In der Tschechoslowakei leben 15,7 Mio. Menschen, 5 Mio. davon in der P2Z0SlowakeiZpP1. Die Bevölkerung setzt sich zu 63% aus Tschechen, 32% Slowaken, 600.000 Madjaren, 73.000 Polen, 56.000 Ukrainer, 52.000 Deutschen und 52.000 Sinti und Roma zu- sammen. Die P2Z0BevölkerungsdichteZ:P1 beträgt 123 Einwohner je km². Der Anteil der P2Z0StadtbevölkerungZ;P1 ist mit 76% hoch. Die Hauptstadt P2Z0PragZRP1 (Praha) hat 1,2 Mio. Bewohner, Preßburg (P2Z0BratislavaZ^P1) 435.000, P2Z0BrünnZaP1 390.000, P2Z0OstrauZdP1 331.000 und P2Z0KaschauZfP1 232.000. P2Z0AmtsspracheZ>P1n sind Tschechisch und Slowakisch. In dem Staat leben 5 Mio. Römische P2Z0KatholikenZ?P1, je 8% P2Z0ProtestantenZ@P1 und tschechi- sche Katholiken, 475.000 Hussiten, 150.000 P2Z0OrthodoxeZAP1 und 15.000 P2Z0JudenZBP1. |1 Die Tschechoslowakei ist ein Staat in Mitteleuropa mit einer Fläche von 128.000 km². Im Norden grenzt das Land an Polen, im Westen an Deutschland, im Süden an Österreich und Ungarn, im Osten an die Ukraine. Die Grenze zu Deutschland und Polen folgt überwiegend geographischen Gegeben- heiten, meist Gebirgen. Das Böhmische Becken wird gegen Deutschland im Südwesten vom Böhmerwald, im Westen vom Oberpfälzer Wald und im Nordwesten von Fichtel- und Erzgebirge umschlossen. Die Grenze im Nordosten gegen Polen folgt dem P2Z0RiesengebirgeZhP1 (Schneekoppe 1603 m). Im Südosten trennt die Böhmisch-Mährische Höhe das P2Z0Böhmische BeckenZVP1 von der P2Z0Mährische SenkeZjP1 ab. |2 Das Böhmische Becken wird von der Elbe, die im Riesengebirge entspringt, und der P2Z0MoldauZ[P1, ihrem im Böhmerwald entspringenden Nebenfluß, nach Norden entwässert. Die Hauptstadt P2Z0PragZSP1 liegt im Zentrum des Beckens an der Moldau. Die sich östlich anschließende Mährische Senke wird von der südlich, in die Donau strömenden March durchflossen, zudem entspringt hier die nördlich durch P2Z0OstrauZeP1 fließende P2Z0OderZsP1. Die größte Stadt im Süden ist P2Z0BrünnZbP1. Der östliche Landesteil, die P2Z0SlowakeiZqP1, gehört zum Gebirgssystem der Karpaten. Sie wird von P2Z0WaagZkP1, Gran und P2Z0EipelZmP1 über die Donau ins Schwarze Meer entwässert. Das P2Z0Donau-TieflandZoP1 zwischen Kleinen Karpaten und dem Slowakischem Erzgebirge bildet den Übergang zum Ungarischen Tiefland. |2 Die Grenze zu Ungarn wird teilweise von der Donau gebildet. Direkt an diesem Fluß, nahe an Österreich liegt Preßburg (P2Z0BratislavaZ_P1). Die Slowakei läßt sich in drei Gebirgszonen teilen: - der Westen mit Kleinen Karpaten und Westbeskiden; - die Kernzone aus Hohe P2Z0TatraZXP1 mit der 2654 m hohen Gerlsdorfer Spitze, Niedere Tatra und das bis 1477 m hohe Slowakisches Erzgebirge; - die südliche Randzone an der ungarischen Grenze; |2 Klimatisch gesehen ist die Tschechoslowakei ein Übergangsgebiet zwischen ozea- nischem Klima in Böhmen und Mähren und Kontinentalklima in der P2Z0SlowakeiZrP1. In der Hauptstadt P2Z0PragZTP1 liegen die Temperaturen zwischen -4,2°C und 24,8°C. Im Osten, in P2Z0KaschauZgP1, schwanken sie hingegen von -7,1°C und 25,7°C. Die P2Z0NiederschlägeZ=P1 betragen in Prag 487 mm, in P2Z0BrünnZcP1 546 mm, in Kaschau 605 mm und in Preßburg 649 mm. Die P2Z0NiederschlagZ<P1smenge kann in den Gebirgslagen bis auf das Doppelte ansteigen. Die höchsten Monatsmengen werden im Juni/Juli gemessen. Das Land liegt im Bereich der europäischen P2Z0HauptwasserscheideZCP1, so entwässern Elbe und P2Z0MoldauZ\P1 zur Nordsee, March, P2Z0WaagZlP1, Gran und P2Z0EipelZnP1 über die Donau zum Schwarzen Meer und die P2Z0OderZtP1 zur Ostsee. |3 Die Tschechische und Slowakische Föderative P2Z0RepublikZDP1, kurz CSFR, hat eine Föderalversammlung mit zwei Kammern. Diese Föderalversammlung heißt Bundesver- sammlung und setzt sich aus der "Volkskammer" und der "Kammer der Nationen" zu- sammen. Die 150 Abgeordneten der Volkskammer werden im gesamten Staat direkt gewählt, ebenso die 150 Abgeordneten der Kammer der Nation, je 75 in der Tschechischen Republik (CR) und in der Slowakischen Republik (SR). Die Bundesversammlung beschließt die Verfassung, berät grundsätzlich in Fragen der Außen- und Innenpolitik, kontrolliert die Föderalregierung und wählt den Präsidenten der CSFR. Beide Kammern müssen einer Gesetzesvorlage zustimmen. |4 Die Tschechische und die Slowakische Republik haben jeweils eine eigene Regie- rung und einen eigenen Nationalrat. Ministerpräsident der CR ist Václav Klaus, Vladimir Meciar ist der Ministerpräsident der SR. Staatsoberhaupt der CSFR ist Präsident Václav Havel seit Dezember 1989. Im Juli 1990 ist er wiedergewählt worden. Regierungschef der Bundesregierung ist Jan Stasky, vorerst bis zum 30.9.1992. Die Unabhängigkeit erlangte der Staat am 28. Oktober 1918. Nationalfeiertag ist der 9. Mai, der Tag der deutschen Kapitulation 1945. |4 In der Tschechoslowakei nimmt die P2Z0LandwirtschaftZEP1 40% der Landesfläche ein. Die fruchtbaren Ackerflächen liefern Weizen, Kartoffeln, Zuckerrüben, Futterpflan- zen, Hopfen, Obst, Wein und Tabak. Roggen und Gerste wird überwiegend in den Bergländern angebaut. In der Viehwirtschaft ist die Rinderzucht von besonderer Bedeutung. Das Land verfügt über diverse P2Z0BodenschätzeZHP1, teilweise in bedeutenden Mengen. So wurden 1989 93,912 Mio. t P2Z0BraunkohleZKP1 und 25,1 Mio. t P2Z0SteinkohleZJP1 gefördert. Außerdem werden Eisen-, P2Z0KupferZOP1-, P2Z0SilberZPP1-, P2Z0BleiZNP1- und P2Z0UranZQP1erze abgebaut. An weiteren Energierohstoffen sind geringe Mengen an P2Z0ErdgasZMP1 und P2Z0ErdölZLP1 vorhanden. |5 Die tschechoslowakische P2Z0IndustrieZFP1 ist großteils auf die Verarbeitung der eigenen P2Z0RohstoffZIP1e ausgelegt. So liegt der Schwerpunkt auf Hüttenwerken, sowie der Metall- und der Maschinenindustrie. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind außerdem die chemische Industrie, die Glas-, die Textil- und die Papierindustrie. Gebiet mit hoher Industriedichte ist das P2Z0Böhmische BeckenZWP1 um P2Z0PragZUP1 bis hin zum Erzgebirge. Die Tschechoslowakei ist ein vielseitiges Fremdenverkehrsland, verfügt es einerseits u. a. über die Gebiete der P2Z0TatraZYP1, des P2Z0RiesengebirgeZiP1s, andererseits über die Bäder P2Z0KarlsbadZZP1, Marienbad und Franzensbad. |5 Wichtigster Verkehrsträger des Landes ist die Eisenbahn. Für die Binnenschiff- fahrt nutzbar sind die Donau, die Elbe und der Unterlauf der P2Z0MoldauZ]P1. Flughäfen sind in Prag und in P2Z0BratislavaZ`P1 (Preßburg). P2Z0WährungZGP1 ist die Tschechoslowakische Krone (Koruna, Kcs) zu je 100 Haleru (h). Haupthandelspartner waren die ehemaligen RGW-Länder, gefolgt von Deutschland. Die Entwicklung marktwirtschaftlicher Reformen befand sich 1991 noch im Anfangs- stadium. Damit ist die CSFR von den Problemen aller ehemaliger sozialistischer Staaten betroffen. Allerdings besitzt das Land eine Industriesstärke, die starke wirtschaftliche Rückschläge verhindern sollte. |5 |e 59 |:eLX1 |;eLX3 |eAMSP |?eCHRS |@eCHRS |AeCHRS |BeJUUD |CeWASD |DeREPK |EeLAWI |FeIDST |GeGLDH |HeBOSH |IeRSTF |JeSTKO |KeBRKO |LeERDL |MeEGAS |NePLBM |OeKPFR |PeARGT |QeURNM |Rf230-228-G |Sf230-228-G |Tf230-228-G |Uf230-228-G |Vb234-242-G |Wb234-242-G |Xb384-272-G |Yb384-272-G |Zf182-220-G |[f222-254-G |\f222-254-G |]f222-254-G |^f300-310-G |_f300-310-G |`f300-310-G |af290-278-G |bf290-278-G |cf290-278-G |df338-248-G |ef338-248-G |ff428-292-G |gf428-292-G |hb272-196-G |ib272-196-G |jb298-292-G |kf316-310-G |lf316-310-G |mf356-330-G |nf356-330-G |ob322-322-G |pb370-294-G |qb370-294-G |rb370-294-G |sf234-108-G |tf234-108-G