Hacker II Tips & Tricks >RUN 10/1986, S.137< Hacker II Logon, please: austra.. der Bildschirmaufbau wird jäh unterbrochen. Es erscheint eine Nachricht des CIA: "... Greetings from the Government of the United States..." Da Sie als Experte für Computer-Sicherheits-Systeme bekannt sind, benötigt der CIA (ausgerechnet der!) Ihre Hilfe im Kampf gegen den internationalen Terrorismus. "Sollten Sie bei dieser lebensgefährlichen Mission scheitern, können wir Ihnen leider keinerlei Hilfe gewähren. Mit freundlichen Grüßen. Abteilung für Spezialagenten Washington D.C. ..." In einem "operation brief" erfahren Sie, dass Alexander Cherkazov, ein führender russischer Wissenschaftler und Stratege, einen Plan entwickelt hat, um die Regierung der USA zu stürzen. Man glaubt, dass der Inhalt des "Doomsday Paper" das Gleichgewicht der Kräfte stören und die "freie Welt" gefährden könne. Die einzige bekannte Kopie dieses Papiers ist sicher versteckt in einem Militärkomplex in Sibirien. Es gilt nun, diese Kopie zu finden, zu entwenden und einem am Eingang wartenden Agenten zu übergeben. Das Blatt liegt in einer Stahlkammer, deren Kombination Sie ausfindig machen müssen. (Dabei sollte man den Zugangscode "red 7" im Hinterkopf behalten). Mittels eines im "briefing" gezeigten Lageplans kann sich der Agent orientieren (Kombination: 2, 3, 6, 4, 1, 7, 5.) "Hacker II" ist nur auf den ersten Blick ein echtes DFUe-Spiel. Die Grafik ist akzeptabel, aber nicht überragend. Der grosse Wurf, wie bei Hacker, mit dem eine neue Spielidee geschaffen wurde, ist nicht ganz gelungen. Lohnend ist die Anschaffung für Hacker-Freaks, die bereits den ersten Teil besitzen, allen anderen kann man guten Gewissens zunächst den ersten Teil empfehlen. P.S.: LOGON, PLEASE: 00987 Soweit zu den "beliebten" Spiele-Tests der RUN-Redaktion. Hacker II für den AMIGA wurde von ECA geknackt ("Keep up the good work!") und präsentiert sich mit einer ganzen Menge digitalisierter Sounds. Die Story ist natürlich nicht so ganz realistisch. Als ganz normaler Datenfernübertrager loggt sich der Spieler in die Arctisource-Mailbox der Firma Activision ein, um sich die Top 10 der Computer-Spiele anzusehen. Da er noch kein PiWi (Password) hat, drückt er beim Login-Prompt einfach Return. Und damit ist sein Schicksal besiegelt, denn mitten im Inhaltsverzeichnis der Box wird die Verbindung unterbrochen - und es schaltet sich jemand fremdes in die Kommunikation ein. Der Eindringling identifiziert sich als "Name: Geheim" vom CIA. Wer's glaubt... Nun gut, jedenfalls wird das ehemals zahme Terminalprogramm (kein professionelles Programm, weil's nämlich nur 40 Zeichen/Zeile darstellt, hehe) in einen MRU-Emulator umgewandelt. Die MRUs kennen wir ja aus "Hacker", der hier verwendete Typ wurde in einigen Punkten modifizzelt, er fährt nämlich nicht mehr auf Schienen, hat statt einem nun vier Monitore und enthält ein "Electronic-Bugging- Device", wie wir es ja schon aus diversen aufwendig gedrehten Krimis kennen: Eine Video-Kamera wird ausgeschaltet, indem man statt dem Live- Signal der Kamera ein vorher aufgenommenes Band in die Überwachungsanlage einspielt. Achtung: Die eingeblendeten Uhren müssen vorher synchronisiert werden! Mit diesem MRU muss der fleissige Hacker jetzt in einem Kamera- und Wach-und-Schliess-Gesellschafts-überwachtem Gangsystem 4 Räume mit Safes finden (diese 4 Raume werden nicht vom Security Monitor A sondern von Security Monitor B überwacht!), dann dort auf den Safe zufahren, ihn mit dem MRU-Command "ROA" (Remote Optical Analysis) untersuchen, ihn dann mit dem richtigen Code öffnen (für den ersten Safe kann man den Code "RED 7" verwenden, dann erhält man jeweils den Code für den folgenden Safe) und die Kombination für den grossen Dokumentenschrank zusammensuchen. Hinweis: Die vier Codes für die Schränke lauten "RED 7", "WHITE 6", "BLUE 1" und "WHITE 50", man muss die Safes aber trotzdem in der richtigen Reihenfolge besuchen, damit man die Sicherheitsanlage in der richtigen Reihenfolge abschaltet - sonst kommt der Annihilator und produziert Recycling-Blech. Noch ein kleiner Hinweis für Interessierte: Es ist in der Tat nicht der CIA, der sich an den Hacker wendet! Mehr wird nicht verraten! Statt "00987" kann man beim Login auch folgende Codes eingeben (bitte in Kleinbuchstaben): "title" - die Anzahl der MRUs wird auf Null gesetzt und der "Hacker II"-Titel läuft ab. "demo" - bei der Identifikations-Stufe für die MRU genügen ueberall Returns als richtige Antworten. Ob im eigentlichen Spiel etwas einfacher wird, weiss ich nicht (vielleicht treten dann die Fehler mit dem Kamera- System nicht auf?!) "demo pam" - hier landet man wie bei "00987" direkt im MRU-Emulator "cover" - und damit kann man sich ansehen, was man als erfolgreicher Hacker als Belohnung bekommt: Statt einer Zeitungsüberschrift wie bei "Hacker" gibt's bei "Hacker II" eine Nennung auf der Titelseite des "Rolling Stone"! Noch ne Frage: Hat schon jemand "Hacker" auf dem C64 oder ST oder AMIGA gelöst? Freunde von mir haben den einzigen Weg gefunden, bei dem man bei der ST-Version mit der Kohle auskommt, aber ihnen geht regelmäßig auf dem Weg nach Washington die Zeit aus (selbst bei unterschiedlichen Gesamt- Spielzeiten!) - und auf dem C64 soll es laut anderer Quellen rechnerisch gar keine Lösung geben, weil immer hundert Dollar fehlen...? Marc Aurel.