielt feststellen, wieviel Sie in einem beliebigen Zeitraum an Strom verbraucht bzw. vertelefoniert haben. Wichtig ist insbesondere, daß Oberbegriffe generell global, d.h. für alle Konten, die Sie anlegen, definiert werden. Haben Sie beispielsweise zwei Girokonten, so gelten die gleichen Oberbegriffe für beide Konten. Wenn Sie eines der beiden Konten geladen haben und einen Oberbegriff hinzufügen (oder eine beliebige andere Änderung an den Oberbegriffen vornehmen), betrifft dies auch die Oberbegriffe für das zweite Konto. In der Praxis ist es sogar so, daß nur eine Liste mit Oberbegriffen ganz getrennt von den Konten verwaltet wird. 13. Daueraufträge Ab Version 2.2 von AmigaKonto ist ein vollkommen neues Menü namens "Auftrag" enthalten, daß Ihnen ermöglicht, Daueraufträge automatisch durch AmigaKonto buchen zu lassen. Hier sei gleich darauf hingewiesen, daß wirklich nur Posten als Dauerauftrag definiert werden sollten, die einerseits immer zu einem genau festgelegten Zeitpunkt gebucht werden (z.B. am 1. eines Monats) und zweitens sich im Betrag nicht ändern. Sind diese Bedingungen erfüllt, können Sie zur Definition des Dauerauftrags wie folgt vorgehen: Laden Sie zunächst das Konto, in dem die Daueraufträge festgelegt werden sollen. Wählen Sie dann die Menüfunktion "Hinzufügen" im "Auftrag"-Menü. In einem neuen Fenster können nun alle Angaben bezüglich des neuen Dauerauftrags eingetragen werden. Klicken Sie das Eingabefeld hinter "Von" an und geben Sie das Datum der ersten Abbuchung an. Wollen Sie zum Beispiel die Abbuchung der Miete festlegen, die immer am 5. eines Monats fällig wird, so geben Sie hier den 5.1.94 ein (natürlich entsprechend Ihren Anforderungen den Monat und das Jahr). Im Eingabefeld hinter "Bis" wird das Datum eingegeben, an dem die Abbuchung zum letzten Mal erfolgen soll. Bitte beachten Sie, daß als Anfangsdatum keine Daten aus der Vergangenheit eingegeben werden können. Geben Sie dennoch ein solches Datum ein, so wird dies automatisch auf das aktuelle Datum abgeändert. Zusätzlich wird das Datum in das Eingabefeld hinter "Am...nächste Buchung" eingetragen. Dieses Datum muß von Ihnen in der Regel nie abgeändert werden, da sich ja die nächste Buchung aus dem Anfangsdatum und der gewählten Häufigkeit ergibt. Diese Häufigkeit wählen Sie über den gleichnamigen Schalter durch Anklicken mit der Maus. Folgende Zeitintervalle stehen zur Verfügung: monatlich, vierteljährlich, jährlich, halbjährlich, wöchentlich. Hinter Betrag wählen Sie den gewünschten Abbuchungsbetrag. Hier muß bei Abbuchungen tatsächlich ein Minus vorangestellt werden, auch wenn die Option "Pos. Belastung" gewählt ist (siehe dort). Schließlich geben Sie auch noch den Zweck und die Einordnung an, wie es Ihnen von der normalen Eingabe von Kontoposten bekannt ist. Mit "Okay" wird der Dauerauftrag für dieses Konto festgehalten und dabei auch sofort gespeichert. Wenn Sie Disketten verwenden, muß der Schreibschutz entfernt sein. Auf diese Weise können Sie weitere Daueraufträge im Konto festlegen. Jeweils beim Laden eines mit Daueraufträgen versehenen Kontos werden alle Aufträge vom Datum her mit dem aktuellen Datum verglichen und bei Bedarf gebucht. Die Buchung wird selbstverständlich auch dann vorgenommen, wenn Sie am Tag der Buchung AmigaKonto mit dem betroffenen Konto nicht starten. Die Buchung erfolgt dann für Sie unmerklich erst beim nächsten Aufruf des Kontos. AmigaKonto fügt bei der Beschreibung (d.h. dem Zweck) eines Dauerauftrag-Postens automatisch eine Kennung an, für welchen Zeitraum die Buchung durchgeführt wurde. Bei monatlichen Aufträgen wird "1/1994", "2/1994", etc. entsprechend dem Buchungsdatum angehängt. Bei vierteljährlichen Buchungen erscheinen die römischen Zahlen I bis IV für die vier Quartale. Bei jährlichen Buchungen wird nur das Jahr angehängt, bei halbjährlichen zusätzlich das entsprechende Halbjahr (z.B. "1. Halbjahr 1994"). Wöchentliche Buchungen enthalten zusätzlich noch die Woche innerhalb des Monats. Im Menü "Auftrag" befinden sich weiterhin noch die Funktionen "Ändern", "Entfernen", "Ansehen" und "Alle löschen", wobei die ersten drei nach der Auswahl eines Dauerauftrags das gleiche Fenster öffnen wie die "Hinzufügen"-Funktion und somit die gleichen Eigenschaften hat. "Alle löschen" sollte mit großer Sorgfalt angewendet werden. Nach einer Sicherheitsabfrage werden alle Daueraufträge des Kontos entfernt. Selbstverständlich löscht diese Funktion nicht die bereits durchgeführten Buchungen, sondern nur die Beschreibung der Daueraufträge. Mit Hilfe der Funktion "Übernehmen..." kann die Beschreibung von Daueraufträgen in ein anderes Konto übernommen werden. Haupt-Anwendungsgebiet dieser Funktion ist die Übernahme der Daueraufträge auf das nächste Jahr, wenn für jedes Jahr eine eigene Kontodatei für das gleiche Konto angelegt wird. Nach der Auswahl der Funktion wählen Sie in einer Datei- Auswahlbox das Konto aus, dessen Daueraufträge Sie in das aktuell geladene Konto übernehmen möchten. Die Anfangs- und Endedaten der Daueraufträge werden an das Jahr des aktuellen Kontos angepaßt. Hierzu muß das aktuell geladene Konto über mindestens einen Posten mit Datumsangabe verfügen, aus dem das Jahr ermittelt werden kann. Maßgebend ist dabei immer das Datum des ersten eingetragenen Postens. Ein Beispiel für die Anwendung dieser Funktion: Sie haben eine Kontodatei für ein Girokonto für das Jahr 1993 angelegt, in dem auch Daueraufträge festgelegt sind. Am Anfang des Jahres 1994 legen Sie eine neue Datei für dieses Jahr an, in dem Sie den Übertrag des 93er-Kontos festgelegt haben. Naturgemäß besitzt dieses neue Konto nun noch keine Daueraufträge, so daß Sie diese alle neu eingeben müßten, obwohl sie schon im Jahr 1993 festgelegt waren. Nun kommt die Funktion "Übernehmen" zum Zuge. Sie wählen einfach die 93er-Kontodatei, und sofort sind alle Daueraufträge auch im 94er-Konto enthalten, wobei die Daten auf das Jahr 1994 angepaßt wurden. Sollte dennoch der ein oder andere Dauerauftrag anders als im Jahr 1993 sein, kann dies mit der Funktion "Ändern" korrigiert werden. Noch einmal soll der Hinweis vom Anfang dieses Anschnitts wiederholt werden. Probieren Sie die automatische Buchung von Daueraufträgen möglichst erst an einem Posten aus oder verwenden Sie sie erst, wenn Sie bei der Eingabe von Posten tatsächlich feststellen, daß die Eingabe wegen ständig gleicher Eintragungen zur Last wird. Die Praxis zeigt, daß die Buchung durch das Programm und die tatsächliche Buchung in der Regel nicht immer genau übereinstimmen und es somit zwangsläufig zu Inkonsistenzen kommt. Haben Sie dann zuviele Daueraufträge definiert, wird es schnell unübersichtlich. 14. Extras - Selten gebraucht, aber dennoch wichtig Bisher nicht weiter erwähnt wurde das Menü "Extras". Wie der Name schon vermuten läßt, befinden sich hier Funktionen, die nicht täglich verwendet werden: "Import 1.3 / 1.4" AmigaKonto V2.2 ist die Weiterentwicklung eines Programms, daß vor einigen Jahren im Amiga-Sonderheft 3 des Markt & Technik Verlags unter dem Namen "Kontenführung" veröffentlicht wurde. Die damalige Version war noch in Basic programmiert und bot nicht den Komfort der jetzigen Version. Dennoch mag es eine ganze Reihe von Anwendern geben, die Ihre Kontodaten seit damals mit diesem Programm verwalten. Um zu vermeiden, all diese Daten in mühevoller Kleinarbeit neu einzutippen, kann mit dieser Funktion eine beliebige Datei der damaligen Version geladen werden. Es genügt dazu, in der Datei-Auswahlbox den Dateinamen der Kontodatei anzugeben. Zu beachten ist jedoch, daß auch die Oberbegriffe (damals in der Datei "Oberbegriffe" gespeichert) geladen werden und damit alle Oberbegriffe überschreiben, die Sie schon in der neuen Version definiert haben. Wenn Sie also alte Kontodateien besitzen, sollten Sie zunächst diese Dateien importieren und unter neuem Namen in der Version 2.2 speichern (über die "Speichern-als-Funktion im Konto-Menü). Danach können Sie dann zusätzliche Oberbegriffe hinzufügen. Nicht übernommen wird bei alten Kontodateien das Datum der letzten Änderung. Stattdessen wird bei der Speicherung das aktuelle Datum eingetragen. Auch wenn Sie alte Kontodateien nicht mehr verändern möchten, sollten Sie diese zumindest erneut mit dieser neuen Version speichern, da dies Vorteile beim Laden der Kontodateien im Gegensatz zu der Import-Funktion hat. "Eigener Schirm..." Über diese Funktion wurde schon im Abschnitt zur Konfiguration von AmigaKonto berichtet. Um sicherzustellen, daß diese Funktion korrekt arbeitet, sollten Sie veränderte Kontodateien vor dem Aufruf dieser Funktion speichern. AmigaKonto versucht, den gleichen Zustand auf dem neu gewählten Bildschirm wiederherzustellen. Dies kann jedoch bei wenig Speicher und einer wesentlichen Vergrößerung des Bildschirms nicht erfolgreich sein, so daß AmigaKonto nicht mehr die Möglichkeit hat, die alten Fenster wiederherzustellen. Weiterhin sollten Sie einen neu gewählten Bildschirmmodus direkt nach der Auswahl mit "Einstellung speichern" festhalten. Ab OS 2.0 sind zahlreiche neue Bildschirmmodi hinzugekommen, die Ihr Monitor u.U. nicht darstellen kann. Haben Sie dann ein verändertes Konto im Speicher, ist dies unwiederbringlich verloren. Verwenden Sie den Menüpunkt "Workbench", um AmigaKonto auf der Workbench darzustellen. "Taschenrechner" Wie unschwer zu erraten bringt dieser Menüpunkt einen Taschenrechner auf den Bildschirm. Sie können ihn sowohl mit der Maus als auch mit dem Zehnerblock bedienen. Eine Besonderheit stellt die Taste "->" dar. Bei Betätigung derselben wird der momentan im Display dargestellte Wert in das Konto als Betrag übernommen und ggf. auch die Grafikdarstellung erneuert (wenn diese geöffnet war). Während der Eingabe können Sie übrigens den Taschenrechner immer geöffnet lassen. Alle Programmfunktionen lassen sich nebenher ausführen. "Kalender" Auch dies ist eine Funktion, die eigentlich nicht weiter erklärt werden muß. Im Kalender wird der aktuelle Monat dargestellt, wobei der aktuelle Tag mit einem Kästchen versehen ist. Über Schalter kann ein beliebiger anderer Monat dargestellt werden. Der Kalender kann wie der Taschenrechner immer geöffnet bleiben, während Sie Eingaben in einem Konto vornehmen. "Pos. Belastung" Im Kapitel über die Eingabe von Kontoposten wurde angedeutet, daß die Eingabe von Abbuchungen vereinfacht werden kann. Bisher mußten Sie dazu dem Betrag immer ein Minuszeichen voranstellen. Haben Sie jedoch diesen Modus für positive Belastung aktiviert, werden generell Eingaben ohne Vorzeichen als Abbuchung interpretiert und das Minuszeichen selbständig vorangestellt. Um dennoch Einzahlungen eingeben zu können, stellen Sie diesen ein Plus voran. "Autom. Einordnung" Um sich die Arbeit bei der Posteneingabe zu erleichtern, kann mit dieser Funktion ein Vorschlag für eine Einordnung automatisch erzeugt werden. Im Gegensatz zur Funktion "Einordnung vorschlagen" aus dem "Bearbeiten"-Menü wird hier nach Eingabe des Verwendungszwecks automatisch eine passende Einordnung gesucht und im Einordnungsfeld dargestellt. Kann keine passende Einordnung gefunden werden, bleibt dieses Feld leer. Sie haben dann jedoch die Möglichkeit, "per Hand" die Einordnung zu wählen. Damit diese Funktion funktionieren kann, ist es erforderlich, die Posten gleichen Typs immer mit einem ähnlichen Text einzugeben. Wenn Sie beispielsweise monatlich eine Abbuchung "Miete" haben, so sollten Sie diese mit Miete 1/94, Miete 2/94, etc. eingeben. In diesem Fall kann AmigaKonto die Einordnung der ersten Eingabe selber wiederfinden und Ihnen als Vorschlag automatisch eintragen. Ab Version 2.2 von AmigaKonto wird neben der Einordnung auch der Betrag des passenden Äquivalents übernommen. "Letzter Posten" Wenn diese Option aktiviert ist, wird nach dem Laden eines Kontos sofort der letzte Posten desselben angezeigt. Bei Neueingaben, die in der Regel immer am Ende angefügt werden, erspart man sich dadurch das Aufsuchen des letzten Postens. "Verschlüsseln" Kontodaten sind private Daten, bei denen man normalerweise sicherstellen will, daß andere Personen nicht ungehindert Zugriff auf persönliche Informationen haben. Aus diesem Grunde lassen sich Konten mit einem Kennwort versehen, daß bei jedem Zugriff (d.h. beim Laden) als Eingabe verlangt wird. Um ein Konto verschlüsselt zu speichern, aktivieren Sie diese Option und speichern dann erneut Ihre Kontodatei. Hierbei wird dann ein Kennwort verlangt, mit dem die Daten verschlüsselt werden. Beim Laden eines so geschützten Kontos wird wiederum das Kennwort verlangt und bei Fehleingaben der Zugriff auf die Daten verweigert. Bitte prägen Sie sich das Kennwort gut ein, da keine Möglichkeit besteht, die Daten auf anderem Wege zurückzuholen. Die Verschlüsselung wird dabei so vorgenommen, daß auch mit einem anderen Werkzeug (wie z.B. Hexeditoren) die Daten nicht zum Vorschein gebracht werden können. "Icons erzeugen" Im Normalfall werden von AmigaKonto beim Speichern von Kontodateien Icons erzeugt. Dies kann mit dieser Funktion bei Bedarf abgeschaltet werden. Zu beachten ist jedoch, daß damit die Möglichkeiten von AppIcons und AppWindows verschwinden. "Einstellung speichern" Hiermit werden die soeben beschriebenen Einstellungen bezüglich Bildschirmmodus und Optionen gesichert, so daß sie beim nächsten Starten von AmigaKonto sofort gewählt sind. Voreinstellungen werden in der Datei "AmigaKonto.prefs" gespeichert. Je nach Betriebssystemversion unterscheidet sich jedoch der Pfad zu dieser Datei. Bis Kickstart 1.3 wird sie im gleichen Verzeichnis mit AmigaKonto selber gespeichert. Ab OS 2.0 gelangt Sie in das Standard-Verzeichnis für Voreinstellungen "ENVARC:". 15. Icons AmigaKonto speichert zu jeder Datei ein Icon (bei eingesteller "Icons speichern"-Option), das den Umgang mit Kontodateien auch über die Workbench erlaubt. Das Aussehen dieser Icons ist so gewählt, daß Icons von AmigaKonto leicht aufgefunden werden können. Um Ihnen dennoch die Möglichkeit zu geben, Ihre eigenen Icons für AmigaKonto zu verwenden, wurden die vorgegebenen Icons nicht direkt im Hauptprogramm fest gespeichert, sondern liegen als Icon-Dateien im Unterverzeichnis "Icons" vor. Dort befinden sich verschiedene Typen von Icons, die nun näher erläutert werden sollen: "def_KontoProject" Dies ist wahrscheinlich das am häufigsten verwendete Icon, da es jeder Kontodatei zugeordnet wird, die Sie speichern. Speziell für Benutzer der älteren Betriebssystemversionen 1.2 und 1.3 wird die Farbwahl nicht optional sein (die Icons wurden bereits dem Stil von OS 2.0 angepaßt). "def_SpecProject" Dieses Icon wird verwendet für die Datei mit Oberbegriffen. Es enthält im Gegensatz zum vorhergehenden keinen Default-Tool-Eintrag, so daß hiermit AmigaKonto nicht gestartet werden kann. "def_KontoTool" Dies ist das Icon des Hauptprogramms. Es ist im Grunde nur eine Kopie des eigentlichen Programm-Icons mit dem Unterschied, daß keine feste Ausgabeposition festgelegt ist. Wenn Sie Veränderungen an einem der Icons vornehmen möchten, sollten Sie dies mit dem Programm "IconEdit" (wurde von Commodore mit Ihrem Amiga ausgeliefert) vornehmen. Dies hat den Vorteil, daß Sie sich keine Gedanken um den Typ und die weiteren Eintragungen in den Icons machen müssen. Sind Sie jedoch der Meinung, daß Sie selber ein viel besseres Icon gefunden haben, das Sie verwenden möchten, sind einige Dinge in jedem Fall zu beachten: - Der Typ der Icons muß mit dem ursprünglichen Typ übereinstimmen. D.h. "def_KontoProject" und "def_SpecProject" müssen vom Typ Projekt und "def_KontoTool" vom Typ Tool sein. - Im Icon "def_KontoProject" muß als Default-Tool "AMIGAKONTO:AmigaKonto" eingetragen sein. Ist dies nicht der Fall, können Sie Kontodateien nicht direkt über das Kontoicon laden. - Im Icon "def_SpecProject" sollte aus Kompatibilitätsgründen kein Default-Tool angegeben sein. - Im Icon "def_KontoTool" muß als Stack 10000 oder größer eingetragen werden. Vorgegeben sind in der Regel 4096 Bytes. Wird dieser Wert beibehalten, wird der Start oder spätestens die Beendigung von AmigaKonto zu einem Absturz Ihres Computers führen ! - Selbstverständlich dürfen die Dateinamen der Icons nicht verändert werden, da AmigaKonto die Icons unter den gegebenen Dateinamen im Icons-Verzeichnis sucht. Sollten Sie noch nicht allzuviel Erfahrung mit der Veränderung von Icons haben, ist es sicherlich von Vorteil, wenn Sie die Änderung nur direkt mit dem Programm "IconEdit" vornehmen. Die oben beschriebenen Probleme können dann nicht auftreten. Wie Sie gesehen haben, befindet sich in den Icons der Kontodateien als Default-Tool das Programm AmigaKonto selber. Dies ermöglicht einen alternativen Weg, Kontodateien zu laden. Bisher haben Sie zunächst das eigentliche Programm AmigaKonto und erst danach mit der "Laden"-Funktion eine Kontodatei geladen. Einfacher geht es, wenn Sie direkt das Icon des gewünschten Kontos doppelt anklicken. Dann wird das Programm direkt mit dem gewählten Konto gestartet. 16. Fragen und Antworten In diesem Kapitel sollen einige Fragen beantwortet werden, die sich als Standardfragen herausgestellt haben und sich vielleicht auch Ihnen einmal stellen könnten. "Ich habe während der Konfiguration einen Bildschirmmodus gewählt und gespeichert, der auf meinem Monitor nicht dargestellt wird. Von nun an erhalte ich beim Start von AmigaKonto immer dieselbe unsichtbare Darstellung. Wie gelange ich wieder in den Standardmodus ?" Das Problem entsteht dadurch, daß der für Ihren Monitor nicht nutzbare Bildschirmmodus in den Voreinstellungen gespeichert ist und aus diesem Grunde bei jedem Neustart wieder erscheint. Löschen Sie deshalb die Voreinstellungsdatei. Bis Kickstart 1.3 ist dies die Datei "AmigaKonto.prefs" im gleichen Verzeichnis wie AmigaKonto. Ab OS 2.0 ist es die Datei "ENVARC:AmigaKonto.prefs". Wenn Sie daraufhin das Programm neu starten erhalten Sie wieder den Standardmodus. Alle anderen persönlichen Voreinstellungen von AmigaKonto sind damit allerdings auch zurückgesetzt. "Nach dem doppelten Anklicken einer Kontodatei wird nicht AmigaKonto mit dem gewählten Konto gestartet, sondern es erscheint die Meldung 'Please insert Volume AMIGAKONTO: in any drive.'" Die Installation auf Ihrer Festplatte verlief fehlerhaft. Das eigentliche Problem resultiert daraus, daß ein Assign fehlt. Sie können diesen direkt in der Shell eingeben: Assign AMIGAKONTO: DH0:AmigaKonto (bzw. den Namen Ihrer Festplatte). Sie sollten dafür sorgen, daß dieser Befehl entweder in der startup-sequence (bis Kickstart 1.3) oder der user-startup (ab OS 2.0) vorkommt und auch ausgeführt werden kann. Der Fehler tritt im übrigen auch dann auf, wenn Sie nach der Festplatten-Installation Ihren Computer nicht zurückgesetzt haben. Weiterhin tritt der Fehler auf, wenn Sie Kontodateien auf einer gesonderten Diskette gespeichert haben, und die Diskette von AmigaKonto beim Starten über ein Projekt-Icon nicht eingelegt ist. Legen Sie in diesem Fall die AmigaKonto-Diskette ein. "Nachdem ich eine der Menüfunktionen 'Selektion', 'Taschenrechner' oder 'Kalender' gewählt habe, gelange ich nicht mehr in die Menüleiste." Aktivieren Sie einfach wieder das Fenster für die Posteneingabe, indem Sie mit der linken Maustaste die Kopfzeile anklicken. "Die Menüleiste läuft aus dem rechten Fensterrand" Wählen Sie als Standardzeichensatz einen kleineren Zeichensatz. "Beim Versuch eines Ausdrucks erscheint die Meldung 'Drucker xyz ist nicht bereit. Bitte prüfen und Ausdruck erneut starten." Prüfen Sie, ob die Verbindung zu Ihrem Drucker in Ordnung ist und dieser bereit zum Empfang von Daten ist (online). "Die gleiche Meldung wie zuvor erscheint mit dem Unterschied, daß der angegebene Drucker nicht meinem Druckertyp entspricht." Wählen Sie im Preferences-Programm den korrekten Drucker. "Wenn ich die Verteilungsstatistik geöffnet habe, nimmt das Programm keine Eingaben in die Kontoposten an." Schließen Sie die Statistikanzeige und nehmen Sie Ihre Eingaben vor. "Die Selektionsfunktion liefert immer die Meldung 'Kein Eintrag gefunden, der zu den Angaben paßt'." Prüfen Sie, ob Sie versehentlich bei der Angabe der Suchkriterien ein Häkchen gewählt haben, wo keine Eingabe dahinter angegeben ist. Wenn Sie beispielsweise ein Häkchen bei "Datum" ohne Anfangs- und Endedatum eingegeben haben, wird kein Kontoposten mit dieser Angabe übereinstimmen. "Nach der Installation auf Festplatte erscheint beim Booten die Meldung 'Can't cancel AmigaKonto'" Sehr wahrscheinlich haben Sie noch die Diskette mit AmigaKonto in einem Laufwerk. Das beim Booten ausgeführte Assign kann dann den Suchpfad nicht auf die Festplatte umleiten. Entfernen Sie die Diskette und booten Sie erneut. "Ich habe eine Sicherheitskopie der Diskette angefertigt und versuche von dieser AmigaKonto zu starten. Dabei erscheint die Meldung "Please insert volume AmigaKonto in any drive'" Das Programm AmigaKonto greift immer auf das logische Verzeichnis 'AmigaKonto:' zu. Wenn Sie eine Diskette über die Workbench kopieren, erhält die Kopie immer den Zusatz 'copy of ...'. Bennenen Sie einfach die Diskette wieder in den ursprünglichen Namen 'AmigaKonto:' um und starten Sie das Programm erneut. "Der Schalter 'Drucken' in der Statistikanzeige läßt sich nicht anklicken" Diese Funktion führte bei Tests auf verschiedenen Druckern zu Problemen, so daß sie in der jetzigen Version noch nicht verfügbar ist. 17. AmigaKonto - Der Workshop Dieses Kapitel soll noch einmal im Detail den Umgang mit AmigaKonto anhand konkreter Eingabedaten verdeutlichen. Auch wenn dies nur ein Beispiel ist und Sie selber wahrscheinlich andere Ausgabearten verbuchen werden, zeigt es dennoch das Konzept der Bedienung. Mit AmigaKonto sollen in diesem Fall die Ein- und Ausgänge eines Girokontos verwaltet werden. Zunächst muß man sich darüber Gedanken machen, welche Posten in regelmäßigen Abständen auftreten und danach einige Oberbegriffe einführen, die später für die Einordnung verwendet werden. Für das monatliche Gehalt unseres gedachten Kontoinhabers führen wir den Oberbegriff 'Einnahmen' ein, unter den auch alle anderen Gutschriften auf das Konto fallen. Als monatliche Ausgaben kommen noch die Oberbegriffe 'Miete', 'Strom', 'Gas', 'Telefon' und 'Versicherung' hinzu. Unser Kontoinhaber überlegt eine Weile und kommt zu dem Schluß, daß er noch die Oberbegriffe 'Schecks', 'Auto' und 'Zeitungen/Zeitschriften' einführen möchte. Auf diese Weise kann er dann für einen beliebigen Zeitraum feststellen, welchen Betrag er über Schecks von seinem Konto abgehoben hat. Auch für sein Auto erscheint es ihm sinnvoll, einen eigenen Oberbegriff zu verwenden, damit er z.B. am Ende eines Jahres feststellen kann, was ihn sein zweitbester Freund gekostet hat. Über 'Zeitungen/Zeitschriften' verbucht er seine Tageszeitung, deren Beträge im Abonnement vierteljährlich abgebucht werden und seine ebenfalls abonnierte Fernsehzeitschrift. Schließlich kommt unserem Kontoinhaber (nennen wir ihn A.) noch der Gedanke, daß er auch die Abbuchungen am Geldautomaten irgendwie einordnen möchte und tauft einen zusätzlichen Oberbegriff 'Barauszahlungen'. Bis hierhin hat A. nichts anderes gemacht, als in Kapitel 6 besprochen wurde. Wenn Sie selber den weiteren Workshop nicht nur lesend, sondern direkt an Ihrem Amiga mitverfolgen wollen, sollten Sie sich dafür AmigaKonto ein zweites mal auf Ihrer Festplatte installieren bzw. auf einer zweiten Kopie der Diskette arbeiten. Geben Sie zunächst die Oberbegriffe ein, die im letzten Abschnitt zusammengestellt wurden. Dann haben Sie die Möglichkeit, alles weitere direkt am Computer auszuprobieren, und Sie lernen zudem den Umgang mit AmigaKonto ganz nebenbei. Nachdem auch A. alle Oberbegriffe eingegeben und gespeichert hat, kramt er seine Kontoauszüge der letzten Monate hervor und setzt sich vor seinen Amiga, um die Daten zu übertragen. Sinnvoll erscheint ihm, eine Kontodatei mit Beginn des Jahres 93 zu erstellen. Natürlich besaß er sein Konto schon vorher, so daß am 1.1.93 der Kontostand nicht bei 0 DM sondern bei 862.50 DM war. Ein kurzer Blick in Kapitel 7 verrät ihm, daß er einen solchen Übertrag aus dem Vorjahr mit der Funktion "Anfangs-Kontostand" aus dem Menü "Bearbeiten" einzugeben hat. Er gibt den Kontostand ein und stellt zufrieden fest, daß daraufhin in der Postenanzeige als "Alter Kontostand" ebenfalls dieser Wert eingetragen ist. Wäre sein Kontostand "in den Miesen" gewesen, hätte er den Betrag natürlich mit vorangestelltem Minuszeichen eingegeben. (Glücklicherweise hatte ihm das vorangegangene Weihnachtsfest in diesem Jahr nicht den letzten Pfennig aus der Tasche gezogen). Gleich im Januar folgten jedoch etliche Ausgaben. Monatlich waren die Miete (950,- DM), Strom (44.30 DM), Gas (65.70 DM) und die Telefonrechnung aus dem Vormonat (89.10 DM) fällig. Hinzu kam noch die Rechnung für das erste Vierteljahr seiner Tageszeitung (71.40 DM) und der Fernsehzeitschrift (68.40 DM), außerdem noch der Jahresbeitrag für seine KFZ-Versicherung (651.70 DM) und schließlich noch die Abhebung am Geldautomaten in der letzten Woche (200,- DM). Zunächst verwundert darüber, daß nach Eingabe jedes Posten der Kontostand zunimmt statt abnimmt, zieht A. noch einmal das Handbuch zu Rate und trifft in Kapitel 7 auf eine Erklärung. Alle Posten waren ja Abbuchungen von seinem Konto, so daß er diese mit negativem Betrag hätte eingeben müssen (also statt 950.00 -950.00, etc.). In Kapitel 13 findet er dann aber unter dem Stichwort "Pos. Belastung" einen Weg, dennoch auf das Minuszeichen verzichten zu können. Er wählt also im Menü "Extras" diesen Modus und kann nun die Abbuchungen als positiven Wert eingeben. Dies erkauft A. sich mit dem Nachteil, daß er nun die Eingänge mit vorangestelltem Pluszeichen eingeben muß. Nach einer kurzen Abwägung kommt er aber zu dem Schluß, daß seine Kontozugänge immer wesentlich seltener (leider) bleiben werden als die Abbuchungen und läßt daher den Modus aktiviert. Die Zuordnung der Oberbegriffe zu den Posten gab A. daraufhin ein. Auch wenn ihm diese Arbeit am Anfang noch als ziemlich nutzlos erschien, wurde ihm deren tatsächlicher Nutzen klar, als er zum Monat Februar und März kam. Hier wiederholten sich einige Posten (Miete, Strom, Gas, Telefon), und er konnte Oberbegriffe hierzu nun einfach eingeben, indem er die Funktion "Einordnung vorschlagen" aus dem Menü "Berabeiten" gebrauchte. Im Menü "Extras" bafand sich zudem die Option "Autom. Einordnung", die diese Arbeit bei den weiteren Eingaben von selber verrichtete. Für alle Posten, die monatlich oder zumindest vierteljährlich auftraten, waren nun die Oberbegriffe im Nu zugeordnet. Am Ende hatte A. alle Posten bis zum Juli 93 eingegeben und das Konto unter dem Dateinamen "Girokonto" abgespeichert. Neben den üblichen monatlichen Ausgaben war noch die Rechnung für die Inspektion seines Autos und die KFZ-Steuer hinzugekommen. Diesen Posten, wie auch dem für die KFZ-Versicherung, ordnete A. den Oberbegriff "Auto" zu. Ihm fiel aber nun auf, daß die KFZ-Versicherung im Grunde sowohl in die Einordnung "Auto" als auch in "Versicherung" gehörte. Das war aber kein Problem, denn von der Lektüre der Dokumentation hatte er noch im Hinterkopf, daß je Eintrag mehrere Oberbegriffe möglich waren. Nun mußte er also im Posten für die KFZ-Versicherung nur zusätzlich den Oberbegriff "Versicherung" eintragen. Statt alle Posten durchzugehen, um diesen speziellen Eintrag zu finden, wählte er aus dem Menü "Suchen" die Funktion "Einordnung". Alle Oberbegriffe erschienen nun in einer Liste, aus der A. den Begriff "Auto" auswählte (doppelt anklickte). Sofort erhielt er eine zweite Liste, in der die drei Posten mit Oberbegriff "Auto" aufgeführt waren. Aus diesen wählte er nun die KFZ-Versicherung, die dann in der Postenanzeige zur Veränderung bereitstand. Er fügte den Oberbegriff "Versicherung" hinzu und ihm war klar geworden, daß mit dem Konzept der Oberbegriffe noch viel mehr möglich war. Im Menü "Auswertung" hatte A. die Funktion "Selektion" gefunden. Mit den Kontoposten für ein halbes Jahr sollte es nun doch schon recht sinnvoll möglich sein, unter bestimmten Kriterien Posten zusammenzustellen. A. wählte also diese Funktion und sah sich dann mit einer Vielzahl von Schaltern und Eingabefeldern konfrontiert, die ihn zunächst etwas verwirrten. Das Kapitel 11 verriet ihm jedoch, daß man für die Selektion nicht alle Felder ausfüllen muß, sondern nur diejenigen, die man als Suchkriterium verwenden möchte. Entsprechend versieht man nur die Optionsschalter der linken Spalte mit einem Häkchen. A. wollte erst einmal einfach beginnen und sich alle Posten für die monatlichen Telefongebühren ausgeben lassen. Hierzu wählte er links den Optionsschalter für "Zuordnung", so daß dort ein Häkchen erschien. Alle anderen Optionsschalter besaßen kein Häkchen. Dann wählte er noch den Oberbegriff "Telefon", wie er es von der Eingabe der Kontoposten gewohnt war und drückte den Schalter "Anzeigen". Prompt erhielt er eine Liste der Telefonkosten. Einen kleinen Schönheitsfehler besaß die Sache. Erst am 9. Januar war die Abbuchung für den Dezember vorgenommen worden. A. wollte jedoch nur die Telefonkosten des Jahres 93 ausgeben. Zusätzlich wählte er als Selektionskriterium deshalb das Datum 10.1.93. Als Enddatum trug er den 31.12.93 ein. In der zugehörigen Liste waren dann nur noch die Telefonrechnungen des Jahres 93 vermerkt. Bei dieser zweiten Selektion wollte A. auch gleich einmal die Druckfunktion ausprobieren. Ein Druck auf den Schalter "Drucken" brachte jedoch nur die Meldung, daß der im Preferences eingestellte Drucker nicht Online sei. Tatsächlich hatte A. vergessen Papier einzulegen. Nachdem er dies nachgeholt hatte, funktionierte der Ausdruck. Dennoch war er mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden. Es wurden nicht alle Informationen zu den Kontoposten gedruckt, die auf dem Bildschirm erscheinen. Laut Handbuch konnte die Art des Ausdrucks jedoch mit der Funktion "Drucken als" aus dem "Konto"-Menü beeinflußt werden. Dort hatte A. dann auch die Wahlmöglichkeit, einen schmalen Ausdruck zu erzeugen, um zusätzlich die Informationen "Kontostand", "Numerierung" und "Datum" zu erhalten. Ein Versuch mit der normalen Druckbreite hatte auf seinem DIN-A4-Drucker nämlich zu einem fehlerhaften Zeilenumbruch geführt. Schließlich wollte A. sich noch die Entwicklung des Kontostandes näher betrachten. Hierzu wählte er die Funktion "Kontostand" aus dem Menü "Statistik". Er erhielt eine Balkengrafik, die jede einzelne Kontobewegung widerspiegelte. Einen etwas größeren Kontostandsprung konnte er sich auf Anhieb nicht erklären, so daß er sich den entsprechenden Posten noch einmal mit allen zugehörigen Daten ansehen wollte. Hierzu klickte A. einfach den entsprechenden Balken in der Grafik an. Sofort erhielt er das Fenster mit der Postenausgabe, wo auch schon der richtige Posten dargestellt wurde. Hier soll erst einmal die Betrachtung unseres frei erfundenen Benutzers A. enden. Vielleicht haben Sie einige Anregungen und die ein oder andere weitere Antwort auf Ihre Fragen durch diesen erfundenen Anwendungsfall erhalten. 18. Updates und Service AmigaKonto V2.2 ist in dieser Fassung zunächst eine Weiterentwicklung von Version 2,1, 2.0 und 1.4, die speziell die Fähigkeiten von OS 2.0 unterstützt und sich an die von Commodore herausgegebenen Richtlinien hält. Die Weiterentwicklung hängt im Wesentlichen von Ihrer Resonanz auf das Produkt ab. Wenn Sie auf dem neuesten Stand gehalten werden möchten, schreiben Sie bitte direkt an den Autor: Andreas Regul Steinweg 6 61462 Königstein Sie bekommen dann von ihm rechtzeitig vor der Veröffentlichung neuer Versionen Informationen hierzu und wenn gewünscht auch zu anderen Programmen von ihm. Sollten Sie Fragen zum Programm haben, so können Sie diese in schriftlicher Form auch an ihn richten. Legen Sie jedoch in jedem Fall 3,- DM in Briefmarken bei, um seine Unkosten zu decken.