ACS ist eine Serie, deren Schwerpunkt auf Grafik + Sound liegt. ACS-Disketten sind immer bootfähig. Aus dem Grafik + Sound Bereich kommt auf den Disketten so ziemlich alles vor, was man sich denken kann. Digitalisierte Bilder, Fonts, Animationen und Spiele gibt es genauso wie Digi-Sound, Sonix-Music und In- strumente für Musikprogramme. Auf einigen Disketten befinden sich auch Demos von kommerziellen Spielen sowie Utilities. Eine für Einsteiger mittelmäßig geeignete Serie: Die Disketten sind zwar autobooting, aber dennoch nicht für Einsteiger konzepiert: Die Anleitung- en sind, falls vorhanden, in Englisch und wo NoFastMem aktiviert werden muß, muß man sich dieses schön brav selber denken. Eine Kontaktadresse habe ich leider nicht gefunden, die Serie ist aber über die meisten Händler erhältlich. ------------------------------------------------------------------------------ Aquarium V 1.12 A Genre: Datenbank Autor: Lennart Olsson Herkunft: Fish #301 FW ShareWare-Gebühr: keine "Da war doch ein Programm, wie hieß das denn gleich? Damit konnte man die Maus beschleunigen und gleichzeitig ein Bild anzeigen. Ich weiß nur noch, daß es sich auf einer Fish-Disk befand..." Vor so einem Problem standen sicherlich viele schon mal, die versuchten, den unüberwindlichen Dschungel der Fish-Disks zu Fuß zu durchforsten. Dagegen gibt es Aquarium, eine Datenbank, die alle Programme der Fish-Disks enthält. Entwe- der durch Schlagworte, wie z.B. Graphic, Animation, Source usw. oder durch die Eingabe des Programmnamens oder eines Stichwortes, nach dem gesucht wird, kann den Fish-Disketten zu Leibe gerückt werden. Bei den gespeicherten Daten han- delt es sich um die Contents-Files, die sich auf jeder Fish-Disk befinden, und die in die Datenbank eingelesen wurden. Die Programme sind nach 30 Schlag- wörtern geordnet, die auch kombiniert werden können. So kann man z.B. mit "Graphic" und "Data" Graphikdateien heraussuchen. Wenn man dazu noch im Gad- get "Text" den Namen "Hein Müller" eingibt, wird nach Graphikdateien gefor- stet, die von Hein Müller stammen. Fündig wird man bei diesem Beispiel aller- dings nicht... Ein konkretes Beispiel: Das im Lexikon ebenfalls beschriebene Zerg ist nach "Game", "Graphic", "Application" und "Animation" gespeichert. Je mehr Schlüsselwörter man anklickt, desto genauer wird übrings die Suche. Klickt man also die obigen Gadgets für Zerg an, findet das Aquarium 14 weitere Einträge, läßt man "Game" weg, sind es schon 27 Programme, auf die die Be- schreibung zutrifft. Ebenfalls integriert ist eine Druckfunktion, die zunächst alle passenden Programme heraussucht und sie dann alphabetisch geordnet aus- druckt. Auf der Fish-Disk #301 befinden sich bereits als "DATA" gespeicherte Contents-Files. Aber ein weiteres Programm, nämlich "NewFish", sorgt für die Eingabe neuer Fish-Disks. Auf Disk #369 findet man außerdem die Contents- Files für die Disketten 301-360 zum "Nachfüllen" des Aquariums. Bei Eingabe von /# (# steht für die Nummer einer Fish-Disk) wird der erste Eintrag der Fishdisk # herausgesucht und auf den Bildschirm gedruckt. Wenn Sie kein Schlüsselwort gesetzt und auch keinen Namen eingegeben haben, und drücken den Vorwärts-Pfeil, wird das nächste Programm auf der Diskette # angezeigt usw. Aber nicht nur für Fish-Disketten läßt sich Aquarium brauchen: Wer z.B. eine Zeitung verwalten muß, schreibt für jeden Artikel einen kleinen Text im Stile der Contents-Files, speichert unter dem Namen "Contents" ab und läßt mit New- Fish einlesen. Auch die Namen der Schlüsselwort-Gadgets kann verändert werden. Dann lädt er Aquarium und bestimmt für jeden Artikel Schlüsselwörter, wie z.B. "Aktuell", "Rätsel" usw. Von nun an hat er eine Datenbank, mit der er Ruck- Zuck z.B. alle Rätsel, die in der Vereinszeitung erschienen sind, auflisten kann. Wer übrings einen Blick auf den Autor werfen will: Im Menü "About" an- wählen, es erscheint ein gescanntes Bild des Schweden. -> Screenshot des Bedienerfeldes von Aquarium in Screenshots/Aquarium.iff ------------------------------------------------------------------------------ A.U.G.E. 4000 ist die Publik-Domain-Reihe der Amiga User Gruppe Einzugsgebiet 4000, also Düsseldorf. A.U.G.E. 4000 ist in erster Linie ein Klub, dem alle Amiganer aus dem Großraum Düsseldorf beitreten können, und zwar egal ob "Du Männlein oder Weiblein, Schüler oder Rentner, Soldat oder Priester, Alternativ oder Kon- servativ oder weiss Gott was bist. Nur einen Amiga solltest du (schon jetzt oder bald) dein Eigen nennen." Diese Gruppe hat auch eine PD-Serie herausge- geben, die in erster Linie deutsche Software oder solche aus eigener Werk- statt verbreiten soll, aber auch (vor allem...) sog. "Rohware" (Disketten, "wie man sie von jedem bekommt", die die Gruppe aufgearbeitet (übersetzt, mit Anleitung versehen, getestet) hat), enthält. Außerdem befinden sich auf den Disketten Tips für Einsteiger, Bauanleitungen für Hardware und Informationen über den Kopierservice der Gruppe. Kontaktadressen: Auge 4000, c/o U.Trempelmann, Lochnerstr.24, 4030 Ratingen oder Auge 4000, c/o U.Scholz, Moltkestr.115, 4000 Düsseldorf. Diese Serie ist für Einsteiger sicherlich gut geeignet, da sich eigentlich alle Programme von der Workbench aus starten lassen. Für alle Programme be- finden sich deutsche Anleitungen auf den Disketten und auch die Tips sind für Neulinge interessant. ------------------------------------------------------------------------------ A.U.G.E. 4000 Sound Auf dieser Serie befinden sich digitalisierte Versionen von bekannten Liedern. Man braucht, um die Digi-Sounds ablaufen zu lassen, 2 Laufwerke, da die Lieder nicht vom Betriebssystem gespielt werden, sondern ein eigenes Format benutzt wird. Die Lieder haben aber fast die Qualität, die man aus dem Radio gewohnt ist. In dieser Serie befinden sich z.B. die Lieder "Don't Worry, Be Happy" und "Bluenight Shadow". Kontaktadresse: siehe A.U.G.E. 4000. -------------------------------------------------------------------------------- DMouse (angeschaut: V1.06) A Genre: Mausutilitie Autor: Matthew Dillon Herkunft: Taifun #68, Fish #145, auf Fish #258 ist Version 1.20 FW (Ich bin nicht sicher, aber nirgendwo stand, daß es SW ist... ShareWare-Gebühr: scheinbar keine Programme, die den Umgang mit der intuition erleichern, gibt es bereits viele. PopCLI, SunMouse und SolarMouse sind vielleicht ein paar der bekanntesten. Das beste aber ist meiner Ansicht nach DMouse. Es enthält eine Vielzahl von nütz- lichen Funktionen, die das Arbeiten mit der Workbench wirklich erleichtern. Zunächst wäre da zu nennen der Mausbeschleuniger, der dem kleinen Beschleuni- ger in den Preferences der Workbench ordentlich auf die Sprünge hilft. Zwar ist die "rasende Maus" etwas gewöhnungsbedürftig, wird aber schon bald zu ei- ner unverzichtbaren Hilfe auf der Workbench. Als nächstes wäre da die PopCLI- Funktion "ScreenOut". Nach einer gewissen, eingestellten Zeit schaltet sich der Screen dunkel, und so wird ein Einbrennen des gerade dargestellten Bildes in die Phosphorschicht des Monitors verhindert. Ebenfalls interessant ist die Funktion, die nach einer Zeit den Mauszeiger verschwinden läßt, und somit ein ungestörtes Arbeiten, z.B. mit einer Textverarbeitung zuläßt, bei der man nicht andauernd nach der Maus schlägt, um den Mauszeiger aus der Sicht zu schubsen. Wird die Maus bewegt, schaltet sich der Mauszeiger übrings wieder zu, wird die Maus bewegt oder eine Taste gedrückt, schaltet sich die Bild- darstellung wieder ein. Wer hatte das Problem noch nicht: Ein CLI-Fenster verschwindet ins nil: und kein CLI-Icon ist auf der Diskette? Diskettenwechsel mit der Workbench sind die Folge, um das CLI wieder in Gang zu kriegen. Auch hier hilft DMouse: Mit einer einstellbaren Tastenfolge (linke Amiga+Esc sind voreingestellt) wird ein neues CLIFenster geöffnet. Nun aber zu den wichtig- sten Neuerungen, wenn man DMouse benutzt: Das Fenster, über dem der Mauszeiger steht, wird automatisch aktiviert, mit einem einfachen Klick irgendwo in ein Fenster kann dieses in den Vordergrund geholt werden, und mit einem rechte Maustaste - linke Maustaste kann ein Fenster in den Hintergrund gebracht wer- den. So entfällt die lästige Suche nach den beiden Gadgets in der linken ober- en Ecke, wenn man mit einem Wust von Fenstern arbeitet und ein bestimmtes in den Vordergrund oder Hintergrund haben will. DMouse arbeitet recht gut mit anderen Programmen zusammen, Probleme gibt es allerdings auch: Bei manchen An- wendungen, die eine Menüzeile haben, sorgt ein Doppelklick mit DMouse dafür, daß sich diese verändert.Der Autor hat keine Erklärung für diesen "silly bug". Trotzdem ist auch dieses Programm ist eine Bereicherung für die Publik-Domain Schatztruhe. Zum Abschluß die Syntaxtabelle des Programmes: Wenn DMouse bereits geladen ist, werden neu eingegebene Optionen zu den bereits gewählten hinzugefügt. quit QUIT .. entfernt DMouse -h zeigt diese Tabelle im CLI-Fenster (auf Englisch, natürlich!) -a# Mausbeschleuniger: Je größer die Zahl, die für # eingesetzt wird, desto größer ist die Umsetzung der Mausbewegung. -a1 schaltet diese Option ab. Voreinstellung: -a3 -t# Stellt ein, wie schnell die Maus bewegt werden muß, um den Mausbeschleuniger zu aktivieren (Am besten mal mit den ex- tremem Einstellungen -a100 -t24 ausprobieren, ist nämlich sehr schwer zu erklären...) Voreinstellung: -t0 -s# Nach # Sekunden wird die Bilddarstellung ausgestellt. Voreinstellung: -s300 (5 Minuten), -s0 schaltet ab. -m# Nach # Sekunden wird der Mauszeiger ausgestellt. Voreinge- stellt: -m5; -m0 schaltet ab. -c# # = Anzahl der Mausklicks, die benötigt werden, um ein Fenster nach vorne zu holen. (Eingestellt: -c1) -L0 Schaltet aus: LMT=Fenster nach vorne; RMT=Fenster nach hinten -A0 Schaltet aus: Sun-Mouse Effekt (AutoActivate des Fensters, über dem die Maus ist) -Rqqqq Stellt ein, welche Taste zusammen mit der RMT gedrückt werden muß, um ein Fenster in den Hintergrund zu bringen (Eingestellt ist LMT). Die Eingabe erfolgt im HEX-Code -Kcccc und -Qqqqq bestimmen die Tastenkombination, die ein neues CLI-Fenster öffnet (Eingestellt: linke Amiga+Esc) -C CMD Da muß ich passen... Was man damit anfangen soll, verstehe ich leider nicht. Aber eingestellt ist NEWCLI. Was das soll? Falls es jemanden interessiert, ich verwende DMouse folgendermaßen: DMouse -A0 -s150 -c2 aber das nur >>> am Rande. ------------------------------------------------------------------------------- DT (=deutsch oder =Datum) A Genre: Uhrprogramm Autor: Andreas Neuper Herkunft: FRANZ #45 PD SW-Gebühr: keine DT ist nur ein kleines Programm, das wohl am ehesten mit dem CLI-Befehl "set- clock" vergleichbar ist. Allerdings dient es nicht zum Einstellen der System- zeit, sondern kann diese nur anzeigen. Das allerdings geschieht wesentlich schöner als mit "setclock", nämlich in Deutsch und mit einigen weiteren Anga- ben als nur der Uhrzeit und dem Datum. Ein Beispiel mit der aktuellen Uhrzeit: --> 13:25:32 Uhr, am Samstag den 1.September 1990; 244.Tag und 35.Woche <-- Das also leistet dieses kurze Programm (1636 Byte); sicherlich nicht viel mehr als eine Spielerei, aber trotzdem hübsch, oder? ------------------------------------------------------------------------------- Fred Fish ist die bekannteste der Serien. Sie umfaßt mittlerweile etwa 400 Disketten, was aber wahrscheinlich schon längst wieder kalter Kaffee ist, da Fred etwa jeden Monat 10-20 neue Disketten herausbringt. Programme, die in der Serie Fred Fish auftauchen, wurden vom Autor persönlich auf Disk an F.F. geschickt, damit Fred sie in seine Serie aufnehmen kann. Es handelt sich also um Pro- gramme, die nicht von anderen Serien übernommen wurden. Wer also alle Fish- Disks hat, kann sagen, daß er wohl 50-60% aller AMIGA PD-Software sein eigen nennt. Es gibt natürlich auch Programme, die es nicht in der Serie Fred Fish gibt. Diese wurden dann vom Autor an andere Adressen geschickt, bzw. wurden von Fred nicht übernommen. Der Aufbau der Fish-Disketten ist immer gleich: Die Programme auf den Disketten sind ungeordnet, d.h. sie tauchen in der AMIGALibDisk, wie die Fish-Serie auch genannt wird, nicht nach Themenberei- chen geordnet auf, sondern sind in der Reihenfolge des Eingangs bei Fred Fish geordnet. Fishdisketten sind besonders für Programmierer interessant, weil Fred Fish den Schwerpunkt der Serie auf Quellcodes gelegt hat. Inzwischen hat allerdings eine andere Entwicklung stattgefunden, und die viele Autoren schicken fast nur noch ausführbare Programme an Fred, was dieser bedauert. Jede Fish-Disk enthält Textfiles, die genau über Copyright-Bestimmungen Aus- kunft geben. Weiterhin befindet sich im File "Contents" ein Inhaltsverzeichnis der Diskette. Fish sieht in seiner Serie am liebsten in C, Assembler oder Mo- dula 2 programmierte Utilities, Spiele, Tools, Libraries, Demos usw. Keine Chance haben nach seiner Auskunft "Raubkopien, Viren und schlecht digitali- sierte Bilder aus dem Familienalbum". (Zitat: Interview im AMIGA-Magazin Nr. 12/90.) Die Adresse von Fred Fish lautet: 1835 East Belmont Drive, Tempe Ari- zona, 85284, U.S.A. Die Disketten der Fish-Serie sind für Einsteiger nur bedingt geeignet, weil viele Programme nicht von der Workbench durch Doppelklick geladen werden kön- nen, sondern aus dem CLI heraus gestartet werden müssen. Weiterhin sind viele Programme auf den Disketten für Einsteiger nicht geeignet, weil es sich um reine Programmierhilfen handelt, die für den Nicht-Programmierer unbrauchbar sind. ------------------------------------------------------------------------------- Franz Holger Franz, der Macher dieser Serie, hat ihr auch seinen Namen gegeben. Er hat selber eine beträchtliche Bibliothek an Publik-Domain und hat festge- stellt, daß viele Disketten nur Neuaufgüsse von anderen Serien, insbesonders der Fish-Serie sind, sich schwer bedienen lassen und eine langweilige Auf- machung haben. Diesem will er entgegenwirken und veröffentlicht seit dem seine eigene Serie, die, siehe da, mal KEIN Neuaufguß ist! Alle Programme er- scheinen auf dieser Diskette zum ersten Mal. Außerdem befindet sich im Boot- block ein Bild, die Disketten sind autobootfähig und alle Programme lassen sich von der Workbench laden. Eine sehr schöne Serie, die gerade für Einstei- ger wunderbar geeignet ist. Kontaktadresse: Holger Franz, Richard-Bertram Straße 74, D-5040 Brühl. ------------------------------------------------------------------------------- Kickstart ist die Serie, die von der Redaktion der Zeitschrift Kickstart erstellt wird, und von MAXON Computer GmbH, KICKSTART PD-Service, Postfach 55 69, 6236 Esch- born vertrieben wird. Auch hier sind die Programme, die erscheinen, zum aller- größten Teil einmalig, ähnlich wie bei Fish, d.h. sie erscheinen in dieser Serie zum ersten Mal. Autoren müssen auch hier die Programme direkt an Kick- start schicken, um sie übernehmen zu lassen. Programme, die auf Kickstart er- scheinen, findet man dann in der Regel nicht mehr auf Fish, es sei denn, der Autor schickt die Programme auch an Fred Fish. Allerdings auch das ist nur bedingt richtig: Auch Übernahmen befinden sich auf Kickstart, aber diese sind recht selten. Für Einsteiger ist Kickstart recht gut geeignet, sind doch viele Programme in Deutsch, und mit Anleitung versehen. Außerdem lassen die meisten Programme sich von der Workbench laden. Allerdings kommt es auch vor, daß eine Animation etc. erst noch entpackt werden muß, was Einsteigern schwer fällt. In solchen Fällen ist das Entpacken aber recht gut erklärt. Autobootfähig sind nur Ausnahmen von Kickstart-Disketten. In der Regel muß man mit der Workbench booten und erst dann die Disk ins Laufwerk schieben, um die Icons bearbeiten zu können. ----------------------------------------------------------------------------- Oase ist eine Serie, die von der Firma Rainer Wolf herausgegeben wird. Ich mußte leider feststellen, daß es sich bei dieser Serie häufig nur um einen Neu- aufguß der Fish-Serie handelt. Was von dort gefällt, wird übernommen. Posi- tiv ist allerdings, gerade für Einsteiger, daß darauf geachtet wurde, daß alle Programme von der Workbench zu laden sind. Außerdem haben alle Disketten eine deutsche Anleitung, die verständlich geschrieben ist. Das rechtfertigt auch den in der Regel etwas höheren Preis von 10,-- DM für diese Disketten. Exklusiv wird diese Serie vertrieben von Wolf Software & Design, Deipe Stegge 187, 4420 Coesfeld. Auch andere Anbieter haben diese Serie im Angebot, aller- dings ohne die Textfiles, die Anleitungen usw. enthalten, da die Firma Wolf auf diese ein Copyright erhebt. ------------------------------------------------------------------------------ Rocket G Genre: Screenhack (auf gut Neudeutsch...) Autor: Lars R. Clausen Herkunft: Fish #303 PD SW-Gebühr: keine Aha, die neue Fishdisk ist da! Also, man lade die Workbench, lege die Fishdisk ins Laufwerk und öffne der Reihe nach die Schubladen. Schließlich ist man bei Rocket angekommen, öffnen, das Icon anklicken und - waaaah!!! Eine Rakete ver- folgt meinen Mauszeiger! Ich bin so überrascht, daß ich nicht abhaue, buuum!!! Der Mauszeiger und die Rakete explodieren in einem Feuerball. Das Programm ist sicherlich kein Softwarehit, aber dennoch lustig! Vor allem, wenn man es einem ahnungslosen Freund in die Startup-sequence baut... Gemein für die "arme" Ra- kete ist es allerdings, wenn man das Programm Dmouse (s.u.) laufen hat, das den Mauszeiger nach einigen Sekunden abschaltet, wenn er nicht bewegt wurde... ------------------------------------------------------------------------------- Der Stählerne Planet G Genre: Eine interessante Neuheit: Ein Science Fiction-Roman auf Diskette! Autor: Volker Sperl Herkunft: Franz #71 und #72 (2 Disketten gehören zusammen) FW SW-Gebühr: keine Es war im Jahre 1989, als die Wissenschaftler einen seltsamen Nebel hinter dem Mond bemerkten, der plötzlich und wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Um das Phänomen zu erforschen, startet kurz darauf die Raumfähre Atlantis vom Raumbahnhof Cape Caneveral. An Bord hat sie drei Astronauten, die bereits vor ihrem Abflug zu Helden gemacht wurden. Einige Tage später erreicht man die in- teressante Wolke, als plötzlich..... Das ist der Stoff, aus dem SF-Geschichten sind. Auf den zwei Disketten (s.o.) wird erstmals in der Publik-Domain-Geschichte ein vollständiger, in sich abge- schlossener Roman erzählt, der mit schönen, selbstgemalten (nix Digitizer!) Bildern unterlegt ist. Eine schöne Idee, die schön umgesetzt wurde. Und auch die Botschaft, die die neuartige Slideshow 'rüberbringen will, ist gut und aktuell wie nie: Die Menschheit ist im Begriff, ihre schöne Erde zu zerstören. Die Romanseiten sind komplett als IFF-Bilder abgespeichert, also ist auch der Text mit einem Malprogramm eingegeben worden und mit verschiedenen Schriften gestaltet. Der Roman ist in insgesamt 22+13, also 35 Graphikdateien aufgeteilt, die zwei Disketten füllen. Aber keine Besprechung ohne Kritik: Die Story ist gut, aber leider nicht allzu gut erzählt. Viele interessante, aber im Zusammenhang nicht allzu wichtige Zahlen (Gewicht der Rucksäcke der Astronauten: 15,4 kg usw.) verderben ein wenig den Lesefluß. Aber trotz allem ist "Der Stählerne Planet" eine interessante Anschaffung, die sich allein wegen der schönen Weltraumbilder wirklich lohnt. Der gute Gesamt- eindruck verwischt fast gänzlich die leichten Formulierungsschwierigkeiten, die einem nicht die Freude an einem schön gelungen Projekt nehmen können. -> Ein Beispiel für die wirklich gelungene Grafik finden Sie in der Schublade Screenshots unter Der_Stählerne_Planet.iff! ------------------------------------------------------------------------------- Taifun "Aus allen Public-Domain Disketten, die es für den Amiga gibt, wurden die Besten ausgesucht, und auf den TAIFUN-Disketten plaziert. Das bedeutet, daß nur Programme von hohem Niveau auf den TAIFUN'S anzutreffen sind." Diesen Text liest man, wenn man die Taifun-Diskette bootet und fragt sich, ob es sich bei dieser Serie nicht nur um einen weiteren Neuaufguß handelt. Dem ist sicherlich so. Trotzdem ist diese Serie ein etwas anderer Aufguß als viele andere. Tatsächlich haben die meisten Programme auf den Disketten ein relativ hohes Niveau. Diese Serie ist quasi die Alternative zur Fish-Disk für Nicht-Programmierer. Auf Quellcodes pur und Compilerhilfen etc. wurde bei Taifun verzichtet. Wer allerdings die Serien Kickstart und Fish vollständig hat, braucht kein Taifun mehr, da er die meisten Programme sonst doppelt hat. Allerdings auch nur die meisten, viele Programme sind auch direkt an die Kon- taktadresse, Stefan Ossowski, Veronikastr. 33, 4300 Essen 1, gesandt worden und befinden sich ausschließlich in der Taifun-Serie. Taifuns sind lusig, alle haben ein Bild im Bootblock, das sofort erscheint, wenn die Diskette gebootet wird. Außerdem befinden sich in der Startup-sequence viele Scherze, z.B. ruft beim Booten mit jeder Taifun-Diskette eine Stimme ein- bis zweimal "Taifun" aus. Für Einsteiger sind Taifuns geeignet, da sich auch hier alle Programme von der Workbench laden lassen und sich auch Anleitungen auf den Disketten befinden, die nett zu lesen sind. ------------------------------------------------------------------------------ Trek-Trivia V2.0 (angesehen) Autor: George Broussard S Genre: Wissensspiel Herkunft: Fish-Disk #252 SW SW-Gebühr: Der Autor schreibt Shareware-Spiele für den Amiga, um eine kleine Spende zu erhalten, und nicht um kommerzielle Preise zu verlangen. Er meint deshalb, daß Shareware-Gebühren allgemein nicht den Preis von 10$ überschreiten sollten. Er bittet um eine Spende innerhalb dieser 10$. Wem das Programm nicht gefällt, der soll auf eine Spen- de verzichten, aber der Autor meint, er verstehe diese Botschaft und würde in Zukunft eben nicht mehr auf dem Shareware Sektor programmieren. Ein absolutes Muß für StarTrek (Raumschiff Enterprise) Freunde: Trek-Trivia! Ein Spiel des Wissens mit Fragen rund um die beliebte Fernsehserie und die da- zugehörigen Filme. Mit der Maus kann man unter mehreren Antworten die richtige auswählen, was vom Programm mit dem Abspielen eines gesampelten Sounds aus der Fernsehserie und einer Zusatzinformation (bei richtiger Antwort) oder der wah- ren Antwort (bei falscher Eingabe) beantwortet wird. Die Fragen sind auch für Freunde und Dauergucker der Serie nicht gerade einfach zu beantworten und auf der Diskette zahlreich vorhanden, wodurch das Spiel nicht gerade einfach wird. Man bekommt eine gewisse Anzahl von Leben,von denen man jeweils eins verwirkt, wenn eine falsche Antwort gegeben wird. Nach dem Ablauf aller Leben bekommt man einen Wissensrang: Ich bekam bis jetzt immer "Academy Drop Out". Ebenfalls integriert ist ein Novice-Mode, der einen Cheat beinhaltet: Klickt man mit der Maus auf das Cheat-Gadget, bekommt man die Antwort "vorgesagt", ganz wie in der Schule. Der Computer reagiert darauf allerdings recht unwirsch, nämlich mit Punktabzug. Aber immerhin kann man das Spiel auf diese Weise "durch- spielen" und auch die 2. Staffel Soundeffekte hören, die erst nach 50 gestell- ten Fragen nachgeladen wird. -> Screenshot des Hauptbildschirms mit einer Frage + Lösung in Screenshots/TrekTrivia.iff ------------------------------------------------------------------------------ Virus-Control V1.3 (angesehen) (höhere Versionen sind erschienen, aber nicht auf Publik-Domain, sondern komerziell.) A Genre: Anti-Virus Autor: Pius Nippgen Herkunft: Fish #211, Oase #28) PD (das Programm ist ausdrücklich für PD erklärt, aber ich bin nicht sicher, ob der Autor WIRKLICH PD meint, wie ich es definiere!) SW-Gebühr: keine Wenn ich meine Workbench boote, werde zwei Anti-Virus-Programme automatisch geladen: VirusX Version 4.0 und Virus-Control. Seit neustem wird allerdings nicht mehr Version 1.3 geladen, sondern die aktu- elle Version 2.0, die allerdings, ebenso wie 1.4, kommerziell vom Verlag Markt und Technik (Amiga-Magazin) vertrieben wird, und (auf einer Programmservice- Diskette etwa 30 DM kostet. Wir wollen bei dieser Besprechung aber bei Version 1.3 bleiben, da diese auf PD-Disketten vertrieben wird. Virus-Control (im Folgenden V-C) V1.3 hat gegen- über den neueren Versionen den entscheidenden Nachteil, daß kein Virus pro- grammintern mit Namen erkannt wird und auch kein ausreichender Schutz gegen Viren wie IRQ oder BGS-9 (Linkviren) besteht. Nachdem V-C in den Speicher geladen wurde, es benötigt 13 KB, steht es dort resetfest. Wenn nun eine Diskette in ein Laufwerk geschoben wird, die einen Bootblock besitzt, der nicht dem DOS-Standart entspricht, öffnet V-C das Warn- window (siehe Graphikdatei "Virus-Control"), in dem die Funktionen des Pro- grammes durch Anklicken aktiviert werden können. Man kann sich hier zunächst einmal den Bootblock als ASCII-Dump ansehen, wobei Viren-typische Messages wie "A wonderful thing has happened - your Amiga is alive. SCA SCA SCA..." (SCA), "DASA" (DASA oder Bytewarrior) oder "Northstar Virus Protector" (Northstar- Virus) sofort gesehen und der Bootblock als Virus erkannt werden kann. Um den Virus zu löschen, kann man "Install Standard Bootblock", das dem CLI-Befehl "install" entspricht, anklicken. Ist man sich sicher, einen Virus vor sich zu haben, und auch weiß, um welchen Fiesling es sich handelt, sollte man außerdem im String-Gadget am unteren Rand des Fensters einen Namen eingeben, unter dem der Virus in Zukunft erkannt werden soll, und dann "In S: Virus-Name" wählen, worauf der Virus in der Datei "Virus-Name" im Directory "S" der Startdiskette gespeichert wird und in Zukunft vom Programm, falls auf die Startdiskette zu- rückgegriffen werden kann, unter dem eingegebenen Namen erkannt werden wird. Ist man sich nicht sicher, ob es ein Virus ist, sollte man ihn ebenfalls ab- speichern, dann allerdings als File ("Bootblock -> File"). Nun einen normalen Bootblock auf die Diskette schreiben, und testen, ob das Programm auf der Disk noch normal geladen wird. Ist dies der Fall, war es entweder ein Virus oder ein unnützer Bootblock, den man nicht wieder installieren sollte. (Das File mit dem gespeicherten Bootblock in jedem Fall löschen, um es vor unbeabsich- tigter Re-Installation zu schützen. Läuft das Programm nun nicht mehr, wird der Bootblock wieder installiert (Mit "File -> Bootblock"). Um bei einer "unverdächtigen" Diskette, bei der V-C normalerweise KEIN Warn- window öffnen würde, doch ein solches zu öffnen, muß man übringens beim Ein- legen der Disk auf die linke Alt-Taste drücken. Manche Disketten haben einen wichtigen Bootblock, der in keinem Fall gelöscht werden darf. Hat man es mit einem solchen Bootblock zu tun, und NUR dann, wird man im Warnwindow "In S:NoWarning" anklicken, worauf dieser Bootblock in die Datei "NoWarning" im Verzeichnis "S" übernommen wird. Wird eine Diskette ein- gelegt, die einen solchen Bootblock trägt, der in NoWarning steht, reagiert ein im Hintergrund laufendes V-C nur mit einem roten Aufblitzen des Screens, was so in etwa "Ich öffne ja nur ungern kein Warnwindow, aber dieser Bootblock steht leider in "NoWarning"" bedeuten soll... Wichtige Bootblöcke sollten außerdem archiviert werden, was ebenfalls mit "Bootblock -> File" geschieht. Im Notfall, wenn der Block durch ein echtes Virus überschrieben wird, läßt er sich re-organisieren, was Ärger mit kaputten Programmen erspart. Statt dem normalen Bootblock kann man auch "NoFastMem-Boot" installieren, was schon beim Booten eine eventuelle Speichererweiterung abstellt. Fazit: V-C 1.3 ist ein hervorragendes Programm für den Umgang mit verseuchten oder nicht verseuchten Bootblöcken. Als reines Anti-Virus-Tool eignet sich meiner Ansicht nach nicht, da Viren nicht programmintern erkannt werden, son- dern dem Programm erst "mühsam" beigebracht werden müssen, was besonders dann schwierig sein dürfte, wenn man noch nie mit dem entsprechenden Virus zu tun hatte. Wenn man V-C jedoch parallel zu VirusX 4.0 (oder aktuellere Versionen) laufen läßt, erhält man ein recht hohes Maß an Sicherheit gegen Ungeziefer. In diesem Fall überläßt man VirusX das Erkennen von Viren und Virus-Control das Behandeln von Bootblöcken, sei es Archivieren, Beschreiben oder Löschen. -> Screenshot des Warnwindows in Screenshots/Virus-Control.iff ------------------------------------------------------------------------------ VirusX (angesehen: 4.0) A Genre: Anti-Virus Autor: Steve Tibett Herkunft: Fish # FW SW-Gebühr: keine VirusX ist wohl eines der bekanntesten Publik-Domain-Programme. Auch Leute, die mit Publik-Domain Software nicht viel am Hut haben, benutzen häufig Vi- rusX, um sich vor den ungebetenen kleinen Gästen zu schützen, die es lieben, den Bootblock (und nicht nur ihn) der Diskette zu befallen und zum Teil auch immensen Schaden anzurichten. Denn VirusX ist wesentlich leistungsfähiger als viele kommerzielle Anti-Virus Programme! Die hohe Versionsnummer, die ich mir angesehen habe, ist kein Hinweis auf mangelnde Programmierfähigkeiten von Mr. Tibett, sondern ein Hinweis darauf, daß es immer neue Viren gibt, die ver- antwortungslose Programmierer in Umlauf bringen. Und der Programmierer von VirusX bringt jedesmal, wenn er einen neuen Virus bekommt, eine aktualisierte Version des Programmes heraus. Im Augenblick (September '90) ist jedenfalls die angeschaute Version 4.0 die aktuellste, die fast alle der 26 im Augenblick bekannten Viren erkennt. Fast jede: VirusX Version 4.0 erkennt zum Beispiel noch nicht den BSG9-Virus, einen Link-Virus, der sich im ersten Befehl der Startup-sequence einer Diskette einnistet. Aber ich bin sicher, daß der Autor schon an der neueen Version arbeitet, und wir werden wohl in den nächsten Monaten mit VirusX Version 4.1 oder gar 5.0 rechnen können. Erkannt werden je- denfalls alle zum Stichtag bekannten Lamer-Viren (da gibt es schon Versions- nummern, die die von VirusX übersteigen...) und auch Link-Viren wie z.B. den IRQ-Virus. VirusX sollten Sie auf Ihre Workbench-Diskette kopieren. Zumindest bei Workbench Version 1.3 und bei VirusX-Version 4.0 dürfte es eigentlich kei- ne Probleme mit dem Platz geben. ACHTUNG! Kopieren Sie VirusX NUR auf die Sicherheitskopie Ihrer Workbench!!! Das Orginal sollte an einem sicheren Ort aufbewahrt sein und nur für Sicherheitskopien ans Tageslicht geholt werden! Danach laden Sie die Startup-sequence Ihrer Workbench, zum Beispiel mit dem Editor Ed, der sich ebenfalls auf Ihrer Workbench befindet und fügen als er- sten Befehl VirusX ein. Beim nächsten booten von dieser Workbench wird VirusX automatisch geladen und überprüft sofort die RAM-Disk, die Festplatte (falls vorhanden) und alle angeschlossenen Laufwerke auf die kleinen Biester. Sollte es einen Virus entdecken, gibt es eine dementsprechende Meldung aus, mit der Frage, ob der Virus gelöscht werden soll oder nicht. Klicken Sie nun das 'Yes' Gadget, wird VirusX versuchen, das Virenprogramm zu löschen. Das gelingt auch in den meisten Fällen. In diesem Fall gibt das Programm die Meldung "Disk healed" aus. Sollte die Diskette schreibgeschützt sein, wird VirusX auch das erkennen, und Sie bitten, den Schreibschutz zu entfernen. Wie Sie sicher schon gemerkt haben, hat VirusX ein kleines, schmales Fenster geöffnet, das sich in der Mitte oben auf der Workbench befindet. Ist dieses Fenster aktiviert, und Sie drücken die rechte Maustaste, erscheint unterhalb des Fensters ein Screen, der Sie darüber informiert, welche Viren bereits entdeckt und gelöscht wurden. Sollte das Programm einen Virus entdecken und mit Namen bezeichen, zum Beispiel: "Danger! Disk in df0: is infected with a Byte Bandit Virus!" sollten Sie AUF JEDEN FALL das 'Yes' Gadget anklicken, und das Programm den Virus löschen lassen. Erscheint aber ein Fenster mit dem Text: "Danger! Disk in df0: has a nonstandart bootblock!" könnte es sich entweder um einen neuen, noch nicht in dieser Version von VirusX enthaltenen Virus handeln, oder aber um ein völlig harmloses Bootintro oder den Autolader eines Spiels. Das können Sie folgendermaßen testen: Drücken Sie die berühmten drei Tasten und schieben Sie die Diskette, bei der ein "nonstandart bootblock" gemeldet wurde, ins interne Laufwerk. Erscheint jetzt eine Graphik, eine Laufschrift, beginnt ein Spiel oder etwas ähnliches passiert, handelt es sich um einen harmlosen Bootblock. Erscheint aber gleich als erstes das AMIGADos Window, ist die Wahrscheinlich- keit groß, daß die Diskette im internen Laufwerk einen "kleinen Süßen" gefan- gen hat! In diesem Fall fertigen Sie sich eine Sicherheitskopie der möglicher- weise befallenen Diskette an und lassen VirusX den "nonstandard bootblock" be- handeln. Wenn das Programm auf dieser Diskette jetzt fehlerfrei startet und läuft, war es tatsächlich ein Virus! Wenn nicht, war es ein Bootblock, der wichtig für das Programm war, das jetzt nicht mehr läuft. In diesem Fall haben Sie ja noch die Sicherheitskopie! Also ist nichts verloren. Sollte es sich aber um einen Virus gehandelt haben, sollten Sie jetzt schleunigst die Dis- kette mit der Sicherheitskopie formatieren. Ach ja, noch etwas! Alle Disket- ten, die als "healed" gemeldet wurden, sollten Sie schreibschützen! Mindes- tens solange, bis Sie alle Disketten behandelt haben. Ansonsten könnte sich der Virus z.B. auf der oben angesprochenen Sicherheitskopie auf die Workbench kopieren, die ihn dann wieder auf die frisch formatierte Diskette zurückgibt, womit alles umsonst war! Ich hoffe, daß es Ihnen mit der Hilfe von VirusX ge- lungen ist, Ihre Disketten von diesem lästigen Viehzeug zu befreien, daß man Viren nennt. VirusX stellt keinen 100%igen Schutz gegen Viren dar, denn den kann es nicht geben! Aber es ist ein Programm, daß den Vergleich mit kommer- ziellen Anti-Virus-Programmen nicht zu scheuen braucht, es ist im Gegenteil wirksamer als manche dieser Programme und noch dazu wesentlich billiger! ------------------------------------------------------------------------------ Zerg (angeschaute Version: 1.0, Update der 0.5 Demo-Version) Autor: Mike Shapiro S Genre: Rollenspiel Herkunft: Fish-Disk #252, OASE #51 FW SW-Gebühr: Das Programm ist keine ShareWare. Der Autor gibt aber seine Adresse an, und schreibt, daß derjenige, der ihm 10$ oder weniger schickt, einen Freund für Leben gewonnen habe! Ansonsten nähme er es keinem übel, der ihn nicht mit einer Spende bedenkt! Eigentlich habe ich die Fish-Disk Nr. 252 nicht wegen Zerg bestellt, sondern wegen des Spieles "TrekTrivia", das sich ebenfalls auf dieser Diskette be- findet, und auf das ich als absoluter StarTrek-Fan besonders neugierig war. Aber ich muß sagen, Zerg hat mir sehr gut gefallen, und deshalb habe ich es ins Lexikon aufgenommen. Bei diesem Spiel handelt es sich um ein Ultima ähn- liches Rollenspiel, bei dem der Spieler die Rolle eines Abenteurers übernimmt, der in einer fantastischen Welt zu Ruhm und Geld kommen will. Vorher aber muß er sich mit finsteren Kerlen, fiesen Monstern und korrupten Hofschranzen her- umschlagen. Zerg ist ein Spiel mit guter Graphik und recht komfortabler Tas- tatursteuerung, bei der der Charakter mit den Zifferntasten des Zahlenblocks bewegt werden kann. Außer via Zahlenblock seine Welt zu erkunden, hat man die Möglichkeit, im Königsschloß und in der Stadt Garolin mit Händlern, Grafen, Passanten oder sogar dem König zu plaudern, ihnen Geld anzubieten (Das wirkt besonders bei den oben erwähnten bestechlichen Hofschranzen) oder sich mit den ebenfalls oben genannten fiesen Monstern herumzuschlagen. Um sich über die vorhandenen Funktionen zu informieren, kann man mit linke AMIGA-h oder über das Pulldown Menü unter Help alle Kommandos anschauen. Bei den Tastaturkomman- dos wird übrings meistens so verfahren: Kommando (Buchstabe) und Richtung, in die die Wirkung erfolgen soll (Angriff, Reden, etc.) mit dem Ziffernblock. Ein Beispiel: Der Befehl o 6 bewirkt, daß einer im Osten des Charakters stehenden Person Gold angeboten wird. Das Spiel verfügt über ein sehr schönes Kampfsystem, bei dem sogar zwischen einzelnen Waffen und Rüstungen unterschieden wird, die unterschiedlich gut, aber natürlich (wie im richtigen Leben) auch unterschiedlich teuer sind. Natürlich gibt der blutrünstige Ogre schneller den Löffel ab, wenn man ihn statt mit einem Dolch mit einem Langschwert bearbeitet. Wenn man ein Monster erschlagen hat, gibt es doppelte Belohnung: Einmal in Form von Gold, das man wieder in neuen Waffen oder Rüstungen anlegen kann, und in Form von Experience Points, die die Erfahrung eines Charakters ausdrücken. Hat man eine bestimmt Zahl von Experience Points erreicht, steigt man einen Level auf, gewinnt an Stärke und Kondition. Ziel des Spiels ist es, im Auftrag des Königs verschiedene Monster in der richtigen Reihenfolge zu erschlagen. Was gar nicht so einfach ist, denn schließlich begegnen einem die Monster nicht immer in der Folge, die man gern hätte! Frust kommt in diesem Spiel ganz selten auf, eigentich nur, wenn man gleich zu Beginn von einem übermächtigen Fighter oder Troll erledigt wird, der wie alle Monster sofort angreift, wenn er einen vor die 2-3 Augen bekommen hat. Allerdings muß eine Konfrontation nicht immer tödlich enden, vor allem dann nicht, wenn man direkt vor den Toren einer Stadt steht, in die man bei Gefahr (wenn die Hitpoints sich dem Ende neigen) flüchten kann. Das Monster wartet geduldig, bis man wieder rauskommt, dann allerdings mit frischer Ener- gie, da sich die Verfassung bei jeder Bewegung des Charakters bessert, so- fern er nicht angegriffen wird. So kann man mit viel Geduld fast jedes Monster erschlagen. Auch ein magisches System ist in dem Spiel integriert, in dessen Genuß man allerdings erst in höheren Leveln kommt. Diese Magie (1 Spruch) braucht man unbedingt, um z.B. einen Drachen zu töten, die letzte Aufgabe, die einen von Rente, Altenteil und Höchstpunktzahl trennt. Empfehlenswert ist es übrings, im Programm Preferences den Key Repeat Speed herabzusetzen, da man sonst, falls man eine Taste des Ziffernblocks zu lange gedrückt hatte, ein bedauer- liches Rasen des Charakters in Schwierigkeiten (oder an eine Mauer) erlebt. Auch an Load/Save-Optionen hat der Autor gedacht. Der Spielstand wird dabei ins RAM: gespeichert, wo er als die Datei "save" auftaucht. Falls man keine Zeit mehr hat, kann dieser mit einem copy ram:save to df0: im CLI auf die Diskette im internen Laufwerk kopiert werden. Wenn man das Spiel dann fortsetzen will, genügt ein copy df0:save to ram: . Das Spiel läuft übrings auf allen AMIGAs mit mindestens 512KB Hauptspeicher. Im Order Zerg befinden sich zwei sehr umfangreiche (englische) Anleitungs- texte, wobei sich der erste mit der Geographie, Flora und Fauna der Welt von Zerg befaßt (Allerdings für meinen Geschmack etwas übertrieben...) und der zweite eine Anleitung des Spieles ist. Beide Texte sind zusammen 64 Kilobyte groß. Das Spiel ist voll multitaskingfähig, was die Überbrückung langer Rechenzeiten irgendeines im Hintergrund laufenden Programmes ermöglicht. Abschließend muß ich feststellen, daß das Spiel Zerg eine Bereicherung jeder Publik-Domain-Sammelung ist. -> Screenshot einer Spielszene in Screenshots/Zerg.iff ----------------------------------------------------------------------------