--------------------------------------------------------------------------- Bars Mit dem Bars-Operator kann zwischen zwei Szenen umgeblendet werden. Somit benötigt dieser Operator 2 Eingänge. Der Bars-Operator zerlegt ein Bild in mehrere Balken und schiebt diese Balken zeitlich versetzt aus dem Bildschirm. Der freiwerdende Bereich wird mit der 2. Szene gefüllt. Über "Modus" kann man einstellen, wie sich der Operator verhalten soll: "Wipe" führt einen streifenweisen "Wipe" aus, mit der Einstellung "Shift" werden die einzelnen Balken zur Seite oder nach oben herausgeschoben und das neue Bild ebenfalls streifenweise hereingeschoben. Mittels "Direction" legt man die Bewegungsrichtung der Balken fest. "Left" schiebt die Balken nach links bzw. macht einen "Wipe" von rechts nach links, "Right" schiebt somit nach rechts, "Up" nach oben und "Down" nach unten. In der Einstellung "LeftRight" passiert folgendes: Das Bild wird wiederum in Streifen zerlegt. Der erste Streifen wird nach links geschoben, der zweite nach rechts, der dritte wieder nach links usw. In der Einstellung "UpDown" passiert gleiches in vertikaler Richtung, d.h. die Streifen werden abwechselnd nach oben und unten geschoben. "#Bars" legt fest, in wie viele Streifen ein Bild zerlegt werden soll. Angaben zwischen 1 und 312 sind sinnvoll, eine 6 zerlegt z.B. das vorliegende Bild in 6 Streifen. --------------------------------------------------------------------------- Control Mit Hilfe des Control-Operators kann eine vorliegende Szene nachträglich in ihrer Farbe, Helligkeit und Kontrast korrigiert werden. Der Operator benötigt somit eine Szene als Eingang. Der mit "Mode" bezeichnete Schalter sollte inzwischen bekannt sein. Hier legt man fest, ob der Operator über seinen ganzen Zeitraum mit der gleichen Einstellung arbeiten soll oder ob sich die Einstellungen mit der Zeit ändern sollen. "Start=End" bewirkt eine konstante Einstellung, über "Start" bzw. "End" kann man die Start- bzw. Endeinstellungen des Operators eingeben. Über die drei Schieberegler "Red", "Green" und "Blue" kann der rote, grüne und blaue Farbanteil einer Szene geändert werden. Die Einstellung 100% bewirkt keine Änderung, bei einem Wert unter 100% wird der jeweilige Farbanteil abgeschwächt, bei einem Wert über 100% verstärkt. Hat eine Szene z.B. einen Blaustich, kann dieses mit der Einstellung "Red 100%, Green 100%" und einem Wert für "Blue" kleiner 100% korrigiert werden, dann wird der Blauanteil des Bildes reduziert und dem Blaustich entgegengewirkt. (Dabei sollten alle anderen Einstellungen auf 100% bzw 0 für Gamma belassen werden) Über "Brightness" kann die Helligkeit einer Szene nachträglich verändert werden. Werte über 100% hellen die Szene auf, Werte unter 100% dunkeln die Szene ab. "Contrast" ändert den Kontrast einer Szene. Dieser Regler wirkt genau wie der Kontrast-Regler am Fernseher, helle Teile werden zusätzlich aufgehellt, dunkle Teile abgedunkelt. "Saturation" ändert die Farbsättigung. Dieser Regler verhält sich ebenfalls wie der Regler am Fernseher. Wird die Sättigung erhöht, erscheinen alle Farben kräftiger, Werte unter 100% schwächen die Farben ab, das Bild erscheint in blasseren Farben bis hin zu einem Schwarzweißbild. Der Regler mit der Bezeichnung Gamma bewirkt ebenfalls eine Aufhellung bzw. Abdunklung des Bildes, ändert aber nicht die Farben Weiß und Schwarz ab. Somit kann man ein Bild aufhellen oder abdunkeln, ohne daß das Bild "vergraut". --------------------------------------------------------------------------- CircleWipe Dieser Operator erzeugt einen speziellen Überblendeffekt zwischen zwei Szenen. In Stellung 'Out' wird beginnend im Mittelpunkt der ersten Szene kreisförmig auf die zweite Szene umgeblendet, die kreisförmige Fläche mit der zweiten Szene wird immer größer, bis der gesamte Bildbereich damit ausgefüllt ist. Steht das Gadget 'Dir:' auf 'In', erfolgt die Überblendung in entgegengesetzter Richtung. Die Fläche der ersten Szene wird kreisförmig immer kleiner bis sie im Bildmittelpunkt verschwindet und nur noch die zweite Szene sichtbar ist. Die weitere Bedienung und Anordnung des Operators in der Schnittliste entspricht dem normalen Wipe-Operator. Lesen Sie bei Bedarf das entsprechende Kapitel im MovieShop Handbuch. --------------------------------------------------------------------------- FalseColor Der FalseColor-Operator hat ähnlich wie der Negative-Operator sein Einsatzgebiet in der extremen Verfremdung. Er erzeugt aus einem normalen Bild ein Falschfarbenbild. Diese Umwandlung wird in zwei Schritten berechnet. Zunächst wird (intern) aus dem zuvor farbigen Bild ein Schwarzweißbild erzeugt. Im zweiten Schritt wird dann jedem Bildpunkt, abhängig von seiner Helligkeit, eine Farbe zugewiesen. Schwarze Bereiche werden blau, weiße werden rot. Die dazwischenliegenden Grautöne werden auf einen Farbraum verteilt, der bei blau beginnt, über cyan, grün und gelb geht und bei rot endet. In der Wissenschaft werden solche Einfärbungen von Bildern vorgenommen, da das menschliche Auge nur sehr wenig Graustufen, aber extrem viele verschiedene Farben unterscheiden kann. So können z.B. Satelliten-Aufnahmen besser ausgewertet werden. Der Einsatzbereich mit MovieShop dürfte allerdings mehr beim Erstellen von Musikvideos o.ä. liegen. Das erzeugte, extrem farbenfrohe Bild hat allerdings den Nachteil der hohen Farb-Videobandbreite, speziell bei vormals harten Kontrasten. Besonders bei der Ausgabe über den FBAS-Ausgang kann ein verstärktes Farbflimmern auftreten. --------------------------------------------------------------------------- FlashLight Dieser Operator hellt einzelne Bilder in der Szene auf. Welche das sind, wird zufällig gesteuert. Die Häufigkeit der aufgehellten Bilder sowie der Grad der Aufhellung ist einstellbar. Der erzielt Effekt entspricht einem 'Blitzlichtgewitter', daß eine Anzahl Fotografen mit ihren Kameras erzeugen würden. Man kann damit professionelle Präsentationen (z.B. Modenschau, ...) aufwerten oder aber für eine lustige Einlage im Urlaubsvideo sorgen. --------------------------------------------------------------------------- Import Über den Import-Operator kann ein oder mehrere Bilder nach Movieshop importiert werden. Die Bilder werden dabei nicht skaliert oder anders verändert. Somit ist der Operator nur sinnvoll einzusetzen, wenn die Schnittliste im UPN-Modus betrieben wird, da im Normalfall eine Nachbearbeitung über andere Operatoren nötig ist (z.B. Scale oder Compose). Der Operator verwendet zum Erkennen des Bildformates und anschließendem Laden des Bildes die "multipic.library" und kann somit alle Formate dieser Library laden. Ebenfalls ist es möglich, nicht nur ein Einzelbild zu laden sondern auch ganze Animationen, die allerdings in Einzelbildern vorliegen müssen. "Image Series" gibt dabei das erste Bild einer Serie von zu importierenden Bildern an, bzw bei einem Einzelbild das entsprechende File. Über "Pick (1.) Image" kann das zu ladende Bild ausgewählt werden bzw. das erste Bild einer zu importierenden Serie von Bildern. Es erscheint ein normaler Auswahlrequester, mit dem ein Bild ausgewählt werden kann. Eine Serie kann aus beliebig vielen Bildern bestehen, die alle durchnumeriert sein sollten, z.B. "Berg.001", "Berg.002" ... Als erstes Bild muß nicht unbedingt das Bild mit der Nummer 0 gewählt werden, wird als erstes Bild das Bild "Berg.034" angegeben, wird die Animation erst ab diesem Bild geladen, alle Bilder mit Nummern kleiner als 34 werden nicht beachtet. Der "Importtype" legt fest, um was für eine Art Bild es sich handelt. In der normalen Einstellung "Frame" wird jedes Bild als normales Bild importiert (25 Bilder werden pro Sekunde benötigt), bei "Field" geht der Operator davon aus, daß es sich bei dem Bild um ein Halbbild handelt. Halbbilder erhält man z.B. von Ray-Tracing Programmen, die das "Field Rendering" beherrschen. Bilder, die auf solche Weise entstanden sind können zwar auch als normale "Frames" importiert werden, werden dann aber verzerrt. Werden "Fields" importiert, werden 50 Bilder pro Sekunde benötigt. Soll keine Animation importiert werden sondern nur ein Einzelbild über einen längeren Zeitraum (z.B. als Logo), kann dieses Bild durch Einschalten von "Cache Image" dauerhaft im Speicher gehalten werden und braucht somit nicht jedes mal wieder von der Festplatte nachgeladen zu werden. "Cache Image" läßt sich nur einschalten und ist NUR DANN wirksam, wenn "#Images" auf 1 steht ! Dadurch läßt sich Zeit sparen, benötigt aber je nach Größe des Bildes einiges an Speicher. "#Images" legt fest, aus wie vielen Bildern eine Animation besteht. Trägt man hier z.B. 20 ein, werden nacheinander alle 20 Bilder der Animation importiert. Wird der Operator über einen längeren Zeitraum angewendet als hier Bilder eingestellt sind, wird wieder beim 1. Bild angefangen, es wird automatisch eine "Ringanimation" erzeugt. --------------------------------------------------------------------------- ImportAlpha Über den ImportAlpha-Operator können ein oder mehrere Bilder als Alphakanal nach Movieshop importiert werden. Dieser Operator benötigt eine Szene als Eingang, deren Alphawerte durch diesen Operator überschrieben werden. Es sind nur Bilder mit 2 bis 256 Graustufen sinnvoll, da die Bildinformation nicht als Farbe sondern als Transparenzinformationen verwendet werden. Der Operator nur sinnvoll einzusetzen, wenn die Schnittliste im UPN-Modus betrieben wird, da im Normalfall eine Nachbearbeitung über andere Operatoren nötig ist (Compose, Scale). Der Operator verwendet zum Erkennen des Bildformates und anschließendem Laden des Bildes die "multipic.library" und kann somit alle Formate dieser Library laden. Ebenfalls ist es möglich, nicht nur ein Einzelbild zu laden sondern auch ganze Animationen, die allerdings in Einzelbildern vorliegen müssen. "Image Series" gibt dabei das erste Bild einer Serie von zu importierenden Bildern an, bzw. bei einem Einzelbild das entsprechende File. Über "Pick (1.) Image" kann das zu ladende Bild ausgewählt werden bzw. das erste Bild einer zu importierenden Serie von Bildern. Es erscheint ein normaler Auswahlrequester, mit dem ein Bild ausgewählt werden kann. Eine Serie kann aus beliebig vielen Bildern bestehen, die alle durchnumeriert sein sollten, z.B. "Berg_Alpha.001", "Berg_Alpha.002"... Als erstes Bild muß nicht unbedingt das Bild mit der Nummer 0 gewählt werden, wird als erstes Bild das Bild "Berg_Alpha.034" angegeben, wird die Animation erst ab diesem Bild geladen, alle Bilder mit Nummern kleiner als 34 werden nicht beachtet. Der "Importtype" legt fest, um was für eine Art Bild es sich handelt. In der normalen Einstellung "Frame" wird jedes Bild als Alphachannel verwendet, bei "Field" geht der Operator davon aus, daß es sich bei dem Bild um ein Halbbild handelt. Soll keine Animation importiert werden sondern nur ein Einzelbild über einen längeren Zeitraum, kann dieses Bild dauerhaft im Speicher gehalten werden und braucht somit nicht jedes mal wieder nachgeladen zu werden. "Cache Image" läßt sich nur einschalten und ist nur dann wirksam, wenn "#Images" auf 1 steht! Dadurch läßt sich Zeit sparen, benötigt aber je nach Größe des Bildes einiges an Speicher. "#Images" legt fest, aus wie vielen Bildern eine Animation besteht. Trägt man hier z.B. 20 ein, werden nacheinander alle 20 Bilder der Animation importiert. Wird der Operator über einen längeren Zeitraum angewendet als hier Bilder eingestellt sind, wird wieder beim 1. Bild angefangen, es wird automatisch eine "Ringanimation" erzeugt. Die Hauptanwendung dieses Operators liegt darin, einer Szene nachträglich einen neuen Alphakanal zu geben, um z.B. für den Compose-Operator weiche Ränder zu generieren oder andere Effekte bei der Überblendung mehrerer Szenen zu schaffen. --------------------------------------------------------------------------- LineArt Die Bilder einer Szene werden von diesem Operator in etwas verwandelt, was in etwa wie eine (animierte) Kohlezeichnung aussieht. Es handelt sich also um eine Verfremdung und nicht um einen Überblendeffekt. Der Kontrast des erzeugten Bildes kann in mehreren Schritten eingestellt werden. War das ursprüngliche Bild relativ arm an Kontrasten, sollte ein höherer Wert eingestellt werden. Bei sehr detaillierten Bildern mit hohem Kontrast sorgt ein niedriger Wert dafür, daß das umgewandelte Bild nicht zu dunkel wird. --------------------------------------------------------------------------- Scale2 Der Scale2-Operator kann Bilder vergrößern oder verkleinern, benötigt also eine Szene als Eingang. Das Ergebnis ist ein vergrößertes oder verkleinertes Bild, somit ist auch dieser Operator nur sinnvoll anzuwenden, wenn die Schnittliste im UPN-Modus betrieben wird, da eine Nachbearbeitung des Bildes nötig wird (z.B. Compose). Über "Modus" kann eingestellt werden, ob der Skalierungsfaktor über die Zeit konstant gehalten werden soll oder das Bild über die Zeit größer oder kleiner werden soll. Mittels "Unit" stellt man ein, ob die neue Bildgröße in Punkten (Pixel) oder in Prozent eingestellt werden soll. Wird Prozent benutzt, entspricht die Einstellung 100% der Größe des aktuell erhaltenen Bildes. Wird der Operator zweimal hintereinander mit der Einstellung 50% auf ein Bild angewendet, wird das Bild 2 mal um die Hälfte verkleinert, hat also anschließend nur noch 25% der Ursprungsgröße. "High Quality" schaltet auf ein langsameres aber qualitativ besseres Verfahren, wird "High Quality" ausgeschaltet erhält man einen sehr schnellen Algorithmus zur Vergrößerung / Verkleinerung von Bildern. "Width" und "Height" legen die Ergebnisgröße des Bildes fest, also getrennt nach Breite und Höhe. Somit können Szenen auch gestaucht oder gestreckt werden. Sinnvolle Werte liegen bei 0 oder größer. Die Angabe für die Höhe bezieht sich immer auf ein Vollbild. Die Anwendungen des Scale2-Operators sind vielfältig. Vom Ausblenden eines Bildes (skalieren von 100% bis 0%) oder eines PIP (Picture in Picture, also Bild im Bild) ist alles möglich. --------------------------------------------------------------------------- Shadow Dieser Operator ist nur in Verbindung mit anderen und damit nur im UPN-Modus der Schnittliste einsetzbar. Besonders sinnvoll ist sein Einsatz bei der PIP- (Picture In Picture = Bild im Bild) Darstellung. Der Shadow-Operator sorgt für einen Schattenwurf (Shadow = Schatten) des kleinen Bildes auf das größere. Die Lage und Größe des Schatten wird mit den beiden Slidern 'Hor. Offset' und 'Vert. Offset' eingestellt. Positive Werte lassen den Schatten rechts und unten erscheinen, was einem scheinbaren Lichteinfall von links oben entspricht. Der Schattenwurf erweckt den Eindruck, als würde das kleine Bild ein Stück über dem großen im Raum schweben. Wie kräftig der Schatten ist, d.h. wie stark das große Bild in seinem Bereich abgedunkelt wird, kann über den Slider 'Intensity' eingestellt werden. Je höher der eingestellte Wert ist, um so dunkler wird der Schatten. Der Schattenwurf wird nicht direkt zwischen den zwei betroffenen Bildern berechnet, sondern er wird praktisch an das kleine Bild angehängt. Wie in der Realität hängt der Schatten somit an dem ihn erzeugenden Gegenstand bzw. Bild. Das Bild wird dadurch natürlich in seinen absoluten Abmessungen vergrößert, was bei der Positionierung evtl. beachtet werden muß. Hier sei noch zu bemerken, daß sich der Schattenwurf nicht auf rechteckige Objekte beschränkt, sondern beliebig die Form des schattenwerfenden Bildes (Alpha-Maske) nachbildet. Das mit Schatten versehene Bild wird dann in der Regel mit dem Compose-Operator über einem Hintergrund plaziert. ---------------------------------------------------------------------------