Hier einige Tips zu "Anstoß - World Cup Edition": Der Weg durch die Qualifikation ist selbst für die "großen" Mannschaften mit vielen Stolpersteinen gepflastert. Deshalb gilt es einige wichtige Punkte zu beachten: Zuallererst solltet Ihr im Aufstellungsmenü einen Blick auf die Fähigkeiten der stärksten Spieler werfen. Stellt dabei in Gedanken schon einen geeigneten Trainingsplan auf. Verfügt Ihr beispielsweise über einen Haufen sicherer Elfmeterschützen, oder massenweise Kopfballungeheuer in Eurer Auswahl, so könnt Ihr diese Trainingseinheiten für den bevorstehenden Lehrgang schon mal streichen. Plant an Hand der Euch betreffenden Spielansetzungen (diese findet Ihr in Eurem Terminkalender) das ganze Jahr im Voraus. Vor dem ersten Qualifikationsspiel solltet Ihr unbedingt einen Lehrgang abhalten, um Eure Aufgebot in Form zu bringen. Weitere Lehrgänge dann im Rhythmus von zwei bis drei Spielen (insgesamt stehen Euch ja bekanntlich fünf Lehrgänge zur Verfügung) ansetzen. Freundschaftsspiele sind, aus konditionellen Erwägungen, nur in spielfreien Monaten sinnvoll. Sehr wichtig sind überdies die Spielbeobachtungen Eurer Qualigegener. Je häufiger die gegnerischen Mannschaften ausspioniert werden, desto besser kann sich Eure Elf auf diese Teams einstellen. Desweiteren erhaltet Ihr als Trainer entscheidende Infos, die beim späteren Aufeinandertreffen Eure taktischen Anweisungen bestimmen sollten. Auch läßt sich auf diese Art das Lehrgangsprogramm nach dem Spielsystem des Gegners ausrichten. Besitzt dieser z.B. eine gut funktionierende Abseitsfalle, so wäre es zu empfehlen Anti-Abseitsfalle und/oder Alleingänge trainieren zu lassen. Denkt also immer an das alte Söldnermotto: "Sichten und Vernichten.". Solltet Ihr bereits die Fahrkarte zur WM in der Tasche, oder Eure Qualikontrahenden eingehend studiert haben, so sucht in den Tabellen nach potentiellen WM-Teilnehmern und schickt Eure Späher dort hin. Wer weiß, vielleicht trifft man sich ja mal im Endspiel TIPS ZUM SPIELGESCHEHEN UND DER TAKTIK: Welches ist das beste Spielsystem? Zur Beantwortung dieser Frage sollte man sich das vorhandene Spielermaterial vor Augen halten. Es gibt nur drei Systeme, die einen Libero einplanen (5-3-2; 1-2-5-2 und das Cattenaccio-System). Solltet Ihr keines dieser Systeme spielen, sind drei bis vier "ausgebildete" Liberos Eures Kaders schlichtweg verschenkt. Zu denken geben sollte Euch auch das knapp bemessene Verteidigungskontingent; nicht auszudenken wenn vor dem entscheidenden Spiel plötzlich einige Abwehrspieler ausfallen würden und man somit gezwungen wäre sein eingespieltes System über den Haufen zu werfen! Die Mittelfeldspieler stellen eindeutig das Gros das Aufgebotes, während die Stürmer wiederum etwas dünner gesät sind. Stellt man nun alle Faktoren in Rechnung, gebührt eindeutig der 1-2-5-2 Aufstellung die Krone. Natürlich lassen sich auch mit allen anderen Spielsystemen Erfolge feiern, jedoch verfügt man bei der WM nur mehr über ein Kontingent von 22 Spielern, was das Risiko freilich nicht gerade senkt! Klar kann man sich natürlich auch nach dem gegnerischen System richten, doch wahre Stärke beweist Ihr, wenn sich der Gegner nach Euch richten muß. Beim Auswählen der 11 Kicker, die letztlich das Leder auf dem Grün treten, sowie der fünf Ersatzspieler, sollte man sich nicht ausschließlich von der Spielstärke und der Form leiten lassen, sondern auch die Gelassenheit, das Selbstbewußtsein und die Einstellung mitberücksichtigen. Denn was nützt ein Weltklassespieler, wenn ihm alles sch...egal ist und er sich ständig mit gestrecktem Mittelfinger von den Fans verabschiedet? Ohne Spielerprämien reißen Eure Jungs keine Bäume aus, also versüßt ihnen ihren Einsatz mit dem nötigen Kleingeld. Zeitspiel am besten nur gegen starke Teams, oder, wenn Euer Team führt, nach der Halbzeitpause. So Ihr ohne Libero antretet, ist das Spielen mit einer gut funktionierenden (also kräftig trainierten) Abseitsfalle beinahe Pflicht. Die taktische Marschroute solltet Ihr nach der Stärke des Gegners bestimmen. Gegen die Faröer-Insulaner also ruhig die Brechstange rausholen, im Clinch mit den Ballzauberern vom Zuckerhut hingegen lieber etwas defensiver spielen. In wichtigen Spielen ist grundsätzlich eine harte Gangart einzuschlagen. Sollte der Mann in Schwarz dabei die Gelbsucht bekommen, könnt Ihr den Einsatz immer noch ein wenig zurück nehmen. Wollt Ihr den Elfmeter selbst mittels Maus in den gegnerischen Kasten ballern, empfiehlt es sich "beidhändig" zu schießen; der Mauszeiger ist nämlich sehr empfindlich! Günstiger ist es jedoch die Spieler ausführen zu lassen, den gerade bei einem Spielstand von 0:0 hat sich ein verschossener Elfer schon oft als psychologischer Knackpunkt erwiesen. In der Halbzeitpause ist vom Aufbauen und Kritisieren der Spieler abzuraten. Indes liegt man mit lobenden Worten an Torschützen und gegentorlosen Keepern immer richtig. Liegt Euer Team zur Halbzeit zurück, ist es bei der Pausenpredigt meist hilfreich ein "Donnerwetter loszulassen". Sollte das Spiel im strömenden Regen stattfinden, lohnt es sich aus "allen Lagen" schießen zu lassen, denn der glatte, rutschige Ball und der nasse, schmierige Rasen erschweren die Arbeit des Torhüters ungemein. TIPS ZUR WELTMEISTERSCHAFT: Um den Kreis der 22 Auserwählten auf die WM zu trimmen genügt eine zweiwöchige Vorbereitungszeit. Bei längerer Verweildauer in der "Knochenmühle" besteht die Gefahr, daß ein Lagerkoller ausbricht und der Trainer innerhalb der Mannschaft in Mißkredit gerät. Spätestens nach der Ankunft im Hotel werdet Ihr den Medien gegenübertreten müssen. Um bei Pressekonferenzen und Interviews den richtigen Ton anzuschlagen bedarf es einer guten Laune des Trainers. Ist das Stimmungsbarometer eher im Keller, gebt Ihr nur noch pampige Antworten und verliert somit das Wohlwollen der Medien. Die Folge sind Negativschlagzeilen in der Presse, die freilich auch gewisse Verunsicherungen in der Mannschaft mit sich bringen. Es gibt fünf Möglichkeiten Eure Stimmung aufzubessern: 1. Eure Mannschaft spielt erfolgreich. 2. Es gelingt Euch beim Training einen verhaßten Journalisten abzuschießen. 3. Ihr verlaßt das Hotel und macht einen Ausflug in die Stadt. 4. Ihr macht rund ums Trainingsgelände einen Waldspaziergang. 5. Ihr laßt Euren gebeutelten Körper in der medizinischen Abteilung massieren. Auf jede Frage der Medienvertreter erhaltet Ihr drei Antworten zur Auswahl. Bei der Beantwortung der Fragen solltet Ihr auf nichtssagende Phrasen nach Art des Bundes-Berti (a la "Wir machen keinen Neuanfang, wir machen einen Neubeginn!!!") verzichten. Auch Duckmäuserei wird wenig geschätzt. Also tretet ruhig selbstbewußt auf und behauptet, daß Ihr Weltmeister werdet und den nächsten Gegner mit vier Toren Differenz nach Hause schickt. Meist ist die ausführlichste, der Euch angebotenen Antworten die beste. Analog zur Qualifikation solltet Ihr wieder reichlich Spielbeobachtungen betreiben. Bis auf den ersten Vorrundengegner könnt Ihr alle weiteren Gegner (also auch die im späteren KO-System) mit etwas Glück und Gespür richtig gut ausspionieren. Am Vortag des Spiels solltet Ihr: 1. Eine Mannschaftsbesprechung einberufen, um den versammelten Spielern die Marschroute einzutrichtern. 2. Die Aufstellung verkünden. 3. Den darin nicht berücksichtigten Spieler in Einzelgesprächen von der Notwendigkeit Eurer Entscheidung überzeugen, sonst reagieren sie mit Formeinbrüchen und Murren in der Öffentlichkeit. 4. Eine weitere Mannschaftsbesprechung, zwecks Bekanntgabe der Spielaufstellung, offerieren. Für die Zeit nach dem Spiel ist es anzuraten wiederum eine Besprechung anzuberaumen, um je nach Spielergebnis Worte der Anerkennung oder harsche Kritik über die Häupter der Spieler auszuschütten. Sodann lasset das Leder rollen, und mit Hilfe dieser Ratschläge den Erfolg Euren ständigen Wegbegleiter sein, auf daß eine neue Generation von Fußballehrern heranwächst, die dem erfolgverwöhnten deutschen Fußball eine blühende Zukunft zu sichern vermag.