Bedienungsanleitung zu Phobos V3,21  Inhalt  0. Einleitung 1. Nutzungsrecht 2. Hardware-Voraussetzungen 3. Installation 4. Bildschirm 4.1. Menüs 4.2. Unterer Bildschirmteil 4.2.1. Angaben 4.2.2. Gadgets 4.3. Infoboxen während des Wartezustandes (rechts) 4.3.1. Obere (rote) Box 4.3.2. Untere (blaue) Box 4.4. Text-Clicking 5. Wartezustand und Login 5.1. Allgemein 5.2. Direktlogin 5.3. Null-Modem-Verbindung 6. Die Standard-Bretter 6.1. Allgemein 6.2. "Hilfstexte" 6.3. "Systemtexte" 6.4. "Logintexte" 6.5. "Sprueche" 7. Programmierbare Texte 8. Editoren 8.1. Usereditor für Konsole 8.2. Usereditor für Fernwartung 8.3. Bretteditor für Konsole 8.3.1. Einträge 8.3.2. Gadgets 8.4. Bretteditor für Fernwartung 9. Hilfstexte 9.1. Befehle für User 9.2. Spezielle Sysopbefehle 10. Begriffserklärungen  0.Einleitung Die Datenfernübertragung hat in den letzten Jahren besonders im privaten Bereich einen außerordentlich starken Boom erfahren. Waren vor zwei Jahren Modems mit 1200 Baud schon etwas besonderes, so nehmen heute HST-Modems ihre Stellung ein. Gleichermaßen sind aber auch die Ansprüche an die Mailboxsoftware gestiegen. Diese Entwicklung hat auch Phobos in den mittlerweile zwei Jahren Entwicklungszeit durchgemacht. Davon wurde es 1,5 Jahre in der Praxis erprobt, es ergaben sich viele kleinere und größere Verbesserungen, die das heutige Programm ausmachen. Geschwindigkeit, Flexibilität und Komfort des Programms sind vor allem in dieser Kombination einzigartig. Die einzelnen Leistungsmerkmale will ich hier gar nicht mal aufzählen. Schauen Sie selbst! Diese Anleitung beschreibt die Bedienung des Mailboxprogramms im Speziellen. Die Bedeutung der einzelnen Schaltelemente der Konsole (Phobosbildschirm) erfahren Sie über das "Hilfe"-Gadget rechts unten am Screen. Mit einem Doppelklick kommen Sie da weiter. Lesen Sie auf jeden Fall zuerst Kapitel 1 und 2. Den Rest sollten Sie dann zunächst wenigstens einmal überflogen haben um ihn dann bei Bedarf nochmal genauer zu lesen. Gleiches gilt auch für die Bedienungsanleitung zum "PhobosPref", die vor allem die technischen Belange zur Verwaltung der Daten und Anpassung an die Hardware erklärt. An einigen Stellen werden Sie über Levelangaben stolpern. Diese entsprechen in der Regel nur den bereits vorgegebenen Daten. Sie können meist aber nach Belieben im PhobosPref bei "Level" nachträglich geändert werden. Viel Spaß mit dem Programm ! Ulrich Simon 1. Nutzungsrecht Mit dem Erwerb von Phobos, oder einem verwandten Programm aus dieser Reihe, erhalten Sie eine Seriennummer. Diese ist auf Ihren Namen eingetragen und darf weder weitergegeben werden, noch mehrmals zur gleichen Zeit verwendet werden. Ebenfalls sind jegliche Änderungen in Programmen oder Programmteilen genauso wie die eigene Erstellung von gültigen Seriennummern verboten! Es kann leider keine Garantie auf eine 100%ige Fehlerfreiheit des Programmes gegeben werden, da einige Fehler meist erst nach längerer Testphase erkennbar werden. Dennoch erhalten Sie mit Phobos ein zuverlässig funktionierendes Mailbox-System das bei Normalbedingungen Dauerbelastungen gewachsen ist. Zu dem Programmpaket gehört eine Reihe von Public-Domain- oder Free-Ware-Programmen. Deren Autoren verzichten in aller Regel auf eine Gebühr. Dieses sind : Arc : File-Packer (Raymond S. Brand) Zoo : File-Packer (J. Brian Waters) LHarc : File-Packer (Paolo Zibetti) xprzmodem.library : Zmodem-Protokoll nach Xpr-Standard (Rick Huebner) req.library : Befehls-Bibliothek zur Erstellung dieses feinen File-Requesters (Colin Fox und Bruce Dawson) Und zu guter Letzt geht mein Dank an Günter Krämer, der speziell für Phobos die Library und einige externe Programme geschrieben hat. Weiterhin danke ich allen Leuten die mich bei der Programmierung von Phobos, sei es tatkräftig, oder sei es moralisch, unterstützt haben. Copyright 1989 bis 1991 M.U.S. - Software Programmautor : Ulrich Simon 2. Hardware-Voraussetzungen Phobos benötigt einen Mindestspeicher von 1 MByte RAM. Dieser reicht für die meisten Anwendungen aus. Große Datenbestände erfordern allerdings auch mehr Speicher, so daß eine größere RAM-Erweiterung (die heutzutage ja auch nicht mehr so teuer ist) manche Sorgen vergessen lassen kann. Ansonsten empfehle ich Ihnen den Phobos-Screen mit nur 4 oder 2 Farben zu betreiben und keine unnötigen anderen Programme im Speicher zu behalten. Ähnliches gilt auch für den Massenspeicher. Ich empfehle, Phobos auf Festplatte zu installieren. Dies ist einerseits der Geschwindigkeit zuträglich, garantiert aber auch ein reibungsfreieres Funktionieren der Mailbox. Es können nämlich z.B. beim Up- und Download von Files kurzeitig größere Datenmengen entstehen, die möglicherweise nicht mehr auf eine Diskette passen. Ansonsten geht Phobos bei der Verwaltung der Texte sehr sparsam mit Speicher um. Die klare Verteilung der Dateien in verhältnismäßig wenigen Directories vereinfachen den Überblick und beschleunigen das Auffinden der Texte im Mailboxbetrieb. Weiterhin benötigen Sie ein Modem, das den Datentransfer zu den Anrufern per Telefon ermöglicht. Es sollte dem mittlerweile sehr stark verbreiteten Hayes-Standard entsprechen und über ein handelsübliches serielles RS232-Kabel mit Ihrem Amiga verbunden werden. 3. Installation Zur Installation von Phobos auf Ihrer Festplatte steht das Programm "PhobosInstall" zur Verfügung. Es erledigt alle Arbeiten, so daß Sie die Mailbox nach einem Reset ohne die Originaldiskette per Workbench von Ihrer Harddisk starten können. Ich empfehle das Installations-Protokoll auf einen Drucker ausgeben zu lassen. Dies können Sie in PhobosInstall über "D" wie Drucken festlegen. Möchten Sie Phobos vom CLI aus starten, so achten Sie darauf, daß nicht der Befehl "RunBack", sondern als Ersatz nur "Run" benutzt wird. Die Programme "Phobos" und "PhobosPref" finden sich in dem Directory "Phobos:Bin". Die im Original mitgelieferte 2. Diskette enthält nochmal Phobos in ungepackter Form. Die Files können in das Directory "Phobos:Bin" kopiert werden. Dies kann sogar nötig sein, da Phobos aus Speicherplatzgründen auf Diskette Eins mit dem Power-Packer gepackt wurde. Beim automatischen entpacken treten möglicherweise Fehler auf. Außerdem befinden sich auf der zweiten Diskette die kompletten Dokumente und zugehörigen Files zu verschiedenen PD-Programmen. 4. Bildschirm 4.1. Menüs "Bretteditor", "Usereditor" Es wird der Brett- bzw. Usereditor zur Bedienung von der Konsole gestartet. Dies kann 1. im Wartezustand gemacht werden. In diesem Fall erhalten Sie zunächst die Brett- und Userdaten des ersten Eintrags in der Liste. 2. kann diese Funktion während der Befehlseingabe eines Users in der Box aufgerufen werden. In diesem Fall erhalten Sie die Daten des aktuell angewählten Brettes bzw. die Daten des eingeloggten Users. Während der Editierung der Daten ist der User ausgeschlossen, er bekommt währenddessen die Meldung "Moment bitte, User-/ Brettdaten werden editiert! .....". Genauere Informationen können Sie in Kapitel 8 "Editoren" erfahren. "About" Gibt ein Infofenster mit Copyright-Vermerk und Versionsnummer aus. Steht dort "Phobos-Demo" statt "P H O B O S", dann läuft das Programm mit eingeschränkten Fähigkeiten. Z.B. ist kein Netzbetrieb möglicht, die Anzahl der Bretter und User ist auf 10 und die Anzahl der Texte aif 100 begrenzt. Abhhilfe schafft eine gültige SerienNummer, die im "PhobosPref" einzutragen ist. Diese erhalten Sie automatisch beim Kauf von Phobos. "Neustart" Startet das Mailboxprogramm neu. Dadurch werden nochmals die Voreinstellungen des PhobosPref eingelesen. Außerdem wird nochmal kurzzeitig der gesamte Speicher freigegeben und wieder neu belegt. Durch die neue Belegung des RAMs entstehen evtl. größere Speicherblöcke, die für viele Programme, die im Hintergrund laufen sollen benötigt werden. "Ende" Beendet das Programm. Müssen noch wichtige Mailboxdaten gesichert werden, so geschieht dies spätestens an dieser Stelle. Die Belegung der seriellen Schnittstelle und der benötigte RAM-Speicher werden freigegeben. * Wichtig : Bevor Sie den Computer ausschalten, beenden Sie das Programm * und warten Sie bis die Mailbox vollständig heruntergefahren ist! * sonst kann es passieren, daß wichtige Daten noch nicht gesichert * wurden und damit verloren sind! "300" bis "9600" Diese fünf Zahlen stellen Baudraten für die serielle Schnittstelle dar. Es steht jeweils ein Häkchen vor der aktuell eingestellten Rate. Normalerweise ist es nicht nötig hier selbständig Veränderungen vorzunehmen, da Phobos alle Anpassungen automatisch macht. Außerdem hat diese Anzeige keine Wirkung wenn Sie Ihr Modem mit einer festen Baudrate (siehe Voreinstellungen "PhobosPref") betreiben. Sie hat jedoch manchmal bei einer Null-Modem-Verbindung zur "manuellen" Bedienung einen Sinn. Außerdem zeigen die Einstellungen auch im PhobosMicroTerm Wirkung, z.B. um Ihr Modem zu testen, etc... "Console besetzt" Dieser Menüpunkt ist wie die drei folgenden eine Flagge, d.h. sie sind entweder aktiv (Häkchen), oder ausgeschaltet (kein Häkchen). "Console besetzt" bedeutet, daß der Sysop vor dem Computer sitzt und evtl. angeforderte Chats direkt annimmt. D.h., sobald ein User den OPERATOR-Befehl aufruft gelangt er direkt in den Chat. Diese Funktion wird nach jedem Logoff automatisch ausgeschaltet. "Operator-Blink" Will ein User den Sysop sprechen (OPERATOR-Befehl) läßt Phobos mit einer Wiederholrate von einem Hertz alle vorhandenen Screens des Amigas aufblinken. Außerdem wird zu Beginn einmal ein Ton ausgegeben. Wenn Sie dies stört, so kann dies über den Menüpunkt gesteuert werden. Nach jedem Logoff wird diese Flagge wieder gesetzt. "Telefon-Leitung belegen" Nehmen Sie einen Direktlogin (Sysop) vor, so führt Phobos zu Beginn und am Ende der Sitzung jeweils zwei Befehle an das Modem aus. Diese können Sie selbst in den Voreinstellungen festlegen. Sie regeln normalerweise das Belegen der Telefonleitung, damit Sie während Ihres Logins ungestört sind. Diese werden nur ausgeführt, wenn dieser Menüpunkt aktiv ist. Die Einstellung bleibt bis zum Herunterfahren der Mailbox erhalten. "Ram-Buffer" Dieser Menüpunkt besitzt dieselbe Eigenschaft wie der Mailboxbefehl "RAMBUFFER". Er kann jedoch dadurch zu beliebiger Zeit ein- und ausgeschaltet werden, ohne auf eine Befehlseingabe warten zu müssen. Er wird ggf. automatisch nach jedem Logoff wieder zurückgesetzt. Der Ram-Buffer protokolliert alle Ausgaben für den User in einem File Namens "Buffer". Dieses wird in dem Directory für Zwischendateien abgelegt. "MicroTerm" Startet den im Programm integrierten PhobosMicroTerm. Dieses ist ein einfaches Terminal, daß alle Ihre Eingaben an das Modem sendet und die empfangenen Daten auf dem Bildschirm ausgibt. Damit lassen sich auf die Schnelle verschiedene Modemparameter eingeben und testen. Auch ein Login in andere Mailboxen ist zur Not noch möglich. Erfolgt 2 Minuten lang keine Tastatureingabe, so wird der MicroTerm beendet. "ExternTerminal" Haben Sie im PhobosPref einen Befehlsaufruf für ein Terminalprogramm eingetragen, so können Sie dieses hierüber aufrufen. Dabei wird der Phobosbildschirm ikonifiziert (verkleinert), die serielle Schnittstelle freigegeben und das externe Terminal aufgerufen. Phobos bleibt dabei vollständig im Speicher. Wird das Terminal dann wieder beendet, so öffnet Phobos wieder den Screen, belegt die Schnittstelle, initialisiert das Modem neu und wartet wieder auf Anrufe. Diese Funktion ist nur im Wartezustand (siehe dort) aufrufbar "Login-Protokoll", "Netz-Protokoll" Phobos führt unter anderem Protokolle über die Loginzeiten aller User und Netztransferverbindungen. Diese sind bei einem Login über "PROTOKOLL" und "NETZ PROTOKOLL" erreichbar. Diese bekommen Sie im Wartezustand über das Menü auch angezeigt. Zur Darstellung schaltet das Programm ein Paging von 20 Zeilen ein, so daß der Inhalt nicht direkt wegscrollt. Sie kommen jeweils mit einem Tastendruck weiter, genauso wie bei den eigentlichen Mailboxbefehlen. Ein CTRL-X beendet die Ausgabe. 4.2. Unterer Bildschirmteil 4.2.1. Angaben "Userame" Der Name des Users, der sich zuvor eingeloggt hat. "Vorname" Der reale Vorname des aktiven bzw. letzten Users. "Loginzeit" Die aktuelle Loginzeit. Sie startet mit Erstellung der Telefonverbindung und endet mit dem Logoff. Nach ihr wird auch die Telefongebühr berechnet und die Restloginzeit ermittelt. Die Anzeige reicht bis 999:59 (1000 Minuten), intern kann aber auf bis zu acht Tage weitergerechnet werden. "maximal" Hier wird angezeigt, wie groß die Loginzeit maximal werden darf, bis der User aus der Box herausgeschmissen wird. Dieses muß nicht immer die von Ihnen eingestellte Dauer sein. So kann sie z.B. geringer sein, wenn die Mailbox zu einer bestimmten Zeit offline gehen soll oder für den Netzbetrieb frei sein muß (siehe "Onlinezeiten" in PhobosPref-Anleitung). "RAM" Anzeige des intern verfügbaren Programm-Speichers. Nach dem Logoff sollte immer eine Reserve von ca. 70-80 KByte vorhanden sein. "Zeit" Die aktuelle Zeit. "U-Nr." Jeder User wird bei Phobos intern mit einer Nummer verwaltet. Diese bestimmt auch das Directory in dem sich die binären Files des Users befinden. In dieses können Sie im Hintergund z.B. Files kopieren oder löschen, ohne daß der User in der Mailbox etwas direkt davon merkt. (Siehe "Zugriffspfade" in PhobosPref-Anleitung). "Baud" Hier wird bei einem externen Login die Übertragungsgeschwindigkeit über das Telefon in Bps. angegeben, es wird dafür das CONNECT-Kommando des Modems ausgewertet. Die Baudrate zwischen Computer und Modem kann aber höher sein, wenn Sie ein Modem mit eingebautem MNP-Protokoll besitzen. Zusätzlich werden dann auch Kürzel für die Art der Verbindung angehängt : Kürzel von Modem | wird ersetzt durch ------------------+---------------------- ARQ | A HST | H V42BIS | Vb LAPM | L V32 | V MNP | M MNP5 | M5 SYNC | S "Logins" Gibt an, wieviele Protokolleinträge für den aktuellen Tag vorhanden sind. "U-Logs." Gibt an, wie oft der User seit seinem Eintrag die Box besucht hat. "Passwort" Das Passwort des letzten Users - wird nicht angezeigt wenn das "Gast"-Gadget aktiv ist. "Status" Hier wird ständig ein kurzes Info über die momentan ablaufende Aktion der Mailbox eingetragen. Dies ist in der Regel das angewählte Brett. 4.2.2. Gagdets "Hilfe" Mit "Hilfe" können Sie die Online-Hilfen zu Phobos abrufen. Diese beziehen sich zur Zeit nur auf die Bedienungselemente an der Konsole. Wenn Sie zu einem Menüpunkt oder zu einem Gadget eine Hilfe haben wollen, so klicken Sie zuerst das "Hilfe"-Gadget und dann die entsprechende Funktion an! Dann wird der Text in einem Fenster angezeigt. Ist der Text so lang, daß er nicht vollständig angezeigt werden kann, so können Sie mit den Cursor-Tasten scrollen. Beendet wird die Funktion mit Return oder mit "A". Letzteres bewirkt, daß die beschriebene Funktion anschließend auch wirklich ausgeführt wird. "Con" Dieses Gadget zeigt grundsätzlich an, ob Phobos die serielle Schnittstelle für Ein- und Ausgaben nutzt oder nicht. Führen Sie einen Direktlogin durch, so wird "Con" automatisch eingeschaltet (inverse Darstellung). Bei externen Logins von Usern ist es dementsprechend gelöscht (weiße Schrift auf grünem Grund). In Ausnahmefällen können Sie dieses Gadget auch selbst bedienen. Z.B. können alle Ausgaben an einen User während des Logins auf die Console beschränkt werden, so daß z.B. vertrauliche Daten oder spezielle Befehle ausgeführt werden können, ohne daß der User darauf Einluß nehmen kann. Außerdem ist es ganz praktisch wenn man einem User, der bereits in die Box eingeloggt ist, eine File geben will. Dann geht man für ihn in sein Postfach, gaukelt dem Mailboxprogramm mit einem Klick auf das "Con"-Gadget einen internen Login vor, gibt den Befehl "SCHREIBEN" und ein "F" für File-Upload ein und kann das gewünschte File über den Filerequester auf komfortable Art in das Postfach des Users kopieren. Aber vergessen Sie nicht den alten Zustand wieder herzurichten! Der User würde sich sonst wundern... "+" "-" Wie oben schon beschrieben, besitzt jeder User eine maximale Loginzeit. Wollen Sie diese für die Dauer eines Logins herauf- oder heruntersetzen, so klicken sie "+" bzw. "-" an. Dies geschieht immer in 5-Minuten-Schritten, wobei negative Werte abgefangen werden. Beachten Sie, daß jeweils die Anzahl der Minuten maximal 3-stellig angezeigt wird! "Direktlogin" Führt einen "Direktlogin", das heißt auf die Konsole (Computer) beschränkten Login aus. Dies ist in der Regel der Sysop, es kann aber auch ein User sein, der beim Sysop zu Besuch ist. Der Direktlogin unterscheidet sich prinzipiell nicht von jeder normalen Sitzung. Jedoch nimmt Ihnen in diesem Fall das Mailboxprogramm die Arbeit ab, das Passwort einzugeben. Und da das Programm nicht durch die Ausgabe an das Modem gebremst wird, sind alle Mailboxfunktionen meist erheblich schneller. "Chat" Wollen Sie mit einem User über die Mailbox sprechen, z.B. weil Sie dieser mit dem Befehl "OPERATOR" gerufen hat, so können Sie ihn hiermit in den "Chat" (dt.: "reden", "quasseln" etc.) holen. Davon gibt es bei Phobos zwei verschiedene. Ein Zeilen-Chat, bei dem Sysop und User nacheinander schreiben können, und ein Double-Chat, bei dem beide in jeweils einer Bildschirmhälfte gleichzeitig tippen können. Grundsätzlich wird ab Version 3,12 jeder Chat im File "ChatProtokoll" mitgeschnitten. Dabei gibt es bei dem Double-Chat Probleme mit der Chronologie, da Dialogwechsel mehrmals während der Eingabe einer Zeile auftreten. Die einzelnen Tastendrücke können nicht in ein sinnvolles Protokoll eingebaut werden. Es wird stattdessen nach jedem Return eines Dialogpartners der Inhalt der letzten Zeile verwandt. Wie dies im Einzelnen aussieht sehen Sie am besten wenn Sie selbst einige Tests durchführen, und sich nachträglich das ChatProtokoll ansehen. "RAUS DA !" Dieses Gadget ist mit Vorsicht zu gebrauchen. Es führt zum direkten Rauswurf eines Users aus der Box. Dabei verhält sich das Programm genauso, als hätte der User sein Modem abgeschaltet. Es gibt jedoch noch eine andere interessante Anwendung. Sind Sie über Konsole in Ihrer Mailbox, so können Sie sich über dieses Gadget sehr schnell ausloggen. Allerdings wird der Login dann nicht protokolliert und die Bezugszeit für neue Texte bleibt unverändert. "Interl" Schaltet zwischen Interlace- und Non-Interlace-Darstellung um. Ersteres erhöht die vertikale Bildschirmauflösung auf das doppelte. Dadurch wird der Screen nur noch halb so hoch. Allerdings fängt der Bildschirm bei normalen Amigas an zu flimmern. Weiteres erfahren Sie in der Beschreibung von PhobosPref unter "Bildschirm". "0 1 2 3 4 5 6 7 8 9" Gibt den jeweiligen aktuellen Level eines Users an. Dieser Level bestimmt welche Befehle der User ausführen darf und auf welche Bretter er Zugriff hat (siehe "Bretteditor" und in PhobosPref : "Levels"). Sie können den Level für den aktuellen User für die Dauer eines Logins verändern, so daß er für diese Zeit die entsprechenden Funktionen ausführen kann. Beachten Sie, daß Sie keinem Gast einen Level ungleich 0 geben! Und umgekehrt, geben Sie nie einem eingetragenen User diesen Level! Ich weise daraufhin, daß ein sorgloser Umgang mit Level 9 Gefahren in sich birgt. Beobachten Sie den User, dem Sie kurzzeitig diesen Level gegeben haben, nicht mehr, so kann er sich durch den Befehl "LEVEL" einen festen Level 9 geben. Außerdem hat er vollen Zugriff auf alle Userdaten - auch auf Ihre! "Gast" Normalerweise ist dieses Gadget angewählt (invers). Dies sollte auf jeden Fall so sein, wenn ein Gast (daher der Name) im Raum ist. Ist dieses Feld nicht aktiviert, so werden alle normalerweise verdeckten Ausgaben sichtbar gemacht und das Passwort des Users wird unten am Bildschirm über "Status" angezeigt. "CloseWindow" (Symbol) Schließt das Mailboxfenster. Als Indiz für das laufende Programm erscheint ein anderes kleines Fenster oben links auf der Workbench. Sobald es erneut angeklickt wird, wird der alte Zustand mit allen seinen Funktionen wieder hergestellt. Die Anwendung liegt vor allem im ungestörten Arbeiten im Hintergrund (Multitasking) für den Sysop. Einerseits stört der Screen nicht weiter durch sein Vorhandensein, und andererseits benötigt Phobos durch die eingesparte Textausgabe wesentlich weniger Rechenzeit, die dann für andere Aufgaben genutzt werden kann. Auch in dem "eingeklappten" Zustand erfüllt das Programm alle nötigen Funktionen um einen geregelten Mailboxbetrieb zu gewährleisten. 4.3. Infoboxen während des Wartezustandes (rechts) 4.3.1. Obere (rote) Box Hier werden das aktuelle Datum und folgende Daten zur Mailbox- Konfiguration angezeigt : Mailbox-Name Std Baudrate Max Texte Max Bretter Max User Max Protokoll Textzeilen Anzahl Farben RAM gesamt Hochstart "RAM gesamt" zeigt, im Gegensatz zur Anzeige unten am Bildschirm, den Rest des System-, d.h. nicht-programminternen, Speichers an. "Hochstart" gibt den Zeitpunkt des Programmstartes an. 4.3.2. Untere (blaue) Box Die folgenden Daten beziehen sich in erster Linie auf den aktuellen Zustand der Mailbox : Texte Bretter User Logins heute Logins gesamt Letzt.Anrufer Sysop gerufen Sysop-Post Der "Letzte Anrufer" bezeichnet den User, der als letztes in das Protokoll eingetragen wurde. Dagegen bezieht sich die Angabe ob der Sysop gerufen wurde auf den tatsächlich letzten Login, was nicht dasselbe ist, da das Protokoll ausgeschaltet werden kann. Dort wird dann "Ja" angezeigt, wenn der User keinen Erfolg mit seinem Sysopruf hatte. 4.4. Text-Clicking Solange der Ausgabe-Screen von Phobos geöffnet ist wird das sogenannte "Text-Clicking" unterstützt. Dabei können Sie innerhalb des Text-Ausgabebereichs einen beliebigen Text, in der Regel Wörter, anklicken. Dieser wird dann so behandelt als käme er von der Tastatur. Solche Wörter dürfen beliebige Buchstaben und Zahlen enthalten. Zeichen wie z.B. "(" werden wie Leerzeichen interpretiert. Wenn Sie beispielsweise auf das "A" von "(A)bbruch" klicken, so wird nur der Druck der A-Taste simuliert. Ein Doppel-Klick schließt noch ein an. Auf diese Weise können Sie viele Funktionen der Mailbox mit der Maus steuern. Z.B. führt ein Doppel-Klick auf einen Namen im Brettverzeichnis (siehe Hilfstext BRETT) zur Anwahl des Brettes. Außerdem können Sie sich einige Befehle in den Eingabe-Prompt legen, so daß sich diese auch per Maus anwählen lassen. 5. Wartezustand und Login 5.1. Allgemein Der "Wartezustand" bezeichnet die Zeit, in der die Mailbox auf ankommende Anrufe wartet. Dabei wird ständig das Modem abgefragt, ob ein User anruft. In diesem Falle wird dem Modem der Befehl gegeben den Anruf anzunehmen und die Verbindung aufzubauen. Erst wenn das alles korrekt verläuft wird der Login erkannt. 5.2. Direktlogin Weiterhin kann sich der Sysop durch Druck auf das "Direktlogin"-Gadget über die Konsole, d.h. über die Tastatur, einloggen. Die sonst übliche Passwortabfrage entfällt dann. 5.3. Null-Modem-Verbindung Eine dritte Möglichkeit des Logins besteht in einer Null-Modem-Verbindung. Dabei wird der Mailbox-Computer mit einem anderen über Kabel an der seriellen Schnittstelle direkt verbunden. Dadurch können Sie über den 2. Rechner einen Login über Telefon simulieren. Wenn die Verbindung besteht achten Sie dabei darauf, daß die "Standard-Baudrate" mit der des Terminals übereinstimmt, dann geben Sie dort folgendes blind ein : CONNECT 0xxxx Das "CONNECT" kann auch klein geschrieben werden. "xxxx" ist eine Zahl zwischen 300 und 38400 und ein Vielfaches von 300. Sie bestimmt die Übertragungsgeschwindigkeit in Bps (Bit pro Sekunde, oder kurz Baud). Nach Drücken der Return-Taste ( ), muß diese Baudrate wieder im Terminal eingestellt werden und Sie befinden sich praktisch von außen in Ihrer eigenen Mailbox. Nach dem Logoff versucht Phobos das nicht vorhandene Modem zu initialisieren und wartet auf ein "OK". Unterbrechen Sie dies durch evtl. mehrmaliges Drücken der Escape-Taste. Wenn dann wieder das Modem angesteckt wird, achten Sie darauf, daß dieses unter Umständen noch nicht initialisiert ist! Abhilfe schafft ein kurzer Gang in den MicroTerm (2mal Amiga-T eingeben). 6. Die Standard-Bretter Phobos verwaltet viele Texte, die bei anderen Mailbox-Programmen vom CLI aus mit einem zusätzlichen Editor geschrieben werden müssen, durch sein eigenes Text-System in den vier Standard-Brettern. Diese müssen exakt so benannt sein wie unten gezeigt. Das Einrichten ist jedoch bei Ihrer Phobos-Version geschehen, so daß Sie nur noch über deren Funktion bescheid wissen müssen. 6.1. Allgemein In der Regel werden die sich in diesen Bretter befindlichen Texte als Information während der Loginzeit ausgegeben. Dabei ist es kaum von Interesse wann oder von wem der Text geschrieben wurde. Daher sollte stets der Textkopf mit Hilfe des Brett-Editors ausgeschaltet werden. Andererseits bietet sich die Verwendung von programmierbaren Texten geradezu an. Diese haben die Eigenschaft, daß in ihnen eine Art von Variablen verwendet und an die Ausgabe von Textteilen Bedingungen geknüpft werden können. Weiteres lesen Sie bitte unter "Programmierbare Texte"! 6.2. "Hilfstexte" Hier werden alle für den Online-Betrieb notwendigen Hilfstexte abgelegt. Normalerweise sind dies die Beschreibungen der Mailbox-Befehle. Sie können sie aber auch beliebig erweitern oder verändern. Sie werden durch den Befehl "HILFE" gefolgt von einem Suchschlüssel (Abkürzung der zu suchenden Hilfe) ab Userlevel 0 aufgerufen. Ein leeres Argument wird dabei durch "HILFE" ersetzt. Die Hilfstexte müssen so geschrieben sein, daß der Betreff den Inhalt der Hilfe in Großbuchstaben angibt. Dies könnten z.B. die Befehlsnamen sein, die im eigentlichen Text dann erklärt werden. 6.3. "Systemtexte" Die hier enthaltenen Texte werden, mit einem bestimmten Betreff versehen, an bestimmten Stellen während einer Sitzung ausgegeben : Betreff | Ausgabe ------------+----------------------------------------------------- ADRESSE | wenn ein Postfach eingerichtet wird BEGRUESSUNG | als erstes nach der Namenseingabe BRETTINHALT | durch Befehl "BRETT *" LOGOFF | nach dem Logoff-Befehl, vor dem Auflegen NETZ | durch Befehl "NETZ" OPERATOR | durch den Operator-Ruf POSTKASTEN | bei Überprüfung des Postkastens auf neue Nachrichten TITELBILD | für User mit Level kleiner 2 nach der Begrüßung 6.4. "Logintexte" Das Brett enthält alle Logintexte. Seine Anwahl ist auch Voraussetzung für den gleichnamigen Befehl. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Befehlsbeschreibung. 6.5. "Sprueche" Das letzte Standard-Brett schließlich nimmt, wie der Name schon sagt, grob gesagt, Sprüche auf. Kurz vor Überprüfung des Postkastens wählt das Programm einen Text aus diesem Brett per Zufall aus und stellt ihn dar. Sind weniger als 10 Texte enthalten, so wird manchmal keiner ausgegeben werden, damit sich kein Spruch statistisch nach weniger als 10 Logins wiederholt. Das "Sprueche"-Brett sollte zum Lesen durch einen Mindest-Level von 9 gesperrt werden, sonst hat die Ausgabe während der Login-Phase keinen Sinn. 7. Programmierbare Texte Die "programmierbaren Texte", auch "Spezialtexte" genannt, sind eine Spezialität von Phobos. Damit kann man Texte in ganz besonderer Form gestalten. So kann in einen Text z.B. die aktuelle Zeit eingebaut werden, die bei jedem Lesen des Textes vom Programm selbst eingesetzt wird. Man kann auch den User, der den Text liest persönlich anreden oder Textteile nur dann ausgeben wenn eine bestimmte Bedingung erfüllt ist. Will man einen solchen Text schreiben, so muß man mindestens Level 8 haben und bei der Betreffeingabe ein "*" an den Anfang setzen, das allerdings nicht im Inhaltsverzeichnis erscheint. Eine "spezielle" Text-Zeile wird mit einem "#" eingeleitet. Darauf folgt ein Zeichen. Ist es eine Zahl, so wird der darauffolgende Text der Zeile nur bei entsprechendem Level ausgeben. Beispiel : #0Du bist Gast! #9Du bist Sysop! Diesen ganz normalen Text kann jeder User lesen... Weiterhin existieren folgende "Variablen" : Variable | Inhalt ---------+----------------------------- U | Aktueller Username V | Vorname des Users O | Aktuelle Loginzeit T | Zeit D | Datum L | Level des Users P | Anzahl Briefe im Postkasten p | Anzahl neuer Briefe im Postkasten u | Uploads bei diesem Login r | Zufallszahl von 0 bis 9 Diese Variablen kann man in den Text angeführt von einem "`" verwenden. Aber Bitte das "# " am Anfang der Zeile nie vergessen! Beispiel : # Dein Name ist : `U Ausgabe kann z.B. sein : Dein Name ist : SYSOP Ebenfalls lassen sich einfache Bedingungen für die Ausgabe des weiteren Textes setzen. Sie werden am Anfang der Zeile durch ein "#?" eingeleitet. Darauf folgt eine Variable und zwei vierstellige Zahlen, die mit einem "-" verbunden werden. Format : #?Vaaaa-bbbb Das Programm prüft nun beim Lesen des Textes, ob sich der Wert der Variablen innerhalb des von aaaa und bbbb begrenzten Intervalls befinden. Trifft dies nicht zu, so wird bis zu folgender Zeile Text überlesen : #! Wenn eine Variable einen String ergibt, so wird dessen Wert wie bei der VAL()-Funktion in Basic berechnet. Bei der Zeit z.B. würde man die Stunden-Zahl seit Mitternacht erhalten. Beispiel : #?T0004-0006 Es ist 4, 5 oder 6 Uhr #! #?L0001-9999 Sie sind kein Gast! (Level > 0) # Username : `U #! Diese Art von Texten kann sehr gut für die System-Texte verwandt werden, z.B. als Logoff-Text : # Ciao, `U # Du hattest heute `u Uploads! #?u0000-0000 Schäm Dich ! #! Das "Schäm Dich" wird nur ausgegeben, wenn der User keinen einzigen Text geschrieben hat. Es existiert ebenfalls eine Befehlszeile, die eine Pause von einer Sekunde einbaut : Ich warte jetzt eine Sekunde... #P OK, Sekunde vorüber In der Praxis werden lediglich Baudrate/10 NULL-Codes ( CHR$(0) ) ausgeben, diese werden aber leider von MNP-Modems gepackt, so daß diese eine Sekunde nicht unbedingt zutrifft. 8. Editoren 8.1. Bretteditor für Konsole Phobos besitzt einen sehr komfortablen Brett-Editor für die Bedienung durch den Sysop. Er wird wie der Usereditor über Menü gestartet. Geschieht dies bei aktiviertem Brett, so werden dessen Daten, ansonsten die des im Alphabet zuerst stehenden Brettes, angezeigt. 8.1.1. Einträge "Brettname" Der Brettname darf alle Textzeichen enthalten, außer Umlauten, da diese nicht unbedingt jedem User zur Verfügung stehen. Den Brettnamen NIE ganz selbständig löschen!! Damit wäre das Brett zwar scheinbar gelöscht, jedoch nicht die darin enthaltenen Texte! "Info" Der hier eingetragene Text wird am Ende des INHALT-Befehls als kurze Brettinformation angezeigt. "Verwalter" Für jedes Brett läßt sich ein User als Verwalter einrichten. Dieser muß mindestens Level 5 haben und kann dann beliebige Texte aus dem Brett löschen, was sonst nur dem Sysop oder den Absendern der Texte vorbehalten ist. Außerdem kann er für das Brett den Online-Brett-Editor mit dem Befehl "ED BRETT" aufrufen. "Lesen/Schreiben ab Level" Diese Felder nehmen einen Mindestlevel im Bereich von 0 bis 9 auf, ab dem User Schreib- bzw. Lesezugriff auf das Brett bekommen. Siehe auch unten "Zugriffe". "Verteiler" Soll das Brett lokal verwaltet werden so tragen Sie hier nichts ein, ansonsten bestimmt der Verteiler, mit welchen Mailboxen das Brett vernetzt wird. Dazu werden die Box-Kennungen durch ein Komma getrennt eingetragen. Soll es mit allen über Netz angeschlossenen Boxen verbunden werden, so kann auch einfach "ALL" geschrieben werden. "File-Dir" Soll das Brett neben Texten auch Binär-Daten (Files) enthalten, so muss hier der Name eines Directories eingesetzt werden, das als Ablage dient. Existiert dieses bereits, so erscheinen automatisch alle darin enthaltenen Files auch in dem Brett. Andernfalls wird es nach einer Sicherheitsabfrage eingerichtet und ist demnach zu Beginn leer. "Textkopf" Hier können Sie zwischen drei Textköpfen wählen. "Keiner" wird vor allem bei System-Texten verwandt, der "Diskussions"-Kopf bei Brettern die einen kurzen, kompakten Textkopf sinnvoll machen. "Ansi-Texte" Steht hier ein "Ja", so können in dieses Brett Ansi-Texte geschrieben werden. Diese unterscheiden sich von den üblichen dadurch, daß bestimmte Codes, z.B. zur Änderung der Schrift verwandt werden. Prinzipiell dürfen es beliebige Zeichen sein, die beim Lesen auch wieder unverändert ausgegeben werden. Umlaute werden ebenfalls nicht auf die Einstellung des jeweiligen Users angepaßt! "Texte", "Textalter", "Speicher" Diese drei Felder werden von dem Autoeditor als Kriterium zum Löschen von Nachrichten ausgewertet. "Texte" gibt an, wieviele Einträge das Brett maximal verwalten soll. "Textalter" bestimmt das maximale Alter in Tagen gerechnet und "Speicher" den maximalen Speicherverbrauch der gesamten Einträge. Lesen Sie dazu bitte auch unter "Autoeditor" weiter! 8.1.2. Gadgets "Neues Brett" Gibt Ihnen einen leeren Datensatz zum Einrichten eines neuen Brettes vor. Diesen kann nun beliebig, nach den oben beschriebenen Regeln, eingestellt werden. "Brett raus" Löscht nach einer Sicherheitsabfrage das Brett und markiert die darin enthaltenen Texte zum Löschen. a) "<<" b) "Neuaufbau" c) ">>" Die eingestellten Daten werden überprüft und übernommen. Daraufhin wird a) das letzte, b) dasselbe oder c) das nächste Brett editiert, bzw. angezeigt. "Wahl" Mit einem Mausklick auf dieses Feld erhalten Sie eine Liste aller bereits eingetragenen Bretter. Über einen weiteren Klick mit der Maus kann ein Brett zur Editierung ausgewählt werden. Ansonsten werden vorher dieselben Funktionen wie z.B. bei "Neuaufbau" ausgeführt. "Zugriffe" Jedem User kann zusätzlich zum Mindestlevel-Kriterium auch speziell ein Lese- und/oder Schreibzugriff gegeben werden. Dazu bekommen Sie eine Liste aller User. Ein "L", links neben dem Namen, bedeutet zusätzlichen Lesezugriff, ein "S" entsprechend Schreibzugriff. Die Einstellung kann mit der Maus durch evtl. mehrmalige Wahl gesetzt werden. Damit lassen sich sogenannte geschlossene "Usergruppen" erstellen, die einzig Zugriff auf das Brett haben. Andere User bekommen es dann nicht einmal zu sehen. Achten Sie darauf, daß jeder User auch durch seinen Level Zugriff bekommen kann, daher sollten beide Mindestlevel auf 9 (Sysop) stehen. 8.2. Bretteditor für Fernwartung Er wird mit dem Befehl "ED BRETT" ab Level 5 von Verwaltern, oder allgemein ab Level 8 (Cosysop) aufgerufen. Er unterscheidet sich in seiner Funktion nicht im Besonderen vom Editor für die Konsole. Jedoch kann immer nur das angewählte Brett editiert werden, und die Zugriffe müssen über den entsprechenden Befehl gesetzt werden. Die Angabe eines Pfadnamens für Files ist nur dem Sysop (Level 9) erlaubt. 8.3. Usereditor für Konsole Starten Sie den Usereditor im Wartezustand oder während einer Befehlseingabe mit AMIGA-U ! Hat sich gerade ein User eingeloggt, dann bekommen Sie zuerst dessen Daten vorgelegt, 8.3.1. Einträge "Username" Der Username darf nur Buchstaben, Zahlen, Leerzeichen Bindestriche und Punkte enthalten. "Passwort" Für das Passwort gilt dasselbe wie bei "Username". "Letzt.Login" Hier steht die Zeit des letzten Logins des Users. "Bezugszeit" Die Bezugszeit ist meist mit dem "Letzten Login" gleich, es sei denn der User benutzte beim Logoff den Befehl "ENDE NEU" oder "LOGOFF NEU". Sie wird für die Bestimmung der neuen Texte herangezogen. "Eintritt" Der Zeitpunkt an dem der User in das System eingetragen wurde. "neues PW" Die Zeit an der das letzte mal das Passwort geändert wurde. "ges.LogZeit" Die gesamte Loginzeit des Users in der Mailbox zusammengerechnet. "max.LogZeit" Die maximale Dauer eines Logins für den User. Wird diese überschritten, so wird er zwangsweise ausgeloggt. Wird hier "0:00:00" eingetragen, so benutzt das Programm die im PhobosPref eingestellte, levelabhängige maximale Loginzeit. "Level" Der Userlevel. Er bestimmt, welche Befehle zur Verfügung stehen und welche Bretter angewählt werden können. "Logins" Die Anzahl der bereits erfolgten Logins in die Mailbox. "Fr.Down" Die Anzahl der noch freien Downloads. "Ratio" Die Erhöhung der freien Downloads pro Upload. Eine "0" hat zur Folge, daß keine Überprüfung der freien Downloads stattfindet. "Max.Briefe" An dieser Stelle wird die maximal zu verwaltende Anzahl von Briefen im Postfach festgelegt. Ist es überfüllt, so löscht der Usereditor eigenständig alle überzähligen Files. Eine Zahl von "0" steht für keine Begrenzung. 8.3.2. Gadgets "Neuer User" Gibt Ihnen einen leeren Datensatz zum Einrichten eines neuen Users vor. Diesen kann nun beliebig, nach den oben beschriebenen Regeln, eingestellt werden. "User raus" Löscht den User und seine noch verbliebene Post nach einer Sicherheitsabfrage. a) "<<" , b) "Neuaufbau" , c) ">>" Die eingestellten Daten werden überprüft und übernommen. Daraufhin wird a) der vorige, b) derselbe oder c) der nächste User editiert, bzw. angezeigt. "Adresse" Es öffnet sich oben rechts ein weiteres Fenster. Es enthält alle Angaben über die Adresse des Users. Verändern Sie die Daten nach Belieben! Mit "OK" werden sie für den User gesichert. "Wahl" Mit einem Mausklick auf dieses Feld erhalten Sie eine Liste aller bereits eingetragenen User. Über einen weiteren Klick mit der Maus kann ein User zur Editierung ausgewählt werden. Ansonsten werden vorher dieselben Funktionen wie z.B. bei "Neuaufbau" ausgeführt. "Zugriffe" Diese Funktion ist das Gegenstück zu der im Bretteditor. Allerdings wird hier dem zu editierendem User Zugriff auf die jeweiligen Bretter gegeben. 8.4. Usereditor für Fernwartung Dieser Usereditor kann nur über den Befehl "USER" aufgerufen werden. Er kann von außen über jedes Terminal mit VT100- oder ANSI-Emulation über die Tastatur bedient werden. Benutzen Sie ihn nie selbst vom Computer aus, es sei denn Sie wollen, daß der sich in der Box befindliche User den Editiervorgang mitverfolgt. Die einstellbaren Daten entsprechen mit Ausnahme der Adresse denen des Editors für die Konsole. Zunächst erhalten Sie eine alphabetisch sortierte Liste aller eingetragenen User samt Identifizierungsnummer. Geben Sie den Namen oder die Nummer des Users (Abkürzung genügt), dessen Daten editiert werden sollen, ein. Nun werden alle relevanten Daten des Users angezeigt und es erscheint oben ein Balken, der mit den Cursor-Tasten rauf- und runterbewegt werden kann. Drücken Sie die RETURN-Taste um die entsprechenden Werte zu ändern! Zu beachten ist, daß Username und Passwort groß geschrieben werden und außer Buchstaben und Zahlen nur Leerzeichen, Punkte oder Bindestriche enthalten sein dürfen. Das Feld für den Kontostand wird derzeit nicht vom Programm benutzt. Beendet wird der Editiervorgang indem der Balken unten aus den Eingabefeldern hinausbewegt wird und ein "S" für Speichern oder ein "A" für Abbruch eingegeben wird. 9. Hilfstexte 9.1. Befehle für User ? - Format : ? Gibt eine Liste aller zum aktuellen Userlevel verfügbaren Befehle aus. Es müssen zur korrekten Erkennung mindestens die großgeschriebenen bzw. hellen/farbigen Buchstaben eingegeben werden. ADRESSE -------- Format : ADRESSE Gibt alle freigegeben Daten aller User auf die die Abkürzung paßt aus. Der Sysop bekommt alle Angaben zu sehen. oder ADRESSE * Wie oben, nur werden hier alle Userdaten durchsucht. oder ADRESSE Dient zum editieren der eigenen Adresse. Steht am Anfang eines Eintrags ein '*' so wird diese Angabe für jeden User zur Abfrage freigegeben. Bemerkung : Dieser Befehl wird automatisch beim Neueintrag eines Users in die Box ausgeführt. ARCHIVIEREN ----------- Format : ARCHIVIEREN Mit ARCHIVIEREN können Sie beliebige Texte vor dem Löschen schützen. Die auf diese Weise markierten Texte werden durch ein "A" am Anfang jeder Zeile im Brettinhalt gekennzeichnet. Die Markierungen bleiben auch nach einem Logoff erhalten. Wiederholtes Archivieren löscht sie jedoch wieder. Mit diesem Befehl sollen insbesondere wichtige Texte gegen das automatische Löschen mit dem Autoeditor geschützt werden. Soll ein archivierter Text (oder File) gelöscht werden, so ist zuerst der Schutz zu entfernen! siehe auch : AUTOEDITOR BRETT ----- Format : BRETT Wählt ein beliebiges Brett aus, auf dessen Namen die Abkürzung paßt. Welche Bretter angewählt werden können sehen Sie in der Liste, die Sie durch "BRETT *" bekommen. Es genügt ebenfalls nur den Brettnamen einzugeben, solange er mindestens vier Zeichen lang ist und nicht mit einem Befehl verwechselt werden kann. korrekte Beispiele : "BRETT ALLGEMEIN" oder "BRETT AL" oder "ALLG" aber nicht : "A" Letzteres würde mit den Befehlen "ARCHIVIEREN" oder "ADRESSE" verwechselt werden, es besitzt außerdem nur einen Buchstaben. oder BRETT Gibt alle Bretter mit neuen Nachrichten aus und geht in das Hauptmenü. Außerdem wird das Datum des letzten Eintrags und die möglichen Zugriffe (links) angezeigt. Ein 'l' steht für Lesezugriff, ein 's' für Schreib- zugriff und ein 'd' gibt an, ob dort auch Up/Download möglich sind. oder BRETT [Abk.]* Gibt alle für den User zugänglichen Bretter aus. Optional kann eine Abkürzung als Schablone für der Brettnamen verwendet werden. Die Ausgabe entspricht dem Format von 'BRETT' (s.o.) oder BRETT ** Gibt alle sich im System befindlichen Bretter mit zugehörigen Mindestleveln und eingetragenen Verwaltern aus. oder BRETT [Abk.]# Wie 'BRETT *', jedoch wird statt der Zugriffsmöglichkeiten die Nummer des Brettes angezeigt. oder [BRETT] > bzw. [BRETT] < Wählt das darauffolgende bzw. vorhergehende Brett mit Zugriff in der Liste an. Es reicht in diesem Fall lediglich das Argument "<" bzw. ">" einzugeben! oder [BRETT] + bzw. [BRETT] - Springt in das nächste bzw. vorhergehende Brett, das neue Nachrichten enthält. Vgl. "SCANNER" Wie bei "BRETT >" und "BRETT <" müssen Sie lediglich ein "+" oder ein "-" zur korrekten Befehlserkennung eingeben! oder BRETT NEU bzw. BRETT ALT Richtet ein neues Brett ein bzw. löscht ein altes. Bemerkung : Wird ein Brett oder Postfach angesprungen, so wird automatisch der Befehl 'INHALT' ausgeführt. siehe auch : SCANNER, INHALT BRIEF ----- Format : BRIEF [Username] Versendet einen Brief an einen User. Wurde dessen Name nicht schon im Befehl eingegeben so wird nochmal danach gefragt. Ein Brief kann über ein Netz geschickt werden indem man hinter dem Namen ein ";" und die Mailboxkennung anhängt. oder BRIEF LEVEL Versendet einen Serienbrief an User mit einem bestimmten Level. "" darf ein beliebiger Zahlenausdruck (Bereich 1-9) wie bei dem Befehl "LESEN" sein. Beispiele : BRIEF HUGO BRIEF SYSOP;PHOBOS Siehe auch : LESEN Chat ---- Ein Chat ist in diesem Fall ein Gespräch zwischen User und Sysop per Mailbox. Phobos unterstützt zwei Arten von Chats, die jeder User mit Hilfe des "SET"-Befehls wählen kann : a) Zeilenchat Beim Zeilenchat geben Sysop und User ihren Text getrennt ein, d.h. es kann immer nur einer der beiden tippen. Der Name des Redners (Username oder "Sysop") erscheint jeweils zu Beginn der Eingabeaufforderung. Dieser kann nun solange tippen, bis der User/Sysop drückt. Jeweils am Ende einer Zeile führt das Programm einen Wortumbruch durch und führt die Ausgabe in der nächsten Zeile weiter. Am Anfang der neuen Zeile wird dann jedoch nicht mehr der Name des Gesprächspartners sondern die aktuelle Loginzeit angezeigt. Grundsätzlich kann der Sysop den User mit der RETURN-Taste unterbrechen. Zusätzlich kann der "Zuhörer" sich durch Drücken der SPACE-Taste bemerkbar machen um dem Redner ein Zeichen zu geben. Dabei erhält der User einen Beep (wie bei der im SET eingschaltetem Eingabe-Beep) und der Bildschirm des Users blitzt auf. Sie beenden den Chat durch "."+ Für diesen Chat genügt eine TTY-Emulation. b) Doublechat Dieser Chat ermöglicht die gleichzeitige Eingabe von User und Sysop. Dabei wird der Text des Sysops in der oberen und der des Users in der unteren Bildschirmhälfte (jeweils 10 Zeilen) dargestellt. Wie bei dem Zeilenchat führt das Programm am Ende jeder Zeile einen Wortumbruch aus. Wird das Ende der maximal 10 Zeilen erreicht, so wird der Inhalt um 5 Zeilen nach oben geschoben. Wird der Bildaufbau durch Übertragungsfehler auf der Seite des Users zerstört, so kann er durch Drücken von CTRL-A neu erstellt werden. Durch zweimaligen Druck der ESCAPE-Taste wird der Chat beendet. Für diesen Chat benötigen Sie eine VT100- oder ANSI-Emulation! Siehe auch : SET EDITIEREN --------- Format : EDITIEREN Ermöglicht das Nachbearbeiten eines selbstgeschriebenen Textes. Man gelangt in den Texteditor in dem sich der alte Text, welcher zum Löschen markiert ist, bereits befindet. Beendet man sofort die Eingabe und "sendet" den Text, so erhält man eine Kopie des alten Textes. Um diesen aber für den nächsten Login zu retten kann dieser mit "LOESCHEN " wieder demarkiert werden. oder EDITIEREN POST Listet alle bereits verschickten, aber noch nicht vom Empfänger gelesenen Briefe auf und fragt, ob ein Text nochmals gelesen oder gelöscht werden soll. oder EDITIEREN BRETT Erlaubt dem Brettverwalter oder dem Sysop die Bretteinstellungen nachträglich zu verändern. Siehe auch : LOESCHEN ENDE ---- Format : ENDE [NEU] Ist kein Brett angewählt so wird ein Logoff ausgeführt, ansonsten gelangt man hiermit wieder in das Hauptverzeichnis. Das Argument "NEU" hat nur im ersten Fall eine Bedeutung und verhindert das aktualisieren der Bezugszeit für neue Nachrichten. "ENDE NEU" wird auch ausgeführt wenn die Telefon- verbindung unterbrochen wurde. Siehe auch : LOGOFF EXTERN ------ Format : EXTERN Die Mailbox listet alle installierten und für den Userlevel zugänglichen externe Programme auf. Dieses sind oft Spiele oder andere Hilfsprogramme, die aus dem Mailboxprogramm ausgelagert wurden. Geben Sie die entsprechende Kennummer an um es zu starten. Der Aufruf kann einen Moment lange dauern, da das Programm zuächst von Festplatte geladen und gestartet werden muß. GALACTIC EMPIRE --------------- Bedienungsanleitung GALACTIC EMPIRE ----------------------------------- Allgemeine Einführung : Galactic Empire ist ein Weltraumstrategiespiel für etwa 6 Spieler. Kriegs- schauplatz ist eine sich irgendwo im Weltall befindliche Galaxie, die aus 40 - 100 Sternen besteht. Ziel des Spiels ist es alle befeindeten Spieler auszuschalten bzw. in deren Einflußbereich möglichst weit zurückzudrängen. Dabei erweist es sich bei mehr als zwei Spielern als sinnvoll wenn zwei oder drei Parteien gebildet werden, die gemeinsam um die Herrschaft kämpfen. Hier wird in der Regel das Spiel durch die limitierte und vorher abgesprochene Anzahl von ca 50-120 Jahren, sprich Spielrunden, beendet. Jeder Teilnehmer besitzt zu Anfang einen Heimatstern, den er sich auf der Sternenkarte selbst aussuchen kann. Dieser besitzt bereits eine Industrie, die 5 Schiffe in einem Jahr produzieren kann, und eine bestimmte Anzahl Raumschiffe. Diese können zu sich in der Nähe befindlichen Sternen mit verschiedenen Aufträgen verschickt werden. Eine solche Reise darf bis zu 3 Jahre dauern. Treffen sie am Ziel eine eigene Welt, so schließen sich die Raumer den eigenen an, andernfalls, wenn es ich um einen anderen Spieler oder um Piraten handelt, kommt es zum Kampf. Der Sieger daraus übernimmt die Herrschaft. Eine Ausnahme bildet der Auftrag seine Raumschiffe zur Verbündung zu verschicken. Dann nämlich werden sie automatisch dem Befehl des dort herrschenden Spielers unterstellt. Bedienung : a) Erstellen einer neuen Galaxie : Dies geschieht durch den Befehl GALACTIC EMPIRE NEU. Dann werden Sie (Sysop) aufgefordert die Jahre für Beginn des Spiels einzugeben. Dies kann eine beliebige Jahreszahl sein, z.B. 2100. Das Jahr hat für den Verlauf des Spiels keine Bedeutung. Danach folgt die Abfrage nach der Anzahl der Welten. Hier sollte man keinesfalls übertreiben, da sonst eine Galaxie zu groß wird und viel Zeit vergeht bis sich die Kontrahenten im Spielverlauf überhaupt treffen und es zu Kämpfen kommt. Bei 6 Spielern sind 60-80 Sterne sinnvoll. Daraufhin werden die Sterndaten initialisiert und nach Nummern sortiert, so daß später die Zahlen auf der Sternenkarte besser gefunden werden können. b) Sternenkarte lesen : Mit dem Befehl GALACTIC EMPIRE KARTE kann man sich die Sternenkarte ausgeben lassen. Diese sollte für den Spielverlauf ausgedruckt werden. Die Karte ist dann maßstabsgerecht, wenn man den Drucker auf Elite (96 Spalten) und 8 LpI (Lines per Inch) einstellt. c) Spieldaten erfragen Der Befehl dazu heißt GALACTIC EMPIRE DATEN. Mit ihm werden in einer Tabelle die Sternendaten der letzten Runde ausgegeben. Die Daten bleiben solange gleich, bis die nächste Runde beginnt. d) Eingabe eines Zuges Der entsprechende Aufruf ist GALACTIC EMPIRE EINGABE und ist nur für die eingetragenen Mitspieler zugänglich. Zuerst wird die Datentabelle wie eben beschrieben nochmals ausgegeben, so daß sie während der Eingabe normalerweise ständig zu sehen ist. Es können so lange Züge gemacht werden bis der Spieler ein "X" drückt. Außerdem kann dieser Befehl beliebig oft aufgerufen werden. Bis der Spielleiter (Sysop) die nächste Auswertung startet bleiben die eingegebenen Züge und Daten erhalten. Jedoch können dann keine Eingaben mehr zurückgenommen werden. Die Eingabeschleife, die im folgenden beschrieben wird, kann durch Eingabe von 'X' beendet werden : 1. Eingabe von welchem Stern Raumschiffe verschickt werden sollen. Dies geschieht durch Eingabe der Nummer des gewünschten Sterns. Dieser muß existieren und in Besitz des Spielers sein. Will man nur eine Entfernung zwischen zwei Welten erfragen so muß man der Zahl ein '?' voranstellen, dabei darf jede beliebige Welt gewählt werden. Wird ein 'V' vorangestellt so wird die Flotte zur Verbündung mit dem Besitzer der Zielwelt gewählt. Dies geschieht immer, auch dann wenn der Herrscher sich während der Reise geändert hat! Mit 'L' kann der letzte Auftrag wieder storniert werden. 2. Einstellen der Zielwelt. Bedingung : Die Welt muß existieren und wenn Schiffe gesendet werden sollen darf die Reise nicht länger als 3 Jahre dauern. 3. Eingabe der Größe der Flotte. Die sich noch auf dem Stern befindlichen Raumer können hierdurch entgültig ihre Reise antreten. Statt der genauen Anzahl kann man auch 'A' für ALLE eingeben. e) Auswertung anfertigen Der Befehl heißt GALACTIC EMPIRE EXEC und ist nur dem Spielleiter (Sysop) zugänglich. Der Ablauf ist voll automatisch und nicht beeinflußbar. f) Anschauen der Auswertung Die Auswertung der letzten Runde erhält man durch den Befehl GALACTIC EMPIRE AUSWERTUNG. Diese kann sich jeder User beliebig oft ansehen. g) Sterne nachträglich verschieben Ist die generierte Karte ungünstig, so daß z.B. bestimmte Welten nicht wegen der maximalen 3-Jahres-Distanz erreichbar sind, so kann diese der Sysop nachträglich horizontal verschieben. Dazu dient der Befehl GALACTIC EMPIRE BEWEGEN. Geben Sie zuerst die Nummer des zu bewegenden Sterns ein und dann, um wieviel Zeichen dieser nach rechts zu verschieben ist. Dabei ist auch ein negativer Wert für Linksverschiebung zulässig. Es ist darauf zu achten, daß die Welt nicht links oder rechts über den Kartenrand hinwegbewegt wird. Außerdem darf sich nichts an der Reihenfolge der Welten ändern! Ansonsten kann es zu Programmfehlern kommen. h) Spiel beenden Sobald der Sysop den Befehl "GALACTIC EMPIRE QUIT" eingibt, wird eine Auswertung angefertigt, die Punktzahl der User gezählt und ausgegeben und das Spiel wird endgültig beendet. D.h. es können keine Züge mehr eingegeben werden, nur der Befehl "GALACTIC EMPIRE AUSWERTUNG" funktioniert noch! Bemerkung : Der Befehl "GALACTIC EMPIRE" kann einfach mit "G" abgekürzt werden. Für die Argumente genügen drei Buchstaben. Also reicht es z.B. "G KAR" und "G EIN" einzugeben. HILFE ----- Format : HILFE Gibt alle auf die Abkürzung passenden Nachrichten aus dem Brett "Hilfstexte" aus. oder HILFE * Gibt alle Hilfstexte aus. oder HILFE Gibt den Hilfstext "HILFE" aus. INFO ---- Format : INFO Der Befehl "INFO" zeigt allgemeine Angaben und Statistiken zum angewählten Brett. Zusätzlich kann ein Text vom Sysop oder vom Brettverwalter in dieses Brett mit dem Betreff "-INFO-" geschrieben werden. Dieser wird dann ggf. nach Aufruf des "INFO"-Befehls mit ausgegeben. INHALT ------ Format : INHALT Durchsucht das Inhaltsverzeichnis nach Texten mit den aufgeführten Nummern und gibt jeweils Informationen über Textnummer, Bytelänge, Absender, Zeit der Erstellung und den Betreff aus. oder INHALT Wie oben, nur werden hier alle neuen Texte ausgesondert und angezeigt. Ausnahmen : Ist kein Brett angewählt verhält sich dieser Befehl wie BRETT. KOMMENTAR --------- Format : KOMMENTAR Setzt nachträglich Kommentar und Absendernamen für ein File in einem Download-Brett. Nur für Sysops zugänglich. Derselbe Befehl wird auch nach jedem Upload durchgeführt. LESEN ----- Liest einen Text aus einem angewählten Brett. Format : LESEN [Nr,] [Nr-,] [-Nr,] [Nr-Nr,].... Liest die durch die Nummern eingegebenen Texte. Beispiele : LESEN 4 LESEN 1,2,3 LESEN 5- LESEN -3,7-8 oder LESEN * Liest alle Bretteinträge. oder LESEN Liest alle Neueinträge seit dem dem letzten Login, bzw. dem Bezugsdatum. oder LESEN MERKEN Liest alle Texte, die sich das Prg beim letzten Lesen von Texten "gemerkt" hat nocheinmal. oder LESEN ! bzw. LESEN MERKEN! Das "!" am Ende der beiden Befehle bewirkt, daß die normalerweise gelesenen Texte erst in ein File geschrieben werden und dann optional mit einem beliebigen Archivierungsprogramm gepackt werden. Diese werden dann mit dem eingstellten Übertragungsprotokoll gesendet. Enthält die Liste neben Texten auch Files, so werden diese, wenn es das Übertragungsprotokoll erlaubt, als separate Dateien mitversendet. Bemerkung : Der "!"-Operator ist auch am Ende des "SCANNER"-Befehls zulässig. Siehe auch : LESEN ALLGEMEIN, ENDE, LOGOFF, SCANNER LESEN allgemein --------------- Das Lesen von Texten geht weit über das einfache Darstellen des Textes hinaus. Zu unterscheiden sind Funktionen während und nach der Ausgabe. I.) Während des Lesens Es gibt insgesamt 4 Tastenkombinationen mit verschiedenen Auswirkungen: a) XOFF bewirkt das Anhalten der Textausgabe. Es ist in der Regel über die Tastenkombination CTRL-S (andere Darstellung : "^S") zu erreichen. b) XON setzt die Textausgabe, falls angehalten, wieder fort. XON entspricht normalerweise CTRL-Q bzw. "^Q". c) CAN führt zum Abbruch des Textes. Eine möglicherweise eingstellte Nonstop-Funktion wird dabei ausgeschaltet. Der übliche Code dafür ist CTRL-X bzw "^X". d) Skip Wie bei CAN, wird wird hier die Nonstop-Funktion eingeschaltet. Üblicher Code : CTRL-C bzw. "^C" Die Codes für die oben genannten Funktionen können im SETUP-MENÜ geändert werden. Außerdem gelten sie für praktisch alle längeren Textausgaben, sei es die Userliste, das Protokoll oder die List-Funk- tion im Texteditor. II.) Nach Ende eines Textes ohne Nonstop Jenachdem ob es sinnvoll oder zulässig ist hat der User folgende Möglichkeiten : (?) Gibt die abgekürzten Eingabemöglichkeiten in Wortform aus. (A)bbruch Wenn mehrere Texte gelesen werden sollen, so kann hiermit abgebrochen werden. (M)erken Mit dieser Funktion "merkt" sich das Programm diesen Text, so daß er mit "LESEN MERKEN" nocheinmal aufgeführt werden kann. (N)onstop schaltet diese interaktive Abfrage aus, so daß alle folgenden Texte durchgehend ausgegeben werden bis evtl. CTRL-X gedrückt wird. (T)hema markieren Insbesondere wenn viele Texte zu einem Thema vorhanden sind kann es sein, daß man genau diese Texte zu diesem Thema nicht mehr lesen will. Hierzu kann man ein Thema markieren. Das Programm erkennt dies an den Betreffs eines jeden Textes. Es können alle Texte richtig erkannt werden die mit der Funktion Kommentar geschrieben werden. Wurde der Betreff von einem User eigenständig umgeändert, so können diese nicht immer erkannt werden. Alle Markierungen ver- fallen sobald das Senden der Text-Reihe beendet wurde. (K)ommentar ermöglicht es zu einem Text einen Kommentar in dasselbe Brett zu schreiben. Bei der Betreffeingabe bekommt man als Vorgabe den alten Betreff mit einem "Re:" für Reply (Antwort). Diese kann man ändern oder, was der Normalfall sein sollte, einfach mit RETURN bestätigen. Wollen Sie, während Sie den Kommentar schreiben, noch einmal das Original lesen, so können Sie im Texteditor den Befehl ".c" eingeben! (B)rief schickt einen Brief an den Schreiber des Textes. Bis auf den Adressaten ist der Verlauf wie bei Kommentar. Mit der darauf- folgenden Abfrage kann das Löschen des alten Briefes veranlasst werden. Bzgl. des Original-Textes gilt dasselbe wie bei "Kommenter" (oben). (L)öschen Die eigene Post kann so gelöscht werden, auch wenn der gleichnamige Befehl aufgrund des Userlevels unter Umständen nicht erreichbar ist. Es erfolgt aber immer eine Sicherheitsabfrage. (+) nächstes Brett Werden Texte mit dem "SCANNER" gelesen, so kann hiermit zu den neuen Nachrichten im nächsten Brett übergewechselt werden. (D)ownload Ist der betreffende Eintrag ein File, so kann dieses hierüber mit Hilfe eines gesicherten Protokolls (siehe "SET") empfangen werden. (I)nhalt gibt den Inhalt eines gepackten Files aus. siehe auch : LESEN, SCANNER, HILFE, SET LEVEL ----- Format : LEVEL Ändert den Userlevel eines Users. Co-Sysops können nur User mit einem Level von 1 bis 6 erreichen. Ebenfalls können sie ihnen keinen Level außerhalb dieses Bereiches geben. Achtung ! Man sollte einem User nie Level 0 geben. Er erhält damit die Funktion eines Gastes. Daher ist die Funktion nur für erfahrene Sysops zu empfehlen. LOESCHEN -------- LOESCHEN [!] Dieser Befehl dient zum Löschen von Nachrichten. Sie werden allerdings vorerst nur mit einer Markierung, die man an dem "*" am Eintrag des Brett- inhaltes erkennt, versehen. Ist der Text bereits zum Löschen markiert, so wird diese wieder aufgehoben. Mit können beliebige Bereiche entsprechend dem Befehl "LESEN" angesprochen werden. Optional kann dem Befehl ein "!" nachgehängt werden. Er bewirkt daß das Löschen aller markierten Nachrichten sofort ausgeführt wird. Beispiele : LOESCHEN 2 LOESCHEN * LOESCHEN 10-100 LOESCHEN ! LOESCHEN 12! oder LOESCHEN X Löscht alle Textmarkierungen in allen Brettern und Postfächern der Mailbox. Siehe auch : LESEN LOGINTEXTE ---------- Allgemein : Bei Phobos kann für jeden Logintext bestimmt werden welche User ihn wie oft lesen sollen. Damit entfällt das ständige Neuanzeigen für Stammuser. Voraussetzung für diesen Befehl ist, daß das aktuelle Brett "Logintexte" heißt. Es können maximal 15 Texte verwaltet werden. Format : LOGINTEXTE ? Gibt die Liste aller Logintexte mit dem Zeitpunkt an dem sie spätestens aus der Liste gestrichen werden aus. oder LOGINTEXTE SCHREIBEN Dient zum Eintragen eines Textes, der sich bereits im Brett befindet, in die Liste. Für alle User mit demselben Level und Gäste kann angegeben werden, wie oft dieser maximal gelesen werden soll. 3 bedeutet dabei, daß er dauernd gelesen wird. oder LOGINTEXTE LOESCHEN Löscht einen Eintrag aus der Liste vorzeitig. LOGOFF ------ Format : LOGOFF Nach einer Sicherheitsabfrage wird der User aus der Mailbox "ausgeloggt" und das Modem legt auf. oder LOGOFF NEU Wie oben, nur wird hier die Bezugszeit für neue Texte nicht aktualisiert. MARKIEREN --------- Format : MARKIEREN Markiert jedes Brett auf das die Abkürzung paßt und auf das der User Zugriff hat. Ist das entsprechende Brett bereits markiert, so wird sie aufgehoben. oder MARKIEREN ? Listet alle z.Z. markierten Bretter auf. Siehe auch : BRETT, SCANNER MITTEILUNG ---------- Format : MITTELUNG Mit diesem Befehl läßt sich ein Mitteilungstext von einer Zeile eingeben, der jedem Briefschreiber vor der Eingabe des Textes vorgelegt wird. Dieser könnte z.B. einen Hinweis enthalten, daß der User z.Z. im Urlaub ist. NETZ ---- Format : NETZ Gibt einen Informationstext über das Netz, mit dem die Mailbox betrieben wird aus. Diesen muß der Sysop mit dem Betreff "NETZ" in das Brett "Systemtexte" geschrieben haben. oder NETZ PROTOKOLL Gibt das Protokoll über die letzten Netztransfers aus. oder NETZ POLLEN ermöglicht dem Sysop einen Netztransfer nach dem Logoff zu starten. Dazu fragt das Programm nach dem Namen der anzurufenden Mailbox. Eine Leereingabe bricht die Funktion ab. OPERATOR -------- Format : OPERATOR Mit diesem Befehl kann ein User den Sysop rufen. Dabei wird ein Ton und ein vom Sysop festgelegter Text ausgegeben. Weiterhin blinkt der Bildschirm des Mailboxcomputers als Erkennungssignal einmal pro Sekunde auf. Eine wiederholte Eingabe von "OPERATOR" schaltet dieses Signal wieder aus. PASSWORT -------- Format : PASSWORT Dient zur nachträglichen Änderung des Passwortes. Evtl. sollte dies alle paar Wochen geschehen, da sonst die Gefahr besteht daß es von anderen Usern herausgefunden werden kann. Ist die letzte Passwortänderung länger als 30 Tage her, dann fragt Phobos beim Login automatisch, ob es zur Sicherheit geändert werden soll. POSTFACH -------- Format : POSTFACH Ist man eingetragener User so gelangt man hiermit in sein Postfach. Ansonsten hat der Befehl die Bedeutung eines Userantrags. PROMPT ------ Format : PROMPT [PromptString] Hiermit kann man den Prompt der Eingabezeile (das ist der Text hinter dem der Cursor steht) nach seinen eigenen Vorstellungen verändern. Wurde kein Argument eingegeben, so fragt das Programm nochmals danach. Wird ein Leerstring eingegeben so wird der Standard-Prompt benutzt. Man könnte z.B. scheiben: "Was wünschest Du ?" Man kann aber auch noch folgende Steuersequenzen in den String einsetzen. Steuerseuqenz | wird ersetzt durch... --------------+----------------------------------------------- $T | die aktuelle Zeit $D | das aktuelle Datum $B | das aktuelle Brett, falls angewählt $O | die aktuelle Onlinezeit $L | den eigenen Userlevel $N | den eigenen Usernamen $C | einen Sprung an den Anfang der nächsten Zeile Den Standardprompt bei nicht angewähltem Brett könnte man durch folgende Zeile ersetzen : $O > PROTOKOLL --------- Format : PROTOKOLL Gibt das Loginprotokoll seit dem letzten Login aus. oder PROTOKOLL * Gibt das gesamte Protokoll aus. oder PROTOKOLL LOESCHEN löscht alle Einträge im Protokoll. Dies ist in aller Regel jedoch nicht nötig, da automatisch der letzte Eintrag gelöscht wird wenn das Protokoll zu groß wird. Die Anzahl der Einträge hängt von der Voreinstellung des Programms ab. oder PROTOKOLL AUS Verhindert den Eintrag des laufenden Logins im Protokoll (für Co-/Sysops). RELOGIN ------- Format : RELOGIN Führt einen Logoff durch, ohne die Telefonverbindung zu unterbrechen. SCANNER ------- Format : SCANNER [+|!] Liest alle neuen Texte aller Bretter mit Lesezugriff und gibt sie auf dem Bildschirm aus. Wird ein "+" angehängt so wird automatisch der "Nonstop"- Modus eingeschaltet. Ist man Vertreter eines anderen Users, so wird zuerst dessen Postfach nach neuen Nachrichten durchsucht. Zum Löschen markierte Texte werden nicht ausgegeben. oder SCANNER [+|!] Wie oben, nur wird hier nicht die Bezugszeit für neue Text herangezogen sondern das angegebene Datum. Wird der Befehl mit einem "!" beendet, so werden die Texte nicht online gelesen, sondern erst in ein File geschrieben, gepackt und dann mit dem eingestellten Übertragungsprotokoll gesendet. Siehe auch : LESEN SCHREIBEN --------- Schreibt einen Text oder ein File in ein Brett oder Postfach. Format : SCHREIBEN Je nach Bretteinstellung fragt das Programm, ob ein normaler Text, ein ANSI-Text oder ein binäres File abgespeichert werden soll. Im ersten Fall ruft es den Texteditor auf und speichert Ihre Eingabe daraufhin ggf. ab. Im zweiten Fall wird ein ASCII-Upload durchgeführt und letzteres startet einen Upload mit einem gesicherten Übertragungsprotokoll, z.B. Zmodem. Jedes "upgeloadete" Programm kann dann mit einem Kommentar versehen werden, der bei den Befehlen "LESEN" und "INHALT" mit angezeigt wird. oder SCHREIBEN Wie bei SCHREIBEN, nur wird hier der Text an einen User geschickt. Siehe auch : Texteditor, BRIEF, KOMMENTAR, LESEN, INHALT SET --- Dient zum Einstellen der persönlichen Boxkonfiguration. Format : SET Erklärung der Menüpunkte : E)mulation Dient der Eingabe der gewünschten Terminal-Emulation. 'Keine' Emulation entspricht TTY. Hier sind alle Ausgaben einfarbig, es wird keine Statuszeile (siehe BEFEHLSEINGABE) dargestellt und die Cursor- funktionen sind abgeschaltet. VT100 ergibt eine weiß- oder hellweiße Ausgabe. Die Ansi-Emulation dagegen ermöglicht farbige Texte. Eine Einstellung von VT100 oder ANSI ist für das Spiel 'GALACTIC EMPIRE' nötig. U)mlaute Hiermit wird die gewünschte Umlauteumwandlung eingestellt. Bei IBM- Umwandlung wird zusätzlich zu den Umlauten auch, so gut wie möglich, andere Sonderzeichen konvertiert. P)aging Stellt die Anzahl der Zeilen ein, nach denen die Ausgabe eines Textes für einen Tastendruck angehalten wird. ein oder '0' schaltet diese Funktion aus. G)ebührenzone Es wird der Tarif zur Bestimmung der Telefonkosten eingestellt. B)eep Ist 'Beep' eingeschaltet, so wird bei jeder Eingabeaufforderung ein Signal gesendet. Dieses kann jedoch bei jedem Terminal verschieden Auswirkungen haben. In der Regel sind es jedoch ein Ton oder ein Aufblitzen des Bildschirms. L)ogbuchsteuerung Manche Terminal-Programme, wie AmigaCall oder PhobosTerm unterstützen diese Funktion. Mit ihr kann das Mailbox-Programm veranlassen, daß nur Texte oder andere wichtige Ausgaben im Protokoll stehen. D.h. z.B. Befehls-Eingaben erscheinen dann nicht mehr im Protokoll. X)on-Xoff CHRs Dient zur Eingabe individueller Tasten zur Steuerung der Textausgabe. Normalerweise sind dies : CTRL-Q / CTRL-S / CTRL-X / CTRL-C. Z)eilen Die Befehlszeile wird bei VT100- oder ANSI-Emulation an der eingegeben Zeilenposition ausgegeben. L) LF = LF + CR Für die Textausgabe ist es nicht nötig LineFeed und CarriageReturn getrennt zu behandeln. Um Übertragungsgeschwindigkeit zu sparen kann hier eingestellt werden ob nur ein LF gesendet wird. Damit die Ausgabe auf dem Terminal funktioniert muß dieses aber darauf vorbereitet sein. D)oubleChat schaltet den DoubleChat ein bzw. aus, ansonsten wird der normale Chat benutzt. F)ile-Protokoll legt das zu benutzende Protokoll zur Übertragung von binären Files fest. C)hronologie Ist sie eingeschaltet, so werden alle Texte in chronologischer, andernfalls in achronologischer Reihenfolge gelesen. Siehe auch : LESEN ALLGEMEIN, BEFEHLSEINGABE, Chat STATUS ------ Format : STATUS Gibt den Status über den User und die Konfiguration der Mailbox aus. SUCHEN ------ Format : SUCHEN Durchsucht die Mailboxtexte und -Files nach einem bestimmten Begriff. Dabei kann angegeben werden ob der Inhalt der Texte oder nur deren Betreffs untersucht werden sollen. Bei Files wird aber auf jeden Fall nur der Name überprüft. Befindet sich der User in einem Brett, so wird nur dessen Inhalt untersucht, andernfalls alle die für den User zugänglichen Texte/Files. Es wird dabei grundsätzlich nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden. Wird ein Text oder ein File gefunden in dem der Suchbegriff enthalten ist, so fragt das Programm ob er/es gelesen oder übergangen werden soll. Das Suchen ist besonders interessant in Verbindung mit der "Merken"-Funktion beim Lesen der Texte. Damit kann der User schonmal einige Texte in die engere Wahl nehmen und diese nachher mit "LESEN MERKEN" nochmal bearbeiten oder auch mit "LESEN MERKEN!" als gepacktes File downloaden. oder SUCHEN Wie oben, jedoch fragt hier das Programm nochmal speziell nach dem Suchbegriff. Siehe auch : LESEN MERKEN TEILNEHMER ---------- Format : TEILNEHMER Gibt eine alphabetisch sortierte Liste aller in der Mailbox eingetragenen User mit den Angaben des Zeitpunktes des letzten Logins, des Eintrittsdatums, des aktuellen Levels und der gesamten Anzahl von Logins aus. Texteditor ---------- Allgemein : Phobos besitzt einen Universal-Texteditor der je nach eingestellter Terminal-Emulation verschiedene Editierfunktionen unterstützt : So verhält er sich bei TTY wie ein herkömmlicher Zeileneditor. Das heißt es stehen zur Korrektur nur die BACKSPACE-Taste und die Punkt-Kommandos (siehe unten) zur Verfügung. Grundsätzlich führt Phobos jedoch einen Wordwrap (Zeilenumbruch) durch sobald bei der Eingabe das Ende der Zeile erreicht wird. Außerdem wird ein automatisches Einrücken unterstützt. Wollen Sie z.B. Ihren "PS"-Text einrücken, so brauchen Sie dies nur bei der ersten Zeile zu tuen und das Programm setzt bei jeder neuen Zeile automatisch den Cursor an die vorige Anfangsposition. Haben Sie jedoch eine VT100- oder ANSI-Emulation eingestellt, dann können zusätzlich alle Cursortasten benutzt werden. Außerdem stehen die Tastenkombinationen CTRL-N zum Einfügen und CTRL-Y zum Löschen einer Zeile zur Verfügung. Benutzen Sie CTRL-A, wenn der Bildaufbau durch Übertragungsfehler zerstört wurde! Er wird dann nochmal völlig neu aufgebaut. Die Punkt-Befehle : (die in Klammern gesetzten Buchstaben dienen nur der Erläuterung) .j(ump) Springt an die angegebene Zeilennummer und gibt deren Inhalt zur Editierung aus. Wird kein Argument angegeben, so zeigt das Programm den gesamten bisher geschriebenen Text an. .l(ist) Listet alle angegebenen Zeilen. "" hat dasselbe Format haben wie beim Mailbox-Befehl "LESEN" .d(elete) Löscht die angegebenen Zeilen, so daß der nachfolgende Text nachgerückt wird (wie CTRL-Y). Die Nummern müssen in aufsteigender Reihenfolge angegeben werden. .e(dit) Haben Sie sich bei der Editierung einer Zeile vertan, so können Sie den alten Inhalt hiermit nochmal hervorholen. "Edit" ist also gewissermaßen eine Undo-Funktion für eine Zeile. .h(elp) oder .? Gibt einen kurzen Hilfstext zu den Punktbefehlen und CTRL-Funktionen aus. .u(pload) Startet einen ASCII-Upload. Der empfangene Text wird an der Zeilenposition des Cursors eingefügt. Das Senden wird mit CTRL-X vom User beendet. Bei Bedienung von der Konsole aus erscheint ein File-Requester mit dem man die gewünschte Text-Datei auswählen kann. .b(etreff) Editiert den zuvor eingegeben Betreff nachträglich. .n(umbers) Schaltet die Ausgabe der Nummern am Anfang jeder Zeile ein bzw. aus. Ist die Nummerierung ausgeschaltet, so können längere Zeilen eingegeben werden. Dies kann dann besonders wichtig sein, wenn ein Text nacheditiert (siehe "EDITIEREN") werden soll, dessen Zeilen mehr als 75 Zeichen enthalten. .c(omment) Gibt den Originaltext zu dem Sie ggf. einen Kommentar oder einen Brief schreiben aus. TITELBILD --------- Format : TITELBILD Wird das Titelbild beim Login durch einen höheren Level nicht angezeigt, so kann kann dieses durch den gleichnamigen Befehl nochmal gelesen werden. USER ---- Format : USER ALT Löscht einen Useraccount. USER Startet den Online-Usereditor. VERSION ------- Format : VERSION Gibt die z.Z. laufende Versionsnummer des betriebenen Phobos-Programms mit Copyright-Vermerk und Seriennummer aus. Handelt es sich um eine Demo-Version so wird dies unten bei der Seriennummer vermerkt. Dieser Befehl ist grundsätzlich ab Level 0 aufrufbar. VERTRETER --------- Format : VERTRETER Löscht einen gewählten Vetreter oder VERTRETER Ernennt einen User zum Vertreter so daß dieser die Post des aktuellen Users, die nicht älter als die Bezugszeit ist, mit dem Befehl SCANNER lesen kann. oder VERTRETER ? Gibt den gewählten Vertreter und die Bezugszeit aus. WEITERLEITEN ------------ Format : WEITERLEITEN Leitet einen Text aus dem aktuellen Brett bzw. Postfach weiter in ein anderes. Normale User, bis zu einem bestimmten Level, haben diese Möglichkeit nur in ihrem Postfach. Der Text wird danach in unveränderter Form in dem gewählten Brett/Postfach nach der Chronologie eingeordnet. ZUGRIFFE -------- Allgemein : Bei Phobos ist es möglich zu jedem Brett jedem anderen User Lese- bzw. Schreibzugriff zu geben, sofern dieser ihn nicht schon durch seinen Level oder die Funktion des Vertreters hat. Lese- und Schreibzugriff werden getrennt behandelt. Format : ZUGRIFFE [] Ermöglicht dem Sysop/Brettverwalter das Ändern aller Userzugriffe auf das aktuelle Bretter auf die "" zutrifft. oder ZUGRIFFE ? Gibt alle User mit speziellem Zugriff auf das aktuelle Brett aus. Siehe auch : BRETT 9.2. Spezielle Sysopbefehle AUTOEDITOR ---------- Format : AUTOEDITOR Der Autoeditor dient zum automatischen Löschen von Texten nach insgesamt drei verschiedenen Kriterien, die Sie für jedes Brett einzeln per Bretteditor bestimmen können : Texte Bestimmt wieviele Texte das Brett maximal aufnehmen soll. Textalter Bestimmt wie alt die Texte maximal sein dürfen, bevor Sie mit diesem Befehl gelöscht werden Speicher Bestimmt wieviel Speicher alle Nachrichten, also Texte und Files, in dem Brett belegen dürfen. Der Autoeditor durchsucht nun alle Bretter und überprüft deren Inhalte auf die eben genannten Kriterien hin. Voraussetzung ist, daß keine "0" als Wert gewählt wurde. Es werden nun solange Texte, mit dem ältesten angefangen, zum Löschen markiert bis alle Kriterien erfüllt wurden oder bereits alle vorhandenen Nachrichten markiert bzw. archiviert(!) sind. Zu jeder vom Autoeditor markierten Nachricht gibt das Programm eine Zeile über den Inhalt aus. Sind Sie sich nicht ganz sicher, ob alles korrekt verlaufen ist, oder ein paar Texte doch nicht gelöscht werden sollten, dann können Sie diese nachträglich wieder einzeln demarkieren (nochmal den LOESCHEN-Befehl anwenden) oder alle Markierungen mit "LOESCHEN X" wieder aufheben. Siehe auch : ARCHIVIEREN, LOESCHEN, "Bretteditor" in dieser Anleitung CLI --- Format : CLI Phobos besitzt ein eingebautes CLI, das auch von außen, das heißt über Modem bedienbar ist. Als Prompt wird jeweils immer der Name des aktiven Directories mit einem nachgestellten ">" angezeigt. Befanden Sie sich gerade in einem Postfach oder in einem Download-Brett so wählt Phobos zuvor immer das Directory an, das die Files beinhaltet. Das bedeutet, daß Sie mit "Dir" direkt die Files in dem Brett angezeigt bekommen. Sie können alle Befehle wie im normalen CLI benutzen. Es ist jedoch darauf zu achten, daß der aufgerufene Befehl während des Ablaufs keine Tastaureingaben fordert! Ansonsten hängt das Programm. Das CLI kann mit "EndCli" oder "." wieder verlassen werden. KORRIGIEREN ----------- Format : KORRIGIEREN Es werden alle Texte in der Mailbox gelesen und das Inhaltsverzeichnis völlig neu generiert. Der Befehl ist dann sinnvoll wenn Files evtl. durch Fehler auf Festplatte/Floppy zerstört wurden und demnach die Inhalts- verzeichnisse falsch sind. Dieser Befehl wird auch dann nach einem Login ausgeführt wenn das Prg von selbst einen Fehler in der Datenstruktur der Texte gefunden hat. Auch wenn Texte geschrieben wurden und das Prg nicht mehr dazu kommt die Textinfos abzuspeichern ist dieser Befehl sinnvoll. Achtung ! Dies ist kein Ersatz für einen Diskdoctor ! AmigaDOS darf keinen keinen Schreib/Lese-Fehler produzieren. Erst nach einer Reinigungsprozedur darf dieser Befehl angewendet werden. MBA KONVERTER ------------- Format : MBA KONVERTER Viele Käufer von Phobos betrieben vorher Ihre Mailbox mit Mailbox_Amiga (MBA). Um die Umstellung zu erleichtern können Sie diesen Befehl von der Konsole aus benutzen. Dieser kann den ganzen Inhalt von Textbrettern (kein Ansi!) in das bereits eingerichtete Phobos-Brett übernehmen. Dabei wird auch das Datum korrekt gesetzt. Haben Sie also das Brett in Phobos eingerichtet, so wählen Sie es mit "BRETT " an und geben Sie den Befehl "MBA" ein! Nun erscheint ein Filerequester. Stellen Sie diesen per Maus auf das Directory in dem bei MBA die Texte verwaltet wurden und klicken Sie "OK" an. Der Kopiervorgang geht dann vollautomatisch vonstatten. Leider kann es hier zu Fehlern kommen wenn unter MBA ein Text nicht korrekt mit einem LF abgeschlossen wurde. Achten Sie also bitte darauf! RAMBUFFER --------- Format : RAMBUFFER [Objektdatei] Mit diesem Befehl wird der RamBuffer ein bzw. ausgeschaltet. Ist dieser aktiv wird ein Protokoll in den Zwischenspeicher (siehe Preferences) mit dem Namen Buffer gespeichert. Ein CR wird dabei herausgefiltert. Wird eine Objektdatei angegeben, so erfolgt die Ausgabe dahin. Beispiel : RAMBUFFER PRT: gibt das Protokoll auf den Drucker aus. Bemerkung : Die Logbuchsteuerung zeigt hier keine Wirkung! RUECKRUF -------- Format : RUECKRUF Veranlaßt die Box unter einer einzugebenen Telefonnummer und Baudrate anzurufen. Dies geschieht nach dem Logoff, wenn die Box wieder bereit ist Anrufe anzunehmen. Der Anzurufende muß, wenn sein Telefon läutet oder das Modem ein "RING" sendet den Befehl "ATA " eingeben, damit die Verbindung aufgebaut werden kann. Die Telefonkosten gehen dann auf Rechnung des Mailboxbetreibers. 10. Begriffserklärungen Baudrate Die Daten zwischen Computer und Modem werden mit einer festen Geschwindigkeit übertragen. Diese wird offiziell in "Bps" (bits per second) angegeben. Der Begriff "Baudrate" besagt nichts anderes. Download Das Empfangen von Files mittels eines Übertragungsprotokolls wird "Download genannt. Netztransfer Jede Mailbox sammelt die neu in die Netzbretter geschriebenen Texte zuerst auf der Festplatte. Zu einem betimmten Zeitpunkt, meist ein oder zweimal früh Morgens, werden diese Nachrichten über den "Verteiler" an die anderen Boxen entsandt. Dabei "pollt" (anrufen) die Box bei ihrem Server und erhält die Nachrichten, die dieser bereithält und sendet die eigenen neuen Daten. Pollen Das Abholen und Senden von Nachrichten beim Server nennt man "pollen". Server Der Server wird beim Netztransfer von der (den) Mailbox(en) angerufen, bekommt die neuen Texte und verteilt sie in die entsprechenden Directories für andere Boxen. Upload Entsprechend wie bei "Download" bezeichntet "Upload" das Senden eines Files in die Mailbox.